Anmelden einer Zucht

Diskutiere Anmelden einer Zucht im Zucht Forum im Bereich Geckos; Hallo Gemeinde, ich habe da mal die Frage, ob ich einen Zuchtgenehmigung vom Amt braucht, wenn ich von meinen Lygodactylus Nachwuchs bekomme, und...
Geckomanie

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Hallo Gemeinde,

ich habe da mal die Frage, ob ich einen Zuchtgenehmigung vom Amt braucht, wenn ich von meinen Lygodactylus Nachwuchs bekomme, und die dann Verkaufe. Auf der DGHT Homepage ist es so hinterlegt, dass man dann auch einen Schachkundenachweis vorweisen muss. Gilt das für alle Arten oder nur bei geschützten oder gefählichen Arten oder gar nicht?

Gruss
Robert
 
06.12.2009
#1
A

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Gast

Schau mal hier: Anmelden einer Zucht . Dort wird jeder fündig!
Zahnfeechen

Zahnfeechen

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Du brauchst da nix. ;) Wenn Arten geschützt sind musst du halt das entsprechende Formular den Käufern mitgeben usw.

Der § 11 ist nur für gewerbliche Händler.
 
miesebummel

miesebummel

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Am Besten fragt man da glaub ich bei den örtlichen Ämtern durch, ich dreh da mittlerweile schon durch... Ich fasse mal zusammen, was mir jetzt gemailt wurde:

Mit wurde hier mitgeteilt, dass meine Leopardgeckozucht dem örtlichen Ordnungsamt gemeldet werden muss. Ebenso dem Finanzamt, da man ja die Absicht hat Gewinn zu erzielen. Sollte das Finanzamt dann am Ende des Jahren feststellen, dass man da nicht wirklich viel (falls überhaupt) Gewinn macht, dann lässt das Finanzamt das als "Liebhaberei" laufen und ich muss dann keine Zahlen mehr melden, bis sich was ändern sollte.

Sollte man das Ganze gewerblich anmelden, so muss der §11 TSchG gemacht werden, unabhängig von der im Paragraphen angegeben Tieranzahl. Zitat: "In dem
Moment, in dem eine solche Zucht gewerblich angemeldet wird, ist sie
gewerblich, egal wieviele Tiere gezüchtet werden."

Mir raucht auf jeden Fall vor lauter Mails mächtig der Kopf.. und dass nur weil ich alles offiziel und ganz richtig machen will :mad:
 
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Sioux

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Hi Robert,
die Frage ist ja auch, ab wann der Verkauf als gewerblich gilt. Ich bin mir nicht sicher aber ich habe irgendwo irgendwann einmal gelesen, daß der Umsatz 3000 Euro betragen muß. Wie gesagt, bin mir dessen aber nicht wirklich sicher.

Davon mal ab...wer soll dich als Hobbyzüchter überprüfen. Die Zahlungen erfolgen oftmals bar vor Ort oder auf Messen, etwaige Überweisungen kann man anders deklarieren...Sicherlich ist Vorsicht die Mutter der Prozellankiste aber ganz ehrlich, solltest du den Gedanken hegen ein Gewerbe anmelden zu wollen, so verwerfe ihn lieber. Ich erkläre dir gern per PN warum.

Was den Verkauf artgeschützter Tiere betrifft, gibt es auch keine Probleme, wenn du lediglich Hobbyzüchter bist. Gibst halt, wie Zahnfeechen oben beschrieben hat, ne Bescheinigung mit, meldest die Tiere ab und der Käufer meldet die Tiere an. Ein Sachkundenachweis ist hierfür nicht erforderlich.

Im übrigen ist ein Sachkundenachweis nie verkehrt. Wenn du die Möglichkeit hast, diesen zu erlangen, so kann ich dir nur den Tip geben das zu tun.
 
Zahnfeechen

Zahnfeechen

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Am Besten fragt man da glaub ich bei den örtlichen Ämtern durch, ich dreh da mittlerweile schon durch... Ich fasse mal zusammen, was mir jetzt gemailt wurde:

Mit wurde hier mitgeteilt, dass meine Leopardgeckozucht dem örtlichen Ordnungsamt gemeldet werden muss. Ebenso dem Finanzamt, da man ja die Absicht hat Gewinn zu erzielen. Sollte das Finanzamt dann am Ende des Jahren feststellen, dass man da nicht wirklich viel (falls überhaupt) Gewinn macht, dann lässt das Finanzamt das als "Liebhaberei" laufen und ich muss dann keine Zahlen mehr melden, bis sich was ändern sollte.

