UV-Leuchtmittel ja oder nein

Diskutiere UV-Leuchtmittel ja oder nein im Leopardgeckos Forum im Bereich Geckos; Hallo, UV-Leuchtmittel für Leopardgeckos werde immer wieder empfohlen. Begründung: sie haben ja im Verbreitungsgebiet auch die Sonne. Antwort...
S

Smaragd

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Hallo,
UV-Leuchtmittel für Leopardgeckos werde immer wieder empfohlen.
Begründung: sie haben ja im Verbreitungsgebiet auch die Sonne.
Antwort: richtig, auch dort scheint die Sonne am Tag.
Wie leben Leopardgeckos? Je nach Habitat kann es passieren, sie nutzen den zeitigen Morgen oder die späten Nachmittagsstunden für ein Sonnenbad. In der Regel jedoch verbergen sie sich vor dem hellen Licht und vor allem vor der Wärme. Außerdem ist der Tag ihre Schlafenszeit und auch zur Nachtkälte ziehen sie sich in schützende Spalten zurück.

Kurz mal die UV-Leuchtmittel betrachten:
In der Regel sind die Terrarien der Leopardgeckos nicht besonders groß in der Grundfläche und vor allem Höhe.
BrightSun; Solar Raptor usw. gibt es als Spot und Flood, man muss den Mindestabstand zum Tier beachten. In einem Terrarium sollten sie 8 Stunden mindestens eingeschaltet bleiben, kürzere Schaltzeiten, verkürzt auch ihre Lebensdauer. Nun haben diese Leuchtmittel extrem viel Lux und bieten auf einer geringen Distanz viel UVB und einige zusätzlich extrem viel UVA. Aber um z.B. für die Dämmerung eine Fläche ausreichend aufzuwärmen, sind sie selbst nicht warm genug. Hier kombiniert man mit einem PAR 38 oder Halogen. Damit hat man auch ein gutes Lichtspektrum.
Doch die Frage ist, wollen das unsere Schützlinge zur Schlafenszeit in ihren doch begrenzten Behälter?
Antwort nein, sie bevorzugen gemäßigte Temperaturen mit wenig Lux.
Lösung: ein großes Terrarium bauen, die obere Etage hell und warm ausleuchten, tief unten Dämmerung mit kühlen Werten.


UV-Kompaktlampen: sind gedrehte Leuchtstoffröhren. Nachweislich haben sie wenig bis extrem hohe UVB-Werte im Angebot. Durch ihre Bauweise ist unbedingt ein Reflektor notwendig. Ein Tier muss auch dem Lichtpegel entkommen können. Nach meinen Messungen halte ich sie nicht geeignet.


Leuchtstoffröhren: mit ihnen kann man ein mildes Tageslicht anbieten, ohne wesentlich aufzuheizen. Ich halte sie für ausreichend den Tieren damit den Tag zu simulieren. Als UVB-Angebot sind sie nicht geeignet, da in 30cm Abstand zum Leuchtmittel kaum noch UVB messbar ist.


Mein Fazit: ich halte 34 Jahre meine Tiere ohne UV-Leuchtmittel und sehe auch keinen Grund ihnen dies einzubauen. Warum sollte ich in einem Terrarium den Biorhythmus meiner Tiere nachhaltig stören?
Das könnte ich fortsetzen, indem ich LED-Leuchtmittel kritisch betrachte, doch das taten schon kompetente Fachleute.
Gleichfalls die Unsitte den Leopardgeckos die Nacht zu beleuchten.

Ich empfehle allen diese Seite: http://www.licht-im-terrarium.de/start

Gruß Smaragd
 
S

Smaragd

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Für alle die gern lesen wollen, Artikel aus meiner Literaturdatenbank:

Aspekte zu Licht & Vitamin D-Synthese
Dr. Henry Brames (2006): Aspects of Light and Reptilian Immunity
http://www.qmvet.de/sources/aspects_of_light_and_reptile_immunity.pdf
___________
D. A. McWILLIAMS (2002): Nutrition research on calcium homeostasis. I. Lizards (with recommendations)
http://www.caza-narg.ca/ref/ref200806-2.pdf
___________
Interessante Literaturdatenbank:
http://www.reptileuvinfo.com/document-list.php

Elliott N. Carman, Gery W. Fergusen, William H. Gehrmann, Tai C. Chen and Michael F. Holick (200): Photobiosynthetic Opportunity and Ability for UVB Generated Vitamin D Synthesis in Free-Living House Gecko (Hemidactylus turcicus) ans Texas Spiny Lizards (Sceloporus olivanseous)
http://www.reptileuvinfo.com/docs/vitamin-d-house-geckos-texas-spiny.pdf
__________
C.J. Laing & D.R. Fraser (2006): The vitamin D system in iguanian lizards
_________
D.G.A.B. Oonincx, Y. Stevens, J.J.G.C. van den Borne, J.P.T.M. van Leeuwen , W.H. Hendriks (2009): Effects of vitamin D3 supplementation and UVb exposure on the growth and plasma concentration of vitamin D3 metabolites in juvenile bearded dragons (Pogona vitticeps)
 
E

Emanuel

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Hallo Esther!



Seien wir uns ehrlich, im Grunde genommen geht es doch darum, wie gut man die Bedürfnisse seiner Pfleglinge in seiner Gesamtheit erkannt hat.

Ich kenne genügend Leute, die sich künstlich daran hochziehen, wenn der eine kein "UV-Licht" (im weitesten Sinne) verwendet und dabei völlig verleugnen, dass derjenige beachtliche Nachzuchterfolge vorweisen kann.
Und einmalige Zufallsnachzucht, einfach nur Jungtiere um sich zu haben, etc. ist damit gewiss nicht gemeint.

