große Futtertierauswahl - wie realisieren?

Diskutiere große Futtertierauswahl - wie realisieren? im Futter, Futtertierzuchten, Vitamine und Mineralien Forum im Bereich Terraristik; Hi! Ich hab mich schon eine Weile durch das Forum gelesen, aber irgendwie noch keine Idee zu meiner Frage, deshalb stelle ich sie hier mal ein...
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Camilla

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Hi!
Ich hab mich schon eine Weile durch das Forum gelesen, aber irgendwie noch keine Idee zu meiner Frage, deshalb stelle ich sie hier mal ein:

Ich möchte gerne meine L. williamsi abwechslungsreich ernähren. Was da so in Frage kommt ist klar, das wird ja immer wieder beschrieben. Nun weiß ich allerdings nicht, wie ich das praktisch umsetzen soll. :confused: Wenn ich ne Schachtel kleine Heimchen kaufe sind da ja jede Menge drin, bevor ich die alle verfüttert habe sind viele tot. Wenn ich nun verschiedene Futtertiere anbieten möchte, dann verfüttere ich ja aus der jeweiligen Schachtel pro Woche noch weniger Tiere. Das heißt, ich hätte zwar ein großes Angebot an verschiedenen Tieren, aber auch jede Menge "Schwund" durch tote Futtertiere. Irgendwie für mich nicht zufriedenstellend.

Dann hab ich überlegt: "Klar, die sterben, weil sie kein Futter usw. haben!" Aber wenn ich sie fütere, dann wachsen sie ja auch und sind für die kleinen Willis evt zu groß. Dann könnte ich sie auch nicht mehr verfüttern und müsste sie entsorgen, wäre also egal, ob sie von sich aus sterben oder durch mich.

Da ich ja nur zwei kleine Willis habe, möchte ich eigentlich keine Futtertiere züchten. Ich glaube nicht, dass ich die Menge, die dabei entsteht auch wirklich verbrauche. Oder?

Wie macht ihr das denn? Ist euch egal, wieviele Tiere aus einer Schachtel letztendlich verfüttert werden? Füttert ihr immer erst eine Schachtel Heimchen, dann eine Packung Asseln usw.?
 
chaya

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Hi, ich hab zwar keine "Willis" ..geiler Name.. aber vielleicht hilft dir das trotzdem. Ich geb meinen Futtertieren immer was zum futtern. Soo schnell wachsen die bei mir aber nicht, die kleinen Grillen bleiben trotzdem immer noch klein, überleben aber um einiges länger als ohne Futter. mittlere Grillen sollten die Williamsis doch auch packen oder? Nach 2 Wochen ist bei mir so ne Dose aber auch spätestens verbraucht.
Ich biete abwechselnd Wander- und Wüstenheuschrecken, Mittelmeergrillen und Steppengrillen an. Ab und zu auch Mehlwürmer, aber die leben ja sowieso ewig. Heimchen verfütter ich gar nicht, die sind mir zu schnell :D
Futtertiere nachzüchten würde ich bei 2 Tieren auf keinen Fall, es sei denn du kennst noch andere Abnehmer. Hatte früher mal Schokoschaben, die haben sich vermehrt wie verrückt, kam man nicht nach mit verfüttern.. mitlerweile hab ich ein paar Tiere mehr da könnte ich das eigentlich mal wieder probieren.

lg Chris
 
Tequila

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Bei mir stellt sich das Problem nicht. Obwohl ich nicht wahnsinnig viele Tiere habe, gibt es bei 5 Geckos und 4 Vogelspinnen immer einen Abnehmer.

Ich bestelle bei einem Versandhändler und da bestelle ich eine gewisse Auswahl.

Vielleicht schaffst Du dir einfach noch ein paar mehr Tiere an? Oder teilst dir das Futter mit einem Terrarianer in der Nähe, der das gleiche Problem hat?

