Merens-Pferd

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Ladino

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Das Mérens-Pferd ist ein Bergpony. Es stammt aus den Pyrenäen zwischen Frankreich und Spanien, den Städten Roussillon und Katalanien. Die Ponys sind dort sehr hart und wetterunempfindlich geworden, denn das Bergklima ist rau und das Futter begrenzt. Außerdem haben die steilen Felshänge das Pony absolut trittsicher gemacht. In Frankreich wird das Pony auch Ariégeois genannt, nach dem Fluss Ariège, der durch die Pyrenäen fließt. Allerdings ist das Pony unter dem Namen Mérens wesentlich bekannter.

Es gilt als sicher, dass diese Rasse schon sehr, sehr alt ist. In den Wandmalereien und Schnitzereien der Cro-Magnon-Menschen in Niaux ist das Mérens-Pferd eindeutig dargestellt. Das Pony wird auch in Schriften des Julius Cäsars erwähnt.

Das bodenständige Mérens-Pferd wurde mit Sicherheit mit den schweren Packstuten der römischen Legionäre gekreuzt, um mehr Substanz und Größe zu erhalten, aber ebenso sicher führt es orientalisches Blut. Außerdem wurde es mit Percherons und Bretonen gekreuzt. Auf Grund dieser Kreuzungen findet man heutzutage kaum Mérens-Pferde des alten Typs. Viele der gezüchteten Mérens-Pferde haben heute auch nicht mehr die schwarze Farbe des alten Typs.

Es gibt noch einige ursprüngliche Pferde in den Hochebenen Andorras an der spanischen Grenze, zum Beispiel die Dörfer Perles, Castelet, Savignac, Vaychis und Orgeix. Für diese Pferde wurde 1947 ein Stutbuch eingerichtet, um den alten Typ zu erhalten. Trotzdem konnte man Kreuzungen zur Veredelung der Rasse nicht vermeiden, 1971 wurden zum Beispiel erneut Araber eingekreuzt.

Interessanterweise treten einige Parallelen zwischen den Pferden der Pyrenäen und denen der Penninen in Großbritannien auf. So leben in England das Dales- und das Fellpony, Ebenbilder des Mérens-Pferdes, und in den Pyrenäen die kleinen Pottiok-Ponys auf baskischer Seite und die Landais-Ponys auf französischer. Die Heimat dieser fünf Ponyrassen befindet sich zwar auf verschiedenen Seiten der Nordsee, doch ähnelt sich ihr Lebensraum sehr: Beide kommen aus felsigen Bergregionen mit rauem Klima und schlechten Futterbedingungen.

Die Mérens-Pferde werden in den hoch gelegenen Bergdörfer auf den Höfen für landwirtschaftliche Arbeiten eingesetzt, und zwar immer dann, wenn die Hänge zu steil sind, um sie mit einem Traktor zu befahren. Viele Hänge, die diese Ponys begehen können, sind für andere Pferde schon zu schräg. Außerdem werden die Ponys für jegliche Arbeiten vor der Kutsche eingespannt, sie werden zum Transport von Gütern gebraucht. Unter dem Packsattel gehen sie jedoch selten. Heute wird das Mérens-Pferd auch als flottes Reitpony genutzt.

Früher spielte das Mérens-Pferd beim Schmuggel eine große Rolle. Das intelligente Mérens-Pferd diente als Transportmittel für die Ware, die über die Pyrenäen gebracht wurden. Zwischen Spanien und Frankreich herrschte rege Schmuggelei, und diese Tätigkeit war sehr geachtet und etabliert. Es ist gut möglich, dass der Schmuggel dort auch heute noch betrieben wird.

Das Gebäude des Mérens-Pferd erinnert sehr stark an das britische Dalespony. Der Kopf ist gelegentlich etwas grob, aber mit leichtem Knochenbau. Die Stirn ist flach, die Ohren sehr klein, behaart und beweglich, das Profil ist gerade. Die Augen sind groß und strahlend. Das Pony hat einen intelligenten, wachen und vor allem freundlichen Ausdruck. Im Winter bekommt es übrigens einen Kinnbart. Der Hals ist recht kurz und muskulös, aber nicht sehr elegant. Die Brust ist sehr tief, die Schultern steil und der Widerrist flach. Das Pony hat eine gute Gurtentiefe. Der Rücken ist sehr lang und stark, die Kruppe fällt häufig steil ab, der Schweif sitzt tief. Die Beine sind relativ schlank und muskulös, aber häufig kuhessig. Die Hufe sind sehr hart und gesund, die Ponys müssen auch auf felsigen Grund nicht beschlagen sein. Das Langhaar des Mérens-Pferdes ist sehr dicht und lang, um das Pony vor Kälte zu schützen. Es kommen - zumindest beim alten Typ - nur schwarze Pferde vor, manchmal mit einem roten Schimmer im Fell. Es gibt kaum Abziechen, allerdings manchmal Stichelhaare an den Flanken. Das Stockmaß des Mérens-Pferdes liegt zwischen 1,32m und 1,43m. So groß werden die Ponys aber nur auf guten Weiden.
 
12.06.2006
#1
A

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Gast

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P

Ponykoppel

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Hallo

Wir haben 2 dieser wundervollen Pferde.

Die Pferde sind alle unheimlich menschenbezogen lieb und unheimlich schreckfrei.
Ich bin echt absolut verliebt in die Rasse und würde jederzeit wieder ein solches Pferd kaufen

Viele liebe Grüße - Die Ponykoppel.
 
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