Taubenei

Diskutiere Taubenei im Sonstige Vögel Forum im Bereich Vögel; Ich möchte auf diese drei Punkte nochmal eingehen. Auch ich habe kein Problem mit Tauben, solange sie nicht an den unmöglichsten Orten auf meinem...
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Mr. Ed

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AW: Taubenei

Ich bin kein Freund davon, Tiere in verschiedenen Kategorien einzuordnen, so wie "gut" und "böse"
...
Und ganz ehrlich: wir schaden der Natur mehr als diese Tauben.
Es ist unsere Schuld, dass sie sich so vermehrt haben und sich in unseren Augen zur "Plage" entwickelt haben.
Ich möchte auf diese drei Punkte nochmal eingehen. Auch ich habe kein Problem mit Tauben, solange sie nicht an den unmöglichsten Orten auf meinem Grundstück nisten und alles, wirklich ALLES von oben bis unten vollschei++en. Die Vorstellung, daß meine Kinder auf dem vollgeschi++enen Hof spielen, mit vollgeschi++enem Spielzeug, mit vollgeschi++enen Fahrrädern fahren sollen... sorry, bei aller Tierliebe: nö!

Es geht nicht um gut oder böse, was als Stadttaube bezeichnet wird, ist ein Schädling. Ebenso wie Ratten oder Mäuse. Punkt. Um hier ans bereits erwähnte Tierschutzgesetz anzuknüpfen: das ist ab einer bestimmten Populationsdichte der selben Meinung wie ich, sie werden als Schädlinge im Sinne des Tierschutzgesetzes eingestuft und entsprechend behandelt. Punkt. Zugegeben, es gab in den letzten Jahren einige interessante bis bizarre Einzelfallentscheidungen von Gerichten, die jedoch nichts am Grundsatz ändern: Stadttauben sind Schädlinge. Punkt.

Jaaa, der Mensch ist der größte Schädling auf diesem Planeten. Ebenso jaaa, auch das schrieb ich bereits sinngemäß, ein weiteres von vielen menschengemachten Problemen. Das ist in meinen Augen jedoch kein Argument, keinerlei Argumentationsgrundlage, warum man Schädlinge schützen und das lange bestehende Problem noch zusätzlich verschlimmern sollte.
 
Wolke24

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AW: Taubenei

Hallo es ist doch so, dass es Taubenhäuser gibt bei uns z.B. da werden die Eier ausgetauscht was auch gut ist.

Wir hatten am Anfang drei Tauben, wenn wir das weiter zulassen würden, sind es 30 oder noch mehr Tauben in unserm Garten. Was tun, sollen wir das weiter zulassen?

Wir unterstützen damit nicht die Taubenprojekte in unserem Ort, die Eier austauschen damit sie sich nicht uferlos vermehren können. Sicher hätte man das dem örtlichen Tierschutz melden können und warten ob hier Hilfe kommt mit dem einen Ei.

Keiner weiß vorher... der einen Balkon hat , dass hier Tauben irgendwann nisten werden oder wollen. Kein Hausbesitzer würde das dulden wenn man in Miete ist.

Also Vorkehrungen zu treffen, wenn man nicht damit rechnet ist wohl auch nicht machbar gewesen😉

Das der Mensch mit schuld ist an der Vermehrung gebe ich @Wassn recht, überall finden sie in Städten Futter was der Mensch übrig lässt. Als Schädling bezeichne ich die Taube trotzdem nicht. Warum gibt es vermehrt Mäuse und Ratten?

Auch hier liegt die Antwort nahe, der Mensch hat es hervorgerufen. Wenn ich an die Rattenbekämpfunt denke, von wegen die Tiere sterben schmerzlos, wird mir schlecht😖

Lg wolke24
 
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Lerad

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AW: Taubenei

Na dann werf ich meinen Hut auch mal mit in Ring:

Die ganze Disskussion ändert doch nix an der Tatsache dass die betroffenen Tauben erst mal zu identifizieren sind!
Denn völlig egal was hier wer denkt oder wie interpretiert, Ringel-, Türken-, Hohl- und Turteltauben sind als Wildtiere geschützte Arten und von allen diese Arten wurden schon Brutpaare in Städten nachgewiesen. Sie also aufgrund der Nistplatzwahl auszuschließen halte ich für fahrlässig.
Ohne eine vernünftige Bestimmung der Art sind alle Ratschläge hinsichtlich einer Vernichtung vom Gelege potentiel der Rat zu einer Straftat.

