Meine Chaostruppe

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Tulipallo

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Hai,

ich muß euch mal ein paar neue Bilder meiner Chaoten hier zeigen. Grad eben frisch geknipst. Nepomuk, mein C. turneri-Männchen hatte höchstes Interesse an dem baumelnden Faden an der Kamera. Und meine Nase ist ja ohnehin Zielobjekt Nr. 1... :D
Wegen dieser Poserei nenn ich die beiden übrigens meine Kletterdrachen.
Hach, ich liebe die kleinen :teufel6:
 

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Daniel

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Sehr schöner Kerl, fehlt nur noch das er Feuer speit:D.

LG Daniel
 
GoldiCyra

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gut genährt deine turneri *schmunzel*
 
Tulipallo

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Danke :)

Ich hab sie eine ganze Weile wesentlich knapper mit dem Futter gehalten. Resultat: Das Männchen hat den halben Bodengrund auf Futtersuche umgeschachtet (obwohl er nicht wirklich mager war). Nun hats zwei Wochen lang immer wieder dicke Zoophobas gegeben, die Blutmilben bin ich dank Frontlinespray endgültig los und die beiden sind ruhig geworden und machen wieder Paarungsversuche.

Was mich so beeindruckt, ist, daß die beiden sich wirklich genauso benehmen, wie Drachen in Filmen. Selbst die Beute schnappen sie sich gern im Sprung. Ihr neuestes Hobby: So herzhaft in die Heimchen beißen, daß es bis an die Frontscheibe spritzt. Bin ständig am Putzen *g*
 
Tulipallo

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ja, ist etwas eklig..
eine nette kleine Alternativbeschäftigung zum Heimchenjagen habe ich aber für sie gefunden:
Die Abdeckung des Terras hat etwa 5mm Maschenweite. Mehlwürmer fallen da nach einer Weile durch. Also kippe ich hin und wieder einige Würmer aufs Gitter und die Geckos freuen sich einen ab, daß es auf einmal alle paar min Futter regnet. Immer dann, wenn wieder ein Wurm den Halt verloren hat.
 
GoldiCyra

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lach auch eine gute Idee die kleinen Trampelgeckos zu beschäftigen
 
Hummel128

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Die sehen ja cool aus.
Sollte ich nur besser nicht meinem Sohnemann zeigen, der steht nämlich total auf Drachen... und eine gewisse Ähnlichkeit lässt sich nicht verleugnen...

Nur die Hobbys der beiden, die scheinen wohl ein wenig gewöhnungsbedürftig zu sein... :D
 
Tulipallo

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Nja, als nachwuchstauglich würde ich diese Art nicht bezeichnen. Wenn die sich genervt fühlen, verstecken sie sich und kommen eine ganze Weile nicht mehr aus ihrem Versteck. Man erwartets von den Bildern zwar kaum, aber sie sind ziemlich scheu. Mein Männchen ist neugieriger und kommt auch mal auf wenige cm heran, klettert sogar manchmal auf die Hand. Aber dafür hat es viel Geduld gebraucht.

Bei dieser Art gibt es einige Unterarten und verschiedene Lokalpopulationen. Das macht sich im Aussehen bemerkbar. Die langen Tuberkelkiele, die sie so drachenähnlich machen, sind offenbar nicht ganz so häufig.
 
Tulipallo

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Hab das Buch grad nicht hier. Die Subspezies stehen in Mirko Barts "Dickfingergeckos" erklärt und die Literaturverweise stehen da auch drin. Die Lokalpopulationen sollen laut ihm noch nicht gelistet sein.
Ich habe selbst eine Weile verschiedene Wildfänge im Zooladen betrachtet und konnte jedesmal Variationen sehen. Lange Tuberkelkiele/kurze, Schnauzenlänge etc. Aber es gab immermal wieder Tiere mit denselben Eigenschaften. Alle waren aus Tansania, soweit ich herausfinden konnte.
 
C

Christian Schneider

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Seitdem hat sich einiges getan. Soll heissen, meines Wissens nach gibt es keine Unterarten mehr.

Lokalformen sind natürlich unbestritten.

Gruss
Chris
 
Tulipallo

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In dem Fall bin ich sehr interessiert, darüber Fachartikel zu finden. Weißt du zufällig einen? Die alten Artikel sind leider für die allermeisten Unibibliotheken nicht zugänglich. Die Zeitschriften scheinen zu unwichtig zu sein :/ Ich habe nur einmal einen gefunden, wo sie die Namib sand geckos (so hießen sie ,glaub ich, in dem Paper) gelistet und unterschieden haben. Und zwar an den Unterschieden ihrer Haftfüße. Das bezog sich aber nicht im Detail auf C. turneri, sondern war allgemeiner gehalten.

