Bodengrundgestaltung bei Paroedura picta

Diskutiere Bodengrundgestaltung bei Paroedura picta im Einrichtung, Pflanzen und Pflege Forum im Bereich Terraristik; Hallo Leute, Nachdem, wie es scheint, die Meinungen zur Bodengrundgestaltung bei P.picta relativ breit gefächert sind, möchte ich hier gerne eine...
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Das-ChriZ

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Hallo Leute,

Nachdem, wie es scheint, die Meinungen zur Bodengrundgestaltung bei P.picta relativ breit gefächert sind, möchte ich hier gerne eine kleine Diskussion zum Thema starten.
Wer Lust hat und Erfahrungen oder Informationen beisteuern möchte ist hiermit herzlichst eingeladen;)
Das ganze soll natürlich einem größeren Zweck dienen als herrauszufinden wer am Ende Recht hat, es soll zur artgerechten Haltung beitragen.
Sprich, gefragt sind fundierte Meinungen, gute Quellen und eventl. eine Prise Spaß.:D

So und um den Doppelpost zu vermeiden, fang ich gleich mal an:

Also, das natürliche Habitat von Paroedura picta enspricht gemäß dem Buch "Madagassische Großkopfgeckos"(P.Schönecker) trockenen Primärwäldern , Steppen, bishin zu Hotelparkanlagen. Das Verbreitungsgebiet umspannt St.Augustin im Südwesten Madagaskars bis nach Taolangarno im Osten und Morondava im Norden. Verglichen mit einer Karte aus einem gängigen Atlas, wird schnell klar, recht Trocken; also werft am besten Kokoshumus und Co raus, das wird ja sonst viel zu feucht, oder was meint ihr?
Die Definition Steppe, (siehe z.b www.wikkipedia.de) umfasst aber auch keinen Sand, bzw keine Sand-Lehm-Gemische.
Schlagzeilen wie "Trockenrisse in Afrikanischen Böden", wie man sie bei Googel finden kann, schließen samt den dort ausgestellten Bildern, reinen Sand aus, dieser könnte nicht reißen und passt eher in eine Wüste.
Unsere gute, alte, europäische Walderde ist sicherlich auch kein idealer Ersatz, aufgrund unseres Klimas speichert der Boden relativ gut Feuchtigkeit,
für einen feuchten Unterschlupf perfekt, für einen Trockenwald bzw. eine Steppe aber wohl eher ungeeignet.
Leider zeigen Bilder bei googel und Co eher Panorama als Boden, und sind daher eher ungeeignet um Rückschlüsse zu führen.
Sollte jemand geeignetes Bildmaterial zur Verfügung stellen könnte, wäre das sehr nett.
Da P. picta 'eigentlich' ein Bodenbewohner ist, könnte auch die Flora Aufschluss geben. Was ich meine ist, am Boden wachsen eher Sukkulenten, Trockengräser und Co. Nach den Buch "Pflanzen im Terrarium" (B.Akeret) werden hauptsächlich Aloe-, Kalanchoe-, und Euphorbia-Arten genannt, diese, wie Kakteenfreunde wissen, mögen es eher trocken und warm.
(In diesem Abschnitt wird P.picta sogar als bewohner dieser Gegend angeführt.) Wer in den Genuss kommt die Bilder in diesem Buch zu betrachten, sieht eher spröde, trockene Böden.(Ich bin mir nicht sicher ob das gegen die Forenregeln verstoßen würde, aber wenn nicht, könnte ich einigige Seiten einscannen und hier unter Quellenangaben einstellen).
Soviel also erstmal dazu.

Was ich also bezwecken möchte, ist hier Meinungen austauschen und mit euch einen möglichst autentischen Bodengrund für die Pictas zusammenstellen.
Da der neue Wohnpalast meiner Süßen momentan in arbeit ist und ich noch keinen Sand etc besorgt habe ist das für mich besonders Spannend.

