Meerschweinchen hat Angst vor neuen Artgenossen?!

Diskutiere Meerschweinchen hat Angst vor neuen Artgenossen?! im Haltung, Verhalten und Pflege Forum im Bereich Meerschweinchen; Hallo zusammen ich hoffe das ihr mir helfen könnt oder ein Rat habt : Wir haben seit Februar dieses Jahr 2 Meerschweinchen gehabt.Diese waren von...
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Meerikrauler

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Hallo zusammen ich hoffe das ihr mir helfen könnt oder ein Rat habt :
Wir haben seit Februar dieses Jahr 2 Meerschweinchen gehabt.Diese waren von Anfang an immer zusammen.Leider ist am Montag eines verstorben.Wir haben am Dienstag direkt ein neues Meerschweinchen geholt aus Angst das unser verbleibenden Meerschweinchen sonst auch stirbt.Jetzt das Problem :seit her hat das meerschweinchen das schon da war nix zu sagen.Es isst nicht mehr so richtig und ist immer nur in seinem Häusschen.Er traut sich nicht Mal mehr an die Futterschüssel .Wir haben jetzt ein Böckchen und ein Kastrat.Vielleicht wisst ihr einen Rat ?


Mit freundlichen Grüßen
 
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Angelika

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AW: Meerschweinchen hat Angst vor neuen Artgenossen?!

Wie alt sind die Tiere? Woran starb das Tier? Welches ist der Kastrat ? Wie ist die Haltung (Fotos wären gut)? Woher stammen die Tiere, wie haben sie vorher gelebt?
Ich habe 25 Jahre lang ausschließlich Böckchen/Kastrate in Gruppen und Paaren gehalten und viele Faktoren können dazu führen, dass das Zusammenleben nicht harmonisch ist. Und leider gibt es auch immer Tiere, die nicht für das gleichgeschlechtliche Zusammenleben gemacht sind (hatte selbst wiederholt junge Böckchen, die direkt nach dem Einzug meinten, sie müssten den bisherigen Chef vermöbeln, und ein Tier, das trotz Frühkastration mit keinem meiner liebe Kastraten leben wollte). Daher wäre es wichtig zu wissen, mit welcher Konstellation du es zu tun hast und vor allem auch, wie sie leben.
Edit: und wenn ein Tier plötzlich stirbt, kann es natürlich sein, dass eine Krankheit im Bestand ist und auch das andere Tier geschwächt wäre.
 
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Meerikrauler

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AW: Meerschweinchen hat Angst vor neuen Artgenossen?!

Der neue ist der Kastrat.Das Böckchen haben wir seit februar.Wir haben aktuell noch zwei Käfige zusammen gestellt.In den Tagen kommt unser neues Gehege dies ist dann ein songmics Gehege .Leider wissen wir nicht woran das andere meerschweinchen gestorben ist Ta und wir denken es war eine Futterumstellung.Der Kastrat lebte vorher mit Mädels er ist ca.6 Monate.Das Böckchen lebte mit seinem Kumpel (der gestorben ist ) zusammen.Das Böckchen ist auch ca 5 -6 Monate .
 
Wassn

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AW: Meerschweinchen hat Angst vor neuen Artgenossen?!

