Brachypelma smithi Spiderlinge - nichts für Anfänger?

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Calina1

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Hallo zusammen. :hi:

Ich bin ganz neu im Forum und neu im Vogelspinnen-Hobby.
Eine Vogelspinne besitze ich noch nicht, möchte mir aber eine Brachypelma-Art oder eine Avicularia-Art anschaffen.
Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob man sie sich schon im Spiderling-Alter als Anfänger halten kann.

Unteranderem hab ich mir das Buch GU Tierratgeber Vogelspinnen von Volker von Wirth durchgelesen:
" Als Anfänger in der Vogelspinnenhaltung wollten Sie wahrscheinlich zunächst nicht züchten, sondern sich "nur" mit der Haltung und Pflege der Tiere beschäftigen. Ihnen rate ich zu einem noch nicht adulten Tier. Am besten wählen Sie eine weibliche Spinne, die etwa halb so groß ist wie ein erwachsenes Weibchen..." (S.17)

Jetzt hab ich allerdings von einer Tierauffangstation gehört, dass sie Spiderlinge der B. smithi abzugeben hat, weil der Züchter sie nicht alle halten konnte. (Ich weiß nicht wie alt die Spinnen sind, es war nur von B. smithi Spiderlingen die Rede.)
Jetzt schreibt Volker von Wirth, dass die Haltung von Spiderlingen für Anfänger nicht ratsam wäre:
" Die Pflege von Spiderlingen kann ich dem Anfänger nicht empfehlen, da die kleinen Spinnchen oftmals sehr hohe Ansprüche an die Temperatur und Luftfeuchtigkeit stellen. Sie reagieren sehr empfindlich, wenn sie keine optimalen Bedingungen vorfinden..." (S.17)

Würdet ihr dem zustimmen oder kommt das wieder auf die Art an?
Ist die Haltung von Spiderlingen wirklich nicht ratsam für den Anfänger?

Gruß

Calina
 
Blacksaidwhite

Blacksaidwhite

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AW: Brachypelma smithi Spiderlinge - nichts für Anfänger?

Hi Calina!

Schön, dass Du Dich da schon vorher informierst!

Der Vorteil an einem juvenilen Weib ist, dass man es noch wachsen sieht, während sie aber schon aus dem "Gröbsten" raus ist und man noch nicht mit einem so großen und vielleicht beängstigenden Tier umgehen muss. Allerdings sind die jüngeren gern mal flitziger als die älteren "Klopper".

Bei der Haltung kommt es auf die Art an UND darauf, wie viel Kopf willst Du Dir um die Haltung machen. Es gibt sicher die unproblematischen Spinnlinge und die potenziell empfindlicheren.

Ich selbst habe von Anfang an mir nicht so viel Sorgen gemacht. Als richtig kleine (1. bis 4. Nymphenstadium [1-4N], auch Fresshaut genannt) habe ich A. geroldi, C. fasciatum, H. guttata (3x) und P. smithi bekommen. Ausgrechnet 2 der 3 kleinen guttata sind mir in einer Häutung steckengeblieben und verendet. Habe ich vermutlich fälschlich zu trocken gehalten. Alle anderen sind bisher problemlos aufzuziehen.

Die Empfindlichkeit von Avicularia-Slings wird von einigen angezweifelt. Ich kann wie gesagt nur von einem Fussel sprechen und er lebt auch noch.
Da Du Dich ja gut zu informieren scheinst, würde ich sagen, es spricht bei Dir nichts dagegen. Es sei denn, Du hättest nicht so große Lust, vermehrt auf die kleinen zu achten. Es ist klar, die haben weniger Reserven in Sachen Feuchtigkeit und Futter als ne juvenile oder adulte Spinne. So ab ca. 1 cm KL würde ich eine Spinne als "aus dem Gröbsten heraus" bezeichnen.
Brachypelma-Nachwuchs sollte eh nicht so empfindlich sein. Ich habe selbst gerade ne Mini-klaasi und die verhält sich genau so wie eine meiner größeren Tiere.

