Ab wann sind Hunde "(grundsätzlich) gefährlich" ?

Diskutiere Ab wann sind Hunde "(grundsätzlich) gefährlich" ? im Allgemeines Forum im Bereich Hunde; Lt. den Hundegesetzen können Hunde als "gefährlich" eingestuft werden, wenn sie gebissen haben oder jemanden anspringen und die Person sich...
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Mischling

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Lt. den Hundegesetzen können Hunde als "gefährlich" eingestuft werden, wenn sie gebissen haben oder jemanden anspringen und die Person sich erschreckt. Aber ich denke, dass jeder Hundehalter hier wohl seine eigene Meinung hat, was für ihn "(grundsätzlich) gefährlich" bedeutet.

Manche Hunde werden derart bedrängt, dass ihnen fast nichts anderes mehr übrig bleibt, als sich zu wehren. Die "Warnungen" in Form von Knurren und Zähne zeigen, werden oft nicht erkannt oder ignoriert

Ich finde, dann hat der Biss auch einen Grund und man kann erkennen, warum gebissen wurde.

Einige Hunde sind unverträglich mit anderen Hunden und gehen jeden anderen Hund an.
Für mich auch nicht schlimm, wenn der Halter richtig damit umgeht.
Kommt es dann doch mal zu einer Rangelei, kann ich es mir erklären, warum der Hund evtl. zubeißt.
Aber ich würde nun nicht sagen, dass dieser Hund grundsätzlich gefährlich wäre.


Für mich persönlich sind das keine "gefährlichen Hunde", solange ich ihr Verhalten verstehen und nachvollziehen kann.

Ab wann gilt bei euch ein Hund als "gefährlich"?
 
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Panama

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Für mich ist ein Hund dann gefährlich wenn er:

Aggressionen wahllos gegen über Menschen oder anderen Tieren zeigt und/oder im schlimmsten Fall nicht korrekt kommuniziert sprich "aus dem nichts" beisst.

In diesem Fall sollte darauf zu achten sein das besagte Hunde ausreichend gesichert sind um anderen keinen Schaden zuzufügen und man muss mit diesen arbeiten.
Meistens gibt es ja eine Ursache warum der Hund so reagiert, sei es schlechte Erfahrungen oder weil er Schmerzen hat o.ä.

Ist es tatsächlich so das anspringende Hunde als gefährlich eingestuft werden können? 8|
Das finde ich arg übertrieben!
 
Hummel128

Hummel128

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Hallo,

mir geht es da wie meiner Vorrednerin.
Für mich ist ein Hund dann potentiell gefährlich, wenn er einfach aus dem Nichts heraus zubeißt und erst recht dann, wenn er dabei auch vor seinen eigenen Besitzern nicht halt macht.
Außerdem gilt für mich ein wildernder Hund als gefährlich. Damit meine ich jetzt nicht einen Hund, der im Wald seinen Besitzern abgehauen ist und vielleicht ne interessante Spur in der Nase hat, sondern einen Hund der systematisch Wild hetzt und dieses reißt. Denn aus meiner eigenen Erfahrung heraus weiß ich, dass man das aus einem Hund, der einmal mit Erfolg Wild gerissen hat, nicht mehr raus bekommt und ein solcher Hund immer wieder eine sich bietende Gelgenheit nutzt, um so einen Jagderfolg zu wiederholen. Die andere Seite ist natürlich, wenn der Hund kerinerlei Gelegenheit mehr dazu bekommt, ist solch ein Hund nicht selten irgendwann frustriert und diese Frustration wandelt sich dann in der Regel irgendwann in Aggression.
 
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Lupa

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sehe es auch so wie Panama.

und ein anspringen kann schon laut unserer hundeverordnung schon als gefährlich eingestuft werden.

was ich nicht teile ist die aussage das hetzen und reißen eines wildtieres einen gefährlichen hund darstellt.
jagen ist ein überlebens trieb der in der vererbung liegt, der mal weniger und mal stärker ausgebrägt ist.
nur wir menschen haben damit ein problem.
orten >fixieren > anpirschen > hetzen > packen > töten > zereissen > fressen
bei bestimmten rassen wurde aus dieser jagdsequenz, das verhalten verstärkt oder auch unterdrückt mit gezüchtet, somit entstanden unsere arbeitshunde.

ein hund mit einem hohen jagdtrieb der nicht jagen darf, wird nur aggresiv wenn er keine alternativen bekommt.
den hype nach erfolgserlebnisse lassen sich umlenken.
 
