Cleveland Bay

Diskutiere Cleveland Bay im Rassen A - D Forum im Bereich Pferderassen; Der Cleveland Bay wird im Nordosten Englands im Gebiet von Cleveland und Yorkshire gezüchtet. Die Vorfahren dieses Pferdes wurden in dieser...
Ladino

Ladino

Beiträge
205
Reaktionen
1
Der Cleveland Bay wird im Nordosten Englands im Gebiet von Cleveland und Yorkshire gezüchtet. Die Vorfahren dieses Pferdes wurden in dieser Region, die bekannt für ihre schweren Lehmböden ist, im Mittelalter in Klöstern gezüchtet. Im 17. Jahrhundert wurde spanisches Blut eingeführt, außerdem wurden die Rassen vom Berber beeinflusst. Durch die Nähe der Küsten flossen auch andere Blutlinien ein, wenn die Pferde sich mit denen der Händler paarten.

Der Cleveland Bay ist die älteste bodenständige Rasse Großbritanniens. Das Chapman-Pferd, der Vorfahr des Cleveland Bay wurde nachweislich im Mittelalter in der Gegend von Cleveland und Yorkshire gezüchtet. Im 18. Jahrhundert wurde die Rasse von König George II gefördert, 1884 wurde das Stutbuch eingerichtet. Noch heute stehen die Cleveland Bay in den königlichen Stallungen.

Der Chapman, benannt nach den fahrenden Händlern des Mittelalters, den „chapmen“, transportierte Eisenerz und sonstige Güter von den Minen zu den Häfen des Meeres und der Flüsse. Der Chapman war kleiner als der Cleveland Bay, etwa 1,42m groß, aber sehr stark. Er konnte ein Gewicht von über 100kg über lange Strecken durch unwegsames Gelände tragen.

Die Cleveland-Bay-Züchter brüsten sich damit, dass kein Kalt- oder Vollblut eingekreuzt wurde. Tatsächlich kann man solche Einkreuzungen nicht nachweisen. Zwar wurden die Blutlinien der Vollbluthengste Jalep und Manica eingekreuzt, aber das war lange bevor es das Vollblut-Stutbuch gab, und die beiden standen auch nicht im anerkannten Vollbluttyp. Sie entsprachen wahrscheinlich am ehesten dem Berber. Der Berbereinfluss spielt vermutlich die bedeutendste Rolle in der Entstehung des heutigen Cleveland Bay. Im 17. Jahrhundert gab es enge Beziehungen zwischen Nordafrika und England, weil die Hochzeit Charles II der englischen Krone die Hafenstadt Tanger brachte. Es ist gut möglich, dass damals Berber importiert wurden, um den Rennsport weiter voran zu bringen. Nach dem Ende des Bürgerkrieges gab es in Nordost-England viele spanische Pferde, die für die Zucht zur Verfügung standen.

Nach dem 18. Jahrhundert wurde jedoch kein Fremdblut mehr zugeführt. Die Rasse war gefestigt und konnte auf Grund ihrer Vererbungsstärke exportiert und zur Veredelung vieler europäischer Rassen eingesetzt werden. Der Cleveland Bay galt als da beste Kutschpferd in ganz Europa, aber nach der Einführung der Schotterstraßen hielt man die Tiere für zu langsam und es wurden Vollblüter eingekreuzt. Daraus entstand das Yorkshire Coach Horse, eine Kreuzung, deren Stutbuch erst im Jahre 1936 geschlossen wurde.

Der Cleveland Bay wurde außerdem auf den Farmen im Nordosten Englands eingesetzt, weil er der Einzige war, der auf dem schweren Lehmboden arbeiten konnte. In dieser Zeit erwarb er sich den Ruf eines Schwergewicht-Hunters, der aus dem Stand ein Hindernis überwinden konnte.

Nach dem zweiten Weltkrieg ging der Bestand der Rasse extrem zurück, 1962 gab es nur noch reinblütige Hengste in Großbritannien. Die Königin Elizabeth II rettete die Rasse, indem sie den Hengst Mulgrave kaufte, der sonst in die USA gegangen wäre. Er wurde erfolgreich mit halbblütigen Clevelandstuten gepaart. Auch der Herzog von Edinburgh gab der Rasse Auftrieb, indem er sie über viele Jahre hinweg auf internationalen Fahrturnieren fuhr. Schon immer hatten die Cleveland Bays die königlichen Kutschen gezogen. Aus Kreuzungen von Cleveland Bays mit Vollblütern entstanden die Hunter.

Der Kopf des Cleveland Bay weist auch heute noch auf seine andalusischen Vorfahren hin. Das konvexe Profil ist zum Beispiel ein Teil dessen Erbes. Der Hals des Cleveland ist leichter als der seiner Vorfahren, mit einer sehr kraftvollen Hals- und Schulterpartie. Er hat einen guten Rumpf mit ausreichender Gurtentiefe, der Rücken ist gerade, die Kruppe wohl geformt. Die kräftigen Gliedmaßen haben keinen Kötenbehang, die kurzen Röhrbeine haben einen Umfang von bis zu 23cm. Die Gelenke sind groß, sauber und kräftig. Die Hufe sind sehr hart und stehen in Relation zur Größe des Pferdes. Gelegentlich kommen allerdings gesundheitliche Mängel vor.

Der Cleveland Bay wird bis zu 1,68m groß. Er ist immer braun mit schwarzen Punkten und Streifen an Oberarmen und Oberschenkeln.
 
12.06.2006
#1
A

Anzeige

Gast

Schau mal hier: Cleveland Bay . Dort wird jeder fündig!
Springschimmel

Springschimmel

Beiträge
27
Reaktionen
0
Von dieser Rasse hab ich ja noch gar nichts gehört... Hat soeinen jemand von euch? Wäre doch mal lustig sowas zusehen... Braun mit schwarzen Punkten :D
 
horselover16

horselover16

Beiträge
166
Reaktionen
1
Diese rasse kenne ich auch so gar nicht...
Hast du mal nen Foto???
 
horselover16

horselover16

Beiträge
166
Reaktionen
1
Oh die sehen ja ganz "normal" aus! Ich dachte die hätten schwarze Punkte?? Stnad da nicht was von?? Oder meinst du nur die schwarzen Beine und so...?
 
V

Valerio

Gast
Hm keine Ahnung ich bin grade zu faul das alles zu lesen :D
Aber wahrscheinlich ist diese Farbe sehr selten... Ich finde die haben ein ganz klein bisschen was von nem Quarter Horse, zumindest dieses eine Pferd da. :D
 
Thema:

Cleveland Bay