Mir ist nicht ganz klar wieso genau DAS außer acht gelassen wird. Weil Stadttauben als Schädling klassifiziert wurden?
Soll man jetzt alle Schildkröten der Welt umbringen weil Trachemys scripta eine weltweit invasive Art ist die massive Schäden verursacht?

Und wenn man wissen will was zu tun ist, wurde ja bereits auf Vereine etc. verwiesen. Auf Personen die sich mit der Thematik und der Rechtslage bestens auskennen.

Grüße
Der Lerad
 
Lerad

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AW: Taubenei

ach ja @Stressarella ist eine dieser Personen die sich seit vielen Jahren sehr intensiv mit Tauben beschäftigt, sowohl Wild- als auch die sogenannten Stadttauben.

Wenn ich das richtig weiß hat sie auch schon (mit der dazugehörigen Genemigung) Ringeltauben aufgezogen.

Auf ihren Ratschlag kann man also getrost hören wenn es um das Thema Tauben geht.

Grüße
Der Lerad
 
Lerad

Lerad

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AW: Taubenei

Was denn?
Wenn Taube gleich Taube ist und ein Schädling ist der weg gehört...
Oder Ratten und Mäuse Schädlinge sind...

Eine von fünf heimischen Tauben Arten kann zum Schädling werden. Die anderen vier haben große Probleme und sind teilweise sogar schon auf der roten Liste.

Vielleicht eine Hand voll der Mäuse und Ratten Arten können "schädliche" populationen annehmen.
Der Rest der Arten hat rapide abnehmende Bestandszahlen und sind ebenfalls teilweise vom aussterben bedroht.

Und bei den Tauben genau wie bei den Nagern haben die Arten die keine "Kulturfolger" sind nicht nur das Problem das deren Lebensraum zerstört wird sondern auch dass sie ein bescheidenen Ruf haben wegen den schädlichen Arten.

So weit entfernt ist meine These mit den Schildkröten da dann doch nicht mal.

Ja, das will wieder keiner lesen. Ja, da bin ich wieder der nervige Moralaphostel.
Aber so ist die Sachlage nun mal.

Ich will hier auch gar nicht sagen dass jeder die "Stadttauben" mögen muss oder dass diese geschützt werden müssen.
Ich sage nur das Taube eben nicht gleich Taube ist. Und das man sich dessen bewusst sein muss und dementsprechend handeln muss.

Und mehr werde ich zu diesem Thema auch nicht sagen/schreiben.

Grüße
Der Lerad
 
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Mr. Ed

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AW: Taubenei

So weit entfernt ist meine These mit den Schildkröten da dann doch nicht mal.
Doch, ist sie. Aber wir leben in einem freien Land, jeder darf im Rahmen geltender Regeln seine Meinung haben und äussern, sollte aber damit leben können, daß andere Menschen diese nicht teilen.

Wenn von bestimmten Schädlingen die Rede ist, werden im allgemeinen Sprachgebrauch Trivialnamen genutzt, bei denen jedem klar denkenden Menschen bewußt sein sollte, welche Tiere damit konkret gemeint sind. Wird von der Maus als Schädling gesprochen, ist damit die Hausmaus gemeint, Mus musculus... niemand würde von Mus terricolor oder Meriones unguiculatus ausgehen. Wird von der Ratte als Schädling gesprochen, ist damit die Hausratte oder auch die Wanderratte gemeint, Rattus rattus und norvegicus... niemand würde von Rattus burrus oder Cricetomys gambianus ausgehen. Gleiches gilt für Tauben, und daß eine sichere Artbestimmung, um auf das eigentliche Thema zurückzukommen, von Vorteil wäre, stellt niemand in Frage. Ich setzte in jedem meiner Beiträge Columba livia domestica als so selbstverständlich voraus, daß ich es als unnötig empfand, das konkreter beim Namen zu nennen. Ebenso finde ich, darf man jedem User etwas gesunden Menschenverstand unterstellen, so daß die hierzulande vorkommenden Taubenarten unterschieden werden können (was hanninanni gewiss vor jeglicher Handlung tat), und niemand gezielt einer geschützten Art schadet. Wäre auch ziemlich kontraproduktiv, das in einem öffentlichen Forum kundzutun, so daß alles auf die realen Personen vor den Bildschirmen zurückzuverfolgen ist. Daher finde ich es schade, daß die Nutzung von Trivialnamen des täglichen Sprachgebrauches so ausgelegt wird, daß man hier vermeintlich zu Straftaten motivieren möchte, oder bereits begangen hat, und sich ernsthaft rechtfertigen muß.

