Warmblütigkeit bei Dinosauriern?

Diskutiere Warmblütigkeit bei Dinosauriern? im Literatur und Haltungsberichte Forum im Bereich Terraristik; Hier, ich habe eben einen netten Artikel erspäht, inkl. Verweis auf den zugrundeliegenden Forschungsbericht. Die haben mehrere Methoden...
Tulipallo

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Hier, ich habe eben einen netten Artikel erspäht, inkl. Verweis auf den zugrundeliegenden Forschungsbericht. Die haben mehrere Methoden kombiniert, um herauszufinden, ob Dinos nun warm- oder kaltblütig waren.

Sie gehen im Wesentlichen davon aus, daß es wohl beides gegeben hat und suchen nach Hinweisen, wie man das rückschätzen kann.

http://www.sciencedaily.com/releases/2009/11/091110202853.htm

Könnte mir vorstellen, daß Warmblütigkeit in Kombination mit dem schnell auskühlenden Reptilienkörper eine sehr verschwenderische Sache war und die jeweiligen Spezies sehr schnell verhungert sind. Erst die Entwicklung des Fells bei Säugetieren in Kombination mit Wärmeproduktion schien lohnenswert zu sein, v.a. für kältere Klimabedingungen.

Und gleich dazu ein Bericht, daß wärmeres Klima die Lebensspanne von Kaltblütern verkürzt:

http://www.sciencedaily.com/releases/2009/07/090727191906.htm

Also, liebe Freunde der Schuppenträger, halltet eure Schützlinge eher zu kühl als zu heiß. Ihr habt dann länger Freude an ihnen! ;)
 
11.11.2009
#1
A

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eisbzs

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bei -18°C halten die sich sogar ewig:D

aber davon mal abgesehen, selbst wenn das 100% korrekt ist und den tatsachen entspricht, ich weiß nicht, ob das so toll für die tiere ist, zu kühl gehalten zu werden.
sonst würden die von allein in skandinavien leben, das hätte die natur dann schon so eingerichtet.
 
Tulipallo

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*gg* wer spricht denn von arktischem klima ;)

na, da sprinzip ist einfach: höhere temperatur, höhere reaktionsgeschwindigkeiten. faustformel für proteinaktivitäten: temp. +10°C = doppelte geschwindigkeit. bis etwa 37/40 °C, dann denaturierung --> exitus.

sinkt die temperatur zu sehr, sinkt die reaktionsgeschwindigkeit soweit ab, daß die lebenserhaltungsfunktionen aussetzen --> erfrieren. das ist bei reptilien ja später der fall als bei uns. weniger als etwa 10°C bedeutet nunmal winterruhe/starre oder tod.

gemeint ist vielmehr so ein unterschied wie 29°C oder 25°C. sind 4°C Differenz und kann damit vll 15% lebenszeitverlängerung bedeuten, auch wenn das reptil nicht so krabbelfreudig ist.
 
eisbzs

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war auch nicht so ernst gemeint mit den -18°C.
aber prinzipiell vertrete ich die meinung, das die natur sowas eigentlich am besten regelt. wenn mutter natur der meinung ist, das die tiere im kühleren klima bessere chancen hätten sich zu vermehren (ist ja das bestreben der natur, hier wäre das durch längere lebensspanne möglich), dann würden wir reptilien auch in kühleren breitengraden der erde vorfinden.
vermutlich wären sie dort dann sogar häufiger anzutreffen, als in den warmen regionen.
aber das prinzip der kürzeren lebensspanne durch die reaktionsgeschwindigkeit von proteinen ist natürlich auch richtig. läßt sich ja leicht nachvollziehen, unter anderem auch an kleinen säugetieren, deren körpertemperatur höher liegt als unsere, daher haben sie auch eine kürzere lebenserwartung. ratten zum beispiel leben etwa 3 jahre, körpertemperatur liegt hier bei knapp über 38°C.
von daher ist da schon was dran an den aussagen.
 
Tulipallo

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Es gibt einen linearen Zusammenhang zwischen dem Ruhepulsschlag eines Lebewesens und dessen Lebenserwartung. Kann die Literatur grad nicht zitieren, aber sie haben das ganze statistisch sehr ausgiebig erfasst. Bsp.: Mäuse (Puls über 200/min) und Elefanten (35? 40?)

