Furioso

Diskutiere Furioso im Rassen E - H Forum im Bereich Pferderassen; Der Furioso hat seinen Ursprung in Ungarn auf dem Staatsgestüt Mezöhegyes im Südosten des Landes. Dieses Gestüt befand sich seit jeher im Besitz...
Ladino

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Der Furioso hat seinen Ursprung in Ungarn auf dem Staatsgestüt Mezöhegyes im Südosten des Landes. Dieses Gestüt befand sich seit jeher im Besitz der ungarisch-österreichischen Kaiser und wurde 1785 von Kaiser Joseph II. gegründet. Zeitweise standen dort über 12000 Pferde. Heutzutage wird er auf dem alten Gestüt Apajpuszta in Ungarn zwischen Donau und Theiß gezüchtet, aber auch in Mitteleuropa. Seine Rasse kann auf die Pferde der Magyaren-Reiter zurück verfolgt werden, die vor über 1000 Jahren lebten. Sie waren Nachfahren der asiatischen Steppenreiter. Seit jeher liefert die ungarische Zucht hervorragende Kavalleriepferde.

Erst im 16. Jahrhundert wurde Araberblut eingeführt, das die einheimischen Rassen sehr veredelte und attraktiver machte. Der Furioso basiert auf Noniusstuten, die mit Vollblütern gekreuzt wurden. Seinen Namen erhielt der Furioso von dem Vollbluthengst Furioso, der 1844 nach Ungarn importiert wurde. Er hinterließ 95 Söhne, die auf vielen kaiserlichen Gestüten eingesetzt wurden. Ein weiterer wichtiger Hengst war North Star, ein Nachkomme des Hengstes Eclipse, der hauptsächlich zum Fortbestand dieser Blutlinie beitrug. Bis 1885 wurden die beiden Linien getrennt gezüchtet, als sie dann gekreuzt wurden, dominierte die Furioso-Linie. Auch heute noch hat der Furioso viele Vollblutmerkmale, er ist ein zähes und gesundes Turnierpferd, das auch gut im Geschirr geht. Er ist intelligent, eifrig und gehorsam und wird von Österreich bis Polen gezüchtet. Auch heute noch wird der Furioso unter der Aufsicht der berittenen Hirten, den Czikos, in großen Herden in der ungarischen Puszta gehalten. Die ungarischen „leichten Reiter“ gehören übrigens zu den Besten der Welt.

Das Exterieur des Furiosos ist von seiner Vergangenheit als Fahrpferd dominiert. Trotzdem ist er ein gutes Reitpferd, worauf die guten Schultern sowie der deutliche Widerrist hinweisen. Die Hinterhand fällt leicht ab, doch ist sie stark und kraftvoll, ebenso wie die Gliedmaßen. Diese sind gut bemuskelt mit tiefen Sprunggelenken. Jedoch sind sie nicht auf Schnelligkeit oder tiefes Untertreten gezüchtet. Die Hufe sind besser als die der meisten Pferderassen, wohl geformt und gesund.

Der Kopf gleicht dem der Vollblut-Vorfahren, mit sehr kleinen Ohren und einem geraden Profil. Das Maul ist häufig etwas eckig mit großen Nüstern. Der Furioso trägt einen freundlichen, intelligenten Gesichtsausdruck. Er kann über 1,60m werden, es kommen alle Farben vor, aber die dunklen Töne dominieren. Weiße Abzeichen sind selten.
 
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