Pflanzen im Wüstenterrarium / Leopardgecko

Diskutiere Pflanzen im Wüstenterrarium / Leopardgecko im Einrichtung, Pflanzen und Pflege Forum im Bereich Terraristik; Guten Morgen! Möchte gern das Terra meiner Leopardgecko Dame mit Pflanzen verschönern. Angedacht waren Wüstenbüsche und Tillandsien. Habe nun...
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Yuna

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Guten Morgen!
Möchte gern das Terra meiner Leopardgecko Dame mit Pflanzen verschönern.
Angedacht waren Wüstenbüsche und Tillandsien.
Habe nun aber gelesen das man Aloe (speziell Aloe Aristata) und Sukkulenten nehmen kann.

Meine Frage wäre ob das so stimmt, denn die Aloe hat ja auch so kleine Stacheln. Ausserdem müssen ja die Pflanzen im Erdetopf bleiben.
Möchte nicht das sich die Kleine verletzt oder durch die Erde schaden nimmt. Hat da jemand Erfahrungen gemacht?
Lg
 
22.07.2014
#1
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Emanuel

Emanuel

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Hallo Yuna!



Als langjähriger Tillandsien-Liebhaber bin ich natürlich der Meinung, dass diese Pflanzen zu schade sind, um sie in einem Wüsten- bzw. Steppenterrarium zu "verheizen".
Selbst die Wüstenformen sind unter den "üblichen" Terrarienbedingungen nur sehr selten und v. a. über längere Zeit wirklich gut haltbar (=entsprechendes Wachstum, Blüte, Vermehrung über Kindel bzw. sogar Sämlinge, welche wiederum teilweise Aufwachsen).

Nun möchte man meinen: Es sind ja nur Pflanzen.
Ist auch so.
Dazu sollte man aber wissen, dass der aktuelle Bedarf dieser aktuell sehr in Mode gekommenen Pflanzen z. T. nicht mehr ausreichend über "Zuchtfarmen" gedeckt werden kann und wieder gelegentliche Naturentnahmen erfolgen - wenn der Trend anhält auch wieder vermehrt.
Vor den "Zuchtfarmen" stand, wie sooft, unkontrollierte Naturentnahme bzw. regelrechter Raubbau an der Tagesordnung, bis dann, zumindest für den Laien so recherchierbar, ein "komplettes Verbot" dessen bestimmt wurde und künstlich vermehrte Pflanzen benötigt wurden.
In Wirklichkeit hat es solch ein komplettes Verbot in der Form nicht gegeben, unter bestimmten - aber vergleichsweise streng reglementierten Bedingungen waren Naturentnahmen weiterhin möglich.
Der aktuelle Stand der Dinge ist nun der, dass sich einige wenige amerikanische Zuchtfarmen zur Bedarfsdeckung wieder vermehrt (teils "ungenehmigt") an Wildbeständen "zu schaffen machen".

Soll heißen: Wie es jeder handhabt, entscheidet freilich jeder selbst, der "wahre" Naturfreund wird sich aber zumindest bemühen, sich solche Pflanzen eher nur dann zuzulegen, wenn wenigstens die Möglichkeit für einen guten Erfolg bei der Pflege (wenn auch nur "nebenbei") besteht.
Und außerdem macht ein weitgehend gesunder und schöner, in Blüte stehender Tillandsien-Pulk auch wesentlich mehr her, als ein halbvertrocknetes Pflänzlein. :smilie:


Zu den Sukkulenten: Aloen sind wirklich schöne Pflanzen. In Bezug auf die Stacheln ist die Art Aloe aristata (wenn es denn mit Sicherheit diese ist) unbedenklich. Andere dieser Gesellen können (stacheltechnisch) aber schon ziemliche Luder sein, sodass bspw. das Hinausräumen in die Sommerquartiere (und retour) verletzungsfrei auch für Menschen kaum möglich und - speziell bei größeren Exemplaren - ohne entsprechende Umsicht bzw. "Schutzkleidung" auch wirklich gefährlich (Augen...) ist.

