Kabardiner

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Ladino

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Der Kabardiner stammt aus dem nördlichen Kaukasus, er wird auf den Gestüten Mal-Karachew und Malkin gezüchtet. Auf Grund ihres Lebensraumes ist die Rasse außerordentlich trittsicher. Sie wurde eindeutig von den orientalischen Nachbarn beeinflusst.

Der Kabardiner stammt von den mongolischen Steppenpferden ab, den primitiven asiatischen Wildpferden (s. Ursprünge des Pferdes). Doch auf Grund seiner Nachbarschaft zum Irak und Iran, Kurdistan und der Türkei ist er enormem orientalischen Einfluss ausgesetzt.

Seit dem 16. Jahrhundert gilt der Kabardiner als eigenständige Rasse, vorher war er ein Gebirgspferd, dessen Typ noch nicht einheitlich war. Seit dem 17. Jahrhundert wurde er im gesamten Kaukasus und weit darüber hinaus bekannt als das edelste aller Gebirgspferde. Auf Grund ihrer Umweltbedingungen kommen die Tiere mit nahezu jedem Klima, Wetter und Boden zurecht, sie sind in der Lage, steile Gebirge zu überqueren, tiefe Flüsse zu durchschwimmen oder zu durchwaten und könne durch tiefen Schnee gehen. Ihr Orientierungssinn hilft ihnen, sich auch in dichtem Nebel oder bei Dunkelheit zurecht zu finden. Die Rasse ist sehr ausdauernd und hart im Nehmen, 1935 und 1936 legte eine Gruppe von Kabardinern eine Strecke von 3000km in 37 Tagen zurück, und das quer durch den Kaukasus bei schlechtem Wetter.

Während der Russischen Revolution gab es große Verluste bei den Kabardinern, sie wurden in den zwanziger Jahren wieder aufgebaut. Das Zuchtziel war ein stärkerer Pferdetyp, der zum Reiten als auch zum Fahren und als Armeepferd geeignet war. Der Kabardiner ist die wichtigste Rasse in der Region und wird auch in Armenien, Aserbaidschan, Dagestan und Georgien als Veredler eingesetzt. Die besten Kabardiner werden in den Gestüten Mal-Karachew und Malkin gezüchtet, dort werden sie frei gehalten, aber im Winter zugefüttert und auf der Rennbahn auf Leistung geprüft.

Der Kabardiner ist außerordentlich trittsicher, seine Gänge sind sehr taktrein, Galopp und Trab weich und geschmeidig. Manche Kabardiner gehen Pass und Tölt(s. Kap. Begriffe der Reitkunst).

Der Kopf des Kabardiners ist recht lang, passt aber zu den restlichen Proportionen, das Profil ist ramsnasig. Die Haut ist sehr fein, die Ohren fein und beweglich. Die Stirn dieses Pferdes ist oft recht eng, deshalb stehen die Ohren nah zusammen und der Schopf ist häufig wirr. Der Hals ist mittellang und muskulös, der Widerrist ist flach, die Schulter für unser Empfinden ein wenig zu schwer und gerade. Das ist für ein Gebirgspferd jedoch von Vorteil, allerdings zielt es nicht gerade auf Schnelligkeit. Der Rücken ist kurz und gerade, die Hinterhand schön rund, die Lende muskulös, leider aber häufig konkav gebogen. Die Vorderbeine sind schön geformt und muskulös, sehr trocken und mit sehr gutem Röhrbein. Die Hinterbeine hingegen stehen oft kuhessig. Die Hufe sind fest und gesund, die Pferde müssen nicht beschlagen werden.

Es kommen hauptsächlich dunkle Fellfarben ohne Abzeichen vor. Der Kabardiner kann bis zu 1,52m groß werden.
 
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