Sollte man das Ganze gewerblich anmelden, so muss der §11 TSchG gemacht werden, unabhängig von der im Paragraphen angegeben Tieranzahl. Zitat: "In dem
Moment, in dem eine solche Zucht gewerblich angemeldet wird, ist sie
gewerblich, egal wieviele Tiere gezüchtet werden."

Mir raucht auf jeden Fall vor lauter Mails mächtig der Kopf.. und dass nur weil ich alles offiziel und ganz richtig machen will :mad:
Ganz ehrlich? Das hätte ich mal schön gelassen...kann dir auch gerne per PN sagen warum.
 
Tulipallo

Tulipallo

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Hm, in Österreich müßtest du sowieso jedes einzelne Reptil behördlich anmelden. Dann hätte sich die Frage erledigt. Mir wurde mitgeteilt, daß sie in unregelmäßigen Abständen die Zahl der abgegebenen NZ mitteilen soll, damit sie einen Überblick über den Gesamtbestand haben können. Sie wollen wissen, ob die angemeldeten NZ in etwa den produzierten entsprechen. Das Thema Gewerblichkeit wird vom Veterinäramt eigentlich nicht weiter verfolgt.

Die Sachkundeprüfung für Gewerbliche in Deutschland hats aber in sich. Da hättest du echt gewaltig viel zu lernen!

Wenn sich das Finanzamt für deine Privatzucht interessiert, müßten die im Zweifel erstmal nachweisen, daß du damit Gewinn erwirtschaftet hast.
 
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mika-13

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@ Sioux:

Die Frage ist ja auch, ab wann der Verkauf als gewerblich gilt. Ich bin mir nicht sicher aber ich habe irgendwo irgendwann einmal gelesen, daß der Umsatz 3000 Euro betragen muß. Wie gesagt, bin mir dessen aber nicht wirklich sicher.
3000 Euronen sind viel zu hoch! Bei uns im Landkreis ist die Schmerzgrenze 400 Euronen, das weiß ich von einem befreundeten Schildkrötenzüchter! Und der sammelt jeden (!) noch so kleinsten Rechnungsbeleg und muss zudem noch 11und90% Buch führen für die Steuererklärung. Und er braucht keinen §11TierSchG - jedenfalls hat da noch niemand nachgebohrt.

Hier mal ein Auszug:

12.2.1.5 avvtschg:
Gewerbsmäßig im Sinne der Nummer 3 handelt, wer die genannten Tätigkeiten selbständig, planmäßig, fortgesetzt und mit der Absicht der Gewinnerzielung ausübt. 12.2.1.5.1 Die Voraussetzungen für ein gewerbsmäßiges Züchten sind in der Regel erfüllt, wenn eine Haltungseinheit folgenden Umfang oder folgende Absatzmengen erreicht:
- Hunde: 3 oder mehr fortpflanzungsfähige Hündinnen oder 3 oder mehr Würfe pro Jahr, - Katzen: 5 oder mehr fortpflanzungsfähige Katzen oder 5 oder mehr Würfe pro Jahr, - Kaninchen, Chinchillas: mehr als 100 Jungtiere als Heimtiere pro Jahr, - Meerschweinchen: mehr als 100 Jungtiere pro Jahr,
- Mäuse, Hamster, Ratten, Gerbils: mehr als 300 Jungtiere pro Jahr, - Reptilien: mehr als 100 Jungtiere pro Jahr, bei Schildkröten: mehr als 50 Jungtiere pro Jahr.

Und dafür bräuchtest Du genau genommen den §11 Abs. 1 Nr. 3a TierSchG, das ist schon richtig.

Will jetzt keine Werbung machen, aber das Buch "Tierrecht" von Jörg John ist da nicht schlecht. Der Autor ist Anwalt mit Tierrecht als Fachgebiet.
In dem Buch steht alles drinnen, was jeder Käufer und auch Verkäufer diesbezüglich wissen sollte.

