Wann ist ein Hund ein Rassehund?

Diskutiere Wann ist ein Hund ein Rassehund? im Allgemeines Forum im Bereich Hunde; Guten Tag, meine Familie hat sich vor kurzem einen Rassehund im Welpenalter gekauft. Die Anzeige stand im Internet drin, der Züchter gab sich...
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Christopher76

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Guten Tag,

meine Familie hat sich vor kurzem einen Rassehund im Welpenalter gekauft.
Die Anzeige stand im Internet drin, der Züchter gab sich als Züchter aus und der Welpe sollte angeblich gesund sein.
Die Eltern lebten auch dort.

In der Zeit in dem der Welpe bei uns lebte, kamen immer mehr Unstimmigkeiten zusammen und wir erfuhren, dass der Züchter wohl auch garkeinen Gewerbeschein hat.
Wir hatten uns für eine Rasse entschieden, die spezielle Eigenschaften haben soll. Im laufe der Zeit bemerkten wir aber untypische Fellzeichnungen und weiteres, was zwar nicht störend war, aber der Hund war leider krank und nicht sozialisiert.

Wegen der Anonymität, möchte ich nicht mehr erzählen, aber ich möchte fragen, ob der Welpe rechtlich ein Mischling wäre, wenn der Züchter nicht zur Zucht berechtigt ist und die Elterntiere keine Zuchttiere sind. Also sagen wir mal die Eltern sind ebenfalls ursprünglich von Vermehren abgestammt.
Darf man den Hund in diesem Fall überhaupt Golden Retriever, Jack Spaniel oder Collie usw. nennen?

Der Hund war auch kein Schnäppchen. Er hat so viel gekostet wie einer vom Züchter, weshalb wir gutgläubig den Hund kauften.

Mit Freundlichen Grüßen
Christopher76
 
Amy Rose

Amy Rose

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AW: Wann ist ein Hund ein Rassehund?

Ein Rassehund ist ein Hund, der von einem Züchter kommt der in einen anerkannten Verein Mitglied ist und für seine Tiere Papiere + alle gesundheitlichen vorsorgen getroffen hat

Hat der Züchter keine Papiere ist es für mich kein sauberer Züchter und dann tut man besser dran von einem Mischling auszugehen.
 
Wassn

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AW: Wann ist ein Hund ein Rassehund?

Hi,
Herzlich Willkommen hier im Forum.
Meintest du mit "Gewerbeschein" einen Züchterschein oder sonstiges? Handelt es sich um eine eingetragene Zucht? Habt ihr für den Kauf des Hundes Papiere bekommen?
Ich sage es mal so:
Selbst wenn ein Hund aus einer ordentlichen Zucht kommt, gibt es keine Garantie auf seine Gesundheit.
Die Rasseeigenschaften sind auch bei den Rassetieren unterschiedlich stark ausgeprägt.

Ich würde mit dem Tier zum Tierarzt gehen und ihn dort durchchecken lassen. Ebenso kann dort evtl auch die Rasse oder die "Mischung" festgelegt werden.

Falls ihr den Hund als "Rassehund" gekauft habt, Papiere habt die dies aussagen und dann der Hund ein Mischling sein sollte, dann könnt ihr dies evtl sogar rechtlich angehen. Das könnte dann als "Betrug" gelten.
Was dann vielleicht auch die Rückgabe des Tieres zu Folge hätte, evtl aber auch nur die Erstattung eines Teils des Kaufgeldes. Aber da kenne ich mich mit dem Rechtswesen nicht aus, sind nur Vermutungen.
Es wäre dann eher spannend, diesen Züchter anzuzeigen, wenn er Rassehunde als solche verkauft und sie in Wirklichkeit keine sind......

Wie habt ihr den "Züchter" gefunden, über die "Eb... Klein... gen"?
Dort sind sehr viele "schwarze Schafe" unterwegs......

Falles es sich um eine ordentliche Zucht handelt, wird diese Zucht auch in der Regel von Veterinäramt geprüft sein.

LG,
Wassn
 
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Christopher76

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AW: Wann ist ein Hund ein Rassehund?