Die kleineren und harmloseren Kollegen würde ich an deiner Stelle aber dennoch nur mit Bedacht ins Terrarium pflanzen, was aber einen ganz anderen Grund hat:
Auch wenn vielerorts anders herum zu lesen - eine Aufnahme zu großer Mengen an Aloe-Blattmaterial durch die Terrarienbewohner kann für die Tiere durchaus "gefährlich" werden.
Das betrifft in erster Linie natürlich "Herbivoren", speziell solche, die ansonsten auf möglichst effiziente Nahrungsausnutzung eingestellt sind und daher (unter den entsprechenden Bedingungen) weiterfressen, auch wenn's "so überhaupt gar nicht schmeckt".

Das ist hier natürlich nicht von Belang, jedoch fressen - selten - auch einzelne Futtertiere (übermäßig) an diesen Pflanzen.
Das sollte sich jedoch durch genaue Beobachtung einigermaßen gut beurteilen lassen. :smilie:

Ansonsten:
Weitaus unbedenklicher und mind. genauso schön sehen z. B. diverse Arten der Gattung Echeveria aus.
Evtl. wären die ja auch was für dich? :smilie:

Achso: Es brauchen zwar nicht alle Sukkulenten die volle/pralle Sonne (und gerade manche z. B. kleineren Aloen vertragen sie auch gar nicht, weil sie i. d. Natur grundsätzl. im Halbschatten von Sträuchern bzw. [häufiger] von Grasbüscheln wachsen), viel Licht um gut und v. a. schön zu wachsen, brauchen sie aber alle - weißt du aber wahrscheinlich eh ohnedies.
Und so ein naturnah gestaltetes Terrarium ist ja ohnedies gut ausgeleuchtet das größte Schmuckstück.



Lieben Gruß
Emanuel
 
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Yuna

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Danke! Das die Tillandsien so schlecht im Terra überleben hatte ich noch garnicht gewusst, da sie ständig als die optimale Wüstenterrarium Pflanze bezeichnet werden. Unter den genannten Aspekten werde ich dann auf solche wohl eher verzichten.
Da du ja ein Pflanzenkenner zu sein scheinst, kannst du mir vielleicht was empfehlen für ein Wüstenterrarium mit Leopardgecko als Bewohner? Möchte das die Pflanze und das Tier ein langes schönes Leben haben :)
 
Emanuel

Emanuel

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Hallo Yuna!




Auf die Schnelle hab ich jetzt auf diesem Laptop hier nur folgende Bilder gefunden, worauf du einige geeignete Pflanzen - und v. a. wie (schön) sie sich entwickeln können, wenn es ihnen einigermaßen behagt - sehen kannst:



Diese Freiauspflanzung in einem der Gewächshäuser war zum Zeitpunkt der Aufnahme des Bildes beispielsweise Teil eines Terrariums (für ein paar mediterrane Eidechsen); die vielen "bunten" Dickblattgewächse, welche du darauf erkennen kannst, sind hauptsächlich die genannte Echeverien (sowie ein paar Sedum-Arten, ebenfalls für dich geeignet, und Kakteen, etc.; Kakteen sind bedingt geeignet, sie benötigen aber hohe Lichtintensität, "mögen" dauerhaft keine Stauluft und sind nur dann geeignet, wenn das Terrarium so aufgestellt [und eingerichtet] ist und/oder eine etwaige "Gruppenkonstellation" der Tiere so beschaffen ist, dass sich die Tiere in bspw. "Schrecksekunden" in der "Enge" des Terrariums nicht verletzen; dies gilt insbesondere f. sehr bzw. "heimtückisch" stachelbewehrte Kakteen, wie bspw. viele Opuntien, oder aber hakendornige Mammillarien, etc.):