Aber schon klar, vielleicht hat hanninanni Streptopelia turtur oder Streptopelia decaocto am nisten gehindert... weil die sooo leicht mit dem Schädling Stadttaube verwechselt werden können.

Nochmal: if you hear hoofbeat, think of horses, not zebras.
Obwohl... hmmm... muß ich hier auch die Pferderassen differenzieren und unmissverständlich formulieren was mit dem Sprichwort gemeint ist, vielleicht noch eine Zeichnung anfertigen, oder ist's auch so verständlich?
 
Wassn

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AW: Taubenei

Ich verstehe durchaus beide Seiten.
Und wahrscheinlich braucht der Mensch auch diese "Einsortierung" in "Schädling" und "Nichtschädling". Manchmal auch, um "großflächig" gegen diese Schädlinge vorgehen zu können, um unser "Eigentum" /unsere "Gesundheit" zu schützen. Und wahrscheinlich ist dieses Vorgehen finanziell günstiger, als sich Gedanken zu machen, was man zur "Vorbeugung" machen kann?

Als "Schädlinge" werden die Lebewesen von uns eingestuft, die sich an uns anheften und von unserer Lebensweise/Art, profitieren.
Sie fressen "unser" Getreide.
Sie "Koten" unsere Häuser voll und entwenden von uns Baumaterial und manchmal "bauen " sie auch unsere Häuser um, so dass sie ihren Vorstellungen entsprechen.

Die Liste der "Schädlinge" wird immer länger, umso mehr "Mensch" in die Natur eingreift und sie zurückdrängt.
Erst züchtet er Tauben, dann will er sie nicht mehr, die Tauben finden "Überlebensalternativen" und schon sind sie Schädlinge.
Wir verdrängen die Wildtiere immer mehr, nehmen ihren Lebensraum weg, Waschbär, Wildschwein, Mader und Co entdecken, dass es bei uns etwas zu holen gibt.. und schon zählen sie als Schädlinge.
Wir setzen Kaninchen in Australien aus und Pythons in Florida... und schon zählen diese Tiere als Schädlinge.
Wir bauen Waldmonokulturen an, entziehen der Erde Wasser und verhalten uns so... daneben, dass das Klima kippt, Borkenkäfer und Co machen sich über unser Holz her, nutzen die Gelegenheit: also sind sie Schädlinge.
Ratten gelten als Schädlinge, weil wir nicht in der Lage sind, mit unserem Müll entsprechend umzugehen.

Grundvoraussetzung, ein Schädling zu sein, ist, dass das Verhalten des Tieres uns "stört", dass es das von uns profitiert, dass es einen Nutzen aus uns zieht und das macht es ungefragt, einfach so, einfach ganz frech.

Beruhigend ist, dass sie am Ende sehr wahrscheinlich noch auf dieser Erde wandeln werden, wenn wir uns längst alles zerstört haben. Achso... sie waren auch vor uns schon da. Wir haben auf ihr Territorium unsere Bauten gebaut. Und ja, jetzt stören sie, wir teilen sie in "gut" und "Schädling" auf. Haben wir das Recht dazu? Nur weil Tiere klug sind und wissen, wie man aus uns Menschen einen Nutzen zieht? Wir "nutzen" doch auch Tiere zu unseren Zwecken.
Das ist eine andere Diskussion, das ist mir bewusst.

Ich mag Ratten, Mäuse, Waschbären und Stadttauben. Ich bewundere ihre Überlebenstaktiken und ihre Klugheit. Ich habe auch schon Stadttauben, die von Autos angefahren wurden, aufgesammelt und zum Tierarzt gebracht.
Und in dem Stadtteil, in dem ich arbeite, wird mein Auto nicht von Tauben "markiert" sondern von Rabenkrähen, die rund um meine Arbeitsstätte nisten und hausen. Sie ernähren sich von Wühlmäusen, von "unseren Essensresten", die sie im Müll finden, den sie vorher auseinandernehmen. Manchmal sieht mein Auto aus, als wäre es von ihnen belagert worden. Dann fahre ich in die Waschanlage oder parke dort, wo keine Bäume stehen.
Sind das auch Schädlinge, obwohl sie sich auch von Mäusen und Co ernähren? Sie sind bestimmt auch nicht Milben und läusefrei.......