Ebenso solche Leute, welche in der ersten Euphorie anderen uneingeschränkt irgendwelche neuartigen Lampen aufs Auge drücken.
Ich erlag diesem Irrglauben einst ja auch.
Mit den Jahren bekommt man einen "nüchterneren" Blick, probiert herum und kommt darauf, dass man mit so ziemlich allem gute Erfolge erzielen kann, wenn man es richtig anwendet.
Richtig bedeutet dabei, dass man eben die tatsächlichen Bedürfnisse seiner Pfleglinge bestmöglich verstanden hat (und zwischen gelesen haben und verstehen liegen manchmal Welten...) und die jeweilige Technik dann dementsprechend einbaut, wenn sie Sinn macht.
Oder anders:

Warum auf Biegen und Brechen UV-Lampen empfehlen, wenn man ziemlich sicher sein kann, dass nur ein verschwindend geringer Prozentsatz der Fragesteller sich auch gleich das entsprechende Messgeräte mitkauft (und so evtl. sein Tier im wahrsten Sinne des Wortes "verheizt" - gerade am Anfang, wo für Thermoregulation&dezitierter UV-Licht-Exposition noch gar kein wirkliches Verständnis herrschen kann)?
Und gleichzeitig existieren für diese eine Art unzählige wirklich authentische Berichte sehr kompetenter Halter, dass es auch ohne mit sehr guten Erfolgen klappt...

Ich für meinen Teil habe im Laufe der Zeit verschiedensten Arten (auch ausgesprochen heliophilen bzw. solchen, die im Alter sehr heliophil werden) "UV-Lampen" (ältester und neuester Generation) angeboten und (trotz Vorhandensein) nicht angeboten und habe erfahren dürfen, dass es nur in vergleichsweise wenigen Fällen wirklich an "UV/Nicht-UV" lag, wenn etwas nicht so ging, wie ich mir das erhofft hatte.
Auch was "Licht" generell angeht, so bevorzuge ich beispielsweise für bestimmte Anwendungen auch nach wie vor die mittlerweile "verteufelten" HQL-Lampen - und das, obwohl ich sie vor Jahren alle ad acta gelegt habe und mich auch mit den neueren Technologien beschäftigt habe. Nicht alle haben mich überzeugt bzw. nicht alle haben sich letztlich in meine Beleuchtungskonzepte eingefügt.
D. h. beispielsweise, dass ich vor ein paar wenigen Jahren einige herumliegende HQI-Spots, HQI-Flächenstrahler und UV-HQIs zweier Hersteller hergegeben habe, obwohl ich damit im Betrieb befindliche HQL-Lampen ersetzen hätte können.

Tjo... ich für meinen Teil mag mich heute nur noch an wenigen Dingen wie z. B. groben Haltungs-Schnitzern wirklich hochziehen.



Lieben Gruß
Emanuel
 
R

roro

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Hi Emanuel


Ich gebe dir vollkommen recht was du hier schreibst.

Ich kenne auch etliche Halter und Züchter, die das so praktizieren wie du. Und es funktioniert ohne wenn und aber.

Ich für meinen Teil sehe es so, dass jedes Tier eine gewisse Menge an UV abbekommt, auch wenn es nur minimale Mengen sind (bei dämmerungs- und nachtaktiven Geckos am frühen Morgen oder auch am Anfang der Dämmerung).

Warum komme ich auf sowas?
Ich habe Messgeräte (zBsp. Solarmeter 6.2 und 6.5), mit denen ich in unseren Breitengraden unterwegs bin/war, oder auch dort wo ich meine "Ferien" verbringe messe ich die Werte nach.
Diese Messungen haben mich veranlasst, auch bei nachtaktiven Geckos eine minimale UV-Dosis anzubieten.

Und wenn man es "richtig" anwendet ist es sicher nicht verkehrt.


Als Beispiel möchte ich meine Strophurus anfügen. Ob nun S.t.taenicauda, S.c.ciliaris, S.williamsi oder S.s.spinigerus, bei allen dasselbe. Wenn ich sehe, wie die Tiere als dämmerungs- und nachtaktiv geltend, sich unter der Sonne (BS D70w) während den Mittagsstunden sonnen, wird mir klar, dass ich da auf dem richtigen Weg bin.
Ich kenn wiederum Züchter dieser Arten, die machen das ohne UV, und es funktioniert auch; auch mit NZ.
Auf meine Frage an die Züchter (die ich kenne): Unter was sonnen sich dann deine Tiere?... die sonnen sich gar nicht, sind am Tag eher versteckt.
Irgendwie doch komisch, nicht?

Soviel mal von mir dazu


Gruss roro
 
S

Smaragd

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Hallo
aber mein Beitrag steht im Unterforum für Eublepharis macularius, Trivialname Leopardgecko ;)

Ansonsten stimme ich euch beide 100%ig zu. Oberste Priorität haben die Parameter für eine ganz bestimmte Art zu sein. Noch wichtiger ist, deren Microklima zu schaffen.

Die Gattung Eublepharis hat ein größeres Spektrum, hier gibt es auch montane Arten, die es sich gar nicht leisten können auf eine Dämmerung zu warten. Die müssen die wärmende Sonne für ihren Stoffwechsel nutzen.

Ich persönlich rede von 34 Jahre WF, die so lange schon in meinem Bestand sind. Deren Bedürfnisse scheine ich offensichtlich wohl zu erfüllen.

Tja wenn andere nun berichten ihre Tiere seien tags unterwegs, würden sich sonnen, dann liegt es oftmals an nicht erfüllte Parameter oder ....
....... das kann keiner wirklich belegen, ob die Arten/Unterarten nicht hybridisiert wurden. Wer weiß heute noch was er wirklich im Terrarium hat? Ich meine die Ahnenreihe.

Prinzipiell gilt es den Tieren ihren Biorhythmus nicht zu stören. Die Balance zwischen Aktivitätszeit, Ruhe bis hin zum Tiefschlaf.
----------

Nun zu uns alten Hasen :teufel6:
Tja die gute alte HQL - sie wird bald gänzlich vom Markt verschwinden, könnt ihr darauf nicht verzichten, schaut mal in euer Depot.

Warum nur bevorzugen dieses Leuchtmittel viele unserer Pfleglinge? Ich kenne die Antwort, ihr auch?