Auf dem folgenden Foto, im Vergleich zum vorherigen, einige Bsp. für höher wachsende Sukkulenten (kein Teil eines Terrariums, sondern nur normale Stellfläche im selben Gewächshaus), darunter bspw. auch eine Aloe (hier das o. g. beachten!), aber v. a. Aeonium arboreum, hier eine purpurne Auslese mit der Bezeichnung 'Atropurpureum' - eine schöne, robuste Pflanze, welche ein guter Indikator dafür ist, ob eine wirklich hohe Lichtintensität vorherrscht - ist dies nicht der Fall, werden einerseits die schönen roten Blattrosetten grün, andererseits "vergeilt" die Pflanze und bildet nicht mehr diese schönen, kompakten Blattrosetten aus; falls dein Terrarium ein etwas größervolumigeres ist, eine durchaus geeignete und auch sehr schmucke Pflanze):





Auf dem folgenden Bild überzählige Pflanzen, welche eine Bekannte in ihrem Terrarium verteilt hat. Die Agave bracteosa (ganz links) war dann doch etwas zu groß fürs Terrarium.
Die anderen Agaven stellen kein Problem dar, wenn das o. g. beachtet wird. Zusätzlich hat sie zur Sicherheit die ärgsten Spitzen mit einer Nagelschere "entschärft". Ich habe das seinerzeit nie getan, viele meiner Tiere lebten seinerzeit auch mit allerlei "Gedorn".
Die abgebildete Hechtia argentea (die silberne Rosette) ist jedoch wiederum ein Kandidat, den ich aufgrund ihrer äußerst heimtückischen Bestachelung nie in ein Terrarium gepflanzt hätte. Ich glaube, der Bekannten war dann selbst eine "unerreichbare" Anbringung derselben zu riskant. Fand ich gut.





Hübsch wirken z. B. auch diese Gewächse: Deuterocohnia brevifolia, ein Bromeliengewächs, welches mit der Zeit mehr od. weniger schöne Halbkugel formt und problemlos aus z. B. der Spalte eines Steinaufbaus herauswachsen kann (sofern im und unter dem Spalt genügend Platz für Substrat ist):





Abschließend noch ein Wort zu den Tillandsien und etwas in "eigener" Sache:
Für Terrarianer mit größervolumigen, entsprechend klimatisierten Behältnissen können diese Pflanzen durchaus etwas sein, so kultiviere ich bspw. die letzten paar wenigen mir zurückbehaltenenTillandsia bergeri und T. albida-Reste mit gutem Erfolg in luftigen Terrarien:





Ansonsten können sie auch für z. B. Pflanzeninteressierte mit Garten und entsprechendem Wintergarten/Gewächshaus/großem Blumenfenster eine wahre Augenweide sein:








Nun die erwähnte "eigene" Sache: Auch von meiner umfangreichen Tillandsiensammlung musste ich mich aus gesundheitlichen Gründen nach und nach, den letzten Rest habe ich an eine Schildkrötenhalterin abgegeben, welche sich seit vielen Jahren für den Schutz der letzten heimischen Sumpfschildkröten engagiert.
Der Verkaufserlös aus von ihr vermehrten Pflanzen wird also auf jeden Fall in dieses Projekt fließen.
Es würde sich für Interessierte also doppelt lohnen, bei ihr anzufragen, ob sie aktuell etwas abzugeben hat:
Man hat schöne Pflanzen und tut gleichzeitig etwas Gutes. :smilie:

http://emys-home.de/Emytopia/index.htm




Lieben Gruß
Emanuel
 
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gr3cco

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Brauchen nicht all diese Pflanzen mehr Wasser als es für ein leopardgecko Terrarium gut ist?