Ich finde es klasse, dass es Menschen gibt, die sich für die "Stadttauben" oder auch andere "Schädlinge" einsetzen, die ihre Vermehrung eindämmen. Die für sie da sind. Und ich finde es wunderbar, dass wenn man ein Taubennest auf dem Balkon + Ei hat, sich mit solchen Menschen in Verbindung setzen kann, um für Mensch und Tier die beste Lösung zu finden.

Das sind meine persönlichen Gedanken und meine persönliche Meinung. ;)
 
Lerad

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AW: Taubenei

Nochmal: if you hear hoofbeat, think of horses, not zebras.
Obwohl... hmmm... muß ich hier auch die Pferderassen differenzieren und unmissverständlich formulieren was mit dem Sprichwort gemeint ist, vielleicht noch eine Zeichnung anfertigen, oder ist's auch so verständlich?
Also ich kenne weit mehr Menschen die nicht erkennen würden das Felsen-, Ringel- und Hohltaube nicht der selben Art angehören, als solche die das sicher bestimmen können.

Gesunder Menschenverstand hin oder her.
Wenn die Kenntnisse fehlen, fehlen sie. Egal wie gesund der Menschenverstand ist.
Da denkt man Taube wenn man Taube sieht.
Und eben nicht Columba livia domestica.
Genau darum muss man darauf aufmerksam machen. Damit es eben nicht zu Straftaten kommt, die man unter Umständen aus Unwissenheit begeht und dann auch noch öffentlich kunt tut.

Nur weil du das unterscheiden kannst heißt dass nicht das es jeder kann.

Hier bezichtigt niemand einen anderen eine Straftat begangen zu haben. Es wird lediglich darauf aufmerksam gemacht dass es einen rechtlichen Rahmen gibt und diverse Aktionen unter Umständen eine Straftat darstellen könnten.
Und eben dass das zuerst geklärt werden sollte.
Die Tatsache dass andere hier im Forum erzählen wie toll sie die Arten unterscheiden können ändert ja nix. Ich kann das auch und ich kann auch nahezu jede nordamerikanische Schildkröte bis zur Unterart bestimmen. Das heißt nicht dass das jeder andere kann.
Nur weil es einem selbst leicht fällt bedeutet es eben nicht dass das jedem anderen auch so geht.

So, aber jetzt halte ich echt meine Klappe.
Wenn immer noch nicht verstanden wurde worauf ich raus will dann ist es halt so. Ich möchte das Thema ja auch nicht mit einer Grundsattzdiskussion zu müllen.
Es wurde alles gesagt um der Fragestellerin und den Tieren zu helfen.
 
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Mr. Ed

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AW: Taubenei

Auch den Punkt wiederhole ich gern: niemand zweifelt an, daß Schädlinge eins von unzähligen menschengemachten Problemen sind, habe ich selbst hier im Thread zwei mal bestätigt, und die Menschheit selbst als größten Schädling des Planeten bezeichnet.

Auch Schädlingsbekämpfer (ja, so lautet die Berufsbezeichnung tatsächlich) dämmen die Vermehrung übrigens in erster Linie ein, primär mit mechanischen Maßnahmen, kaum durch das töten von Tauben. Falkner lassen jagen, Jäger tun, was Jäger eben so tun, im Rahmen gesetzlicher Regelungen, immer mit dem selben Ziel: Eindämmung zur Verhinderung von Schäden. Das betrifft auch artgeschützte Tauben, wie ebenfalls bereits erwähnt, und es ist trotzdem rechtens. Man sollte vielleicht noch erwähnen, daß wir in Deutschland leben, hier gilt das Tierschutzgesetz als Grundlage, hier gibt es für so ziemlich alles Verwaltungsvorschriften zur Durchführung von was auch immer... eben auch für die Schädlingsbekämpfung und die Jagd. Es ist nicht so, als herrsche hier Anarchie, jeder der Schädlinge als solche bezeichnet sei ein Tierhasser, würde durch die Weltgeschichte rennen und versuchen alle umzulegen.

Es gibt mehr auf der Welt als nur schwarz oder weiß. True story.