Hummel128

Hummel128

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Nun, ich habe keinerlei Probleme mit Jagdhunden und auch deren "Entstehung" ist mir durchaus bewusst.
Ich muss dazu vielleicht noch sagen, dass ich selbst mit Jagdhunden aufgewachsen bin. Genauer gesagt mit Deutschen Jagdterriern. Die jagdlich geführt wurden. Die Hunde meines Vaters haben nie Wild gerissen, ein solcher Hund wäre für einen Jäger absolut unbrauchbar.
Ich weiß aber auch was mit Jagdhunden los sein kann, die eben nicht entsprechend ausgelastet werden und die keine Alternativen geboten bekommen - und das sind dann aus meiner Erfahrung heraus Hunde, die sich dann entweder ihrem Schicksal ergeben oder aggressiv werden.
Und mein Beispiel des wildernden Hundes:
in diesem Fall handelte es sich um eine Deutsche Dogge (eigentlich sensible Lämmchen, zumindest die, die ich kenne), die systematisch das Wild gegen einen Stacheldrahtzaun gehezt und es dann gerissen hat. Mehrfach. Denn dieser Hund konnte es einfach nicht mehr lassen und war danach auch einfach kein normaler Familienhund mehr.
Mein Vater hat den Hund nicht geschossen, sondern bei uns aufgenommen. Er hat einiges versucht, um ihn wieder einigermaßen hin zu bekommen. Hat leider nicht wirklich geklappt.
Im Zuge der Arbeit mit diesem Hund haben wir so ein paar Fälle kennen gelernt, wo es ähnlich war. Je häufiger die Hunde Erfolg bei der Hatz hatten, umso weniger hat man es danach aus ihnen wieder heraus bekommen.

Wie gesagt, ist und war das alles meine persönliche Meinung und Erfahrung.
Für manch anderen gilt ein Hund vielleicht schon als gefährlich, wenn er knurrt. Das ist bei jedem Menschen anders.
Mich haben die Erfahrungen mit den Jagdhunden und auch der Dogge einfach geprägt.
btw: die Jagdhunde meines Dads waren alle samt super Familienhunde und meine liebsten Kumpel und Kameraden, ich vermisse jeden einzelnen. Aber sie hatten eben auch ihre Aufgabe, standen im Training usw.
Es gibt tolle Jagdhunderassen, die in der Familie wirklich super toll sind, WENN man sie entsprechend auslastet. Ansonsten wird man an einem solchen Hund keine Freude haben, solche kenne ich nämlich leider auch. Und da kann es dann eben schon mal gefährlich werden. Für unbeteiligte Dritte oder gar Herrchen und/oder Frauchen.
 
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Jill Kruse

Jill Kruse

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..... kann mich hier meinen Vorrednern nur anschließen ....
Was ich schlimm finde ist, dass bestimmte Rassen von vornherein als "gefährlich" eingestuft werden - sei es wegen ihrer bloßen Größe oder der geringen Reizschwelle.
Hunde, die ohne ersichtlichen Grund und ohne Vorwarnung zubeißen sind für mich gemeingefährlich. Als Besitzer muss man das Tier dann dementsprechend sichern. In unserer Gegend gab es erst neulich einen Fall, bei dem das Veterinäramt eingreifen musste; es ging um einen Mann mit zwei sehr großen Mischlingshunden, die er des nachts -unangeleint!- Gassi führte. Diese Hunde rissen Schafe auf den Weiden, gingen auf andere Hunde los und machten auch vor Menschen keinen Halt. Der Besitzer hatte offenbar keinen Einfluss auf ihr Verhalten - bei den zahlreichen Vorkommnissen flüchtete er, ohne sich um den Schaden zu kümmern, den seine Hunde anrichteten.
Dieser Fall ist für mich ein trauriges Beispiel von gefährlichen Hunden ---- und verantwortungslosen Menschen ..... :(
 
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Panama

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Dann hat der Hund ja nicht ohne ersichtlichen Grund bzw ohne Vorwarnung gebissen und ist für mich nicht grundsätzlich gefährlich.
 
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Mischling

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Ich ging jetzt von den vielen Zeitungsartikeln aus, wo oft geschrieben steht, dass ein Hund "grundlos" angegriffen hat.
Und ich gehe nun auch davon aus, dass der/die "Zeugen", nicht erkannten, dass der Hund jetzt evtl. angreift.