Ansonsten kann ich mittlerweile meine Leuchtmittel selbst prüfen, dazu blicke ich auf viele Jahre und habe nicht wenige Terrarien. Heute kann ich kaum noch fassen wie man so gutgläubig durchstolpern konnte, wobei ich auf Terrarienjahre gerechnet, die Ähra der heutigen (Pflicht-) UV-Leuchtmittel als kurz bezeichne.
Da werden welche an den Leuchtmittelhimmel gelobt und fallen von dort wie Sternschnuppen. Andere haben schon fast Jahrhundert-Tradition.
Bei Leuchtmittel wie HQL kann man von Langzeiterfahrung auch mit der positiven Population unserer Terrarientiere sprechen.
Andere Leuchtmittel sind so kurz da, da werden wir die Auswirkungen womöglich mal erfahren.

Wer mich etwas kennt, wird wissen, dass ich alle Facetten pflege und auch immer flexibel für Neues bin. Da ich UVB + UVA + Lux messen kann, macht es mir auch Spaß.

Grüße Smaragd
 
J

Jimmy Rustles

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Richtig bedeutet dabei, dass man eben die tatsächlichen Bedürfnisse seiner Pfleglinge bestmöglich verstanden hat (und zwischen gelesen haben und verstehen liegen manchmal Welten...)
Ich weiß nicht, ob man den Namen Jon Boone zwingend kennt, aber er hatte auch ein paar interessante Statements in die Richtung, auch wenn es nicht direkt ums Licht und die Beleuchtung geht:

It is never truly necessary to duplicate any gecko’s natural environment 100% in captivity. Geckos have adapted to broad variety of harsh environmental conditions, particularly desert dwelling species. It’s pointless to rebuild the Kalahari in your terrariums, or to unnecessarily run the temps up to 120 F. during the day. Find a comfortable medium and make slight modifications as necessary.
My primary objective in husbandry technique is to meet all of the animal’s basic needs: general terrarium structure, fixtures, climate, lighting, food and social issues. The rest (personal satisfaction with the appearance of your terrariums), which you fervently refer to, are issues that appeal to the keeper and the ‘keeper’s needs’, not the gecko’s needs. A gecko could care less if we scrape the crap from a rock or the glass. A gecko could care less if the set-up is 100% naturalistic. I do not use a very simplistic or “semi-sterile” setup. In fact, my terrariums are closer to naturalistic in most cases. Anyone who has field hunted geckos can attest to finding animals in smelly, dirty, cramped and sometimes oxygen poor retreats that would make some people reading this sick if those conditions were duplicated in someone’s terrarium. I can assure you that a plugged Ptenopus burrow is not fresh and airy like a fresh Caribbean breeze. Most geckos that I’ve found in nature are holed-up in very tight spots to avoid predators and in actuality live most of their life in a few square feet (not cubic feet, geckos don’t fly) of surface area. Only when the very basic of needs (climatic, food and social) are not being met would a gecko go wandering abroad. Knowing this, it’s pointless to allow 3 inch (total length) geckos free run of something the size of a horse’s stall, unless you cannot meet their needs and need to allow them a chance to go and find it for themselves. Understand the species need and deliver it, or give them to someone else who can do so. Decisive evidence that we are adequately meeting our geckos needs is expressed in reproductive output and longevity.

[...]

Terrariums are like opinions = we all have them, none are identical and some stink. There’s no right or wrong - siift out what matters and discard the waste (turds or ideas).
 
E

Emanuel

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Hallo nochmal!



Ja, das ist schon eine interessante Thematik, viel was hier bislang geschrieben wurde deckt sich mit den Erfahrungen, welche ich im Laufe der Zeit machen durfte.
Diese Schwarz/Weiß - und nichts, aber auch absolut gar nichts dazwischen Sichtweise verursacht in mir zunehmende Besorgnis.
Das war früher nicht der Fall, man wusste sich zu helfen... heute wissen viele, dass (beliebige sozusagen "Hausnummer") die Lampen der "Lucky Reptile Bright Sun" Serie ein tolle Erfindung sind (worin gewiss viel Wahres liegt) und bekamen eingehämmert, dass man diese auf Teufel komm raus braucht, ja, sogar dass es nur damit gehe.
Auf diese Entwicklung blicke ich schon mit zunehmender Sorge... nicht weil diese Lampe empfohlen wird (oder auch nicht), das ist mir vielleicht nicht wurscht, aber durchaus etwas in diese Richtung gehend.
Nein, die zunehmende Sorge richtet sich darauf, dass unsere Nachfolger, unsere Hoffnung für dieses tolle Hobby, welches für manche gar zu einem Teil ihrer Lebenseinstellung wird, dadurch zunehmend "hilfloser" werden. Sie haben in der heutigen Zeit "alles" und doch können viele mit dem Begriff "Hilfe zur Selbsthilfe" nur wenig anfangen.
Ein Blick in die verschiedensten Foren gibt Gewissheit.
"Meine Lampe ist seit heute kaputt, wird mein Tier morgen tot sein?"
Fragen in diesem Sinne gibt es en masse.
Viele wissen, was sie verwenden müssen, schon wesentlich weniger wissen, warum sie das was sie tun eigentlich tun.
Es folgt... Hoffnungslosigkeit, vielleicht auch Überforderung.
Ich glaube das ein oder andere ausgesetzte Tier würde sich heute noch beim Besitzer befinden, wenn dieser gewusst hätte: "Aha, mit diesen oder jenem wirklich einfachen Mittel wäre es zumindest genauso gut gegangen... das hätte ich ja sogar Zuhause/stünde in meiner Möglichkeit".
Ich habe meine Terrarianer-Laufbahn als Kind mit selbstgefangenen Waldeidechsen begonnen, diese indoor in ausgedienten Aquarien gehalten und dabei immer wieder einmal Nachwuchs erzielt.
Spots hatte ich, der Raum (Keller) wies entsprechende Tag/Nacht-Temperaturunterschiede auf und das Futter fing ich vorwiegend selbst/schleppte ich mir mit viel Einrichtung aus dem Freien ein. Calcium war mir klar, manchmal Vitamine auch, diese wurden vom eigenen Multi-Sanostol gemopst.
Nach ein paar Jahren der Haltung lies ich die Tiere wieder an ihrem Fangort aus.
Man darf über das Unterfangen an sich nun denken was man möchte (tue ich auch - teilweise war da schon noch mehr Glück wie Verstand dabei), alles in allem zeigt es aber auch ein bisschen, dass manches unter bestimmten Umständen doch möglich ist. Und die sollte man halt kennen (oder mutig/"dumm" sein und sich auf sein Glück verlassen).

