Karabeier

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Ladino

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Der Karabaier ist eine der ältesten und vielseitigsten Rassen Asiens. Er stammt aus Zentralasien, man findet ihn vermehrt in Usbekistan und Tadschikistan. Usbekistan war in der vorchristlichen Zeit häufig in Berichten über militärische Unternehmungen erwähnt und in der Antike berühmt für seine Pferde. Das berühmte Karabaier Gestüt-Dschisak liegt in Samarkand und ist das Zuchtzentrum der Rasse. Auf Grund der Lage Usbekistans im Zentrum eines Handelsnetzes war der Karabaier schon sehr früh vielen Einflüssen ausgesetzt. Seit der Zeit der Perser vor etwa 2600 Jahren zogen berittene Krieger und nomadische Horden durch das Land, und ihre Pferde haben sich mit Sicherheit mit den Steppenpferden Usbekistans gepaart. Es ist davon auszugehen, dass schon sehr früh Araber-, Turkmenen- und anderes orientalisches Blut in die Linien des Karabaier eingeflossen ist. Der Karabaier ist also eine Kreuzung aus asiatischen Steppenpferden und südlichen, orientalischen Rassen.

Früher hat es vermutlich einmal drei verschiedene Typen gegeben, ein temperamentvolles Reitpferd, ein ruhiges Reit- und Fahrpferd und ein Arbeitspferd, das häufig als Packpferd eingesetzt wurde. Auch heute noch wird der Karabaier als Reit-, Arbeits- und Fahrpferd genutzt, aber er ist jetzt wesentlich qualitätvoller und hat ein besseres Gebäude. Das ist zum größten Teil dem Gestütes Dschisak zu verdanken, das sich sehr für die Veredelung dieser Rasse eingesetzt hat. Dort wird der Karabaier in Herden gehalten, die Tiere stehen mal im Gebirge, mal im Tal und werden mit Luzerne und Heu zugefüttert. Bei schlechtem Wetter bekommen sie sogar Kraftfutter. Die jungen Pferde werden normalerweise im Alter von 18 Monaten bis zwei Jahren eingeritten und müssen als zwei- und dreijährige Leistungsprüfungen auf der Rennbahn absolvieren. Die Pferde erbringen gute Leistungen in den Rennen für einheimische Tiere, allerdings haben sie kein solches Stehvermögen wie Vollblüter. Deswegen gibt es kombinierte Prüfungen mit einem Reit- und einem Fahrteil. So kann man die einzelnen Pferde besser auf Vielseitigkeit, Temperament und Ausdauer testen.

Übrigens sind die Pferde bei den usbekischen Nomaden sehr geachtet, sie betrachten sie als das Sinnbild der Schönheit. Man sagt den Usbeken ebenso wie den Arabern nach, dass sie ihre Pferde mehr lieben als ihre Frauen. Karabaier sind sehr ausdauernd, werden selten krank und sind fast nie lahm. Auf Grund ihres Lebensraumes sind sie sehr trittsicher und haben einen guten Orientierungssinn. Eine weitere Eigenschaft der Rasse ist ihr Mut.

Man sieht den Karabaiern an, das sie zu den besten Pferden Zentralasiens gehören. Ihre Köpfe sind sehr fein und edel, trocken und gerade. Die Karabaier haben zwar nicht die Hechtköpfe der Araber geerbt, sind deswegen aber nicht weniger schön. Der Hals des Karabaiers ist mittellang und sehr schön gewölbt, der Widerrist ist flach, die Rippen schön gerundet. Der Rücken ist kurz und muskulös, ebenso die Lenden. Die Kruppe fällt ein bisschen ab, die Hinterhand ist sehr schön bemuskelt. Sie ist ein eindeutiger Vorzug dieses Pferdes. Die Beine sind recht lang und gut bemuskelt, sie sind trocken und haben gute Gelenke. Gelegentlich stehen die Pferde ein wenig kuhessig, aber die Beine sind sehr stark und haben einen guten Röhrbeinumfang. Die Hufe sind klein, sehr gesund und hart.

Beim Karabaier kommen nahezu alle Farben vor, vorherrschend sind braun, weiß und fuchsfarben. Es gibt aber auch Rappen, Palominos, Schecken und Falbe. Der Karabaier wird bis zu 1,52m
 
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