Wandterrarium

Diskutiere Wandterrarium im Terrarien-Technik und Eigenbau Forum im Bereich Terraristik; Hallo alle, ich plane nun ein Wandterrarium. Die Idee dazu entstand als mir bewusst wurde, dass im Wohnzimmer schon einige Terrarien stehen und da...
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DemonKei

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Hallo alle,
ich plane nun ein Wandterrarium.
Die Idee dazu entstand als mir bewusst wurde, dass im Wohnzimmer schon einige Terrarien stehen und da erinnerte ich mich an einen Bericht aus einer Reptilia.
In dem Bericht wurden Marmorgeckos(1.2) in einem Wandterrarium mit den Maßen 90x12x140 gehalten.
Daher nun meine Frage an euch. Was haltet ihr von einer solche Art von Haltung? In dem Bericht findet sich nichts negatives bezüglich dem Verhalten der Tiere...
Fallen euch noch andere Gecko-Arten ein, die sich eventuell so halten lassen könnten? Ich denke da speziell an den Faltenfingergeckos.

Edit: Faltenfingergeckos ist natürlich Quatsch, gemeint sind Ptyodactylus hasselquistii (Fächerfingergeckos). Danke grmblmonster.
 
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grmblmonster

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Was sollen denn "Faltenfingergeckos" sein?
Abgesehen davon, dass mir dieser Trivialname nichts sagt, spuckt nicht mal Google was zu diesem Konstrukt aus.

Wenn du "Faltengeckos" (Ptychozoon sp.) meinst: Nein, die brauchen viel mehr Platz und springen zu viel.

Gewöhn dir am besten an, die wissenschaftlichen Namen zu benutzen, dann weiß man auch, wovon du sprichst. Trivialnamen sind meistens absolut nichtssagend, bezeichnen in vielen Fällen mehr als eine Art und führen nur zu Verwirrungen.
 
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DemonKei

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Sorry, du konntest nichts finden, weil ich in der Hektik heute morgen den Namen schlicht weg falsch geschrieben habe. Ich hatte nebenbei gerade etwas über Faltengeckos gelesen aber meinte "Fächerfingergeckos", bzw. besser Ptyodactylus hasselquistii.
 
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grmblmonster

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Weißt du, was ich wirklich an dir mag? Dass du auch ein KBV-Typ bist :D

Egal, ich halte die Maße aber für nicht geeignet für Ptyodactylus. Wenn ich richtig informiert bin, sind die eher weniger reine Wandbewohner.


Ich sehe diese Wandterrarien eh als nicht besonders gut an, da den Tieren die Möglichkeit des Rückzuges einfach nicht gewährleistet wird.
 
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DemonKei

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KBV-Typ? Das musst du mir erklären :D

Das mit den Rückzugmöglichkeiten ist wahr... Die Wandterrarien die ich bisher gefunden haben waren meist nur 10-15cm tief, abzüglich Rückwand bleibt da nicht viel Platz. Ich würde das Terrarium insgesamt etwas tiefer machen, etwa 20cm oder sogar noch etwas mehr. So hätte ich die Möglichkeit die Rückwand stärker zu strukturieren und auch etwas hinein zu stellen, Korkrindenstücke oder Ähnliches. So lassen sich Versteckmöglichkeiten schaffen.

Wie gesagt sind Geckos noch ein wenig Neuland für mich. Gekko grossmanni sind scheinbar die Geckoart, die am häufigsten in Wandterrarien gehalten werden. Betreten die denn weniger den Boden als Ptyodactylus sp.?

Ich finde die Vorstellung von einem Terrarium an der Wand einfach unheimlich interessant und ich will mich gerne am Modellieren einer Rückwand versuchen. Aber die Tiere sollen sich darin dann auch wohl fühlen.
 
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grmblmonster

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KBV = Kleine Braune Viecher
gemeint sind damit die eher unscheinbaren Vertreter der Echsen, von denen es keine besonderen Farbvarianten gibt und die halt im großen und ganzen nicht so Modetiere sind wie Leopardgeckos oder Kronengeckos zum Beispiel.
Dazu gehören sowohl die Helmkopfgeckos als auch Ptyodactylus.