Vielen Dank, so hatte ich es vermutet aber habe keine Info im Netz gefunden.
Wir werden da noch rechtliche Schritte einleiten und ich möchte mir sicher sein, dass meine Vermutungen so stimmen.
 
Wassn

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AW: Wann ist ein Hund ein Rassehund?

Ich bin mir halt mit dem rechtlichen nicht sicher. Daher auch die Frage, ob ihr Papiere mitbekommen habt oder einen Kaufbeleg habt, wo die Rasse drauf steht. Und so ein Rassetier ist ja nicht billig.
Vorher würde ich mir allerdings von einem Tierarzt die "Rasse" bestätigen lassen. Es braucht quasi eine Grundlage, um den Betrug auch beweisen zu können. Wie lange ist der Hund denn schon bei euch?
Und wart ihr schon mit ihm bei einem Tierarzt und habt die Quittungen aufgehoben?

Viel Glück!
 
C

Christopher76

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AW: Wann ist ein Hund ein Rassehund?

Hi,
Herzlich Willkommen hier im Forum.
Meintest du mit "Gewerbeschein" einen Züchterschein oder sonstiges? Handelt es sich um eine eingetragene Zucht? Habt ihr für den Kauf des Hundes Papiere bekommen?
Ich sage es mal so:
Selbst wenn ein Hund aus einer ordentlichen Zucht kommt, gibt es keine Garantie auf seine Gesundheit.
Die Rasseeigenschaften sind auch bei den Rassetieren unterschiedlich stark ausgeprägt.

Ich würde mit dem Tier zum Tierarzt gehen und ihn dort durchchecken lassen. Ebenso kann dort evtl auch die Rasse oder die "Mischung" festgelegt werden.

Falls ihr den Hund als "Rassehund" gekauft habt, Papiere habt die dies aussagen und dann der Hund ein Mischling sein sollte, dann könnt ihr dies evtl sogar rechtlich angehen. Das könnte dann als "Betrug" gelten.
Was dann vielleicht auch die Rückgabe des Tieres zu Folge hätte, evtl aber auch nur die Erstattung eines Teils des Kaufgeldes. Aber da kenne ich mich mit dem Rechtswesen nicht aus, sind nur Vermutungen.
Es wäre dann eher spannend, diesen Züchter anzuzeigen, wenn er Rassehunde als solche verkauft und sie in Wirklichkeit keine sind......

Wie habt ihr den "Züchter" gefunden, über die "Eb... Klein... gen"?
Dort sind sehr viele "schwarze Schafe" unterwegs......

Falles es sich um eine ordentliche Zucht handelt, wird diese Zucht auch in der Regel von Veterinäramt geprüft sein.

LG,
Wassn

Der Hund ist leider schon bei neuen Besitzern, ich schreibe dazu gern noch mehr, wenn wir rechtlichen Beistand bekommen haben und sich der Fall erledigt hat. Wir sind dermaßen traurig und vermissen das Tier.

Der Züchter gab sich als Züchter aus, aber erst im Nachhinein, als wir bemerkten dass wir belogen wurden, haben wir recherchiert und herausgefunden dass er nicht beim Gewerbeamt angemeldet ist. Er macht das schwarz.

Wir kannten uns bis vor kurzem nicht aus, dass der Züchter eingetragen sein muss. Das ist er definitiv nicht.
An Papieren haben wir bekommen: Impfausweis mit Chipnummer, und eine Rechnung. Keine Ahnentafel oder sonstiges in der Art.

Der Hund war bei Eb. drin, ja :/
 
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Wassn

Wassn

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AW: Wann ist ein Hund ein Rassehund?

Ich weiss nicht, ob man als Züchter beim Gewerbeamt angemeldet sein muss, ich meine eher nicht. :confused:
 
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Christopher76

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AW: Wann ist ein Hund ein Rassehund?

