Thema Niesen, eure Erfahrungen

Diskutiere Thema Niesen, eure Erfahrungen im Krankheiten und Kastration Forum im Bereich Meerschweinchen; Meine Tierärztin sagte gestern, dass die Behandlungsmöglichkeiten (Spülung/OP) bei solchen Ohrensachen immer schwierig sind, aber am wenigsten...
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LaRamba

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AW: Thema Niesen, eure Erfahrungen

Meine Tierärztin sagte gestern, dass die Behandlungsmöglichkeiten (Spülung/OP) bei solchen Ohrensachen immer schwierig sind, aber am wenigsten Erfolg versprechen wenn das Tier auch unter Niesen/Schnupfen leidet. Das ist allerdings mehr aus der Kaninchenbehandlung abgeleitet, sie sagt, über Kaninchen gibt es eigentlich bei allem mehr Erfahrungswerte als bei Meerschweinchen. Grundsätzlich führt sie solche Eingriffe nur durch wenn es gar nicht anders geht, sozusagen als letzte Rettungsmaßnahme. Die Erfolgsquote sei aber überschaubar. Gerade bei der OP verläuft der Heilungsprozess oft nicht so wie man es sich wünschen würde und bei der Spülung bekommt man aufgrund der engen/kleinen anatomischen Verhältnisse nie alles raus. Für uns steht da auch gar nichts davon zur Debatte.

Ich hatte nachgefragt ob diese Masse im Ohr Schmerzen machen kann bzw. stört. Sie sagte, es gibt dazu keine wirklichen Untersuchungen und da wir nicht wissen, was es genau ist, wäre eine definitive Aussage dazu nicht möglich. Im Innenohr gäbe es aber erstmal keine Schmerzrezeptoren.
Auch sagte sie, dass Ohrenentzündungen allgemein in den meisten Fällen von außen nach innen wandern, also Außenohr, Mittelohr, Innenohr, extrem selten findet es umgekehrt statt. Wir hatten äußerlich ja nie etwas. Es bleibt hier nichts weiter als zu beobachten und letztendlich ein weiteres CT nach einiger Zeit um den Verlauf zu beurteilen.

Ich habe wegen dem retrograden Zahnwachtum nochmal eine Mail zur Rückfrage an die Tierärztin gestellt. Das war gestern wieder so viel Information in kurzer Zeit. Wenn ich es aber richtig verstanden und behalten habe, äußerte sie es genauso ein wie du sagst, @Angelika, dass es sich bei der geringen Auffälligkeit erstmal nicht um einen behandlungsbedürftigen Befund handelt. Die Aussage, dass sehr viele Meerschweinchen so einen Befund haben, konnte ich bei meinen Recherchen auch finden. Ich berichte, wenn ich Antwort habe.

Die Sache mit dem Augenkneifen ist natürlich jetzt schwierig abzugrenzen. Die Tierärztin hat sie gestern nicht zimperlich abgetastet. Kopf, ums Ohr, Kiefer, alles sehr gründlich und nirgendwo das kleinste Schmerzanzeichen. Am Montag hatte ich nur hinter dem Ohr gekrault und das Auge wurde fest gekniffen. In die Ohren schauen gefällt natürlich keinem Schweinchen, aber links hat sie sich gestern sehr deutlich mehr gewehrt als rechts. Auch beim Abstrich.
Vor ein paar Monaten hatte ich ja schonmal berichtet, dass das Auge gekniffen wurde, zwischendurch ist das immer mal wieder zu sehen. Vorhin sah ich es beim Fressen, jetzt frisst sie und es ist nichts.
Meine Tierärztin ist aber so drauf, dass sie beim kleinsten Zweifel lieber Schmerzmittel gibt. Da das überhaupt als Option nicht zur Sprache kam gehe ich davon aus, dass sie keine Schmerzen annimmt.
 
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LaRamba

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Antwort von der Tierärztin:
Sie empfindet das retrograde Wachstum als noch sehr gering. Im CT gibt es hier aber nur subjektive Einschätzungen, keine Messparameter. Mit einer seitlichen Röntgenaufnahme könnte sie das Ausmaß genau berechnen.
Aktuelle Einschätzung ist, meist muss das retrograde Wachstum viel mehr ausgeprägt sein um relevant zu werden. Schmerzbehandlung nur, wenn Schmerzsymptome vorhanden sind, besonders beim jungen Tier immer Vorsicht mit Dauermedikation.

Was mir nicht klar ist und ich leider vergessen hatte sie zu fragen: Würden sich Schmerzen von retrogradem Zahnwachstum beim Abtasten zeigen?
 
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Angelika

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Sie würden sich zeigen, wenn das Tier die betroffene Seite zu schonen beginnt, dann werden die Schneidezähne schief.
 