Lg
 
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Smaragd

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Da du ja ein Pflanzenkenner zu sein scheinst, kannst du mir vielleicht was empfehlen für ein Wüstenterrarium mit Leopardgecko als Bewohner? Möchte das die Pflanze und das Tier ein langes schönes Leben haben :)
Hallo
können wir erst einmal das Habitat der Leopardgeckos definieren?
Es sind KEINE Wüstenbewohner

Die abgebildeten Pflanzen benötigen in 1. Linie Licht und nochmals Licht.
Das übertragen wir mal auf ein Terrarium für Leopardgeckos und bringen es mit ihrer Lebensweise überein. - meiner bescheidenden Meinung ist das unmöglich.

Zum Teil bin ich auch der Meinung die Pflanzen werden schlicht hingerichtet, was nichts mit Terraristik zu tun hat. Oder die Art bekommt nicht was sie benötigt.

Grüße Smaragd
 
Emanuel

Emanuel

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Hallo!



Brauchen nicht all diese Pflanzen mehr Wasser als es für ein leopardgecko Terrarium gut ist?
Jein.
Bei den wenigsten der abgebildeten Pflanzen handelt es sich um Wüstenbewohner im eigentlichen Sinn.
Die abgebildeten Echeverien bspw. bilden in etwa das Pendant zu unseren heimischen Hauswurzen, d. h. sie besiedeln Felsen, Lehmwände u. dgl.
Arid also auf jeden Fall, komplett wüstenartig - Fehlanzeige. Selbst wenn es sich um Geröllhalden inmitten von "Wüste" handelt.
Den Pflanzen steht oft begrenzt Wurzelraum zur Verfügung, Tau wird damit bestmöglich genutzt.
Sie wollen es hell, jedoch will es nicht zwangsläufig jede Art prallsonnig. Im Habitat schatten sie z. T. Gräser, kleine Sträucher (Zeichen für zumind. nicht vollständig wüstenartige Bedingungen) mehr oder weniger stark ab, oder aber Kakteen. Manche wachsen auch in engen "Schluchten" (in denen man als Mensch gerade so durchpasst) in der Vertikalen. Direkte Sonnenexposition findet somit nur für einen sehr kurzen Zeitraum statt.

Die abgebildeten (mittelgroßen und stammbildenden) Aloen leben ebenfalls nicht in der vollen Wüste.
Grob gesagt könnten das Pendant für diese unsere heimischen Wollkerzen sein. Also bevorzugt auf alten Geröllhalden wachsend, gut drainierte, warme Bedingungen. Die kleinen (mehr od. weniger stammlosen, ggf. polsterbildenden Arten) leben ebenfalls so gut wie nie sonnenexponiert, sondern ebenfalls unter Sträuchern (in ihrem Fall: "Mesembs", also Mittagsblumen).
Bedacht werden sollte jedoch bei der Kultivierung von Aloe, Gasteria & Co (wenn man denn Wert darauf legt), dass diese "Südafrikaner" eigentlich im Herbst/Winter immer etwas Feuchtigkeit wollen (Wachstum), wenngleich diese Pflanzen recht anpassungsfähig sind, gibt es doch bspw. uralte, gesunde und große Aloen-Stöcke, welche ganzjährig am großen Fenster stehen aber auch solche, die den Winter ohne Pflege im Keller verbringen.

Summa summarum handelt es sich zumindest im Großen u. Ganzen auch um "Pflanzenmaterial", von welchem sich leicht ein paar Schalen auf der Fensterbank und sommers auf der geschützten Terrasse pflegen lassen, welches leicht in Nachbarschaft und Bekanntenkreis verbreitet werden kann und wo somit immer eine gesicherte Grundlage da sein kann für den Fall, dass die Entwicklung im Terrarium doch nicht so zufriedenstellend verläuft, wie man sich das vorgestellt hat.