Ich freue mich schon auf eure Argumente und Auslegungen, verzeit mir eventl. Fehler die das ganze Unverständlich machen könnten, es ist gerade recht Spät, da ist meine Denkmurmel nur noch halb so belastbar;)

Schönen Grüß und gute Nacht
:schild8:
 
30.12.2008
#1
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Gast

Schau mal hier: Bodengrundgestaltung bei Paroedura picta . Dort wird jeder fündig!
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Turtle70

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Meine Meinung ist, dass die Gebiete in denen Paroedura Pictas beheimatet sind, wie zum Beispiel Madagaskar, natürlicherweise einen Trockenwald haben. Bäume werden insofern ähnlich wie im Mittelmeerraum auch Nadelgewächse wie Pinien und ähnliche Pflanzen sein, die gut Trockenheit vertragen. Aber der Ausdruck Wald lässt für mich darauf schließen, dass zumindest eine dünne Humusschicht oder Laubschicht vorhanden sein müsste. Zumal Madagaskar ursprünglich mal, bevor der Mensch sich mit Axt und Säge ans Werk machte, fast ganz bewaldet war.
Ich halte daher meine beiden Pictas auf einer Mischung von Terrarienhumus und Pinienrinde. Die Tiere scheinen sich auch sehr wohl zu fühlen. Ausserdem gehören zu meiner Ausstattung größere Rindenstücke, unter denen sie sich mit Vorliebe verstecken. Auch wenn sie andere Verstecke angeboten bekommen.
 
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b1b0p

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Paroedura picta (ohne "s") sind ausschliesslich in Madagaskar "beheimatet" und nicht zum Beispiel auch in Madagaskar

P. picta ( Peters, 1854 ). P. vahiny ( Nussbaum & Raxworth, 2000 )

Lebensraum:
P. picta bewohnt überwiegend Trockenwälder, Savannen und halbwüstenartigen
Gebiete.
 
Sascha_R

Sascha_R

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Hallo,

wie ich hier schon beschrieben habe verwende ich auch Waldboden bzw ein Gemisch aus Waldboden, Sand und Laub.
 
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Das-ChriZ

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Hallo,

schön, das sich gleich so viele gemeldet haben.

@ Turtle70: Ja, dass Madagaskar viele Trockenwälder besitzt, stimmt wohl, auch dem, dass der Mensch viele dieser Lebensräume zerstört, stimme ich zu, besonders gerade im Moment hört man viel von Brandrodung auf Madagaskar:teufel5:
Aber eine gewisse Fläche an Steppenland gab es schon immer, auch wenn diese in den letzten Jahren deutlich gewachsen sind. In den Trockenwäldern muss es natürlich auch Humusschichten geben, in der nähe von Baumgruppen giebt es ja auch gewisse Humusschichten in der Steppe.

@ b1b0p:
Paroedura picta (ohne "s") sind ausschliesslich in Madagaskar "beheimatet" und nicht zum Beispiel auch in Madagaskar
Also ich nehme mal einfach an, das man das zweite Madagaskar durch Afrika ersetzen soll. Mir ist sehr wohl klar, das P.picta nur auf Madagaskar vorkommt, aber da Madagaskar zu Afrika zählt, werden die beiden oft gerne in einen Topf geworfen, gerade wenn es um Nachrichten geht:eyes:
Und das mit den "s" ist ein kleiner Rechtscreib feheler..., das sollte eigentlich ein Plural werden(Picta's/Pictas') aber meine Tastaur hats' nicht so mit den Abostrophen;)

P. picta ( Peters, 1854 ). P. vahiny ( Nussbaum & Raxworth, 2000 )
Da es mir eigentlich um Paroedura picta geht, verstehe ich nicht woher die Verbindung zu P. vahiny kommt, aber wenn ich dich nett bitte, wirst du mir das bestimmt erklären...

Was deine Bemerkung zu den Lebensräumen angeht, stimme ich dir zu, P.Schönecker nennt in seinem Buch weiterhin noch Hotelparkanlagen, diese aber, sind sicherlich kein 'natürliches' Habitat.

@ Sascha_R: Der Link is spitze:D
Sehr geiles Terrarium, nur über den Bodengrund hab ich leider nicht viel gefunden, kann aber auch sein, dass ich das überlesen habe.

