Clydesdale

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Ladino

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Der Clydesdale stammt aus der Stadt Clyde Valley in Schottland und ist ein Nachkomme der flämischen Pferde. Die Rasse wurde im 18. Jahrhundert aufgebaut und zweckorientiert für die schottische Gegend gezüchtet. Sie eignet sich hervorragend als Zugpferd, allerdings nicht nur in der Landwirtschaft, auch in der Stadt. Der Clydesdale gehört zu den erfolgreichsten Kaltblutrassen auf der ganzen Welt und wird inzwischen in Deutschland, der ehemaligen UdSSR, Japan, Südafrika, Kanada, den USA, Neuseeland und Australien erfolgreich gehalten. Veränderte äußere Umgebung hatte keinen Einfluss auf die Entwicklung des Clydesdale.

Der Clydesdale ist wohl neben dem Percheron die einflussreichste Kaltblutrasse. Ihre Entwicklung begann vor knapp 200 Jahren, als der Herzog von Hamilton flämische Pferde zur Verbesserung der einheimischen Zugpferde importierte. Etwa zur selben Zeit wurde auch eine Reihe flämischer Pferde aus England eingeführt, diese Blutlinie war mit Sicherheit bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts eine sehr einflussreiche Linie. Später wurden Shire Horses eingeführt, die zur Veredelung der Rasse beitrugen. Die Entwicklung der Rasse wurde vornehmlich von en beiden Züchtern Ridell und Drew weitergeführt, sie gründeten im Jahre 1883 in Opposition zum Clydesdale Stutbuch die Select Clydesdale Horse Society, setzten sich für die Einführung von Shire-Stuten ein und exportierten als Erste ihre Pferde in andere Länder. Beide waren die Besitzer von den bedeutendsten Hengsten des 19. Jahrhunderts: Prince of Wales und Darnley. Der Erfolg dieser beiden Linien wurde gefestigt, indem man immer die beste Tochter des einen Hengstes dem anderen Hengst zuführte. Der Stammvater der Rasse ist jedoch Glancer, der Großvater von Clyde, der die Rasse durch seine Hengstsöhne besonders prägte.

Der heutige Clydesdale ist bekannt für seine hohe Knieaktion. Merkmale der Rasse sollen ein temperamentvolles Wesen, ein extravaganter Stil, hohe Knieaktion und gesunde und widerstandsfähige Hufe und Gliedmaßen sein. Auf letzteres wird besonders viel Wert gelegt: Bei Beurteilungen schauen sich die Prüfer immer zuerst die Hufe an. Diese sind sehr gut geeignet für die Arbeit auf Straßen, weniger zum Pflügen, da sie möglicherweise zu groß für die Furchen sind. Der moderne Clydesdale ist leichter als der alte Typ. Seine Gänge sollen frei sein, er ist beweglich und umgänglich. Er wird heutzutage in aller Herren Länder in der Forstwirtschaft und in der Stadt als Zugpferd eingesetzt. Obwohl der Clydesdale häufig Mängel wie extrem langen Behang, der Ekzeme zur Folge haben kann, und viele weiße Abzeichen aufweist, ist er ein beliebtes Importgut.

Der Kopf des Clydesdale ist eleganter als bei den meisten Kaltblütern, seine Stirn ist gerade und breit, die Augen sehr groß und ausdrucksstark. Der Hals ist proportional länger als der des Shire Horses, der Widerrist ausgeprägt, die Schulter schräg. Der Rumpf ist recht tief, die Hinterhand sehr groß und gut bemuskelt. Die Hinterbeine sind länger als bei vielen anderen Kaltblutrassen. Die Gelenke sind groß, breit und klar, die Karpalgelenke sollen flach sein. Die kuhessige Stellung der Beine wird beim Clydesdale nicht als Fehler angesehen, allerdings dürfen die Beine nicht säbelbeinig sein. Die Hufe sind etwas flach, aber gesund und hart. Die Pferde haben einen starken Kötenbehang. Sie können über 1,68m groß werden und wiegen bis zu eine Tonne. Es kommen hauptsächlich braune oder dunkelbraune Pferde vor, es gibt aber auch Schimmel, Rappen und Stichelhaarige. Clydesdales haben häufig weiße Abzeichen an Bauch, Beinen und im Gesicht.
 
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