Ein klass. Beispiel wäre, wenn man sich mit einer bestimmten Rasse auskennt (von mir aus Schäferhund) und dann plötzlich vor einem HSH angegriffen wird, weil er seine Aufgaben erfüllt. Die Erkennungsmerkmale sind ganz anders gelagert und nicht für jeden nachvollziehbar.

Ein anderes Beispiel wäre, z.B. ein Border (Hütehund) der Menschen hütet, sich aber mancher Mensch von ihm angegriffen fühlt, weil er das Hüten nicht kennt.

Noch ein Beispiel: man kennt Rottweiler gut, steht nun aber vor einem Bearded Collie, dessen Reaktionen durch sein Fell nicht eindeutig erkennbar ist.

Der eine erkennt die Merkmale, der andere nicht
Wo ist da die Grenze zu sagen: dies ist ein "(grundsätzlich) gefährlicher Hund"? ?(
 
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Panama

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Ein HSH der auch arbeitet ist ja recht selten hier in Deutschland, bisher kenne ich nur einen Fall, da hat der Besitzer die Wiese aber auch entsprechend mit Warnschildern kennzeichnen lassen.
Im Normalfall wird die Herde inkl Herdenschutzhund dann auch durch einen Zaun abgetrennt.
Wer dort dann freiweilig hineingeht ist für mich dämlich, auch da ist der Hund für mich nicht grundsätzlich gefährlich.

Ein Hütehund darf Menschen nicht hüten, macht er dies ist in der Erziehung und Auslastung etwas falsch gelaufen.
Auch hier sehe ich nicht den Fehler beim Hund und würde ihn nicht als grundsätzlich gefährlich zählen.

Ein Bearded Collie ist, wenn er sich sichtlich bedroht fühlt und kurz vorm beissen steht durchaus lesbar, auch mit dem ganzen Fell, die Körperhaltung erzählt ja vieles.

Wenn der Mensch nicht die Merkmale erkennt, ist ein Hund deswegen nicht grundsätzlich gefährlich.
Es ist aber die Aufgabe eines Besitzers, den Hund wie auch den unwissenden Menschen gegenseitig voreinander zu schützen oder den Menschen aufzuklären.

Wie erwähnt, als grundsätzlich gefährlich sehe ich Hunde die zubeissen weil es keine vorherige Warnung gab (wirklich keine und nicht keine für den speziellen Menschen sichtbaren)
 
Jill Kruse

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.... genau. Wenn man nun schon lange Hunde hält, lernt man doch ansich schon, wie sich Emotionen bemerkbar machen.
Und normalerweise erkennt man dann, dass der Hund droht, sich bedrängt fühlt etc . Dann kann ich auch entsprechend handeln.
Zeigt ein Hund diese Reaktionen aber überhaupt nicht, sondern beißt gleich, ohne dass ich einen Einfluss habe - dann ist er meiner Meinung nach gefährlich.
 
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Mischling

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Die "Zeugen" und die evtl. gebissenen Menschen sind ja nicht unbedingt "Hundekenner", können also vorher gegangene Reaktionen nicht einschätzen bzw. erkennen.

Aber sie sind es oft, die sagen: Hund hat "grundlos" angegriffen
 
Jill Kruse

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Dann ist aus meiner Sicht der Hund nicht gefährlich.
Habe ja auch gesagt, dass für mich persönlich eine Gefahr vom Hund ausgeht, wenn selbst Hundekenner keine Drohgebärden oder sonstiges vor dem Beißvorfall erkennen konnten ;)
 
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Hummel128

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Das ist ja dann wieder das Problem das IMMER in solchen Fällen auftritt.
Der Hund hat vielleicht vorher gewarnt, nur hat es der Besitzer versäumt rechtzeitig einzuschreiten und der Hund ist der Leidtragende. Da heißt es dann direkt, dass der Hund eingeschläfert werden muss, weil er ja gemein gefährlich ist. Dabei müsste da ganz klar der Halter in die Pflicht genommen werden.
Und in manchen Fällen, so krass sich das jetzt vielleicht von mir anhört, gehört manchen Eltern auch eine Strafe für die Verletzung ihrer Aufsichtspflicht verbrummt. Kann ja nicht sein das die Muddis im Park hocken und tratschen, während sich nen Knirps auf den Weg macht und lustig auf nen Hund zu stürmt. Das ist sowas wo ich mich öfter drüber aufrege. Und ich habe nen kleinen Hund. Nur kann die sowas gar nicht haben. Da habe ich schon nette Diskussionen geführt...