So, zu der ein oder anderen Aussagen wollte ich jetzt eigentlich auch noch ein paar Zeilen schreiben, werde das aber eher auf morgen verschieben und jetzt noch eine Rauchen gehen und dann den Laptop ausmachen. Eine angenehme Nacht und...



... lieben Gruß
Emanuel
 
E

Emanuel

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Soda, jetzt aber... :


Oberste Priorität haben die Parameter für eine ganz bestimmte Art zu sein. Noch wichtiger ist, deren Microklima zu schaffen.
Das sehe ich auch so.

Ich habe schon moderne Beleuchtungs-Setups in Verbindung mit modernem Terraristikverständnis (was auch immer das heißen mag) gesehen, dass einem - wie man hier sagen würde - nur so die Grausbirn aufsteigt.

Da wird dann ein heliophiles oder auch nur "phasenweise heliophiles" Tier beispielsweise in einem Terrarium gepflegt, welches durch einen (wirklich) guten UV-HQI ausgeleuchtet wird. Beheizung erfolgt ebenfalls durch diese, da ja Wärme immer von oben kommt gibt es keine weiteren Heizelemente.
So weit, so gut.
Das Blöde an der ganzen Sache ist jetzt halt nur, dass dem Pfleger scheints nicht so wirklich bewusst ist, wie das Thermoregulationsverhalten seines Pfleglings genau aussieht. Das Tierchen hat nämlich das Problem, dass es eh gerne würde (also sonnenbaden), der Pfleger den Spot aber dummerweise auf die Schieferplatte auf der linken Seite des Terrariums (ja, germäumig ist es auch, ganz wie es sich gehört) richtet, ein ganzes Stück weit vom Steinhaufen auf der rechten Seite, der (ebenfalls) Behausung des Tieres, entfernt.

Bei dem Beispiel könnte es sich durchaus auch um die eingangs erwähnten Leopardgeckos handeln (wo ich das auch schon so gesehen habe).

Fassen wir also zusammen:


1.) Der Pfleger hat durchaus die vielfach genau so getätigten Empfehlungen befolgt.

2.) Dadurch ist wirklich sehr gute Ausstattung vorhanden.


... jedoch ist das in diesem Fall so ziemlich für die Katz, da:

a) Das Tier es sehr begrüßen würde, sich bei Bedarf in Deckung/den Spalten seines Unterschlupfes aufwärmen zu können, ehe es aktiv wird... und nicht erst "weit" bis zur Sonne kriechen zu müssen (die scheint in der Natur ja auch die Geröllhalde an).

b) Das Tier somit in unglücklicher Lage ist: In den oberen Schichten "seines" Steinhaufens gibt es, im Gegensatz zur Natur, keine nennenswerte zusätzliche Wärmeentstehung im Laufe des Tages; entsprechend dimensionierte Heizmatten/-kabel, welche phasenweise ein paar der obersten Steine erwärmen, sind ebenfalls nicht vorhanden.
Das Tier hockt also bei unzureichenden Temperaturen.
Mehr oder weniger konstant (=Raumtemperatur; wie gesagt, das Terrarium ist zu groß als dass die eine HQI da nennenswert was hochheizt) zu kühl.
Nicht vergleichbar mit den vergleichsweise konstanten Körperkerntemperaturen, welche das Tier zumindest anstrebt (durch eben div. thermoregulatorische Verhaltensweisen bzw. sich auch teilw. auch automatisch ergebend [z. B. vergleichsw. gute Isolation entsprechenden mineralischen Erdreichs]).

Die UV-Frage einmal außen vor, so wäre aber auch unter diesen Umständen alles und auch nichts vorhanden, so wäre z. B. möglich dass:

I.) Das Tier so natürlich "zu wenig UV" abbekommen würde, genauso gut aber auch dass
II.) das Tier sich generell als wenig "scheu" erweist (=ja auf viele Leopardgeckos der heutigen Zeit zutreffend) und dementsprechend unnatürliches Thermoregulationsverhalten an den Tag legt, d. h. (zu) langes Sonnenbaden in (zu) direkter (=) Sonnenexposition;
Und dadurch sowohl vermehrt Gefahr läuft, sich einerseits Strahlungsschäden durch UV selbst (speziell, wenn die Lampe vielleicht doch irgendwo einen zu großen Zacken hat, wo eigentlich keiner sein sollte...), andererseits aber auch Probleme im Stoffwechsel (z. B. durch unnatürlich häufige und krasse Körperkerntemperaturwechsel... ---> evtl. das Risiko zu häufiger Sonnenbäder durch zu geringe Allgemeintemperaturen bzw. Rückzugsmöglichkeiten, welche letztlich und unterm Strich halt doch ungeeignete Isolierungseigenschaften [zu schlecht/zu gut]) zuzuziehen usw.



Lieben Gruß
Emanuel
 
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Emanuel

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Und weiter,
das hier:


(...) Rückzugsmöglichkeiten, welche letztlich und unterm Strich halt doch ungeeignete Isolierungseigenschaften [zu schlecht/zu gut] (...)