Ich bin mir halt mit dem rechtlichen nicht sicher. Daher auch die Frage, ob ihr Papiere mitbekommen habt oder einen Kaufbeleg habt, wo die Rasse drauf steht. Und so ein Rassetier ist ja nicht billig.
Vorher würde ich mir allerdings von einem Tierarzt die "Rasse" bestätigen lassen. Es braucht quasi eine Grundlage, um den Betrug auch beweisen zu können. Wie lange ist der Hund denn schon bei euch?
Und wart ihr schon mit ihm bei einem Tierarzt und habt die Quittungen aufgehoben?

Viel Glück!

Rechtlichen Beistand holen wir uns so oder so, weil wir auch in anderen Dingen betrogen wurden.
Kaufvertrag habe ich, allerdings ist jetzt der Hund und das Geld weg.
 
L

LaRamba

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AW: Wann ist ein Hund ein Rassehund?

Mir ist kein Gesetz bekannt das definiert, wann ein Rassehund ein Rassehund ist.
Nach Definition der Zuchtverbände/-vereine ist aber alles nicht reinrassig was nicht offiziell im Verband gezüchtet wurde. Züchten im Verband bedeutet umfangreiche gesundheitliche Untersuchungen um überhaupt eine Zuchtzulassung zu erhalten, aber auch z.B. eine Wesensbeurteilung und die optische Erscheinung ist maßgeblich. Zuchtausschlusskriterien sind klar definiert. Lückenloser Stammbaum. Die Zucht wird überwacht und muss nach den Kriterien des Verbands/Vereins erfolgen.
Bei vielen Vereinen kann man direkt auf der Homepage die Zuchtdatenbank einsehen, in der diese ganzen Untersuchungen/Prüfungen/Bewertungen des jeweiligen Hundes mit Zuchtzulassung aufgelistet sind.
Mit dem Welpen werden entsprechende Papiere an den neuen Besitzer ausgegeben, wie das Wurfabnahmeprotokoll durch den Zuchtwart und die Ahnentafel des Hundes, was man gerne "Papiere" nennt. Daneben Impfpass usw.
Kurz: Keine Papiere, kein reinrassiger Hund - nach Definiton der Verbände, das wird einen Richter aber in meinen Augen nicht interessieren, wie die Verbände definieren. Es gibt keine gesetzliche Pflicht, dass man in einen Verein oder Verband muss, wenn man Hunde züchten/vermehren möchte.

Wenn euch ein Hund als reinrassig verkauft wurde ohne Papiere, dann ist es schlichter Betrug, wenn der Hund tatsächlich ein Mischling ist.
Wenn der "Züchter" mit dem Verkauf der Welpen Gewinne erwirtschaftet, verstößt er gegen das Steuerrecht, wenn er diese Einnahmen verschweigt bzw. kein Gewerbe dafür anmeldet.
Angemeldet beim Veterinäramt sein bzw. eine Genehmigung haben, muss ein Züchter erst dann, wenn er eine bestimmte Anzahl Würfe pro Jahr oder eine gewisse Anzahl zuchtfähiger Hunde gleichzeitig hält (Erlaubnis nach § 11 Tierschutzgesetz).
 
A

Angelika

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AW: Wann ist ein Hund ein Rassehund?

Ein Hund aus nicht eingetragener Zucht kann zum Rassehund werden, wenn der zuständige Zuchtwart ihn dazu erklärt.
In unserer Familie kam der erste Hund von Privat, war beim Kauf 6 Monate alt, die Familie mit Kleinkind und Welpe überfordert gewesen. Gekauft hatten sie ihn als Labradormix (zieht wohl immer) von unbekannt.
Das Tier hatte herausragende Jagdhund-Eigenschaften, wurde entsprechend ausgebildet und vom zuständigen Zuchtwart als DK schwarzschimmel anerkannt (mit Vermerk "Nicht zur Zucht" - da optisch nicht einwandfrei, war aber egal, zu dem Zeitpunkt war der Rüde längst kastriert).
 
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Christopher76

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AW: Wann ist ein Hund ein Rassehund?