Problem ist, dass da ganz anders ran gegangen müsste.
In den Medien wird so ein Vorfall immer total hoch gepusht, oftmals auch vollkommen einseitig berichtet oder gar recherchiert. Alleine das dürfte schon nicht sein.
Und dann gehören Polizisten und Mitarbeiter vom Ordnungsamt im Zuge ihrer Ausbildung und auch danach entsprechend geschult. Es gehört nicht gleich ein Hund eingeschläfert oder erschossen oder dem Besitzer weg genommen.
Und auf politischer Ebene müsste auch endlich mal was passieren - weg von diesen besch*** Rasselisten und hin zum Wesenstest FÜR JEDEN HUND. Egal ob Chihuahua, Dackel, Schäferhund, Mischling oder Stafford.
Wenn man solch einen Wesenstest gescheit aufstellt, mit theoretischem und praktischem Teil, dann würde es sicher zu weniger Mensch-Hund-Konflikten kommen.
 
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Mischling

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@Anke
im Grunde gebe ich dir recht.
Nur ist so ein WT immer nur eine Momentaufnahme und sagt eigentlich gar nix über den Charakter eines Hundes aus.

Wenn er den WT nicht besteht, kann das schon daran liegen, dass ihm an diesem Tag irgend etwas gesundheitlich plagte (z.B. Darmgrumeln), kann auch andersherum sein. Er besteht den Test, weil er nicht ganz auf der Höhe ist und ihn seine Umgebung nicht richtig interessiert

Meiner Meinung nach, ist es nicht gewollt, dass die Rasselisten oder die "grundsätzlich gefährlich" eingestuften Hunde "verschwinden". Dann würden ja die erhöhten Steuereinnahmen für die Gemeinde wegfallen

Aber die Gesetze wollte ich hier eigentlich nicht einfließen lassen, weil sie eh sehr ungerecht sind. Mir kam es nun auf eure persönliche Meinungen an

Wenn Menschen nicht erkennen, das der Hund nun beißt oder angreift, sagen sie, das er das "grundlos" gemacht hat
Aber: beißt ein Hund denn "grundlos"?
Greift er an, ohne einen Grund zu haben?
 
Hummel128

Hummel128

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Ich denke, viele meinen mit grundlos auch einfach, dass sie in diesem Moment keinen speziellen Auslöser erkennen konnten, der den Hund dazu gebracht haben könnte, zu beißen.
Mal als Beispiel:
Vor ein paar Jahren bin ich mit einer Bekannten zusammen mit den Hunden gelaufen, ich mit meiner Mischlingshündin, sie mit ihrem Jagdterrier-Rüden. Wir liefen schon eine ganze Weile mit beiden Hunden angeleint, als der Rüde urplötzlich und ohne vorherige Warnung seinerseits an meinen Arm gesprungen ist und sich darin verbissen hat.
Jeder aussenstehende hätte nun gesagt, das hat der Hund grundlos gemacht, auch sein Frauchen meinte er hätte das ohne Grund gemacht. ABER:
dieser Hund ist absolut und total unterfordert, da er als Jagdterrier NICHT jagdlich geführt wird, sondern ein Dasein als Familienhund fristen muss, OHNE das er in irgendeiner Art und Weise anders sinnvoll beschäftigt wird. Sobald dieser Hund nach draußen kommt steht er unter permanenter Anspannung, bei dem hat sich so viel Energie und sicherlich auch Frustration angestaut, die sich irgendwann einfach mal Bahn bricht. Da genügend dann schon ein kleiner Reiz und er tickt aus. Wäre meine Hündin nicht angeleingt gewesen und ihm irgendwann zu nahe gekommen, dann hätte er sicherlich sie gebissen. So war es eben mein Arm, der vermutlich gerade in dem Moment herum gebaumelt hat.

Ich bin davon überzeugt das kein Hund wirklich grundlos zu beißt.
Meist kann man nur in der jeweiligen Situation den eigentlichen Grund nicht erkennen, weil man ja in der Regel die Gesamtsituation des Hundes nicht kennt. Und meistens sind ja auch die Halter zu blind um einen Zusammenhang zu erkennen.
 