Zum Thema:
Ich glaube nicht, dass 20 cm reichen, um sich zurückzuziehen, selbst wenn da eine Korkrinde steht. Das Tier merkt ja, dass es keinen Abstand zwischen dich und sich bringen kann.
Ich finde, dass ein Rückzug mindestens immer 50 cm sein sollte.

Nur, weil etwas sehr schön aussieht, muss das nicht besonders gut für das Tier sein.

Das einzige, was ich mir für solche Terrarien eventuell vorstellen könnte, wären Uroplatus, die sich auf Rinde tarnen und ganz auf diese Tarnung im Stressfall vertrauen.

Aber auch hier denke ich, dass der Entzug von reellerem Rückzug nicht besonders gut für das Tier ist.

Ich persönlich würde stark davon abraten.
 
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DemonKei

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kleine braunen Viecher trifft es ziemlich gut :D
Mir gefallen die unscheinbaren nun mal meist etwas mehr als die knallbunten... Farbmorphen oder spezielle Züchtungen interessieren mich einfach nicht.
Meine Leguane sind auch eher Farblos: gambelia wislizenii
Aber nicht braun :D

Uroplatus sagt mir sogar etwas, das sind die, die etwas gruselig aussehen :D
Kann mir vorstellen, dass es schwer ist an solche Tiere heranzukommen...

Hmmm ich werd mal schauen, was sich noch so finden lässt im Internet. Dass die Meinungen bezüglich der Wandterrarien auseinander gehen ist mir schon aufgefallen. Aber ich habe auch schon einige gefunden, die selbst solche Terrarien besitzen und daraus auch Nachzuchten hervorbringen.
 
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grmblmonster

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Nachzuchten sind bei vielen Geckos kein Zeichen für eine gute Haltung.

Bei vielen Arten reicht es vollkommen, ein Männchen und ein Weibchen zu haben.
Solange man sie zusammen in zum Beispiel einen dunklen Schuhkarton steckt, dafür sorgt, dass sie nicht verhungern, werden sie sich vermehren.

Das ist leider so.

Grundsätzlich gehört für ein solches Experiment (und etwas anderes ist das in meinen Augen nicht), Erfahrung mit der jeweiligen Tierart dazu, um sofort erkennen zu können, ob die Tiere Symptome von Stress zeigen.
Bevor man dieses Grundwissen und das Gespür dafür nicht hat, ist von solchen Experimenten definitiv abzusehen.


Ich weiß, dass es reizt, solche außergewöhnlichen Terrarien zu haben, aber in den meisten Fällen kommt sowas dem Tier nicht zugute.


Ich träume seit sehr langer Zeit von einem Tisch-Terrarium, also einem Kasten, von allen Seiten aus Glas, mit einer Glasplatte oben drauf, einem Bachlauf und dergleichen, aber ich werde das niemals umsetzen, weil keines der Tiere, mit denen ich bisher Erfahrungen machen durfte (und das sind ein paar mehr Arten), eine solche Haltung auch nur annähernd ohne Stress aushalten würde.
Sogar meine Fauchschaben würde ich in so etwas nicht halten, und das sind nur Insekten.

Das Bedürfnis von nicht domestizierten Tieren nach Rückzug und Aus-dem-Wege-gehen-können ist so unsagbar groß, dass man das definitiv nicht unterschätzen sollte.

Gedankt wurde mir diese Entscheidung mit konstanter Vermehrung und unglaublicher Langlebigkeit von Arten, die bei geringstem Stresslevel schon eingehen.
Ich habe hier zum Beispiel ein Stenodactyls sthenodactylus Männchen, ein Wildfang von 2003. Als er gefangen wurde, war er schon adult.
Das Tier ist also über 10 Jahre alt. Die Literatur gibt als Lebenserwartung bei den Tieren 4-5 Jahre an.
Merkste was? ;)
Auch meine Nachzuchten, die ich behalten habe, leben alle noch. Und der uralte Kerl ist ihr Vater.

