Camarguepferd

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Ladino

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Das Camarguepferd, das weiße “Pferd des Meeres” lebt im Süden Frankreichs im Rhônedelta. Die Camargue ist ein sehr raues Land, für die Pferde ein schwieriger Lebensraum. Im Sommer ist es dort glühend heiß, im Winter kalt, der Boden ist mit kaltem Salzwasser bedeckt, der Mistral fegt das ganze Jahr über das Land und überzieht die Gräser, Sträucher und das Schilf mit einer Salzschicht.

Das Camarguepferd lebte wahrscheinlich schon in prähistorischer Zeit im Süden Frankreichs, fest steht, dass es eine sehr alte Rasse ist. Es ähnelt stark Pferden aus Höhlenmalereien in Lascaux und Niaux, die auf ca. 15000 vor Christus datiert sind. Die Proportionen gleichen außerdem dem Solutré-Pferd, dessen Überreste auf 50000 Jahre geschätzt wurden.

Starken Einfluss auf die Rasse nahmen die asiatischen und mongolischen Pferde der Wandalen und Ostgoten, die bei ihren Invasionen den Weg durch Europa machten. Außerdem wurden die Camarguepferde auch mit dem Berber gekreuzt, den die maurischen Besatzer Spaniens einführten. Von ihnen stammt auch das traditionelle Sattelzeug der Guardians, der Reiter der Camarguepferde. Die Guardians hüten in den Sümpfen der Camargue die schwarzen Stiere, sie sind die französischen Cowboys.

Die Rasse wurde erst 1968 offiziell registriert, damals wurde ein Zuchtverband gegründet, der vom Staatsgestüt Nimes organisiert wird. Die Camargue ist heute Naturschutzgebiet, zu ihren Wahrzeichen gehören nicht nur die Camarguepferde, sondern auch die schwarzen Stiere und die Flamingos, die in den Sümpfen leben.

Das Wahrzeichen der Camarguepferde ist ihre weiße Farbe. Sie haben einen groben, schweren Kopf, der Hals ist kurz, die Schulter steil. Diese Schwächen werden jedoch von einigen Vorzügen ausgeglichen: Das Camarguepferd hat einen sehr tiefen Rumpf, einen guten Rücken und gut geformte Gliedmaßen. Die Kruppe ist kurz und stark, die Hufe breit, aber stark und gesund. Die Gänge des Pferdes sind sehr charakteristisch: Der Schritt ist sehr raumgreifend und aktiv, der Trab jedoch so abgehackt, dass er kaum geritten wird. Der Galopp hingegen ist wieder sehr frei. Das Camarguepferd ist sehr trittsicher, mutig und auf Grund der harten Lebensbedingungen sehr robust. Es bekommt nicht mehr Futter als das, was es in den Sümpfen findet. Trotzdem ist es extrem ausdauernd. Es ist um die 1,42m groß, kann aber auch kleiner sein. Außerdem ist es sehr spätreif. Erst zwischen fünf und sieben Jahren ist es ausgewachsen. Seine Lebensdauer beträgt dafür aber auch nicht selten über 25 Jahre.
 
12.06.2006
#1
A

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