... bedeutet im Wesentlichen, dass es bei der Pflege von Tieren aus heißen Gebieten (allgemein gehalten, Feinschliff für die jeweilige Art noch nötig) von essentieller Bedeutung ist, dass sie sich nicht nur zurückziehen können, um ein weiteres Aufheizen/eine weitere Körperkerntemp.-Erhöhung zu vermeiden , sondern auch Rückzugsmöglichkeiten haben, in denen ihnen isolierendes (nicht zu viel, nicht zu wenig) Material hilft,

1.) einerseits ihre Körperkerntemperatur möglichst lange aufrecht zu erhalten (sodass nur seltene mehr od. weniger starke direkte Sonnenexposition vonnöten ist,
2.) andererseits das Material aber auch nicht so stark isolierend wirkt, dass die Tiere in ihren Verstecken zu oft vollends auskühlen und „es dann nur verzögert zum neuerlichen Sonnenbad an die Oberfläche schaffen.“

In vielen Jahren Erfahrungssammlung hat sich für mich gezeigt, dass

a.) mineralisches, trockenes bis „maximal“ erdfeuchtes Substrat die besten Isolationseigenschaften aufweist und
b.) die natürlichen „Wüstenbedingungen“ tagsüber (jetzt wiederum nur allgemein gehalten, Feinschliff nötig), nämlich Hitze, unbedingt zu erfüllen ist, weil sie die Tiere im Allgemeinen am besten dazu „zwingt“, eine ausreichend lange Zeit in ihren Verstecken zu verbringen. Dort herrscht im Idealfall (gerade in vergleichsweise trockenem Erdreich) das ideale Mikroklima (erhöhte relative LF), in dem Tiere, entgegen dem was man glauben könnte, keinerlei Austrocknung erfahren und das Risiko f. Häutungsschwierigkeiten minimiert ist.
Aus diesem Grund halte ich von sog. „Wetboxen“ nur etwas, wenn sie mit Überlegung angeboten werden. Sie können (undurchdacht) dazu führen, dass die Tiere weniger Zeit direkt in ihren Verstecken verbringen und mehr Zeit in der Exposition von Wetterextremen verbringen.
Des Weiteren kann es im Einzelfall zielführender sein, dass fast trockenes, zusammengebackenes Substrat eine engere „Kammer“ um die Tiere bildet, als Tiere, die sich bloß in (möglicherweise) unnatürlich feuchtes, lockeres Substrat einwühlen.



Lieben Gruß
Emanuel
 
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Smaragd

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Lieber Emanuel mir fehlt nach FB-Manier der Button (y) Gefällt mir
Ganz ehrlich freue ich mich auf diesen Strang, wo es mal nicht darum geht, zu weissagen welche Morphe es wird oder ob in einem Schuhkarton wirklich Licht benötigt wird.

Ich möchte nicht zitieren sondern einfach es kommentieren, wie ich das sehe.
Zunächst möchte ich mich nicht bei Wüste fest beißen, unsere Schützlinge stammen nur ganz selten aus dieser. Hier speziell ist es eine Stein- Geröll - Steppe.

Viele Terrarianer lesen in einschlägiger Literatur etwas zum Klima im Verbreitungsgebiet, was selten etwas damit zu tun hat, wo sich die Art wirklich aufhält. In dem Fall sollte man sich vergegenwärtigen dass wir in Makroklima, Mesoklima und Mikroklima differenzieren müssen. Um das zu können, müsste man sich mal selbst länger in dem Bereich aufhalten, wo wir z.B. unsere einheimischen Reptilien und Amphibien antreffen. Eine Beobachtung ihrer Aktivität würde uns viele Antworten für eine Terrariengestaltung geben.

Nur ein einziges Beispiel: Beobachten wir eine Eidechse platt gedrückt auf einen Stein liegend, sie bietet so viel wie möglich an Körperfläche der wärmenden Sonne. Das tut sie keine Stunden, nein sie huscht schnell unter den Stein, oder in ein Gebüsch daneben oder noch tiefer in ein Erdloch ....
Sie erscheint erneut, legt sich auf den Stein, drückt sich an eine Seite und das Spiel wiederholt sich ....

Nun vertreiben wir das Tier, weil wir mal gern unsere Hand auf den Stein legen wollen. Dann ergründen wir die Werte im Gebüsch, schauen mit der gebotenen Vorsicht in das Erdloch und wenden auch mal den Stein, um darunter zu schauen.

Tun wir das mit wachen Sinnen, haben wir die Antwort zum Mikroklima.

Wie nun das im Terrarium umsetzen?
Hier genügt es nicht 5 cm harten Bodengrund einzufüllen, darauf eine Wasserschale und eine Wetbox zu deponieren + 2-3 halbe Nussschalen oder ähnlich Höhlen. Das gibt dem Tier rein nichts.

Empfinden wir die Bodenstruktur nach, so füllen wir den Bodengrund zum Teil bis 30 cm auf und bieten mit reichlich Naturmaterial eine Vielzahl von Mikroklimabereiche an. Von feucht bis trocken, von heiß, warm bis kalt.

Ich sagte anfangs Stein, Geröll und Steppe: - wahllos gestapelte Steine, durchbrochen von Geröllhaufen, durchzogen mit Grasnarben, das ist die Welt unserer Schützlinge.
Ziehen wir draußen mal ein Grasbüschel aus der Erde und schauen uns den Wurzelbereich an, was sagt uns das? Richtig, oben mag die Sonne das Gras längst verbrannt haben, die Wurzeln speichern dennoch Feuchtigkeit - eine idealere Wetbox gibt es nicht.

Legen wir die Hand auf einen Stein, der in der Sonne liegt? wir werden sie schnell zurück ziehen. Schieben wir die Hand unter den Stein? werden wir am Handrücken noch Wärme spüren und am Handteller längst kälte + Feuchtigkeit.

Das war mein Plädoyer sich nicht von der Natur und Naturmaterialien zu entfremden und sollte wer einer meiner Vorträge erlebt haben, so stelle ich das noch anschaulich bereit.

Grüße Smaragd
 
E

Emanuel

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Hallo Esther!



Ja, mich freuen solche Beiträge auch immer und es ist immer "schön", wenn es zu solchen kommt.
Das tut es meiner Meinung nach aus den unterschiedlichsten Gründen viel zu selten.