Noch was Persönliches: Wenn ich von einem Anfängerwunsch lese, man wolle Brachypelma oder Avicularia, dann denke ich mir immer, dahinter stecken verstaubte Empfehlungen. Nicht bös gemeint.;)
Klar, nun ist die Gelegenheit da, an smithi zu gelangen. Aber schau Dich ruhig mal durch den Artenteil, es gibt einfach zu viele schöne Arten, die es sich lohnen zu halten, und im Endeffekt kann man die auch als Anfänger halten, wenn man mit der richtigen Einstellung herangeht und schnell ein Gefühl für die Tiere entwickelt. Lass Dich nicht von angeblichen Aggressionsberichten oder Schlimmeres-Gift-Geschichten irritieren. Du kannst im Grunde die Tiere nehmen, die Dir gefallen. Und ganz subjektiv, es gibt wirklich spannendere und mindestens genau so schöne Gattungen wie Avicularia...
 
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Calina1

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AW: Brachypelma smithi Spiderlinge - nichts für Anfänger?

Hallo Blacksaidwhite,

danke für deine schnelle Meldung. :)

Was die VS-Auswahl betrifft so hast du völlig Recht. Im Grunde kann man sich jede Art anschaffen, wenn man sich intensiv mit den Bedürfnissen dieser Art beschäftigt. Vor allem geht es mir darum mit einer ruhigen Art anzufangen. Brachypelma- und Avicularia-Arten sollten in der Pflege nicht so empfindlich sein. Auch ihr Verhalten wäre im Allgemeinen friedlicher als z.B. von asiatischen Arten. (Allerdings haben mir schon viele Pfleger gesagt, dass es wieder auf den Charakter des Tieres ankommt.) Sogar unter den B. smithis soll es regelrechte "Zicken" geben, die bei jeder Störung ihre Brennhaare abstreifen, während andere überhaupt nichts machen. :|

Was das Aufziehen von Spiderlingen betrifft war ich mir nur unsicher, weil die Aufzucht nicht so leicht wäre wie z.B. mit der Einhaltung der Luftfeuchtigkeit o.ä.
Allerdings konnte ich mit der Aufzucht unserer heimischen Hauswinkelspinne (Tegenaria Atrica) Erfahrungen machen.
Vor einigen Monaten hatte ich einen Kokon (deren Mutter in der Natur einer Kugelspinne zum Opfer gefallen ist) an mich genommen und einige Spiderlinge aufgezogen. Jetzt sind sie knappe 8 Monate alt und fast erwachsen. :party:
Soweit kann ich mir in etwa vorstellen wie das Aufziehen von Spiderlingen sein könnte. Regelmäßig füttern (in diesem Fall war es mit Fruchtfliegen) und oft Wasser geben. Nur war ich mir nicht sicher, ob man dies mit der Aufzucht von Vogelspinnen vergleichen kann, weil sie eine bestimmte höhere Luftfeuchte und empfindlich auf Temperaturschwankungen reagieren würden.
Hauswinkelspinnen-Spiderlinge hab ich bei normaler Zimmertemperatur (ca. 18-20°C, im Sommer höhere Temperaturen) und Raum-Luftfeuchtigkeit zw. 40-50% aufgezogen.
Aber brauchen Vogelspinnen-Spiderlinge immer konstante Temperaturen oder sind Schwankungen von z.B. 18°C (an kalten Tagen) problematisch wenn man (aus Versehen) nicht die Heizung an hat?
Auch mit der Unterbringung bin ich mir nicht sicher, ob z.B. Filmdosen oder Heimchendosen ausreichen würden. Müsste man öfter lüften um Schimmel zu vermeiden?

Über Tipps wäre ich sehr dankbar.

Gruß

Calina
 
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