Es ist schön, wenn es neue Ergebnisse gibt. Nur wenn sie nicht verfügbar sind, kann man nicht darauf zugreifen und sich daran halten. Bei der Zoologie scheint das ein verbeitetes Phänomen zu sein :(
 
C

Christian Schneider

Gast
z.B. hier:

Bauer, A.M. & Lamb, T. 2005. Phylogenetic relationships of southern African geckos in the Pachydactylus group (Squamata: Gekkonidae). Afr. J. Herpetol. 54 (2): 105-129

Das Literaturverzeichnis dieses Artikels ist auch recht ergiebig.

Hilfreich: http://www.jcvi.org/reptiles/search.php

Mit "namib sand gecko" könnte Pachydactylus rangei (ehemals Palmatogecko rangei) gemeint sein.

Sehr viele Artikel sind im Internet verfügbar.
 
Tulipallo

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ich habe vorwiegend über pubmed gesucht und nur wenig gefunden. das afr. j. herpet. war über den uni server bielefeld, wo ich zuletzt gewohnt habe, nicht zugänglich. hier in linz hab ichs noch nicht getestet, aber immerhin gibts hier auch eine biofakultät, also hab ich gute hoffnungen..

ja, ich bin mir sehr sicher, daß es um den palmatogecko ging. bin leider immer noch in der uni und kanns nicht nachschauen. :/

die database gefällt mir schonmal. auf ins literaturgewühl :D

und je länger ich nach sauberen klassifikationen suche, desto mehr komme ich zu dem schluß, daß ich meine tierchen besser nach einem eigenem system benenne, bis die chondrodactylen, pachydactylen mit all ihren subspezies mal sauber sequenziert sind. das ist ja genau dasselbe chaos, wie bei den mineralien. keine kristallstruktur = keine anerkennung. und dennoch laufend umbenennungen.. narfnarf :/
also ich wär für dracosaurus nepomukensis var. horribilis. XD

tatsache ist, daß meine beiden herrlich spitze tuberkel haben und das ziemlich toll aussieht :)
und daß bei meinem weibchen die schnauze nicht mehr weitergewachsen ist und nun eine kürzere, zartere hat, als ihr kerl. wirkt voll niedlich. *g*
 
Tulipallo

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hm, ok, der uniserver unibib linz sagt: kein zugriff aufs afr. j. herpet.

und direkt über die zeitschriftenseite läuft auch nichts ohne passwort: http://www.journals.co.za/ej/ejour_ajherp.html

das meinte ich: wenn so kellerzeitschriften nicht verfügbar sind, helfen den autoren die nützlichsten publikationen nicht.. und dem leseinteressenten auch nicht *seufz*

loool: Ich kann dafür das African Journal of Urology lesen. Gibt es urinbasierte Klassifikationen von Geckos? *gg*
 
Tulipallo

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Danke! Ist geladen, gedruckt und wird noch gelesen, bin noch nicht dazu gekommen!


Hab eben mein L. williamsi - Männchen geknipst. Extrem, wie blau der geworden ist in den letzten 8 Wochen... Meint ihr, da kommt noch mehr? An manchen Tagen hat der sogar einen leichten violett-Stich an der Bauchunterseite, v.a., wenn er Paarungsversuche macht.
Die Farben sind nicht nachbearbeitet am Rechner. Bin schwer begeistert von dem Burschen. :)
Apropos: der hatte schon eine Wampe, als ich ihn bekommen habe, und wird auch nach einigen Tagen hungern nicht dünner :p

Das zweite Bild zeigt Aurora, mein erstes williamsi-Weibchen, nachdem sie sich gierig gleich zwei Mehlwürmer gekrallt hat und nicht mehr rausrücken wollte. Nachdem ich sie sehr dünn bekommen habe, bin ich froh, daß sie nun schön kräftig ist, wird aber nun erstmal auf leichte Diät gesetzt..
 

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Tulipallo

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Edit: Frisch gelesen. Danke nochmal für den Link! Also ist C. turneri eine evolutionäre Neuerung verglichen mit C. bibronii, was die bessere Anpassung von C. turneri und seine höhere Verbeitung über Südafrika erklären könnte. :)
Über die weitere Unterteilung von C. turneri ist in dem Artikel allerdings keine Rede.. das hieße, die Klassifikation aus Mirko Barts Buch muß nicht zwangsläufig irrtümlich sein!?

Den anderen Artikel, den ich meinte, findet man übrigens in:
Footprints in the sand: independent reduction of subdigital lamellae in the Namib-Kalahari burrowing geckos, Lamb, Bauer, Proc. R. Soc., 2006, 273, 855-864.
Die Klassifikation zu C. turneri ist in beiden Artikeln dieselbe.
 
C

Christian Schneider

Gast
Es wird nicht auf laevigatus und pulitzerae eingegangen.

Formell müssten es, meines Kenntnisstands nach, noch Pachydactylus laevigatus laevigatus und Pachydactylus laevigatus pulitzerae sein. Allerdings liest man im "nicht-wissenschaftlichen" Bereich auch gerne Chondrodactylus laevigatus.

Aber ich bin nicht umbedingt der riesen Systematiker...
 
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