Wenn euch ein Hund als reinrassig verkauft wurde ohne Papiere, dann ist es schlichter Betrug, wenn der Hund tatsächlich ein Mischling ist.
Wenn der "Züchter" mit dem Verkauf der Welpen Gewinne erwirtschaftet, verstößt er gegen das Steuerrecht, wenn er diese Einnahmen verschweigt bzw. kein Gewerbe dafür anmeldet.
Angemeldet beim Veterinäramt sein bzw. eine Genehmigung haben, muss ein Züchter erst dann, wenn er eine bestimmte Anzahl Würfe pro Jahr oder eine gewisse Anzahl zuchtfähiger Hunde gleichzeitig hält (Erlaubnis nach § 11 Tierschutzgesetz).

Herzlichen Dank, das hilft uns sehr.

Im Prinzip geht es uns momentan darum, wenigstens das Geld wieder zu bekommen und das geht durch Anfechtung des Kaufvertrags zum Beispiel wegen Betrug, wie von dir geschrieben.
 
Wolke24

Wolke24

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AW: Wann ist ein Hund ein Rassehund?

Hallo ich würde diesem Möchtegernzüchter das Handwerk legen von "Ebay Scheinanzeigen" so nenne ich das.
Würde das auch dem Vet Amt melden, das ist Betrug was da läuft🙈und die Polizei würde ich auch informieren.

Lg wolke24🌥
 
C

Christopher76

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AW: Wann ist ein Hund ein Rassehund?

Ein Hund aus nicht eingetragener Zucht kann zum Rassehund werden, wenn der zuständige Zuchtwart ihn dazu erklärt.
In unserer Familie kam der erste Hund von Privat, war beim Kauf 6 Monate alt, die Familie mit Kleinkind und Welpe überfordert gewesen. Gekauft hatten sie ihn als Labradormix (zieht wohl immer) von unbekannt.
Das Tier hatte herausragende Jagdhund-Eigenschaften, wurde entsprechend ausgebildet und vom zuständigen Zuchtwart als DK schwarzschimmel anerkannt (mit Vermerk "Nicht zur Zucht" - da optisch nicht einwandfrei, war aber egal, zu dem Zeitpunkt war der Rüde längst kastriert).

Interessant, das wusste ich noch nicht.
Ich hoffe jedoch, dass der Richter erstmal die aktuelle Situation berücksichtigt und nicht davon ausgeht, dass der Hund irgendwann zum Rassehund werden könnte.
 
Wassn

Wassn

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AW: Wann ist ein Hund ein Rassehund?

Schau einfach, was du erzählst und was nicht. Du hast schon gut angefangen und keine Namen oder Zucht genannt. Obwohl der andere sehr wahrscheinlich "unehrenhaft" gehandelt hat, darfst du dir jetzt keinen "Rufmord" ans Bein lachen. Bedenke immer, dass ein Forum ein öffentlicher Raum ist.
Dies gilt auch für später, wenn sich alles rechtlich geklärt hat.
Aber mich würde einfach interessieren, wie es ausgegangen ist.
Und wenn deine Betrugsbefürchtungen sich bewahrheiten sollten, dann kannst du den Züchter auch bei "Eb... Kl..." anzeigen, bzw. melden. Die sind unter anderem auch dankbar, wenn die schwarzen Schafe gemeldet werden.
 
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Christopher76

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AW: Wann ist ein Hund ein Rassehund?

Bedenke immer, dass ein Forum ein öffentlicher Raum ist.
Dies gilt auch für später, wenn sich alles rechtlich geklärt hat.
Aber mich würde einfach interessieren, wie es ausgegangen ist.
Und wenn deine Betrugsbefürchtungen sich bewahrheiten sollten, dann kannst du den Züchter auch bei "Eb... Kl..." anzeigen, bzw. melden. Die sind unter anderem auch dankbar, wenn die schwarzen Schafe gemeldet werden.

Das stimmt. Ich bin nach dieser Sache auch sehr vorsichtig geworden.
 
Meerschweinchenfibsy

Meerschweinchenfibsy

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AW: Wann ist ein Hund ein Rassehund?

Ein Rassehund wird nicht zum Rassehund wenn er oder die Eltern Papiere haben bzw. die Verkäufer eingetragene Züchter sind, sondern wenn die optischen Rassemerkmale im wesentlichen erfüllt sind.
 
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