Highlandpony

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Ladino

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Diese sehr ursprüngliche Ponyrasse kommt aus dem Norden Schottlands, dem schottischen Hochland und den westlichen Inseln. Die Rasse ist sehr alt, stammt aus prähistorischer Zeit, wurde aber im Laufe der Jahrhunderte viele Einflüssen ausgesetzt. Das heutige Pony hat aber noch eindeutige Ähnlichkeit mit den Tieren, die auf 15000 bis 20000 Jahre alten Höhlenmalereien in Lascaux dargestellt wurden. Man nimmt an, dass die Tiere vom Ponytyp 2 abstammen, der dem Asiatischen Wildpferd ähnelt, und sich dann mit dem Exmoor-ähnlichen Typ 1 paarten. Außerdem vermischten sie sich wahrscheinlich mit den Ponys, die während der Bronzezeit aus Skandinavien und Island importiert wurden. Um 1535 wurden die Ponys durch Kreuzungen mit den französischen Percheron(s. Percheron) verbessert, die König Ludwig der XII. von Frankreich Jakob V. von Schottland schenkte. Dadurch wurden die Ponys größer und edler.

Im 17. und 18. Jahrhundert wurden spanische Pferde zur Veredelung eingesetzt. Im 19. Jahrhundert wurden die Highlandponys mit einem Hackney(s. Hackney) sowie Dales- und Fellponys(s. Fellpony) gekreuzt. Den größten Einfluss hatte jedoch das orientalische Blut, das im 16. Jahrhundert eingekreuzt wurde. Durch diese Kreuzungen entwickelten sich verschiedene Highland-Blutlinien, zum Beispiel in Richtung syrischer Araber oder ein kleines, leichtes und schnelles Pony im Arabertyp. Seit noch nicht allzu langer Zeit wird das Pony jedoch nur noch in einem einheitlichen Typ gezüchtet.

Das Highlandpony wurde früher hauptsächlich als Packpferd eingesetzt, es konnte relativ große Gewichte tragen und transportierte sogar ohne Probleme totes Wild. Im Gebirge wurden die Ponys aber auch geritten. Sie waren sehr genügsam und stark, außerdem in ihrem gewohnten Gelände sehr trittsicher und konnten deshalb im Hochland ohne Probleme geritten werden Die Ponys sind sehr gelassen und ruhig. Aus diesem Grund werden sie heute gerne als Kinder-Reitpony eingesetzt, und auch als Treckingpony sind sie beliebt. Zwar ist das Highlandpony im Galopp nicht sehr schnell, doch springt es gut und zuverlässig.

Ein Pony dieser Rasse darf nicht größer als 1, 47m sein, die Ponys, die auf den Inseln leben sind häufig bis zu 10cm kleiner. Früher waren die Ponys alle so klein, die heutige Größe lässt sich vielleicht durch die Kreuzungen mit Clydesdales erklären, die die Tiere stärker machen sollten.

Die Highlandponys sind leicht zu halten, da sie sehr robust sind. Sie können auf rauen Weiden überwintern und brauchen nur wenig Zufutter, außerdem sind sie extrem trittsicher und scheuen sich nicht vor Sümpfen oder ähnlichem. Durch die raue Umgebung der Highlands sind sie sehr gesund, haben keine Erbkrankheiten und sind sehr langlebig.

Die Gesamterscheinung des Highlandponys ist sehr kompakt. Der Kopf ist jedoch relativ klein und edel, die Stirn ist breit, die Nüstern sehr weit. Der Hals ist sehr stark, aber nicht kurz, die Schulter leicht schräg, der Rumpf kräftig. Die Hinterhand ist gut bemuskelt und rund, der Rücken kräftig. Der Schweif ist hoch angesetzt, die Gliedmaßen sind außerordentlich gut: Kurze Röhrbeine mit trockenen Knochen, große, flache Sprunggelenke und einen seidigen Kötenbehang. Die Hufe des Highlandponys sind sehr gut und gesund, solange die Ponys nicht mit zu eiweißhaltigem Gras überfüttert werden.

Beim Highlandpony kommen hauptsächlich die primitiven Farben mit Aalstrich und Zebrastreifen vor, außerdem aber Schimmel, Schwarzbraune, Rappen und auffällige Dunkelfüchse mit silberfarbenem Langhaar.
 
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