Schönen Gruß
 
B

b1b0p

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Abgesehen von Euren Rechtschreibfehlern, bleibt es auch im Plural bei Paroedura picta, ohne 's.
Turtle70 sprach von mehreren Gebieten in den Paroedura picta vorkommen, u.a. Madagaskar, nein...nur Madagaskar. Es heisst ja auch nicht afrikanischer Großkopfgecko!

Der Auszug über den Lebensraum, stammt aus der darüber angegeben Quelle. Schönecker hat damit eher weniger zutun

Autsch ;)

Aber weiter im Thema, ich bin gespannt auf weitere Haltungsparameter
 
Sascha_R

Sascha_R

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@ Sascha_R: Der Link is spitze:D
Sehr geiles Terrarium, nur über den Bodengrund hab ich leider nicht viel gefunden, kann aber auch sein, dass ich das überlesen habe.

Schönen Gruß
Ok, dann hab ich darüber wohl in einem anderen Thread geschrieben...

Der Bodengrund bei meinen Pictas besteht aus Walderde, Sandresten, Torf, Laub, Ästen und allerhand "Unrat" aus heimischen Wäldern. Im Gegensatz zu heimischen Wäldern nur eben sehr trocken.

Der Vorteil von reinen Sandbecken liegt ganz klar auf der Hand; man sieht die Tiere besser und öfter ;)
 
D

Das-ChriZ

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Hallo:smilie:

@ b1b0p: Tja, deutsche Sprach - schwere Sprache.Umgangssprache - meine Sprache:D

Naja, dann. Ich dachte das Madagaskargleichniss wäre auf meine "spröden Böden" (<- lustig, das reimt sich:D) in Afrika bezogen.
Und die Quellenangaben hab ich falsch verstanden, mein Fehler.
Schön zu sehen, das wir beide schon mal Spaß dran haben;)

Weiter im Thema? Warum nicht?
Wir können ja mal alle !sinnvollen! Haltungsparameter zusammentragen (also nicht gerade Mindestmaße z.b die sind ja sowieso...)

Schönen Gruß
 
Luna2

Luna2

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Hallo!

Hatte zuerst 100% feinen Terraiensand (lose, ohne Lehm), weil es mir vom Vorbesitzer meines ersten P. picta so empfohlen wurde. Schönecker empfiehlt Flusssand.
Wegen der anhaltenden Diskussion über "natürliche" Terrariumgestaltung habe ich zwischenzeitlich auf Sand/Erde 1:1 um gestellt. Dies schien bei meinen Weibchen eher nicht so gut anzukommen. Sie haben ihre Eier nur noch unvollständig oder gar nicht vergraben. Dachte zuerst, sie würden sich nach einer Zeit an die Veränderung gewöhnen. War nicht so. Während schon die Jungtiere gerne mal ihr Substrat umschichten und kleine "Schlafmulden" anlegen, war den Tieren nun die Lust am "Buddeln" vollständig vergangen. Insgesamt schienen sie auch weniger aktiv. Der Sandanteil ist nun wieder erhöht auf 2:1. Dies scheint nun besser zu gefallen. Weiß nun nicht, ob das die persönliche Macke meiner Tiere ist. Den zusätzlichen Sand habe ich ungleichmäßig verteilt, so dass der Sandanteil unterschiedlich hoch ist. Eier legen und Schlafen wird grundsätzlich in Bereiche mit höherem Sandanteil verlegt.
Habe bei den Schlüpflingen ähnliche Erfahrungen.
Grundsätzlich sind Sand, Sand/Erde oder Erde für die Tiere als Bodengrund denkbar. Bisher hat noch keins meiner Tiere gezielt Substrat aufgenommen.
Wie sich der einzelne Halter entscheidet, liegt wohl auch daran, was ihm optisch zusagt oder was praktischer ist.

LG Annette
 
Thema:

Bodengrundgestaltung bei Paroedura picta

Schlagworte

madagaskar grosskopfgecko haltung