Bretone

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Ladino

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Der Bretone ist eine absolut bodenständige Rasse der Bretagne in Westfrankreich. Dort wird er seit dem Mittelalter gezüchtet und in aller Herren Länder exportiert. Seine Wurzeln liegen, wie die aller anderen bretonischen Pferde auch, bei dem primitiven Bergpony, das ein Vorfahr des mittelalterlichen Passgängers war. Es war extrem langhaarig und ähnelte einem Steppenpferd. Aus diesem Bergpony entstanden vier Typen - zwei Pass- und Töltgänger, ein Pferd, das sowohl zum Reiten als auch zum Fahren geeignet war und ein schweres Zugpferd. Der primitive Bergpony-Typ konnte lange beibehalten werden, weil das nationale Provinzgestüt bis nach dem Ende des Kaiserreichs in der Bergregion bei Lanagonnet betrieben wurde. So konnten sich die vier Typen ohne ungewollte, äußere Einflüsse entwickeln.

Der Sommier, ein typisches Allroundpferd, wurde vor den Pflug gespannt und verrichtete sonstige Zugarbeiten. Aus diesem Typ zogen die Bretonen den Rossier, ein leichteres Reitpferd. Der Einfluss des Bergponys war bei diesen Typen noch deutlich sichtbar. Der Rossier war bei den Bretonen so beliebt, weil er einen bequemen Passgang ging. Später wurden dann Vollblüter und orientalische (s. Araber) Hengste eingekreuzt, diese wichtigen Blutlinien brachten den inzwischen sehr selten gewordenen „Cheval de Corlay“ hervor, ein vielseitiges Reit- und Fahrpferd. Es war ungefähr 1,52m groß und so beweglich und schnell, dass es sogar an regionalen Rennen teilnehmen konnte.

Im Norden der Bretagne wurden vornehmlich schwerer Pferde eingekreuzt, hauptsächlich der Boulonnais und der Percheron, aber auch der noch massigere Ardenner. Das Ziel war, den Bretonen noch schwerer zu machen, um ein gutes Zugpferd für den Krieg zu produzieren.

Die wichtigste Einkreuzung war der Norfolk Roadster, eines in Großbritannien beliebten und vererbungsstarken Trabers. Er wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts mit den Bretonen gepaart. Das Ergebnis war ein leichtes Zugpferd, das der Stolz der gesamten französischen Armee wurde. Der Postier war die leichtere Ausgabe des Suffolk Punch, ein kompaktes, elegantes Pferd, fast ohne Kötenbehang. Seine Trabaktion war ebenso gut wie die seines Vorfahren, sehr schwungvoll und energisch. Den Postier gibt es auch heute noch.

Ein weiterer moderner Typ ist der Trait Breton. Er ist schwerer als der Postier, ebenso hart und, ausdauernd und stark, aber nicht so aktiv wie sein Blutsverwandter. Er dient hauptsächlich als Fleischlieferant.

Die beide modernen Rassen werden in einem Stutbuch geführt. Voraussetzung für einen Eintrag im Stutbuch ist für Postiers eine Leistungsprüfung sowie die Abstammung von Postiers. Seit 1951 wurde kein fremdes Blut mehr zugelassen.

Der Bretonen ist auch heute noch ein beliebtes Zugpferd. Er wird häufig nach Japan oder auf den Balkan exportiert, wo er als Arbeitstier, aber auch als Veredler eingesetzt wird. Dazu eignet er sich so gut, weil er angenehme Charaktereigenschaften vererbt: Er ist hart und ausdauernd, unbeschreiblich kräftig, zudem hat er ein freundliches Wesen. In Großbritannien wird er sogar eingesetzt, um Cobs für den Reitsport zu entwickeln.

Das massige Pferd hat einen sehr kompakten Rahmen, es wirkt quadratisch und hat viel Rumpftiefe. Die Hinterhand ist sehr muskulös und stark, der Hals dick, gewölbt und kurz. Die Schulter ist sehr schräg und befähigt den Bretonen zu seiner schönen Trabaktion. Die Gliedmaßen des Bretonen sind recht kurz, die Unter- und Oberarmmuskulatur ist sehr stark ausgeprägt. Die Hufe sind gut geformt und hart, stehen in Relation zur Körpergröße des Pferdes. Der Bretone hat nur wenig oder gar keinen Kötenbehang. Er kann bis zu 1,60m groß sein, ist jedoch meistens kleiner. Es kommen hauptsächlich Rotschimmel vor, aber es gibt auch Füchse, Kastanienbraune und Schimmel. Rappen sind unerwünscht.
 
12.06.2006
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A

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