Frage zu Mauremys reevesii

Diskutiere Frage zu Mauremys reevesii im Verhalten und Pflege Forum im Bereich Wasser- und Sumpfschildkröten; Der Tierarzt selber. Habe ihn glücklicherweise über eine Mitarbeiterin aus seiner Praxis erreicht. Grund dafür: Am Panzer ist eine abplatzung...
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nulldreialex

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AW: Frage zu Mauremys reevesii

Wer hat das desinfizieren denn angeordnet wenn der Tierarzt nicht da ist?
Der Tierarzt selber. Habe ihn glücklicherweise über eine Mitarbeiterin aus seiner Praxis erreicht.

Grund dafür: Am Panzer ist eine abplatzung (weißlich, sieht für mich als leihe etwas wie knochen aus). Soll drauf achten ob es entweder größer und/oder weich wird. Glücklicherweise ist beides nicht der Fall. Als maßnahme, dass sich das evtl nicht entzündet o.ä. soll ich es desinifzieren. So munter wie er wieder ist, denke ich auch nicht, dass sich diese eine mini Stelle verschlechtert. Habe zusätzlich eine Telefonnummer von einem anderen Tierarzt für Reptilien erhalten, falls es sich in den nächsten Tagen extrem verschlechtert.

Habe so die Vermutung, dass er wieder frisst weil er sein Paddel-Kumpel im Becken neben an fressen gesehen hat :D

Ich finde es absolut klasse, dass du diesem "Problemtierchen" aus dem Tierheim eine Chance gibst!
Wir haben uns hier zu richtigen Schildkrötenfans entwickelt...... Wenn du magst, kannst du deinen "Paddelfreund" hier auch https://www.tierforum.net/forums/1581/ persönlich vorstellen!
Weiterhin alles Gute!
Werde ich sehr gerne machen, aber erst wenn der Panzer wieder schick ist. Man muss sich ja von der besten Seite zeigen :p
 
Lerad

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Ah okay. Dann is gut.
Das sieht nicht nur aus wie Knochen. Das sind die Rippen.

Gut dass das Tier frisst.
 
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nulldreialex

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AW: Frage zu Mauremys reevesii

Also das ist, von vorne gesehen, an der 1. großen Hornplatte ein paar mm unter dem "Kiel", nicht groß. Er meinte kann an der Jahrenlagen Mangelernährung liegen, dass der Panzer so fragil ist.

Bin auf jedenfall schon froh, dass es auch mitlerweile was anderes als nur Sticks frisst.
Ich hoffe wirklich, dass ich sein Panzer wieder auf die Kette bekomme. Der kleine tut mir echt Leid. Verstehe nicht, wie man ein Tier so lange so "schlecht" ernährt hat...
 
Lerad

Lerad

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AW: Frage zu Mauremys reevesii

Unter dem gesamten Panzer ist der zusammen gewachsene Brustkorb.

Ja kann an der Ernährung liegen. Oder aber anderen Problemen.
Mein Trachemys scripta scripta Männchen hatte das aktuell auch. Weil er zu wild ist und sich den Panzer an der Stelle mechanisch verletzt hat. Er ist beim uns Wasser springen auf einen Stein gesprungen...

Es kann also mehrere Gründe für so was geben.
 
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nulldreialex

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AW: Frage zu Mauremys reevesii

Sooo...
Also, die Verletzung am Panzer ist harmlos und sollte von alleine wieder zuwachsen.

Es kommt nun jedoch ein neues Problem auf... er frisst ordentlich, nimmt jedoch ab...
Er ist zwar aktiver als vorher, frisst aber immer alles, was ich ihm ins Becken lege...

Kotuntersuchung ist leider nicht bzw. sehr schwer möglich, da er seinen eigenen Kot direkt nach dem ausscheiden kaputt tritt...