Ich halte die Tiere aber auch nicht im Mindestmaß oder den empfohlenen Größen. Ich habe mich dazu entschlossen, für die Winzlinge ein gigantisches Becken zu bauen, und überschreite die Empfehlungen um das 3-fache.

DAS sind Haltungserfolge und ein Zeichen dafür, dass es den Tieren gut geht. Vermehrung ist einfach, langes Leben und vorallem ein gesundes Leben sind die Zeichen für den richtigen Weg.

Ich habe auch manchmal das Gefühl, dass ich eine der wenigen Leute bin, die Leopardgeckos haben, die über 10 Jahre alt sind.
Oder meine Weißbauchigel, von denen die ältere das angegebene Höchstalter auch schon seit 3 Jahren überschritten hat.
Ich bin eine der wenigen Leute, die Ptychozoon kuhli im Terrarium gleiten haben sehen, weil ich mit meinem damaligen Lebensgefährten die Tiere in einem gigantischen 2 Meter Becken gehalten habe.

Genau das sagt mir, dass ich mit der Zurückstellung meiner Bedürfnisse nach geiler Optik (und zugegebenermaßen auch Wohnungsplatz) genau das richtige tue. Ich verlasse mich auf meinen Instinkt, was das angeht. Und der sagt mir, dass Tiere sich zurückziehen können müssen, dass die gerne auch scheu bleiben dürfen und das meine Bedürfnisse (abgesehen von meinem Bedürfnis, Exoten zu halten, zu pflegen und Wissen über sie zu bunkern) eben nur zweite Geige spielen sollten.

Das soll keine Kritik sein, sondern einfach nur zum Nachdenken anregen. ;)
 
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DemonKei

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Keine Sorge, selbst wenn ich es als Kritik aufgefasst hätte, würde mich das nicht stören:) Kritik ist ja prinzipiell nichts böses.
Und zum Nachdenken regt dein Beitrag in jedem Fall an, wobei mir das alles sehr wohl bekannt ist...
Ich muss in Bezug auf die Größe eines Terrariums gerade an die Rack-Systeme für die Zucht von Schlangen denken... finde ich keine gute Sache.
Aber gerade für die Züchter ist das natürlich etwas Tolles. Viele Tiere auf kleinem Raum und angeblich haben die Tiere alles, was sie brauchen...

Danke für deine Worte, ich werd mir das ganze nochmal durch den Kopf gehen lassen und mal schauen, ob ich nicht doch noch irgendwo ein Eckchen finde, wo sich ein Terrarium mit einer größeren Tiefe/Grundfläche aufstellen lässt.
 
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roro

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KBV = Kleine Braune Viecher
gemeint sind damit die eher unscheinbaren Vertreter der Echsen, von denen es keine besonderen Farbvarianten gibt und die halt im großen und ganzen nicht so Modetiere sind wie Leopardgeckos oder Kronengeckos zum Beispiel.
Dazu gehören sowohl die Helmkopfgeckos als auch Ptyodactylus.
Wie bitte?!

Schau dir mal die Bilder an meiner letztjährigen G.chazaliae-NZ an^^






Oder hier noch was für den TS... Ptyodactylus guttatus (female)




Zum Thema Wandterrarium

Ich habe mir auch schon einige Wandkisten angeschaut, und finde dass man nicht unter 20cm Tiefe gehen sollte.

Versteckmöglichkeiten durch Plastikpflanzen, Trockenbüschchen, etc... schaffen, dann sollte dass auch gehen mit dem Sichtschutz.

Was mich aber an dem Ganzen stört ist die suboptimale Beleuchtung des Beckens, sprich man kann sicher mittels T5 HO- und T5 UV-Röhren was bewerkstelligen, wenn ich mir aber meine Tiere und ihre Gepflogenheiten anschaue fehlt mir ein UV-HQI. Gerade Ptyodactylus sp. hocken bei mir mindestens den halben Tag unter der "Sonne"... und genau das hat mich davon abgehalten so eine Kiste zu bauen.

