Budjonnipferd

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Ladino

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In der Region Postow in Russland begann im Jahre 1920 ein Pilotprojekt zur Züchtung des Budjonnipferdes. Heute wird es im Süden der ehemaligen UdSSR gezüchtet, zum Beispiel in der Ukraine oder auch im östlich gelegenen Kasachstan und Kirgisien. Dort sind die Kosaken- und Donpferde frei verfügbar, was ein großer Vorteil für die Zucht ist.

Der Budjonni ist nach dem bolschewistischen Marschall Budjonni benannt, einem der berühmtesten Kommandeure im russischen Bürgerkrieg. Er ist ein Warmblutpferd und entstand aus der Kreuzung einheimischer Stuten mit Vollblütern. Er ist ein typisches Produkt vieler Kreuzungen, war ursprünglich als Kavalleriepferd gedacht, später als Reitpferd und Turnierpferd. Er ist ein gutes Beispiel für selektive Zucht.

Die Zucht begann Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts, um die Verluste durch den ersten Weltkrieg auszugleichen. Die in der Zeit gezüchteten Pferde gingen während des gesamten zweiten Weltkrieges als Kavalleriepferde und wurden auch noch einige Zeit nach dem Krieg weiter gezüchtet. Die Grundlage des Budjonnipferdes waren damals Don- und Chernomorstuten mit Vollbluthengsten. Das Chernomor ist dem Donpferd recht ähnlich, nur kleiner, leichter und temperamentvoller. Es ist besser bekannt als Kosakenpferd und wurde ursprünglich in den nördlichen Teilen des Kaukasus gezüchtet.

Das Ergebnis des ersten Zuchtversuches wurde Anglo-Don genannt. Aus ihren Nachkommen entstand die Budjonnizucht. Die Pferde wurden sehr sorgfältig gepflegt, die Stuten standen auf den besten Weiden, kamen im Winter in den Stall und erhielten nur das beste Futter. Die jungen Pferde wurden leistungsgeprüft, und zwar sowohl auf der Rennbahn als auch in der Kavallerie. Zur Typfestigung nahm man folgende Kreuzungen vor: Anglo-Dons mit Chernomor-Pferden, Anglo-Chernomor-Stuten mit Anglo-Don-Hengsten. Anschließend nahm man bei den weniger im Vollbluttyp stehenden Stuten noch mal Kreuzungen mit Vollblütern vor. 1949 wurde die Rasse offiziell anerkannt.

Zu dieser Zeit gab es drei Typen: Den orientalischen, den schweren und den mittleren. Später wurde die Nachfrage nach Turnierpferden so groß, dass man sich auf den Typ spezialisierte, der am meisten im Vollblut stand.

Heutzutage wird der Budjonni hauptsächlich als Turnierpferd eingesetzt. Er ist ein gutes Dressur- und Distanzpferd, geht aber auch Vielseitigkeitsprüfungen und Rennen, obwohl er nicht so schnell ist wie der Vollblüter. Trotzdem ist er ein schnelles Pferd. Er gilt als sensibel und trotzdem ruhig und ausgeglichen, soll jedoch sehr leistungsbereit und ausdauernd sein.

Der Kopf des Budjonnis ist sehr edel, er gleicht dem des Vollblüters. Er ist sehr trocken mit ausdrucksstarken Augen und häufig leicht konkavem Profil. Sein Ausdruck ist intelligent und wachsam. Der Hals ist sehr lang und endet in einer schrägen Schulter mit hohem Widerrist. Leider ist die Schulter nicht so lang wie die des Vollblüters. Der Rücken ist gerade, oft breit und flach. Die Lendenpartie ist lang, die Kruppe ebenfalls, außerdem ist sie gerade. Die Vorderbeine standen ehemals zu weit auseinander, dadurch wirkte der Gang des Budjonnis häufig etwas unausgeglichen. Bei den Hinterbeinen erkennt man die Gebäudefehler der Gründerrassen des Budjonnis. Häufig sind sie viel zu schwach. Insgesamt machen die Gliedmaßen jedoch einen feinen Eindruck, sie sind sehr leicht. Leider sind die Gelenke oft mangelhaft, die Fesseln jedoch korrekt gestellt. Die Hufe des Budjonnis sind mittelgroß und wohl geformt. Er hat ein durchschnittliches Stockmaß von 1,60m.
 
12.06.2006
#1
A

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