läufige Hündin - plötzliche Verhaltensstörung

Diskutiere läufige Hündin - plötzliche Verhaltensstörung im Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde; Hallo, unsere Hündin (altdeutscher Schäferhund), gerade 1 Jahr alt und zum zweiten Mal läufig, fängt wieder an zu "spinnen", d.h. kann plötzlich...
A

Annadieerste

Beiträge
1
Punkte Reaktionen
0
Hallo,
unsere Hündin (altdeutscher Schäferhund), gerade 1 Jahr alt und zum zweiten Mal läufig, fängt wieder an zu "spinnen", d.h. kann plötzlich nicht mehr normal über unsere Laminatböden laufen ohne durchzudrehen und betritt deshalb manche Räume im Haus nicht mehr. Das hat sie bei der ersten Läufigkeit schon so gemacht, dann war es wieder weg und sie wieder normal, und jetzt fängt sie wieder damit an. Es gibt für uns keinen erkennbaren Grund für dieses Verhalten. Sie steht dann vor dem Raum (Wohnzimmer oder Flur), jammert/fiept, will gerne rein zu uns, traut sich aber nicht, nicht mit gut zureden, nicht mit Leckerlis locken, nicht mit am Halsband nehmen (dann wehrt sie sich), mit nichts. Wir sind ratlos. Hat jemand eine Erklärung dafür oder weiß jemand, was man tun könnte (Globuli, Bachblüten, o.ä.)?

Sie ist anscheinend sowieso eher ängstlich und zögerlich, keinesfalls sehr neugierig, so geht sie z.B. auch nicht mit uns in unseren schönen Kellerraum (Ritterkeller), nicht die Treppe rauf zum Schlafzimmer, etc. Auch bei Freunden geht sie nicht in die Wohnung, obwohl dort ihr Bruder wohnt, mit dem wir oft Kontakt haben und spazieren gehen und spielen. Aber man sieht sie nie mit eingeklemmtem Schwanz als Zeichen der Angst. Draußen im Freien ist sie ganz normal, kontaktfreudig, spielt gern mit anderen Hunden, da ist sie ziemlich dominant und alles andere als ängstlich.
 
Maria 2

Maria 2

Moderatorin
Beiträge
3.466
Punkte Reaktionen
2.910

AW: läufige Hündin - plötzliche Verhaltensstörung

In der Läufigkeit verändert sich fast jeder Hund. Bei uns war eigentlich bei der ersten gar nichts. Bei der zweiten war sie sehr ängstlich und in der anschließenden Zeit, Scheinträchtigkeit, wollte sie überhaupt nicht mehr spazieren gehen und nur daheim bleiben. Die Zeit so gut wie möglich durchbringen. durch die Läufigkeiten werden sie ja auch erwachsen, deshalb sollte man ja auch nicht zu früh kastrieren.

In so Situation wo sie ängstlich wirkt müsst ihr eine Stütze sein. Ich würde das Geschirr und Leine dran machen, noch mal mit ihr vor den Raum herum laufen und ihre Aufmerksamkeit erreichen und dann mit ihr zielstrebig durch die Tür gehen, nicht zögern sondern ganz bestimmt, noch die Aufforderung, weiter wir gehen jetzt da rein.
Hatten so ein Problem mit unserer Hunderampe ins Auto, eine Zeitlang funktionierte es super, gab immer Leckerlie, freundliches Zureden und so und plötzlich ging nichts mehr. Sie wollte nicht mehr hoch. Haben das dann bei unserer Hundetrainerin besprochen, sie meinte das sind die Schwankungen im Hormonhaushalt einer Hündin, durch die sie dann unsicher werden können. Deshalb müsst ihr ganz bestimmend handeln, nicht mit locken, Leckerlie oder so, sondern ihr zeigen was ihr von ihr wollt und ihr dadurch die Unsicherheit nehmen.
 
Wolke24

Wolke24

Beiträge
10.122
Punkte Reaktionen
8.505

AW: läufige Hündin - plötzliche Verhaltensstörung

Hallo noch kurz zur Unsicherheit Laminat🙂legt rutschhemde Läufer aus, dann hat sie vtl. keine Angst mehr abzurutschen.

Hormone verursachen so manches, wie bereits @Maria 2 geschrieben hat.

Lg wolke24🌥
 
Mausilla

Mausilla

Beiträge
4.678
Punkte Reaktionen
659

AW: läufige Hündin - plötzliche Verhaltensstörung

Läufigkeit und nachfolgende Scheinträchtigkeit können das Verhalten einer Hündin zeitweise deutlich verändern.

Manches kann man einfach nur aussitzen. Rosie z.B. wird immer ziemlich stark scheinschwanger. Und ist dann wie ausgetauscht. Irgendwie depri, will nicht spielen, nicht wirklich laufen, zieht sich zurück und frißt auch manche Sachen nicht mehr. Die sie sonst immer gern frißt. Wir lassen sie und warten, bis es vorbei ist.

Bei Eurer Hündin würde ich aber grundsätzlich an der Unsicherheit/Ängstlichkeit arbeiten. Allerdings anfangen, wenn sie wieder im "Normalmodus" ist.

Wenn sie irgendwo nicht reingehen will, freudig bestimmt - komm, wir gehen jetzt und einfach weiter. Als wenn es das normalste von der Welt ist.

Nicht locken, nicht großartig loben. Das macht die Sache zu etwas Besonderem, ihr wertet das damit auf. Das macht unsichere Hunde oft noch unsicherer. Einfach selbstverständlich sollte es sein.
Das müßt Ihr aber auch so rüberbringen können. Keine innere Erwartungshaltung aufbauen, oje, jetzt wird sie gleich wieder rumspinnen oder sowas.

Wie reagiert Ihr bspw., wenn sie nicht in ein Zimmer will, davor steht und rumfiept?
 
Thema:

läufige Hündin - plötzliche Verhaltensstörung

Oben