Wichtig scheint mir den richtigen Standort (Hangort?) für die Kiste zu finden, denn mM.nach sollte dort nicht ständig "Verkehr" sein.

Übrigens... grosses Lob an euch beiden Schreiberlingen, so macht auch Post's lesen hier wiedr Freude.


Gruss roro
 
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grmblmonster

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Ich wusste, dass du dazu was sagen wirst, roro.

Du bist einer von 5 Leuten, die ich kenne, die problemlos die Lord Helmchens nachzieht.

Darüber müssen wir nächstes Jahr auch nochmal auf Hamm sprechen. Oder besser vorher. Weißt schon ;) :D
 
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DemonKei

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roro, wunderschöne Tiere hast du da.

Bezügliche der Tiefe würde ich auch 20cm machen, oder eben mehr.
Beleuchtungstechnisch tappe ich zwar nicht mehr im Dunklen, bin aber unsicher ob sich das alles so umsetzen lässt, wie ich das in meinem Kopf habe...
Die meisten Wandterrarien, die ich bisher gefunden habe, hatten innerhalb des Terras ein oder zwei Röhren als Grundbeleuchtung und außerhalb einen HQI-Strahler oder Halogenstrahler. Sprich außer der UV-Strahlung der Röhren bekommen die Tiere nicht viel ab.
Ich hätte an eine Lucky Reptile Bright Sun gedacht. bei einer Tiefe von 20cm würde die reinpassen. Dinge um die ich mich Sorge sind die entstehende Hitze auf die kurzen Distanzen. In erster Linie sollen sich die Bewohner nicht verbrennen. dazu müsste verhindert werden, dass die Tiere zu nah an die Lampe kommen. Und genau an diesem Punkt habe ich ein, zwei Ideen im Kopf, aber keine Ahnung ob sich das so umsetzen lässt.
Desweiteren weiß ich, dass zumindest direkt unter der Lampe ein gewisser Abstand zum nächsten Objekt sein sollte. Zu den Seiten hin bin ich mir gerade nicht sicher.

Ich muss an dieser Stelle einmal sagen, dass ich vorraussichtlich ein solches Terrarium bauen werde. Allerdings in erster Linie aus dem Grund, dass ich einfach Spaß habe etwas zu bauen :D
Der zweite Grund ist, dass ich gerade was das Modellieren von Rückwänden absoluter Anfänger bin. Sprich ich will üben. Und ich hab da einige Dinge im Kopf, die ich einfach gerne mal zu installieren probieren möchte.
Ob ich letztendlich wirklich Tiere hineinsetze steht noch nicht fest. Für mich steht gerade der Prozess im Vordergrund :)
Und ich kann mir eine kleine Felswand mit Blumenbewachsen sehr gut in meinem Zimmer vorstellen :D
 
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DemonKei

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Hmmm eventuell hat jemand von euch eine Idee...
Ich würde wie bereits geschrieben gerne eine Lucky Reptile Bright Sun direkt ins Terrarium integrieren. Problem dabei ist: Wohin damit ohne dass die eventuellen Tiere sich verletzen...
Ich hab zwei Ideen, wobei ich beide nicht als optimal erachte...


Links ist die Idee, dass die Lampe unterhalb des Technikkastens befestigt wird. damit die Geckos nicht an die Lampe kommen würde ich eine zusätzliche Begrenzung auf der gesamten Länge einbringen.
Nachteil: Man würde eine ganze Menge an Höhe verlieren... Zusätzlich wird sich das Gaze oder Gitter oder was auch immer erhitzen und kann immernoch zu Verletzungen führen...

Rechts ist die Lampe oberhalb montiert und es würde ein passendes Loch gebohrt werden. Und nur innerhalb von diesem Loch wird ein Gaze eingebracht.
Der Nachteil, dass dieses sehr heiß werden würde, bleibt erhalten...
 

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