@ Lerad:
"Hier bezichtigt niemand einen anderen eine Straftat begangen zu haben."
Beitrag 15 kann man so oder so lesen, denn es wurde in der Tat ein Nest entfernt:
"Ein Nest zu zerstören, das bereits bebrütet wird, ist widerrechtlich!"
Um das klarzustellen: es ging um ein im Bau befindliches Nest, es wurden zu dem Zeitpunkt noch keine Eier gelegt.
Richtig, auch Columba livia domestica fallen unter die EU-Vogelschutzrichtlinie. Aber, um mal eine der radikalsten Organisationen im Bereich Tierrechte/Tierschutz und deren empfohlene Vorgehensweise zu erwähnen:

"Fall 1: Das Nest ist noch nicht gebaut bzw. es ist noch kein Ei gelegt und die Taube sitzt noch nicht darauf

Überlegen Sie zunächst, ob das Nest eventuell auf dem Balkon verbleiben kann. Sollte dies nicht möglich sein, z. B. weil dies die Tauben in Gefahr bringen würde, beispielsweise durch Erreichbarkeit für Katzen oder andere Beutegreifer, dann entfernen Sie das Nest und verhindern Sie durch Umstellen des Balkoninventars einen Neubau"
Quelle: https://www.peta.de/themen/taubennest/

Man darf also ruhigen Gewissens sagen, daß die Threadstarterin im zeitlich dargestellten Ablauf ihres handelns nichts, absolut nichts falsch gemacht hat. Es war nicht absehbar, daß ein Ei gelegt werden würde, obwohl der Nestbau immer wieder unterbunden wurde.

Und nochmal @Lerad:
Ich schliesse nicht von mir auf andere, sehe aber nicht, wieso man nicht voraussetzen dürfte, daß von praktisch jedermann eine sog. Stadttaube von den geschützten Arten unterschieden werden könnte. Hat man das nötige Wissen noch nicht, kann man beispielsweise 30 Sekunden seiner Zeit opfern, Google nach Bildern heimischer Tauben befragen und könnte sie spätestens dann bestimmen. Wäre es der Threadstarterin egal, hätte sie hier nicht gefragt was zu tun ist, und wie sich zeigte, denkt sie durchaus an das überleben des Taubennachwuchses, das auf ihrem Balkon eben nicht gesichert wäre.
 
Wassn

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AW: Taubenei

@Mr. Ed ich denke nicht, dass sich die "Mehrheit" der "Taubengeplagten" Menschen die Mühe macht, die Art der Taube zu hinterfragen..... Es reicht die Körperform, die Größe und die Geräusche des Vogels aus, um ihn für viele Menschen zu identifizieren.
Gerade da die Taube allgemein den "Status" Schädling hat, macht es nicht leicht, diesem Vogel eine offene Haltung entgegen zu bringen und das Interesse an verschiedenen Arten zu wecken.
Viele Menschen um mich herum unterteilen sie eher in verschiedene "Farbschläge". Da fällt keinem auf, dass es sich vielleicht um verschiedene Arten handeln könnte. Warum sollte man sich auch mit diesem Vogel auseinandersetzen? Schlechte Nachrichten von ihm gibt es häufiger als gute Nachrichten. "Singvögel" soll man schützen, aber die Tauben werden da von Ottonormalbürger nicht mit eingerechnet. Sie kacken ja alles voll und sind voller Schädlinge.....
Da ist es wichtig, dass es Menschen gibt, die für sie sprechen.

Die Diskussion an sich, geht ja über das ursprüngliche Thema der Threaderstellerin hinaus. Es ist ein "Problem", mit dem sich der eine Mensch mehr und der andere weniger konfrontiert sieht.
Dann kommt noch persönliches Wissen, Haltung und vieles andere hinzu.

Ich finde es auch überhaupt nicht schlimm, bei diesem Thema unterschiedliche Meinungen zu haben.
Der eine macht auf ein Problem aufmerksam, der andere macht sich Gedanken, es für alle beteiligten Parteien zufriedenstellend zu lösen.

Ich finde diese Diskussion eher bereichernd.
Danke daher, allen Beteiligten, von meiner Seite aus.
 