Ich sehe das auch so: Wirklich "gute" Haltung kann manchmal so leicht sein... denn was ist einfacher: sich verschiedenste Terrariendeko zu kaufen und am Ende ja doch wieder nicht das hinzubekommen, was man ursprünglich wollte... oder aber, überspitzt ausgedrückt von einem vergleichbaren Trockenhang quasi Kraut&Rüben mitzubringen (natürlich möglichst ohne die Natur zu "schröpfen" etc.) und zu sehe wie sich das im Laufe der Zeit entwickelt?

Ich habe ja bekanntlich (oder auch nicht) u. a. ausgiebig mit div. mediterranen Reptilien (Lacertiden, Schildkröten) gearbeitet.
Bei der Beratung von Interessenten für meine Nachzuchten bin ich oft an meine Grenzen gestoßen. Es ist ja wirklich nicht immer die einfachste Sache der Welt, einem Anfänger Zusammenhänge für die natürliche Lebensweise der Tiere beizubringen. Ich habe es stets so weit als möglich vermieden, den Leuten quasi "Einkaufslisten" zu geben, weil eben das aus Haltern, die (wenn sie anders ans Hobby herangeführt worden wären) durchaus zu kompetenten hätten werden können meist eher "hilflose" macht.
Und das ist schade.
Irgendwann bin ich dann dazu über gegangen, den Leuten erst einmal gar nicht allzu viel zu sagen sondern ihnen Plätze vorzuschlagen, welche sie sich bei schönem Wetter an einem freien Tag viell. einmal ansehen sollten.
Viele haben das natürlich nicht gemacht, aber bei denen, die das doch im Vorfeld taten, hatte ich schon durchwegs den Eindruck dass zumindest dieser "Grundgespür-Funke" gezündet hatte und sie mit den darauf folgenden genaueren Instruktionen auch viel mehr anfangen konnten. Quasi war zumindest einigermaßen fruchtbarer Boden bereitet worden.

Zu Kraut&Rüben, welche du ja auch angesprochen hast: Ich hatte sowohl Indoor- als auch Outdoor-Anlagen und folgendes gilt natürlich für outdoor ein bisschen mehr, aber bei Kraut und Rüben hat mich auch immer die Dynamik der restlichen Terrarienbewohner (Pflanzen, Kerbtiere) fasziniert - und, u. das finde ich sehr wichtig, schon auf den ein oder anderen Schnitzer meinerseits aufmerksam gemacht... denn wenn sich beispielsweise in einer Pflanzengesellschaft eines "Trockenhang-/Steinbruch-Terrariums" plötzlich schatten- und feuchtigkeitsliebendere Pflanzen breiter machen als "Wüstenpflanzen", so muss ich mir meinen Teil dazu denken...

Anbei noch 2 Fotos zu Höhlen, in der Art wie du sie beschrieben hast. Zwar nicht für Leopardgeckos, aber vom Grundprinzip her nichts anderes; an der Oberfläche (außer unmittelbar nach Niederschlag) schnell knochentrocken, in der Tiefe nur ganz leicht erdfeucht, jedoch die Tiere recht dicht umgebend (dort kann man, zwar nur schlecht, auch erkennen, dass das Erdreich leicht dunkler gefärbt ist (ganz leicht erdfeucht).
Und, was teilw. auch wichtig ist - Substrat ist grabfähig aber nicht sofort in sich einstürzend (Bauten sollten über viele Monate nahezu unverändert bestehen bleiben), sowie die Tatsache, dass in "Wetboxen" vielfach Spaghnum-Moos verwendet wird, dieses ist im Normalfall "sauer", die Tiere vieler Trockengebiete kommen jedoch nicht immer, aber im Schnitt bedeutend häufiger auf "neutralen" oder gar "kalkigen" Böden vor.
(Zu) häufiger unnatürlich dichter Kontakt zu saurem Mileau hat zumind. das Potential längerfristig durchaus auch zu gewissen Schäden zu führen.

Gefunden habe ich dazu auf die Schnell 2 plakative Aufnahmen aus Freilandterrarien - zu sehen Timon lepidus lepidus, südfranzös. Form, sowie Testudo hermanni boettgeri, mazedonische Form; lässt sich auf Indoor Terrarien vom Grundprinzip genauso ummünzen.
Im Übrigen ging ich während meiner Haltung irgendwann dazu über, die Tiere ihre Bauten fast ausschließlich selbst graben zu lassen; angemessen klimatisierte und strukturierte Landschaft vorausgesetzt ist es faszinierend zu beobachten, wie sich die Tiere dabei wirklich meist die optimalsten Plätze dafür aussuchen;
am Timon-Foto bildet u. a. der ein bisschen zu sehende Polsterphlox Stabilisierung des kleinen Hanges und dient begrenzt auch ein wenig als Feuchtepuffer, beim Testudo-Foto übernimmt das ein alter Holunder-Stock sowie div. Gräser u. "Unkräuter", wie du ja vorhin bereits zur Sprache gebracht hast; Beides von den Tieren selbst angelegt, ohne dabei die Griffel im Spiel gehabt zu haben. Leichter geht es kaum, oder?













Lieben Gruß
Emanuel
 
S

Smaragd

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Nun Hallo lieber Emanuel,
dann werde ich dich auch mal gezielt mit einigen Bildern (hoffentlich) erfreuen.

Zunächst aber doch wieder die Leopardgeckos, ganz einfach, weil ich nicht zu undiszipliniert sein möchte. (Roro fällt jetzt vom Stuhl, ich und artig :teufel5:)

Eine Höhle für meine Leopardgeckos: Anhang 28844 betrachten
Was genau siehst du? Das was ich beschrieb. Ich formte eine Grundlage mit einem Heizstein. Dieser beinhaltet eine Heizfolie für Autopiegel. Das Tier kann sich auf diesen Stein (den die Sonne aufgeheizt hat) legen. Es kann sich seitlich an diesen Stein legen, es kann in die schützende Höhle gehen. Dort hat es mit dem Rücken Kontakt zur noch wärmenden Fläche, mit dem Bauch Kontakt zum schon kühlen Bodengrund. Genau das was die Natur vorgibt.
_________