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Hasis*-*

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Hallo Mischling! Wir kennen uns Ja schon! ;) Nunja, ich finde grundsätzlich Hunde Ansich nicht gefährlich. Es liegt immer an den Halter, der den Hund zu dem Macht was er ist. Im Inneren ist kein Hund ein "gefährliches Monster". Gut sie können mal ein wenig wütend werden, aber eingeschläfert sollte keiner werden! Hunde beißen nur aus Angst, nicht aus Bosheit. Und wenn alles nicht hilft geht zu César Millan.;) :D
 
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Lupa

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Nur ist so ein WT immer nur eine Momentaufnahme und sagt eigentlich gar nix über den Charakter eines Hundes aus.
Wenn er den WT nicht besteht, kann das schon daran liegen, dass ihm an diesem Tag irgend etwas gesundheitlich plagte (z.B. Darmgrumeln), kann auch andersherum sein. Er besteht den Test, weil er nicht ganz auf der Höhe ist und ihn seine Umgebung nicht richtig interessiert

nicht bös gemeint, aber sehe das etwas blauäugig.

ein hund der einen kinderwagen anfällt, oder den mensch der vor ihm in die hände klatscht, ist vom wesen her nicht normal. so ein fehlverhalten wird nicht auf sein darmgrumeln zurück zuführen sein. abrufen muss er sich auch immer lassen, egal in welcher situation oder wohlbefinden des hundes.

hat ein hund mehrmals gebissen macht er für sich eine positive erfahrung ( strategie) dies näher zu erklären würde ein roman werden.
fakt und kurz gesagt ist, das solche hunde unberechenbar sind. in meinen augen zurecht als gefährlich gelten.
wie man als hh mit solch einem hund und so mit seiner verantwortung umgeht ist die andere sache.

zum thema jagdhunde die aufällig sind weil sie nicht ausgelastet werden.
sicherlich gibts auch ausnahmen dies will ich nicht bestreiten aber ich würde gerne mal eine statistik sehen zu den aufälligen hunden die jagdlich geführt werden. da gibt es nicht weinige die sich gegen speziele ausbildungsmethoden zu wehr setzen, psychisch wie auch körberlich. wird aber zu ot.
 
M

Mischling

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Hier kann ich dir nicht zustimmen (jetzt wegen dem blauäug gedacht - nehme es dir aber nicht übel :) )

Ich habe bereits mit mehreren Hunden zuerst auf den WT trainiert und dann auch gemacht. Wir haben bisher alle auf anhieb bestanden.

Und ja, da waren schon Hunde dabei, denen es zu dieser Zeit nicht optimal gut ging - sonst hätte ich das nicht geschrieben. Das entsprang meiner eigenen Erfahrung.
Den Test haben wir trotz der gesundheitlichen Belange gemacht, weil es nachteilig ausgelegt werden könnte. Da kommt es dann auch auf den Prüfer an

Auf Gehorsam wird wesentlich weniger Wert gelegt, als auf Aggressivität, die sich evtl. zeigen könnte.
Auch darf ein Hund während des WT sogar Knurren, wenn er gleichzeitig nach hinten geht oder beschwichtigt. Auch hier kommt es sehr auf den Prüfer an.

Solche sog."gefährliche" (Listen)Hunde dürfen gar nicht abgeleint werden, ohne einen Test, Und auch danach nicht, je nach Bundesland. Wieso sollte man sie denn dann auch abrufen können? Es besteht ja nur in einem eingezäunten und privaten Gelände die Möglichkeit, das mit ihnen zu üben.

Auf die Abrufbarkeit wird erst richtig Wert gelegt, wenn man sich um die Leinenbefreiung bemüht.
Die Leinenbefreiung für gefährliche Hunde gibt es aber nicht in jedem Bundesland.
Hier gibt es sie.
Das blöde ist eben, das jeder zuständige Gutachter anders vorgeht (es gibt im Prinzip keine Regelungen) und auf andere Dinge wert legt. Schon deshalb sind diese Wesensteste nicht aussagekräftig.

Hier gilt der Test auf den Hund (er muss ihn in seinem Leben nur einmal machen), in anderen Bundesländer muss jeder (z.B. in der Familie), der mit dem Hund raus geht, beweisen, dass es ein gutes Hund/Mensch-Team ist. Also muss der Hund mindestens 2 mal, bei einem Ehepaar, den Test bestehen.
In anderen Bundesländer muss der Test in zeitlichen Rahmen (z.B. in Hessen sind es, glaube ich, jetzt alle 3 oder 4 Jahre) immer wieder wiederholt werden..

Bei den hiesigen Prüfungen waren gar keine Kinderwagen dabei.
 
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