Krankes Meerschweinchen + Palliativmedizin

Diskutiere Krankes Meerschweinchen + Palliativmedizin im Krankheiten und Kastration Forum im Bereich Meerschweinchen; @Meerline : Du hast nur einen Teil meines Beitrags heraus geschnitten. Der Text ging noch weiter.
ulrike

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AW: Krankes Meerschweinchen + Palliativmedizin

@Meerline : Du hast nur einen Teil meines Beitrags heraus geschnitten. Der Text ging noch weiter.
 
Meerle

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AW: Krankes Meerschweinchen + Palliativmedizin

@Wassn ich versteh dich gut......wenn ich an meine Meerschweinchen-Haltung zurück denke, denke ich nicht nur an die schönen Momente, sondern auch daran, dass irgendwie immer eins krank war...und jedesmal hat es mir das Herz gebrochen, wenn eines gestorben ist. Meinen Liebling Merlin hab ich damals gefühlt wochenlang gepäppelt, und trotzdem musste ich ihn einschläfern lassen weil er irgendwann nicht mehr fressen wollte.
Letztendlich hab ich dann aus diesen Gründen die Haltung auslaufen lassen, weil ich es nicht mehr ertragen hab, immer wieder eins durch Krankheiten zu verlieren....
 
Wassn

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AW: Krankes Meerschweinchen + Palliativmedizin

@Wassn ich versteh dich gut......wenn ich an meine Meerschweinchen-Haltung zurück denke, denke ich nicht nur an die schönen Momente, sondern auch daran, dass irgendwie immer eins krank war...und jedesmal hat es mir das Herz gebrochen, wenn eines gestorben ist. Meinen Liebling Merlin hab ich damals gefühlt wochenlang gepäppelt, und trotzdem musste ich ihn einschläfern lassen weil er irgendwann nicht mehr fressen wollte.
Letztendlich hab ich dann aus diesen Gründen die Haltung auslaufen lassen, weil ich es nicht mehr ertragen hab, immer wieder eins durch Krankheiten zu verlieren....
Du sprichst mir aus dem Herzen. Ich merke einfach, dass ich für diese ganze "Rennerei" nach dem perfekten Tierarzt, der genau für diese Krankheit der perfekte Arzt ist, das ewige Suchen (und oft nicht finden) nach einer Diagnose, nicht mehr diese Energie investieren kann/mag. Oft bekommt man keine Antwort und noch öfter kann man am Ende dem Schwein noch nicht einmal richtig helfen. Klar gibt es auch die Momente, wo alles wieder gut wird.... Aber mal Hand aufs Herz: Wie oft sind die?
Meine beiden Arthrosentiere: sie haben mit 1,5 und 2 Jahren diese Diagnose bekommen. Ich habe nachgefragt, ob es an der Haltung liegen könnte. Antwort war: es sind die Gene, Veranlagung... usw.
Und ich frage mich halt, warum ich an einer Tierart festhalte, die so gesundheitlich instabil ist. Was ist der Gewinn? Meine komplette Freizeit fließt in die Tiere (da meine ich es nicht nu negativ, sie sind auch mein Hobby, mit dem ich gerne Zeit verbringe. Saubermachen und Co. meine ich damit nicht). Ich meine ewige Fahrten zu Tierärzten, stundenlanges Hocken beim Tierarzt, erneutes Hoffen, was dann wieder auf den Deckel bekommt. Die Kosten. Damit meine ich nicht die normalen Futter und Streu und auch mal höhere Tierarztkosten. Sondern die festen Tierarztkosten. Sally hat den Wert von einem Kleinwagen mittlerweile..... Das Positive: wir halten sie mit den wöchentlichen Zahnkorrekturen am Leben, seit 4,5 Jahren nun und Anfangs waren die Korrekturen ja auch noch nicht wöchentlich. Und dann, wenn ich daran denke, dass sie eines Tages nicht mehr sein wird, überkommt mich eine leichte Panik. Bin ich es so gewohnt, um ein Leben zu kämpfen, dass ich es nicht mehr hinbekomme, das Ende es selben anzusehen, also das Ende dieses Kampfes? Dieser Kampf ist seit 4 Jahren mein Alltag. Wenn der auf einmal weg ist, wird es komisch. Und doch wird es eine Erleichterung sein.

Noch ist es nicht so weit. Aber wer weiß. Sally hat ja nicht nur die Zähne.....

Und manchmal würde ich sie einfach in einen Karton setzen und bei meiner Tierärztin vor die Tür stellen. Leider kennt sie meine Tiere in und auswendig. Sie würde sie mir zurückbringen.
Wenn ich das in der Tierarztpraxis so sage, lachen wir alle... aber bei mir bleibt so ein kleiner, bitterer Beigeschmack kleben.
Ja ich mag Meerschweinchen trotzdem, darum geht es aber nicht.
 