Nun gönne ich mir aber einen Abschweifen, denn ich habe noch reichlich viele Spezien.
Hier ein Link zu meiner Seite http://www.bergagamen.de/pdf/Drainage im Terrarium fuer Pogona.pdf
Tja meine Pogona verstarben im Alter von 17 Jahren und das war ihr Terrarium. Hier versuchte ich die Vorgaben der Natur umzusetzen. Oben heiß und trocken, das kühle feuchte Klima tief im Bodengrund mittels einer Drainage. Diverse Höhlen und Trinkgefäße so aragiert, dass immer darunter andere Mikroklima-Bereiche im Angebot sind.
_______
Diese Bilder sprechen für sich? Ich pflege 1,1 Geoemyda spengleri. Ihre Anlage ist durch die Mittelscheibe trennbar.
Anhang 28845 betrachten Anhang 28846 betrachten

Da du Timon lepidus angesprochen hast, hier ein Blick: Anhang 28847 betrachten Anhang 28848 betrachten
Ich pflege 1,2. Du blickst die linke Seite ihres Terrariums mit Trockenmauer und vielen tiefen Spalten.

Wenn ich dir noch eine Freude mache, zeige ich mehr und auch die Anlage der Omanosaura jayakari - Omaneidechsen, sollten sie auf dein Interesse stoßen .

einen schönen Abend wünscht Esther

P.s. zu einem Punkt muss ich dir unbedingt noch zustimmen. Ich bin auch der Meinung, mit dem Seegen von Foren und FB helfen wir keinen Einsteiger. Sie wollen ein Kochrezept, man nehme und mische dazu. Der Zoofachhändler soll ihnen ein Komplettset + Tier + Bedienungsanleitung geben. Wir sollen alles bestätigen und loben. Keiner von ihnen kann erfassen was abläuft, warum es nicht funktioniert, sie haben ja alles so gemacht, wie der Verkäufer sagte.
Ich glaube nicht mehr, dass wir da noch was retten können, der Konsumgeist ist viel zu präsent.
 

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Emanuel

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Hallo!

Vorab ganz kurz, mehr dann voraussichtlich wochenends, wenn mehr Zeit ist:
Viell. würde es sich auszahlen, (in einer separaten Rubrik?) diverse „low-cost“, „aus alt mach neu“ oder „einfach, aber bzw. UND wirkungsvoll“-Lösungen vorzustellen.
Möglicherweise nimmt sich dann ja der ein od. andere Tüftler hier wenn es mal passt ein wenig Zeit und stellt – wenn er mag – weitere Lösungen, optional mit Bild (z. B. natürl. mit Wahrung der eigenen Sicherheit&der Sicherheit von ggf. Familie etc.), vor bzw. wenn man diesbezügl. schon Arbeit investiert hat, vielleicht nur nochmals ganz kurz ein paar wenige Worte und direkte Linksetzung in die Rubrik einer bereits vorhandenen eigenen Homepage.
Also quasi sowas wie eine Sammlung auf einen Blick, wo sowohl Neuling als auch Erfahrene sehen können, mit welchen zweckentfremdeten Mitteln man auch zu Lösungen für terraristische Fragestellungen kommen kann, dass es nicht immer das nächste Zoofachgeschäft sein muss, dass einfache Selbstbauten viell. auch Spaß machen können, dass sie aber auf jeden Fall eine intensivere (≠ zeitaufwändigere, kostspieligere, … sondern eigentl. vielmehr nur eine GEZIELTERE) Auseinandersetzung mit ihren Tieren bedeuten;
Dabei sind Tricks und Kniffs verschiedenster Haltungen interessant, kann man ja dazuschreiben u. dass sie ggf. für den individuellen Fall leicht abänderbar sein können… wie ich mit in Zooladen A gekauftem (und identisch auch in Zooladen B erhältlichen) gleich großen Terrarium + gleichstarker Heizmatte trotzdem immer auch selbst mitdenken… denn im Keller od. warmen Wohnzimmer aufgestellt, kann viell. den Unterschied zw. „Rösten“ und passend (oder aber „zu kühl“) ausmachen.
Das nur als x-beliebiges Beispiel auf die Schnelle.
Bereits zigmal a. d. unterschiedlichsten Stellen durchgekaut (und unterm Strich ja auch gut so) hätte das ganze gesammelt ja evtl. auch seinen Sinn.
Auch wo sich Tüfteleien mitten in einem längeren Beitrag erwähnt mittels Suchfunktion „nicht so gut“ finden lassen, wie sich häufig wiederholende „allgemeine“ Aussagen.
So, is jetzt eh wieder länger geworden als geplant u. ich muss mich sputen.

Achso: Ja, natürlich, an Lacertiden-Fotos und viell. ein paar Worten dazu (weil du Esther noch die große Omaneidechse angesprochen hast) bin ich natürlich immer interessiert!


Lieben Gruß
Emanuel
 
S

Smaragd

Gast
Mahlzeit,
das Wochenende ist vorbei, keiner hatte so richtig Zeit hier etwas weiter zu basteln.

Hm einen Thread wo man sozusagen Tipps und Tricks aus dem Nähkästchen einstellt? Hatte ich mal an anderer Stelle. Zum Beispiel Pflanzen der anderen Art oder eben eine Sammlung *Heizsteine*. Ich bin ja der Schreck im Baumarkt, falls einer der Verkäufer auf die Idee kommt und nach meinen Wünschen fragt.
.... ich habe das Anhang 28851 betrachten in der Hand und erzähle ihm, dass ich einen Wasserfall im Paludarium bauen möchte .... zu köstlich das Gesicht. :teufel5:

Für meine Eidechsen mach ich mal ein Thread für dich Emanuel, dann kannst du dich daran erfeuern.
Bis später, ich bleibe neugierig auf die weitere Entwicklung des Themas hier.
liebe Grüße Esther
 

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J

Jimmy Rustles

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auch ich bleibe neugierig auf das Thema, ist doch klasse die Gestaltungsansätze weitaus erfahrenerer Leute zu sehen und präsentiert zu bekommen, samt Schilderungen und Hintergedanken, nicht jeder wird dadurch faul, allerdings kann man auch nicht von jedem alles erwarten, nicht jeder hat da gleiche Voraussetzungen und versteht es wissenschaftliche Literatur zu lesen und zu verstehen, oder diese gar aufzutreiben, bzw. biologische/physiologische Zusammenhänge richtig zu deuten. Insofern hoffe und bitte ich doch, sich nicht von denen die unbelehrbar sind irritieren zu lassen, sondern den wenigen die sich auch gerne mit etwas näher beschäftigen immer wieder mal ein Kekserl zukommen zu lassen.
 