Traudl

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Antwort von der Tierärztin:
Sie empfindet das retrograde Wachstum als noch sehr gering. Im CT gibt es hier aber nur subjektive Einschätzungen, keine Messparameter. Mit einer seitlichen Röntgenaufnahme könnte sie das Ausmaß genau berechnen.
Aktuelle Einschätzung ist, meist muss das retrograde Wachstum viel mehr ausgeprägt sein um relevant zu werden. Schmerzbehandlung nur, wenn Schmerzsymptome vorhanden sind, besonders beim jungen Tier immer Vorsicht mit Dauermedikation.

Was mir nicht klar ist und ich leider vergessen hatte sie zu fragen: Würden sich Schmerzen von retrogradem Zahnwachstum beim Abtasten zeigen?
Bei fortgeschrittenem retrogradem Zahnwachstum wollte mein Mohrle nicht mehr am Unterkiefer angefasst werden. Nach Schmerzmittel war es kein Problem mehr. Bei ihr waren Zähne des Unterkiefer betroffen.
 
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LaRamba

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Ich werde zur Sicherheit das Röntgenbild anfertigen lassen, dann besteht eine bessere Einschätzung.

Es war jetzt nichts mehr.
Der Kot bessert sich aktuell in kleinen Schritten seit ich das Bene Bac nicht mehr gebe. Und so gut gefressen wie die letzte Woche wurde auch schon lange nicht mehr. Die Näpfe sind komplett leer bis zur nächsten Fütterungszeit. Bis auf die äußerste Schicht vom Fenchel, aber die blieb hier schon immer liegen, auch bei den vorigen Schweinchen.
 
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LaRamba

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Ich hatte nun ja nochmal Kot eingeschickt weil immer noch immer mal wieder Matschkot aufgetreten ist.
Bei beiden konnten keine Parasiten nachgewiesen werden, ansonsten ist der Kastrat auch clean.
Beim Weibchen wurden Hefen nachgewiesen: "mittelgradiger Gehalt Cyniclomyces guttulatus (Hefen, in der Regel apathogen)"
Da haben wir dann wohl also die Ursache, passt ja auch zum ganzen Ablauf mit Antibiotika, dann Kokzidien... Und dazu würde wohl auch passen, dass es während Bene Bac eher noch schlechter war (Zucker, Nahrung für den Hefepilz).

Ich finde widersprüchliche Aussagen ob, wie, wann man behandeln sollte. Es gibt Aussagen, dass man unbedingt mit Nystatin ran soll, andere Aussagen sind, dass man Nystatin nur bei massiven Symptomen, also z.B. durchgehend Durchfall und/oder reduziertem Allgemeinbefinden, Gewichtsabnahme usw., einsetzen sollte, weil das Medikament auch nicht ohne sei und auch Zucker enthält. Bei leichten Symptomen sollte man eher auf Darmaufbau setzen, auch Kur mit Apfelpektin habe ich gefunden.
Mal sehen, was meine Tierärztin dazu sagt. Wie sind da eure Erfahrungen?
 
ulrike

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Ich würde es ohne Nystatin weiter versuchen. Gutes Frischfutter und gegebenenfalls Rodicare Dia.
 
Traudl

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Ich habe da sehr gute Erfahrungen mit Apfelpektin und Fibreplex
 
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Angelika

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Hier behandelt die TK bei Hefen nur, wenn massiver Befall vorliegt. Sie setzen auf Aufbau der Darmflora. Das kann lange dauern.
 
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LaRamba

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Danke euch!
So wäre es mir in dem Fall auch sympathischer.

Da hätte ich nun die Qual der Wahl mit was ich es angehe, ich habe sowohl Fibreplex als auch Rodicare Dia und Omniflor N im Haus, daneben noch Bene Bac Pulver. Apfelfaser habe ich auch hier.

@Traudl Wie gibst du das Apfelpektin in welcher Dosis?
 
Fini

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Das kann u.U. sehr lange dauern, ist aber machbar. Motte hatte mal einen so starken Befall, dass sie säuerlich aus dem Maul gerochen hat. (Leider hat damals das Nystatin noch viel schlimmeren Durchfall gemacht) Wichtig ist die Pilze nicht zusätzlich noch zu füttern, dh kein Zucker kein Getreide.
An deiner Stelle würde ich auch nicht zu viel verschiedenes auf einmal geben. Such dir 2 Sachen aus, eins morgens eins abends und nicht den Mut verlieren.
Übrigens kann auch gerne mal eine Medikamenten Unverträglichkeit dafür verantwortlich sein. In Mottes TA Akte steht dick und fett in rot "Kein Metacam/Melosus!" 😅

Apfelpektin gebe ich immer 1msp/Nase (ist hoffentlich erlaubt, weil kein Medikament)
 
ulrike

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Dr. Ruf empfiehlt keine Probiotika mehr. Diese Milchsäurebakterien passen gar nicht zum Meerschweinchendarm.
 
Traudl

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Hast ner PN
 
Pauli

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Noch ne Stimme für Apfelpektin. Ich habe es 3 Wochen lang morgens und abends in etwas Päppelbrei gemischt gegeben.
 