Ob jemand die genannten Pflanzen in sein Terrarium pflanzen mag, ist jedermanns eigene Entscheidung, mir ist es gleich.
In einem entsprechenden, bereits "mittleren" Biotop-Terrarium spricht aber meines Erachtens nichts dagegen, dass Leopardgeckos&Echeverien/Aloen... sich zwangsläufig ausschließen müssen.
Kommt halt auf den Einzelfall an, so wird es bspw. im kleinen Terrarium kaum möglich sein nur das eine ganz ohne das andere zu befeuchten, aber da sind dann viell. eh Kunstpflanzen geeigneter, weil es (vernünftigerweise) gar nichts in die engere Wahl schaffen wird.

Da ja aber auch hier die naturnahe Haltung Hauptthema zu sein scheint, so kann ich mir schon vorstellen, dass genügend Leute mit Überlegung an die Sache herangehen, sodass z. T. nur in Nuancen abweichende (=im Wesentlichen ganz ähnliche) Ansprüche durchaus "gut" und v. a. sinnvoll miteinander vereint werden können.



Lieben Gruß
Emanuel
 
S

Smaragd

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Hallo
mal rein hypothetisch - und ich würde es heute so umsetzen - wir lösen uns von alten Zöpfen was die Grundmaße für Leopardgeckos sind. Dazu gehört auch, wir verwerfen die Behauptung, dass gesunde Tiere abstürzen und sich das Genick brechen. Wohl bemerkt gesunde Tiere, nicht schon geschädigte mit Seh- und Koordinationsstörungen.

Dann hätten wir unseren wachen Verstand frei und könnten uns dem tatsächlichen Habitat zuwenden.
Nun sehen wir steinige Steppen, Berge mit vorgelagerten Geröll, Buchten mit Sand und Steinsplitter. Das alles durchzogen mit Gras, Büsche, Trockenholz bis hin zu Sukkulenten.

Wie aber das im Terrarium umsetzen?
Da kommen wir erst einmal von den Maßen weg und denken in 120-150 x 80-100 x 100-150 Größen :shock:
Bei einer Grundfläche von 150 x 80 + einer Höhe von 150 lässt sich ganz anders planen.
Nun streichen wir die leidigen längst gestreiften Rückwände, die regelrecht zum Pflichtprogramm (oder sollte ich Gesetz sagen?), wurden.

In der Höhe kann man nun natürlich Licht einschalten und hätte unten ein ideales Klima für die Tiere.

Das einzige warum es nur meine Phantasie bleiben wird, ist das Alter meiner Tiere, wo ich nicht mal sicher bin, dass sie noch eine WR erleben.
Durchsetzen wird sich so eine Vorlage auch nicht, es würde die Praxis aus den Angeln heben.

Aber wer genug Phantasie hat, lässt so ein Terrarium vor seinem geistigen Auge entstehen.

Grüße Smaragd
 
Emanuel

Emanuel

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Hallo Esther!



Dazu gehört auch, wir verwerfen die Behauptung, dass gesunde Tiere abstürzen und sich das Genick brechen. Wohl bemerkt gesunde Tiere, nicht schon geschädigte mit Seh- und Koordinationsstörungen.
Diese Aussage kannte ich bis dato noch gar nicht.
Natürlich können Unfälle passieren, das liegt in der Natur der Sache, aber jetzt deswegen (bewusst überspitzt formuliert) Haltung mit Küchenrolle als Bodengrund und Pappstücken als Versteck ist für mich nur wenig nachvollziehbar.
Was nicht bedeutet, dass ich auf Biegen und Brechen finde, dass einzig naturnah aussehende Terrariumgestaltung für die Tiere auch tatsächlich naturnah ist.
Wenn mir jemand mit anders lautender Argumentation (=welche, die von einem entsprechenden wirklichen Hintergrundwissen her rührt) als der o. g. verklickert, dass z. B. die erwähnten Pappstücke auch zweckdienlich sind, so bin ich der letzte, der dagegen etwas sagt.
Eine solche Argumentation könnte z. B. sein, dass eine entsprechende Aufschichtung alter (und sich langsam aauflösender) Pappstücke dem abgestorbenen Pflanzenfilz einer Trockengras-Narbe letztlich gar nicht so unähnlich ist (Zellulose, Isolationsfähigkeit, das Halten eines gewissen Mindestmaßes an Feuchtigkeit, das Zusammenpappen mit der Zeit und dementsprechend die Tiere relativ Dicht-Umgeben, nach einiger Zeit des Herumliegens die Möglichkeit für die Tiere, Löcher hineinzureißen und evtl. auch allmählich "Kuhlen" zu formen, sich aber auf jeden Fall ausreichend und in gar nicht so ungeeignetem Mikroklima darunter verbergen zu können, etc. ...).