E

Emanuel

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Hallo ihr!


Wollte mich nur kurz melden, dass ich nicht auf euch vergessen habe. Aktuell keine Zeit, aber heute Abend bis spätestens Nacht sollte sich ein ausführlicheres Geschreibsel ausgehen.


Lieben Gruß
Emanuel
 
E

Emanuel

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Sodala, jetzt aber...



Hm einen Thread wo man sozusagen Tipps und Tricks aus dem Nähkästchen einstellt?
Ja, an irgend sowas in der Art dachte ich.


(...) oder eben eine Sammlung *Heizsteine*.
Das wäre doch schon einmal interessant.
Wenngleich ich bei thermo-/xerophilen und nocheinmal mehr zusätzlich bei dezitiert heliophilen Tieren aus eben solchen Gebieten eher dazu tendiere, ihnen wirklich größerflächig aufgeheizte Geröllflächen-Imitate anzubieten, realisierbar durch entsprechend verlegte Heizkabel entsprechender Wattagen.
Speziell bei der Haltung div. sonnenliebender europäischer Reptilien aus warmen und (mind. temporär) trockenen Gegenden habe ich damit ausgezeichnete Erfolge erzielt.
Die Kundmachung war da schon wesentlich schwieriger, speziell bei den Haltern "Europäischer Landschildkröten" stieß ich damit auf teils ziemliche Gegenwehr.
"Wärme kommt in der Natur ausschließlich von oben...!", "Die Tiere graben instiktiv ins Kühle und finden dann Wärme vor..." und ähnliche Argumentationen.
Die wenigsten dürften jemals in den Habitaten ihrer Pfleglinge oder zumindest in mehr oder weniger vergleichbaren unterwegs gewesen sein, sodass ich die Abwehrhaltung bis zu einem gewissen Grad durchaus verstehe, klingt sie doch zuerst einmal plausibel (Wärme kommt von der Sonne=von oben; Wärme und nicht Kühle von unten irritiert die Tiere).
Dabei ist es an sich ganz einfach: thermp-/xero-/u. ggf. auch heliophile Tiere leben inmitten heißer Umgebung, welche auch nach Sonnenuntergang noch vergleichsweise lange aufgeheizt bleibt. Zudem ist es bei Weitem nicht so, dass Tiere in derartigen Habitaten nach Lust und Laune herumgraben können, ist ihnen das durch die jeweilige Bodenbeschaffenheit doch oft nur an bestimmten Stellen möglich. Soll heißen: Die Heizung sollte an diesen Ruhestellen im Terrarium natürl. ggf. ausgespart bleiben; und trotzdem wird es an solchen Stellen durch die erhöhte Wärme der Umgebung (wo das Tier bspw. durch massiveres "Geröll" am Graben gehindert wird) kaum jemals "unnatürlich kühl/zu kalt" hocken.
Das nur als ein Beispiel.
Wie gesagt, ich fände eine Sammlung *Heizsteine* schon interessant.


Für meine Eidechsen mach ich mal ein Thread für dich Emanuel, dann kannst du dich daran erfeuern.
Ich bin gespannt!


auch ich bleibe neugierig auf das Thema, ist doch klasse die Gestaltungsansätze weitaus erfahrenerer Leute zu sehen und präsentiert zu bekommen, samt Schilderungen und Hintergedanken, nicht jeder wird dadurch faul, allerdings kann man auch nicht von jedem alles erwarten, nicht jeder hat da gleiche Voraussetzungen und versteht es wissenschaftliche Literatur zu lesen und zu verstehen, oder diese gar aufzutreiben, bzw. biologische/physiologische Zusammenhänge richtig zu deuten. Insofern hoffe und bitte ich doch, sich nicht von denen die unbelehrbar sind irritieren zu lassen, sondern den wenigen die sich auch gerne mit etwas näher beschäftigen immer wieder mal ein Kekserl zukommen zu lassen.
Beim Erstgenannten bin ich ganz bei dir. Zusätzlich bekleidet hier wohl auch niemand wirklich die Position über das Ausmaß der Belehrbarkeit anderer tatsächlich sinnvoll urteilen zu können.
Ein wenig "blöd" finde ich nur das mit dem Kekserl - wenn man Internetplattformen als " Bühne zur Selbstdarstellung/zur Befriedigung von "Profilierungsneurosen" " sieht, mag das so vielleicht irgendwo zutreffend sein, ansonsten ist das aber "Schwachsinn".
Es gibt genügend Halter, die Tipps&Tricks aus Freude am gemeinsamen Hobby teilen, sich darüber freuen, wenn andere sie umsetzen und wiederum von ihren (anderen?) Erfahrungen damit berichten,
und die Phase andere um absolut jeden Preis "zwangsmissionieren" zu müssen weitgehend hinter sich gelassen haben.



Lieben Gruß
Emanuel
 
F

felixdx1

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Servus
Also ich wollte halt diese ganzen langen Dialoge überspringen und wissen wie das Fazit der ganzen texte ist
Muss man jetzt UV Lampen haben ?
(denkt jetzt bitte nicht schlecht von mir weil ich bin jetzt grade ein Neuling und verstehe nicht alle diese texte)
LG Felix
 
Rhouwn

Rhouwn

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Hallo

sei mir nicht böse, aber ohne die Texte gelesen und verstanden zu haben, lässt sich diese (nur scheinbar) leichte Frage so nicht beantworten, da es im Endeffekt in diesem Dialog weniger um UV an sich ging, wie du verstehen wirst, wenn du den Fred gewissenhaft noch einmal komplett durchliest.
 
Thema:

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