Joe63

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Meine kriegen ein Schlückchen Apfelpektin sofort wenn ich merke dass der Kot nicht passt und gut ist
 
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LaRamba

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Es ist ja immer noch so, dass der Kot nicht dauerhaft matschig ist. Als ich letzte Woche Kot gesammelt habe war gerade wieder eine matschige Phase, in den letzten 2-3 Tagen ist es wieder deutlich besser geworden. Inzwischen verlängern sich die guten Phasen auch.
Ich verstehe nur nicht ganz, warum das so wechselt, denn die Fütterung ist immer gleich. Darauf achte ich gerade sehr bewusst, dass es da nichts außer der Reihe gibt um den Überblick zu behalten.
Ich habe mich daher nun erstmal ausschließlich für Apfelpektin entschieden und damit gestern auch schon angefangen. Ich habs jetzt einfach auf ein Stück Gurke gegegeben, gewartet bis es vom Saft durchfeuchtet war und dann hat sie es anstandslos gefressen.

Das Niesen ist übrigens aktuell verschwunden... ich habe sie schon tagelang nicht mehr gehört. Da gibts noch ACC.
 
Traudl

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Auf Gurke streuen ist eine super Idee. Merk ich mir.
 
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LaRamba

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Die junge Dame ist da super pflegeleicht. Sie nimmt alles anstandslos. Spritzen muss ich ihr nur ans Maul halten und sie nuckelt alles weg. Das ist der Vorteil vom Nachteil, wenn ein Tier ständig krank ist... sie ist so wahnsinnig zutraulich durch die intensive Pflege in den letzten Monaten, man kann nicht am Gehege vorbeigehen, ohne dass Sie Kontakt aufnehmen möchte. Beim Ausfegen hüpft sie in der Kehrschaufel herum, dafür muss man aber z.B. bei der Krallenpflege aufpassen, nicht gebissen zu werden. Der Kastrat ist dabei eher in Schockstarre und kommt daher gar nicht auf die Idee sich zu wehren, aber das Fräulein macht ganz deutlich, wie doof sie sowas alles findet :cool: Je zutraulicher, umso wehrhafter kann man wohl sagen ;)
 
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LaRamba

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Inzwischen gibt es seit rund 1 Monat Apfelpektin, bzw. handelt es sich bei meinem Produkt nicht um reines Apfelpektin, sondern Apfelfaser mit extrahiertem Apfelpektin. Ich gebe morgens und abends jeweils eine Messerspitze auf Gurke.
Ganz in Ordnung ist der Kot immer noch nicht, jedenfalls nicht durchgehend. Es sind immer mal wieder matschige Böhnchen dabei. Aber es bessert sich schrittweise, allerdings in sehr kleinen Schritten.
Sie sind immer noch total gut drauf und absolut fit, fressen gut und die Gewichte sind völlig in Ordnung.
Ich werde mal sehen ob ich nich doch noch eine Kur mit Fibreplex starte. Zwischendurch hatte ich nochmal BeneBac Pulver versucht, das hat den Kot aber sofort wieder matschiger gemacht, also wieder abgesetzt.

Was mich sehr freut ist, dass das Niesen nahezu verschwunden ist. Unsere TÄ empfahl ja für 2 Wochen ACC Kindersaft nachdem sich im CT diese Masse im Innenohr gezeigt hatte und wir haben das dann nach Rücksprache nochmal verlängert, weil in der Zeit das Niesen auch immer weniger wurde. Es war ja schon vorher deutlich weniger als am Anfang, aber mit dem ACC besserte es sich schrittweise weiter. Inzwischen höre ich tagelang mal gar nichts und habe ACC von 2x täglich auf 1x täglich reduziert, demnächst werde ich es absetzen.

Am Montag ist das Kontroll CT angesetzt, ich bin gespannt wie sich das Ohr darstellt. Im besten Fall ist diese Masse einfach weg oder zumindest nicht gewachsen... bin für jeden Daumendrücker dankbar. Ich konnte da jedenfalls nichts Auffälliges mehr beobachten, dieses Ohrenkratzen mit Aufschrei kam nie wieder vor.
Am Montag werde ich auch nochmal das Röntgenbild wegen dem zu erahnenden retrograden Zahnwachstum ansprechen und durchführen lassen, wenn die TÄ das nicht als völlig unnötig sieht.
Besser jetzt als in ein paar Wochen oder Monaten, wenn dann die neue GOT gilt 🙈

Inzwischen bin ich wieder mit etwas mehr Hoffnung ausgestattet, dass wir den Tierarzt mal wieder nur für den tierärztlichen TÜV aufsuchen müssen, den wir schon immer alle 3 Monate machen lassen. Was in diesem Jahr mit den Schweinchen los war... 🙈
 
Joe63

Joe63

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Gute Besserung weiterhin :streicheln:
:daumen:
 
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