Vermehrungschancen und Überlebenschancen sind ja nicht gleichzusetzen. Nur weil etwas bei weniger Temperatur vll länger überlebt oder durch Wärmeproduktion in kälteren Regionen mehr Agilität besitzt, als andere Reptilien, muß das ganze ja nicht glöeich erfolgreich sein. Es ist halt einfach erstmal nur "möglich" *gg*

Bin gespannt, wie der Wissenstand über diese Sache in 10 Jahren ist.
 
Bephza

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mh.... klingt alles interessant. ich habe zwar nicht deine artikel oben gelesen, aber ich weiß das sie bei einem pflanzenfressenden saurier der kreidezeit eine große aorta gefunden haben. d.h. das er sprinten konnte, und somit einen hohn energieverbrauch hatte.... ich reime mir das alles so zusammen (ich hab schon vieles gelsen, daher der reim) das sich die saurier erst im laufe der evolution zu warmblütern entwickelt haben, denn denkt man an den superkontinent pangäa, wäre es sinnfrei dort ein warmblüter zu sein, aber denkt man wiederum an die kreidezeit, in der es klimatisch rund ging, war es schon eher vom nutzen eine gleichbleibende körpertemperatur zu haben, deshalb haben auch viele saurier nach neuen erkenntnissen federn getragen um die wärme spreichern zu können die sie vllt aufgenommen oder gar produziert haben. denn wenn ich so nach denke wenn ein 7tonnen brachiosaurus kaltblütig wäre, bräuchte er verdammt lange um auf betriebtemperatur zu kommen wenn es die nacht sehr kalt war. aber wiederrum spricht dagegen das einige vorscher der meinung sind die viecher seien mehr als 100 jahre geworden, was gegen das warmblütige spricht und den riesigen körper.

so verspätet, aber mal meine gedanken dazu sind nun auch da.

mit den gckos oder den reptilien wie man die nun besser hält da streite ich mich lieber nicht dazu mit.... das artet aus.
 
Tulipallo

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Das mit der Körpergröße war vor allem die Kombination aus zwei Vorteilen: Wärmespeicherung (Große Objekte kühlen nunmal viel langsamer aus. V.a., wenn die Durchblutung nach innen zentriert wird. Das machen Geckos ja auch. Lass mal einen mittelgroßen Gecko auf deiner Hand schmusen. Der saugt dir regelrecht die Wärme ab, in dem er kaltes Blut in die Bauchdecke pumpt. Nach 2 min ist deine Hand eiskalt und der Gecko warm ;)

Auf die Weise kann der Brachiosaurus vermutlich bis spät in die Nacht Wärme halten. Zudem: Nie vergessen: Auch ein kühler Taggecko mitten in der Nacht kann noch verdammt schnell flitzen, wenn man ihn erschreckt.

Zweiter Vorteil: Großes Tier = Mehr Kraft, sich zu wehren. Feind größer: Mussu wachsen und selber stärker werden. Das Spielchen geht bis zu gewissen Grenzen. Die großen Säuger wie Elefanten sind ja auch nur noch am Fressen, um ihren Energiebedarf zu sättigen.

Na, die Reptilienhaltung und die Temnperatur sagt MIR für die Haltung, daß sie vielleicht krabbelfreudiger werden, wnen ich sie warm halte, sie mir aber auch früher das zeitliche segnen. Demnach sollte man sie m.M.n. nicht zu warm halten. Lieber 2,3 °C weniger. Und wenn sie dann zu dunkel gefärbt sind zund zu inaktiv sind, bekommen sie halt doch 1-2 °C mehr. Solang, bis es passt. Entscheidend sollte das Wohlbefinden des Tieres sein. Ich mein: Welche Freude hätte man an einem Reptil, daß man z.b. 25 statt 18 Jahren halten kann, wenn das bedeutet, daß man es statt 3 nun 6 Monate in Winterstarre hält (zzgl. kurzer Warmphase zum Zwischendurchfüttern)...
 
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