Teilweise verkaufen Händler auch einzelne Futtertiere, wobei das eher selten ist.
 
mador

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Hallo,
ich würde an deiner Stelle die Futtertiere in der kleinsten Größe kaufen, dann immer die größten raussammeln zum Verfüttern. Die übrigen kannst du dann reichlich füttern und für viel Platz sorgen, dann fressen sie sich auch nicht gegenseitig und du hast kaum Schwund. Wenn du die Futtertiere zusätzlich an einen etwas kühleren Ort stellst, dann wachsen sie auch sehr viel langsamer.
So kannst du sicher zwei oder drei verschiedene Futtertierarten zur gleichen Zeit anbieten.
Mehlwürmer, Wachsmaden und Steppengrillen lassen sich meiner Erfahrung nach auch in geringerer Anzahl ohne zu großen Aufwand züchten.
gruß Manu
 
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Camilla

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@chaya: Hab ich das richtig verstanden, du bietest also quasi 2 Wochen die eine Sorte an und wenn die leer sind eine andere Futtersorte?

@Tequila:
Vielleicht schaffst Du dir einfach noch ein paar mehr Tiere an?
Das hab ich auch schon überlegt :D , aber in nächster Zukunft wird das wohl erstmal nichts werden. Die beiden Kornnattern bekommen demnächst erstmal ihr großes Endterrarium (120x70x120) und die Wüstenrennmäues erwarten Nachwuchs. Vielleicht nimmt mir Ende des Jahres eine raue Grasnatter oder ein Phelsuma den Futtertierüberschuss ab, aber bis dahin...

Wenn du die Futtertiere zusätzlich an einen etwas kühleren Ort stellst, dann wachsen sie auch sehr viel langsamer.
Das hört sich sinnvoll an!
 
chaya

chaya

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Nee ich fütter einen Tag Heuschrecken, und bei der nächsten Fütterung dann Grillen, manchmal auch beides zusammen.
Futtertiere kühl stellen ist ne wirklich gute Idee.
 
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ctenopoma

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Hallo!

Eine Futtertierzucht kann sich dennoch lohnen.
Schliesslich willst Du nicht nur Heimchen und weiße Asseln füttern?
Die Zucht muss halt nur auf die Anzahl der Tiere zugeschnitten sein. Du musst ja keine 100 Drosophila-Ansätze machen, da reicht vielleicht einer.
Zudem kann man Erbsen- und/oder Weizenblattläuse in geringen Mengen züchten.
Bohnenkäfer und weiße Asseln dazu und fertig ist das Menue für 1 Woche.
Du wirst immer einen Überschuss an Futtertieren haben, allerdings ist der besser als zu wenig.
Alternativ wäre die Idee, die Futtertiere selber zu fangen.

Gruß

Ctenopoma
 
Michael79

Michael79

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Hallo ,

ich schließe mich meinem Vorredner an.
Eine Zucht kann auch im kleinen Stil Sinn machen und sich lohnen.
Bohnenkäfer lasse sich ohne großen Aufwand ziehen (werden nur nicht von allen Echsen als Futter akzeptiert)
Mehlkäfer lassen sich problemlos, z.B. in einem alten Aquarium, vermehren.
Drosophilas sind auch recht einfach, man kan sich ja hier auch auf 2-3 Ansätze beschränken und einen evtl. Überschuss an befreundete Echsenhalter abgeben.
Mauer und Kellerasseln kann man sich selber sammeln und auch erfolgreich halten und vermehren.
Wie du siehts ist es nicht unbedingt schwierig seinen Tieren eine Vielfalt an Futtertieren bieten zu können.
Gruß
Michael
 
Tequila

Tequila

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Hallo!
Du wirst immer einen Überschuss an Futtertieren haben, allerdings ist der besser als zu wenig.
Genau aus diesem Grund macht eine Futtertierzucht keinen Sinn, damit ist der Threadersteller auch nicht weiter als vorher.

Es dürfte am sinnvollsten sein, sich die Futtertiere mit jemandem aus der Nähe zu teilen, der das gleiche Problem hat. Mit Hilfe des Internets dürfte sich da schnell jemand finden lassen :).
 
C

Camilla

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Bei den Anleitungen zur Futtertierzucht, die ich bisher gelesen habe, wird immer versucht so viele Tiere wie möglich zu ziehen, damit auch ja immer was zur Verfügung steht. Das wäre ja in meinem Fall anders, da ich nicht so viel verbrauche.