@ miesebummel:

Mit Gewinnerzielung selbst dürfte das nicht viel zu tun haben. Da spielen im Ernstfall noch andere Gesetze mit rein. Wenn Dein Finanzamt das als "Liebhaberei" so regelt, dann stressen die sich nicht wirklich rein und "tolerieren" es wahrscheinlich.
 
S

Sioux

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Mika ist das nicht ein wenig widersprüchlich, wenn bei euch die Schmerzgrenze bei 400 Euro liegt...schließlich heißt es doch bei der Gewerbsmäßigkeit
- Reptilien: mehr als 100 Jungtiere pro Jahr

Das würde ja im Klartext heißen, daß ihr in eurem Landkreis weniger als 100 Jungtiere verkaufen dürftet, um nicht die Schmerzgrenze von 400 Euro zu übersteigen. Es sei denn, ihr verkauft etwaige Reptilien für 4 Euro :confused:
Verstehst du was ich meine? Etwas wirr geschrieben, jedoch klar gedacht ;)

Ich kann mir das mit der 400 Euro Grenze nicht wirklich vorstellen, laß mich aber gern eines besseren belehren.
 
DasFreak

DasFreak

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Och meine das 2000 die grenze war, bin mir aber nicht sicher ^^
 
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Sioux

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Ne, jährlich meinte ich....na dann kommt das ja annähernd hin.
 
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mika-13

Gast
Ich hab die Antwort :" ab 400,-Euro/Jahr Verkaufseinnahme meldepflichtig" - so ist es jedenfalls bei unserem Finanzamt. Also doch im Jahr.

Dass sich das natürlich mit der Verwaltungsvorschrift TierSchG beißt, seh ich auch, aber ich kann leider auch nicht sagen, wie unser Finanzamt darauf kommt und welche Unterlagen es für diese 400 Euro/Jahr hat. Mein Bekannter kommt jedenfalls über die angegebenen NZ, soviel weiß ich. Er hat immer um die 200 Schildis/Jahr...
 
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xXTheRoosterXx

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Heißt das, ich muss das schon melden, wenn ich zB ein Pärchen Sphaerodactylus ... für um die 500€ verkaufe? Jetzt mal so als Beispiel.
 
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mika-13

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@ xXTheRoosterXx:

Wer lang fragt, geht lang irr... - alter Spruch! :D
 
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xXTheRoosterXx

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^^War ja nur so ne Frage, denn die 400€ erscheinen mir ziemlich mikrig.
 
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mika-13

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Ja, mir auch - aber ich kann nur das weitergeben, was ich von meinem Bekannten weiß und deswegen auch nur von unserem Finanzamt vor Ort sprechen.
 
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xXTheRoosterXx

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Naja dein Spruch passt da wohl am Besten. Man muss halt nicht alles an die große Glocke hängen.^^
 
Hognose

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Ihr wißt aber schon, dass diese Summen als Reingewinn gesehen werden müssen?
Also abzüglich Strom, Futter, Kotproben, Terrarien und neuer Zuchttiere.
Am besten das Geld das mit den Nachzuchten erwirtschaftet wird, immer wieder in die Tiere stecken. Somit gibts keinen Gewinn.
Das wird aber fast jeder Hobbyzüchter so handhaben :smilie:

Lg, claudia
 
bildertattoo

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Das wird dann wahrscheinlich wieder von FA zu FA zu Landkreis und zu Bundesland anders sein! Alltäglicher Bürokratiewahnsinn!!
 
Tulipallo

Tulipallo

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Und selbst wenn es dann anmeldepflichtig ist, Claudia hat schon recht. Zudem muß man jede neue Anschaffung gegenrechnen. Und bis man die Anschaffung eines Terrariums inkls. Einrichtung, Leuchtmittel, Betriebskosten, Bepflanzung etc. abgeschrieben hat, zieht sich das hin. Ich kann mir nicht vorstellen, daß ein Hobbyzüchter, der NETTO im Monat vll seine 150 Eur behält (wofür ziemlich viel Arbeitsaufwand und/oder Investitionskosten nötig sind), im Zielfokus des Finanzamtes liegt. Und wenn doch, sind die Herrschaften sicherlich bereit, jede Woche eine Stunde Fachberatung zu leisten, wie man das ganze auch gewinnbringend und aaaabsolut gesetzeskonform aufziehen kann. ;) ;) ;)
 
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