@Lerad hast du evtl eine Idee, wieso er abnimmt? Gerade wiegt er 266 Gramm
 
Wassn

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AW: Frage zu Mauremys reevesii

Ich würde auf Parasiten tippen. Keine Ahnung, ob so ein Paddelheld auch eine Schilddrüsenüberfunktion haben kann. :oops:
 
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nulldreialex

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AW: Frage zu Mauremys reevesii

Ich würde auf Parasiten tippen. Keine Ahnung, ob so ein Paddelheld auch eine Schilddrüsenüberfunktion haben kann. :oops:
Im Tierheim würde er nochmal getestet, da war alles negativ. Seither halte ich ihn in Einzelhaltung... da kann er ja eigentlich keine Parasiten bekommen...
Das er abnimmt ist auch erst so, seitdem er die Panzerverletzung hat, über welche der Thread eigentlich ging.

Er kriegt sonst nur trocken und / oder Frostfutter. Es gab nur ein Mal lebend Futter, da er an dem Zeitpunkt gar nicht gefressen hat. Das war aber auch herabgekühlt.
 
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Mr. Ed

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AW: Frage zu Mauremys reevesii

Im Tierheim würde er nochmal getestet, da war alles negativ. Seither halte ich ihn in Einzelhaltung... da kann er ja eigentlich keine Parasiten bekommen...
So einfach ist das leider nicht, unterschiedlichste Parasiten kann man sich auf unterschiedlichsten Wegen einschleppen. Davor ist auch ein Tier in Einzelhaltung nicht sicher, selbst wenn es das einzige Tier des Halters ist. Futter, Pflanzen etc. kann sich schliesslich niemand in nachweislich absolut unbedenklicher Qualität aus dem Hut zaubern.

Das Problem ist vielmehr ein anderes, nämlich das blinde Vertrauen in Kotuntersuchungen. Ist nicht als Vorwurf gemeint, aber ein paar Dinge sollte sich jeder bewusst machen, auch ohne jegliche tiefere Kenntnis der Parasitologie:
- eine Kotprobe ist immer nur eine Momentaufnahme!
- nicht alle Stadien aller Endoparasiten werden gleichmäßig und mit jedem Kotabsatz ausgeschieden.
- btw: Kot ist nicht bei jedem Parasiten und jedem Reptil das Mittel der Wahl.
- wichtig sind kurze Wege von Kotabsatz bis Untersuchung, manche Parasiten, z.B. Flagellaten, sind bestenfalls wenige Stunden nachweisbar.
- wichtig ist, möglichst frische Proben untersuchen zu lassen, ohne Fremdstoffe daran.
- dann spielt es eine Rolle, welche Untersuchungsmethode man gewählt und bezahlt hat, bzw. worauf das Labor überhaupt testet. Kotuntersuchung ist nicht gleich Kotuntersuchung.
- dann spielt es eine Rolle, ob die Untersuchung von einem reptilienkundigen TA oder einem spezialisierten Labor durchgeführt wurden, oder ob ein nicht-reptilienkundiger TA es vielleicht gut meinte und sich die Probe selbst auf einen Objektträger geschmiert und mal durch's Mikroskop geschaut hat. Gerüchten zufolge haben sich schon erfahrene Leute durch simple Luftbläschen in die Irre führen lassen...
- es ist schön, wenn im Tierheim irgendwann vor der Abgabe eine Probe untersucht wurde. Wie geschrieben, sind das nur Momentaufnahmen. Vielleicht war zu dem Zeitpunkt nichts nachweisbar, das Tier aber dennoch von Parasiten befallen. Vielleicht gab es einen latenten, unbedenklichen Befall, der erst durch Stress (Transport, Eingewöhnung in die neue Umgebung, zwischenzeitlich vermutlich noch der Besuch beim TA, auch wenn darauf nicht mehr weiter eingegangen wurde) quasi eskalierte.

Ob der Gewichtsverlust von 277g am 18.06. auf 266g heute nun wirklich dramatisch ist, und nicht vielleicht rein am zögerlichen Fressverhalten liegt, kann ich aus der Ferne natürlich nicht beurteilen.

P.S.: zum Thema Parasitologie habe ich bewusst stark pauschalisiert und hoffentlich für Laien nachvollziehbar geschrieben, da dieser Themenkomplex in seinem Gesamtumfang schlicht und ergreifend nicht leicht verständlich in wenigen Sätzen aufzuarbeiten ist. Man möge mir das verzeihen, nur für den Fall, sollte hier jemand auf der Suche nach Haaren in der Suppe sein.
 