Hi,
leider ist nicht alles leicht zu erklären.
Dein Böckchen hat Zeit seines Lebens mit ein und dem selben Kumpel zusammen gelebt. Waren es Brüder und auch gleich alt?
Wenn das der Fall war, ist dein Böckchen leider nicht gut sozialisiert. Junge Meerschweinchen leben alles, was sie zum Leben brauchen, von den älteren Tieren. Dieser Prozess kann bis zu einem Jahr dauern. Dh.... wachsen Babyschweinchen nur unter Gleichaltrigen auf, entwickeln sie aus der Not heraus, eigene Verhaltensweisen. Stirbt dann einer aus solch einer Verpaarung, fällt für den "Überlebenden" das Kartenhaus zusammen. Er hat nie gelernt, andere Meerschweinchen richtig zu verstehen. Wahrscheinlich ist das neue Tier für ihn ein Schock.
Hinzu kommt, dass beide Tiere in der "Rappelphase" sind, das ist so etwas wie die Pubertät.... Die findet bei Meerschweinchen so im Alter um ein halbes Jahr statt.
Hat der Kastrat vorher mit erwachsenen Mädels zusammen gelebt ? Dann bringt er wahrscheinlich eine etwas bessere Verhaltensbasis mit, als euer Tierchen.
Wobei es gerade in dem Alter von einem halben Jahr herum sehr wichtig ist, dass ein Erwachsenes Tier bei den "Jungstars" lebt und ihnen zeigt, wer die Hosen an hat. So ein erwachsenes Tier gibt aber auch Sicherheit.
Hier haben die Jungtiere sich richtig an den "Alten" orientiert. Hinter ihnen Schutz gesucht, ihnen das Futter aus dem Mund geklaut, weil dass kann man sicher essen, usw. Und manchmal haben sie auch die Großen geneckt, um sie zu testen.
Wenn die beiden in 2 Gitterkäfigen leben, die nebeneinander stehen, ist die Zwischenwand offen, so dass sie sich auch richtig kennenlernen können oder sitzen sie quasi jeder in seinem eigenen Käfig? Wenn 2.teres der Fall ist, würde ich sie trennen und erst wieder im Songmixsgehege zusammen lassen....
Und bedenke, dass beide in der Rappelphase sind... in dieser Phase entscheidet sich auch oft, ob die Tiere bockverträglich bleiben oder nicht. Es kann also sein, dass sie sich so zerstreiten, dass du beide niemals mehr in reiner Bockhaltung halten kannst.
Zusammengefasst:
Das Songmicsgehege sollte 2 qm groß sein, für die beiden Jungs.
Bitte mache dir Gedanken, auch dein Böckchen kastrieren zu lassen. Sollten sich die beiden verkrachen, kann es sein dass dein Böckchen sich in Zukunft nur noch mit Weibchen verträgt. Dann muss er kastriert sein. Und er ist noch so jung.....
Die beiden erst zusammen lassen, wenn die richtige Vergesellschaftung im neuen Gehege beginnt.
Sich Gedanken machen, was du tun willst, wenn es kracht.....
Die Kombination des Alters ist nicht gut.... Woher stammt der Kastrat, also aus welcher Quelle? Könntest du ihn gegen einen ruhigen, 1-1,5jähren Kastraten austauschen, der schon Erfahrung mit Jungböcken hat? Manchmal geben gute Züchter solche Tiere ab und manchmal findet sich solch ein Tier auch in einem Tierschutzverein.
 
Schokofuchs

Schokofuchs

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AW: Meerschweinchen hat Angst vor neuen Artgenossen?!

Hallo Meerikrauler, und erstmal mein Beileid zum Verlust deines Meeries.

Es ist schön, dass du zeitig einen neuen Kumpel für das verbliebene Schweinchen geholt hast.

Zwei Meerschweinchen brauchen mindestens 2 Quadratmeter Platz - mehr ist immer besser, besonders wenn die Schweinchen sich untereinander nicht 100% verstehen. Mit dem geplanten Songmicsgehege kannst du den beiden dann schön viel Platz anbieten, den du mit vielen Unterständen schweinchengerecht einrichten kannst, das ist super! :) (Unterstände ohne Wände, also kleine "Tischchen", oder Häuser mit mindestens 2 Ein- und Ausgängen sind Pflicht, damit kein Tier in eine Sackgasse gedrängt werden kann.)

Böckchen sollte man immer (besser früher als später) kastrieren lassen. Das ist im wahrsten Sinne des Wortes Tierschutz, denn nicht immer vertragen sich Jungs untereinander. Auch Gruppen oder Paare, die jahrelang gut gelaufen sind, können mehr oder weniger von heute auf morgen "kippen" und sich plötzlich attackieren. Wenn die Männchen schon kastriert sind, kann man sie ohne Wartezeiten zu Weibchen lassen, damit sie nicht alleine sitzen. Ist ein Bock dann noch potent, muss erst ein Kastrationstermin vereinbart werden, und nach erfolgter Kastration eine Wartefrist von 6 Wochen abgesessen werden, bevor das Tier sicher zeugungsunfähig ist. Das sind also im schlimmsten Fall ~8 Wochen Einzelhaft, was für hochsoziale Tiere wie Meerschweinchen pure Folter ist. Worauf ich hinaus will: Das Böckchen zeitnah zur Kastration anmelden. Junge Tiere stecken die Narkose auch noch gut weg ;)

Was helfen kann, um die Situation zu entspannen: mehr Futterstellen anbieten. Ich gebe zum Beispiel Frischfutter in meinem Gehege immer über mindestens die Hälfte der Fläche verteilt, damit meine Tiere was zu tun haben, und es nicht so einfach ist, einem der rangniedrigeren Tiere das Essen wegzunehmen, weil es nahezu überall was neues finden kann. Auch Heu und Wasser sollte an mindestens zwei verschiedenen Stellen angeboten werden.

Und wie Wassn auch gerade schreibt - ein erwachsenes Schweinchen wäre hier die bessere Wahl gewesen, weil die "kleinen" noch kein ausgereiftes Sozialverhalten haben. Eventuell können dein Bock und dein neuer Kastrat nicht richtig mtieinander kommunizieren, weil der Bock und das verstorbene Böckchen ihre eigene Sozialsprache untereinander entwickelt hatten. Das kannst du dir ungefähr vorstellen, wie eine "Geheimsprache", die man sich als Kind früher vielleicht ausgedacht hat.
 
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