Die Sache mit der Höhe ist natürlich "etwas anderes" und bedarf gesonderter Überlegungen.


Dann hätten wir unseren wachen Verstand frei und könnten uns dem tatsächlichen Habitat zuwenden.
Nun sehen wir steinige Steppen, Berge mit vorgelagerten Geröll, Buchten mit Sand und Steinsplitter. Das alles durchzogen mit Gras, Büsche, Trockenholz bis hin zu Sukkulenten.
Das stimmt.
Wir sollten uns hier aber auch die Frage stellen, warum wir das so praktizieren wollen.
Ich für meinen Teil darf ganz ehrlich behaupten, weil, wann immer ich das so gemacht habe, ich es "geil" fand.
Ein natürlicher und gleichzeitig doch ästhetischer "Sauhaufen" - klasse.
Die Wechselwirkung mit/zwischen den sich so unweigerlich ebenfalls irgendwann einstellenden anderen Organismen - absolut spannend, weils zwischenzeitlich auch mal wirklich "beruhigend" sein kann, den sich am trockenen Kot abmühenden Käfer zu beobachten, anstatt immer nur der "blöden" Echse.

Ob aber das "schuppige Glück selbst" nicht bereits viel "früher anfängt", vermag ich nicht abschließend zu beurteilen, die Anzeichen, dass dem doch so ist, überwiegen allerdings.

Was ich aber definitiv zu behaupten vermag, das ist, dass "ein wirkliches Stückchen Natur" sehr viel repräsentativer für die Umwelt ist.
Ebenso macht die Beschäftigung mit den Bedürfnissen anderer Lebewesen (Pflanzen, Kerbtiere, ...) sensibler für das Verstehen natürl. Zusammenhänge etc., was den "ernsthaft herpetologisch Interessierten" wohl auch vom "Spaßhalter" unterscheidet.
Wobei "Spaßhalter" in diesem Zusammenhang (noch) ohne negativen Beigeschmack verstanden werden darf, ist doch Spaß/Freude letztlich gar kein so ungünstiger Ausgangspunkt für erwachendes intensiveres Interesse...


Wie aber das im Terrarium umsetzen?
Da kommen wir erst einmal von den Maßen weg und denken in 120-150 x 80-100 x 100-150 Größen :shock:
Entweder so, oder aber von den teils schon fast "spastisch verkrampft" wirkenden Empfehlungen der ausschließlich gegenwärtigen Technik wieder wegkommen.
Dann und mit den entsprechenden Überlegungen ist es bis zu einem gewissen Grad auch ohne Weiteres möglich, "naturnah" auch an kleiner dimensionierte Terrarien anzupassen.


Aber wer genug Phantasie hat, lässt so ein Terrarium vor seinem geistigen Auge entstehen.
Und nicht nur das; derjenige wird beim Probieren auch draufkommen, dass "natürliche" Zusammenhänge in Wahrheit sehr einfach zu begreifen sind.
Ich war/bin z. B. immer ganz erstaunt, wie schnell sich beispielsweise "fremde" sich auf Besuch befindliche Kinder auf die Tiere "einstellen" - und zwar auch solche, denen das Zuhause zumindest augenscheinlich "nur wenig" vorgelebt wird.
So weit weg vom Schuss sind wir also letzlich wohl doch noch nicht, wir glauben es nur immer.



Lieben Gruß
Emanuel
 
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