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nulldreialex

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AW: Frage zu Mauremys reevesii

@Mr. Ed vielen Dank für deine ausführliche Antwort.

Ich würde ja gerne einmal eine Kotprobe abgeben, wie ich es bei meinen anderen Tieren auch mache (1-2 Mal pro Jahr). Leider wird das bei ihm ziemlich problematisch.

Ich habe schon so viel probiert ansatzweise an Kot zu kommen, hat bis jetzt leider nicht geklappt...

Ja, es ist nicht so extrem. Als ich ihn bekommen habe, war er noch leichter. Wollte nur einmal Meinungen einholen, durch was dieser Gewichtsverlust hervor gerufen werden kann.

Bei dem letzten Tierarzt Besuch, meinte er vom rein äußerlichen Zustand, dass er, bis auf den Panzer, gut "in Schuss" ist :D
 
Lerad

Lerad

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AW: Frage zu Mauremys reevesii

Hallo,

bei einer Gewichtsabnahme trotz gutem Appetit liegt der Verdacht von Parasiten tatsächlich nahe.
Das ist auch mein erster Tipp.

Zu dem Thema wurde ja auch bereits alles wichtige gesagt und auch gut erklärt.

Ich finde 10g Schwankungen über einen halben Monat (mitten in der vollaktiv Phase) aber auch noch nicht wahnsinnig alarmierend. Vor allem wenn, wie bei dir, am Anfang nur wenig gefressen wurde.

Grüße
Der Lerad
 
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Mr. Ed

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AW: Frage zu Mauremys reevesii

Nicht verwunderlich, viele Reptilien wollen Ruhe beim jagen und fressen. Hilfreich kann schon ein entsprechend strukturiertes und bepflanztes Becken sein... Bepflanzung wurde zwar erwähnt, aber nicht weiter erläutert. Sichtschutz ist viel wert, wenn der begrenzte Raum des Beckens nur bedingt Rückzugsmöglichkeit bietet.
 
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nulldreialex

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AW: Frage zu Mauremys reevesii

Habe neue Pflanzen gekauft, die alten waren irgendwie weg... Jetzt frisst er wieder normal :D

Ich habe aber noch eine Frage... Wie lange braucht es, bis die Verletzung des Panzers verheilt ist? Gibt es ja bestimmte Zeitspannen oder ist das von Tier zu Tier unterschiedlich?

Mein TA hat gesagt, ich soll etwas Wachs darüber "schmieren", solang der Knochen noch zu sehen ist 🤔
 
Lerad

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AW: Frage zu Mauremys reevesii

kommt auf die Größe der Wunde an, auf die Gesundheit vom Tier und auf den Stoffwechsel (Temperatur und Nahrung etc.)

Bis so was verheilt ist kann es aber Monate Dauern. Und in der Regel bleibt es immer Sichtbar das der Panzer da mal einen Schaden hatte.
 
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nulldreialex

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AW: Frage zu Mauremys reevesii

Der Panzer ist leider immer noch nicht in einem guten Zustand... Garnelen o.ä werden auch nicht angerührt. Nur Sticks und teilweise Sepia Schalen... der Panzer erinnert mich an die Mond/Mars Oberfläche...

Die offene Stelle ist auch nicht hart usw... habe nun ein neues Wachs-Stückchen draufgeklebt und desinfiziert... Stoffwechsel scheint gut zu sein... Er frisst viel und schwimmt munter umher und sonnt sich... Soweit ich weiss wurde er von dem Vorbesitzer nie überwintert... Da gehe ich Mal von aus, dass es jährlich 28°c bei dem war...

Vielleicht muss er sich noch daran gewöhnen dann die Wassertemperatur sich immer Mal wieder verändert... Armer Racker 😔
 
Lerad

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Die Form vom panzer wird sich nie mehr ändern. So wie er mal gewachsen ist, so bleibt er.
Also da bitte nicht erwarten dass sich das durch eine gute Haltung noch mal ändert.

Der Panzer wird nur zukünftig gesund und ohne deformation weiter wachsen.
Es werden neue Panzerplatten über die offenen Stellen wachsen. Aber man wird immer sehen das da mal eine Verletzung war.
 
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