Trennungsangst?

Diskutiere Trennungsangst? im Allgemeines Forum im Bereich Pferde; Hallo und schönen guten Tag zusammen, hat Jemand zu folgender Situation eine Idee, die meinen Gedanken es mit Bachblüten auszuprobieren bestärkt...
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Alegra1

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Hallo und schönen guten Tag zusammen,
hat Jemand zu folgender Situation eine Idee, die meinen Gedanken es mit Bachblüten auszuprobieren bestärkt oder auch nicht?
Es geht um ein Pferd, dem kurz gesagt andere soziale Kontakte, ausser die zum Besitzer verwährt wurden, fast ihr bisheriges Leben lang. Das es nicht richtig war, steht nicht in Frage..... Ich würde dem Pferd jetzt gerne helfen und ihm den ganzen Stress der Trennungsangst etc nehmen.
Bisher war mein Gedanke, sie ist die Mutter und der Besitzer ihr Fohlen, das sie ständig beobachtet, sucht, ruft und auch mit allem was man sich vorstellen kann meint verteidigen/beschützen zu müssen, sobald der Besitzer da war oder ist!
Bin ich alleine mit ihr, ist sie wie ausgewechselt.... Sie kann es genießen gekrault, massiert und auch was betüddelt zu werden
Beim Putzen allerdings ist stellenweise noch immer ´gefährlich´ oder auch wenn andere Pferde ihr `zu nahe` kommen, aber es ist kein Vergleich zu dem Verhalten, wenn der Besitzer da ist!

Nachdem ich die Tage von einem mir ähnlich vorkommenden Fall gelesen haben hat sich mir noch ein anderer Gedanke eröffnet..... Vielleicht ist sie tatsächlich gar nicht `die Mutter´, sondern ´das Fohlen`, was sich ohne ´die Mutter´ völlig ängstlich und hilflos fühlt?

Ich weiß es nicht, ich möchte dem Pferd einfach nur helfen entspannter zu sein, auch wenn der Besitzer da ist....

Neulich gab es eine Situtation, die wirklich richtig gefählrich war und mich auch wütend gemacht hat.... Ich war mit ihr zu einer gemütlichen Schrittrunde, nur mit Reitpad, im Gelände. Aus dem nichts heraus stand ihr Besitzer plötzlich mit dem Fahrrad an einer Stelle, an der wir regelmäßig pausieren/vorbeikommen.... Wir, das Pferd und ich, waren beide so überrascht, dass wir ihn irgendwie gar nicht wirklich realisiert haben, was sich darin äusserte, dass ich mit ihr, nach einem kurzem Gespräch und in eine andere Richtung ruhig und entspannt weiterreiten konnte. Ich hatte den Eindruck, dass es dem Besitzer schwer gefallen ist und ihn verwirrt hat, dass sie so reagiert hat, nämlich gar nicht.....
Nach einer Weile und die Begegnug war wieder vergessen, hatte ich den Eindruck, dass sie nervöser und viel aufmerksamer wurde..... Mein Eindruck täuschte mich nicht und ihr Benehmen war begründet, denn der Besitzer tauchte plötzlich wieder auf, verwickelte mich kurz in eine Gespräch und fuhr -in unsere Reitrichtung- weiter und redete immer weiter..... So dass, meiner Meinung nach, sein Pferd diesmal mitbekam, dass er sich von ihr -vor ihren Augen- entfernte..... und diesmal reagierte sie richtig heftig.... Sie war völlig ausser sich und wollte hinterher... ich hatte es auch nicht wirklich leicht, muss ich gestehen, weil -wie geschrieben- ohne Sattel, nur mit Pad..... und sie war unter mir zum Laufen bereit ging vorne und hinten abwechselnd hoch (für ihre Verhältnisse/ihr Alter nicht zu verachten)..... Ich war so wütend, dass ich ihm am liebsten hinterher galoppiert und abgesprungen wäre und ihm sein Pferd in die Hand gedrückt hätte......
Damit wollte ich nur versuchen zu beschreiben, wie ihre Bindung zu ihm ist.....

Kann es Jemand besser deuten, mir erklären?
Ich verstehe es nicht.... Ich sehe nur ein Pferd, dass unglaublichem Stress ausgesetzt scheint, wenn der Besitzer in der Nähe war/ist, dem ich mehr als sehr gerne diesen Stress, diese Angst(?) nehmen möchte..... Ich muss noch dazu schreiben, dass sie keine Angst VOR ihm hat, ich erinnere nicht das er sie mal körperlich geschädigt hat und habe auch noch nie was davon gehört.... Bevor ich ihm meine Hilfe anbot, er ist schon sehr viel älter, war er in der Regel mit dem Pferd alleine und hat sich im Schnitt bis zu 6Std täglich bei ihr aufgehalten.....

Könnte ich ihr mit Bachblüten helfen?

Ich bin für jeden Rat dankbar.....
 