Eigentlich gehts mir ja darum, viele verschiedene Tiere anzubieten und trotzdem dafür zu sorgen, dass möglichst wenig "Futterüberschuss" zustande kommt, der dann unnütz sterben muss.
(vielleicht sehe ich als Anfänger das ja auch etwas zu "naiv" oder wie man es nennen möchte :smilie:)

Alternativ wäre die Idee, die Futtertiere selber zu fangen.
Das hab ich auch schon gemacht, obwohl ich nicht sicher war, ob die dicke Fliege wirklich ins kleine Maul passt :shock: Hat aber geklappt :D

Es dürfte am sinnvollsten sein, sich die Futtertiere mit jemandem aus der Nähe zu teilen, der das gleiche Problem hat. Mit Hilfe des Internets dürfte sich da schnell jemand finden lassen :)
Die Idee finde ich ganz interessant! Gibts denn hier jemanden, der nördlich von Frankfurt a.M. wohnt und an so etwas interesse hätte?
 
Adonine

Adonine

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Hallo Camilla,
bei mir fing es auch harmlos mit einem "Pärchen" Lyg. Williamis an, waren dann aber doch zwei Männer, also kam noch ein Weibchen dazu, mein Mann hat sich in Eidechsen verguckt und so wächst unsere Reptilienanzahl ;-)

Analog dazu wächst auch meine Futtertierzucht.
Ich habe ganz einfache Futtertierzuchten da ich ja auch das Problem mit der gekauften Futtermenge und den doch recht wenigen Fressern habe, vor allem eben kleine Fresser.
Und ich einfach aufwendige Futtertierzuchten nicht geregelt bekomme :p

Die oben schon erwähnten Bohnenkäfer laufen einfach nebenher, hin und wieder Bohnen auffüllen, fertig. Je nach Menge der "Abnehmer" kann man die Zucht ja schon in einer Heimchendose betreiben.

Auch empfehlenswert sind Ofenfischchen. Die wachsen sehr sehr langsam, aber man hat immer mal schnelles Futter zur Hand, wo auch der Jagdtrieb ordentlich gefordert wird.
Ein Zuchtansatz und eine kleine Heizmatte sind billig auf einer Messe eingekauft.
Da sie aber doch sehr langsam wachsen, habe ich dort eine "recht große" Zucht und trotzdem zu wenig Ofenfischchen.
Deren Babies sind sehr winzig und damit auch für die ebenfalls winzigen Williamsi-Nachzuchten geeignet.

Erbsenblattläuse finde ich etwas nervig, man muss dauernd dran denken, einen neuen Ansatz Erbsen zu machen und wenn wir dann im Urlaub sind (wie jetzt die letzten zwei Wochen), dann ist der Ansatz futsch, vor allem, wenn man keinen reptilienverrückten Urlaubspfleger hat.
Sonst ist die Zucht sehr einfach und auch bei wenig Platz realisierbar. Da reichen dann auch schon kleine Heimchendosen. Und von der Größe her super für Nachzuchten.
(Wenn ich so darüber schreibe, werde ich auf der Messe doch wieder einen Ansatz kaufen und mir einfach eine Erinnerung im Kalender setzen mit den neuen Erbsen :D)

Ich versuche mich auch immer in der Steppengrillenzucht, da die "kleinen" Steppengrillen, die man käuflich erwerben kann, sehr schnell zu groß sind. Aber irgendwie klappt das nur sporadisch.
Alternativ gebe ich die adulten Grillen dann dem Bruder meiner Nachbarin, er hat 2 Leos.
Heimchen kommen mir nicht mehr ins Haus!

Was ich gar nicht empfehlen kann, ist die total einfache (Haus)Mottenzucht, realisierbar in jeder Küche oder Müslipackung. Die kann recht schnell überhand nehmen :teufel5:

Die Idee mit dem Futter teilen finde ich klasse. Leider leider wohne ich im tiefen Süden, sonst wäre ich sofort dabei.

Hoffe, ich konnte etwas helfen und habe nicht zuviel geschrieben.

Gruß
Adonine
 
Thema:

große Futtertierauswahl - wie realisieren?

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