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Mr. Ed

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AW: Taubenei

ich denke nicht, dass sich die "Mehrheit" der "Taubengeplagten" Menschen die Mühe macht, die Art der Taube zu hinterfragen
Auch das sehe ich aufgrund von Erfahrungwerten mit meinem weiteren Umfeld anders, obwohl ich in direkter Innenstadtlage lebe, und man meinen könnte, die meisten in Innenstädten lebenden Menschen hätten weder Ahnung von noch Interesse für die Natur. Ich sehe da schon eine sehr gut durchdachte und differenzierte Herangehensweise an die hier lebenden Tiere, auf die sehr wohl Rücksicht genommen wird, denen neuer Lebensraum geboten wird, so die Umstände es erlauben, und so weiter und so fort. Ebensowenig wollen alle Menschen die sog. Schädlinge flächendeckend "plattmachen", was gerade von Tierrechtlern gern mal völlig undifferenziert und meist haltlos unterstellt wird.

Die Schädlinge selbst können nichts dafür, trotzdem will ich sie in meinem Einflussbereich nicht haben. Das betrifft alle vier von mir genannten Arten, mit denen ich konfrontiert bin, und die suchen sich immer widrigere Nistplätze, immer offenere "Höhlen", verhalten sich immer weniger ihrer Art entsprechend. Wenn Ratten z.B. tagaktiv werden und durch belebte Innenstädte laufen, weil sie kaum noch Scheu vor dem Menschen haben, läuft etwas verkehrt. Wer schonmal das Resultat am Menschen gesehen hat, nachdem eine Ratte sich in die Enge gedrängt fühlte, vom besagten Menschen übrigens nicht beabsichtigt, der nahm das Tier bis zum Angriff gar nicht wahr... der wird auch nicht mehr nachvollziehen können, warum man solche Schädlinge schützen sollte. Das von mir in diesem Absatz geschilderte Verhalten spricht klar für Überpopulation, und die gehört eingedämmt. Mit hier und da mal ein Ei gegen ein künstliches ersetzen ist es nunmal nicht getan.

Sicherlich gibt es Menschen, die sich verhalten wie der erste Mensch, die keine Rücksicht nehmen und so den heutigen Schädlingen überhaupt erst die nötige Grundlage bieten. Die dann eben auch mal selbst handeln und Giftköder auslegen, das Luftgewehr auspacken, oder schlimmeres. Wenn ich laut Lerad nicht von mir auf andere schliessen sollte, was Wissen und Fähigkeiten angeht, dann schliesst "ihr" bitte auch nicht von einigen wenigen schlechten Beispielen auf alle anderen.
 
Wassn

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AW: Taubenei

Um noch einmal auf Formulierungen einzugehen: ich habe nicht von "allen anderen Menschen" gesprochen. Ich erlebe die Menschen in meinem Umfeld so. Ich höre was sie sagen und wie sie über die Tiere um sich herum sprechen.
Da wir hier Tauben haben, die in den Bäumen nisten, sind sie sehr oft Thema.

Und wenn ich etwas geschrieben habe, dann habe ich von "meiner persönlichen Meinung" gesprochen.
Wichtig ist, dass wir hier alle nicht von unseren eigenen Erfahrungen oder unserem eigenen Umfeld, auf alle anderen schließen dürfen.
Wenn sich die Menschen bei dir, @Mr. Ed für die Tiere näher interessieren, dann bedeutet es nicht, dass es die Menschen hier bei mir auch tun. Aber so etwas hast du ja selbst auch schon geschrieben.

Und in meiner Stadt werden nicht nur einzelne Eier ausgetauscht, sondern mehrere. Und wenn ich an meine Kindheit denke, dann sind hier schon viel weniger Tauben unterwegs als noch vor 40 Jahren. Es verändert sich was, wenn Menschen etwas tun. Und ich wenn Eieraustauschen 20 Jahre länger dauert, als sie alle großflächig abzuknallen, dann befürworte ich persönlich immer noch die "Eiervariante".
 
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Angelika

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AW: Taubenei

Hier im Ort gibt es niemanden, der sich um die Tauben und ihre Eier kümmert, es werden immer mehr. Und leider hat man vorletztes Jahr eine große Fläche Gärten, Felder, Streuobstwiesen rund um den Ort platt gemacht für Neubaugebiete, sodass die Wildvögel neue Heimaten suchen. Früher kamen z. B. die Krähen nur im Herbst in den Ort. Jetzt sind sie ganzjährig hier und konkurrieren mit den Elstern, die schon länger da sind, es spielen sich blutige Kämpfe ab. Ob sie es gemeinsam schaffen, neben den kleinen Singvögeln auch die Tauben zu dezimieren, keine Ahnung.
 
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