  • #1
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Wassn

Wassn

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AW: Trennungsangst?

Hi,
Herzlich Willkommen hier im Forum!
Ich kenne mich jetzt nicht so mit Pferden aus. Aber auch andere Tiere stehen manchmal unter ungehörigem Stress oder haben Angstzustände.
Mit Bachblüten kannst du nix falsch manchen. Wenn sie nicht helfen, dann passen sie einfach nicht. Schaden tun sie nicht. Sie sollten halt ohne Alkohol sein.
Ansonsten würde ich mit "positiver Konditionierung" arbeiten. Dh, Sie in diesen Situationen bewusst ablenken:
Bewegen, mit etwas Futter, usw...., wie bei einem Hund, dem man als Besitzer im Training etwas anbietet, um die Aufmerksamkeit wieder auf sich, den Menschen zu richten.
Bestimmt kann man mit Pferden auch "clickern". Ist auch eine Art von positiver Konditionierung.
Ich würde damit anfangen, wenn der Besitzer nicht dabei /in der Nähe ist, so dass das Pferd schon einmal "angefixt" ist.
Für Meerschweinchen gibt es medizinische Produkte, z.B. mit Hanföl zum einnehmen oder Lavendelöl zum auf die Umgebung tropfen, dass ihnen hilft, gelassener zu reagieren. Evtl gibt es so auch etwas für Pferde?
Als ich meine Katze an den Kater damals gewöhnt habe, habe ich auch mit "Hormonen aus der Steckdose" gearbeitet. Die haben bei uns sehr gut geholfen, so dass wir sie nach ein paar Monaten weglassen konnten. Keine Ahnung, ob es auch so etwas für Pferde gibt.
Vergesellschaftung mit anderen Tieren, ein Beistelltier (Esel, Ziege, Pony... was weiss ich...) Doch auch da wird sie Angst haben, man nimmt es ihr wieder weg, denke ich.

Wobei ich in deinem Fall am ehesten mit Bachblüten und Konditionierung arbeiten würde. Da sind "ungute Gedanken" im Kopf, wenn das Tier den Besitzer sieht. Die müssten umgelenkt, bzw. entschärft werden. (grob umschrieben).
Es soll ja auch auf Dauer durchatmen können, ohne pausenlos angespannt sein zu müssen.

Berichte gerne mal weiter!
Gutes gelingen!
Wassn
 
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Alegra1

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AW: Trennungsangst?

Ganz ganz herzlichen Dank für die ausführliche Nachricht..... Ich werde es auf jeden Fall mal damit versuchen und hier berichten.
Danke

PS Gibt es eine Möglichkeit meinen Titel/die Überschrift zu ändern, um vielleicht mehr Menschen aufmerksam machen zu können?
 
Wassn

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AW: Trennungsangst?

Wie möchtest du es denn nennen? Ich ändere es dann für dich.
 
Wutzenmami

Wutzenmami

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AW: Trennungsangst?

Pferde sind nicht die Tiere, mit denen ich mich gut auskenne...deshalb ganz allgemein..
Ich hab erstmal eine Frage. Das Tier gehört inzwischen dir? Und wenn du "Besitzer" schreibst, ist der ehemalige Besitzer gemeint?
Wenn dem nicht so ist, wäre ich sehr vorsichtig mit Versuchen, dem Tier zu helfen ohne genaue Absprachen, das könnte für dich sonst wirklich Probleme geben, wenn der Eigner was dagegen hat... egal, wie gut du das meinst. Es geht darum, dass du als helfende Person nicht in Schwierigkeiten kommst.
Ist es inzwischen dein Pferd, würde ich persönlich, um einen Therapieansatz zu finden, einen geeigneten Tiertrainer konsultieren. Das kann dir viel Zeit und u.U. auch Geld sparen, mal davon abgesehen, dass ein Pferd, das so schlecht konditioniert ist wie du schreibst, nicht ganz ungefährlich sein kann. Ich würde mit einer gescheiten Diagnose anfangen...
 
Geisterreiter

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AW: Trennungsangst?

Pferde sind Herdentiere - Menschen können Artgenossen nicht ersetzen. Da sie alleine gehalten wird - das ist übrigens verboten - hängt sie sich an den Menschen. Sie hat niemanden, der sie beschützt und ihr hilft, die Welt zu verstehen. Es kann sein, dass sie ihr Sozialverhalten unter Pferden verloren hat, dann kann man nicht mal ein weiteres Pferd dazustellen, ohne dass es zu heftigen Schlägereien kommt. Meines Erachtens helfen Bachblüten nicht, sondern eine pferdegerechte Unterbringung und die Hoffnung, dass die Stute in einer Herde aufgezogen wurde und dass sie ihre natürlichen Instinkte nicht verloren hat. Meinen Pferden würde ich so was nicht antun, das ist schlicht Tierquälerei oder fehlendes Wissen.
 
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