M

M.Maas

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AW: Krankes Meerschweinchen + Palliativmedizin

Hallo @Wassn und all,
Ich kann dich sehr gut verstehen.
Zweimal hätte ich aus genau diesen Gründen meine Meerschweinhaltung bereits aufgegeben,
Auch ich frage mich immer wieder, ob es richtig ist mit all der Diagnostik, all die Therapieversuche.
Wenn ich an all meine Schweinchein zurückdenke, ist nur ein einziges ohne vorherige schwere Erkrankung gestorben. Und wenn ich an all die Kranken denke, dann sind viele davon noch Tage, Wochen, manchmal Monate unnötig dahingestorben, haben Behandlungen über sich ergehen lassen, päppeln, ja Zwangsfüttern.

Letztlich bin ich zu dem Schluß gekommen, daß diese kleinen Tierchen kaum Reserven haben, wenn sie krank sind, daß ihr Zustand schnell in eine Phase kommt, aus der es kein Zurück gibt, trotz aller Bemühungen. Und ab dann ist es nur noch Quälerei für Schweinchen und Besitzer!

Mein Fazit nach den vielen Jahren ist: ich ziehe viel früher als vor Jahren noch die Notbremse, ich lasse nicht mehr jegliche Diagnostik machen, ich lasse die Tiere gehen, sowie ich weiß, daß es keine Heilung mehr gibt und spätestens dann, wenn ich über viele Tage gepäppelt habe und das Tierchen nicht alleine wieder anfängt ausreichend zu fressen.
Das ist besser fürs Tier und auch besser für mich.


Und zu @Meerline: Dein Post war für mich ein einziger Vorwurf, eine einzige Vorhaltung! Deine Wortwahl war scharf und belehrend. Insofern verstehe ich nicht, daß du beleidigt abziehst. Jeder darf hier eine eigene Meinung zu dem Thema haben.
 
Wolke24

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AW: Krankes Meerschweinchen + Palliativmedizin

Hallo find es schade dass @Meerline deshalb ein Forum verlässt weil es verschiedene Meinungen gibt. Aber deine Reaktion gegenüber @Wassn ist grenzwertig. Jeder hier liebt sein Tier und gerade @Wassn hat viel Erfahrung und möchte nur das Beste für ihre Tiere.

Ob es Meeris sind oder andere Haustiere sind, wenn es keine Heilung mehr gibt und die Tiere nur noch mit Schmerzmittel hoch doseriert am Leben gehalten und auch noch gepäppelt werden müssen ist es Zeit über die Erlösung nachzudenken.

Unser vorletzter Hund hatte Demenz mit 14 Jahren, konnte nicht mehr selbstständig fressen und trinken.... war unsauber was Kot und Urin betraf. Sie wusste nichts mehr und erkannte zum Schluss fast uns nicht mehr. Wir haben sie dann gehen lassen und von vielen Bekannten haben wir zu hören bekommen wir hätten aus Bequemlichkeit unser Tier eingeschläfert. Wo waren diese Menschen in der Zeit der Intensivpflege?

Sie hatte keine Lebensqualität mehr und keine Heilung mehr in Aussicht, es war für den Hund eine Erlösung nicht für uns, denn wir hatten sie lange Zeit schon gepflegt und das gerne.

Ein Tier kann man erlösen😓


NS: @Meerline wenn wir Mods hier privat unterwegs sind schreiben wir normal und wir beteidigen uns auch hier privat am Forum. Sind wir als Moderatoren unterwegs die irgendwo eingreifen müssen, sind wir angehalten in blau zu schreiben. Das heisst @Wassn war privat unterwegs und nicht moderierend:)

Liebe Grüße wolke24⛅
 
trauermantelsalmler

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AW: Krankes Meerschweinchen + Palliativmedizin

Vor vielen Jahren gab es hier mal eine Userin, die schrieb, sie gebe nie mehr als, ich glaube es waren 100 Euro? beim Tierarzt aus, denn wenn es teurer wäre, stirbt das Tier ohnehin, und die Behandlung lohnt nicht.
Das waren krasse Worte und herzlos, aber ganz nüchtern betrachtet war es realistisch. Vielleicht nicht 100 Euro, und es stimmt in einem von 10 Fällen vielleicht auch nicht, aber grundsätzlich ist das Ergebnis vermutlich meist das gleiche wie bei Haltern die alles menschenmögliche tun.

Ich ziehe auch mittlerweile erheblich eher die Reissleine. Oft steht die echte Diagnose leider auch hier erst dann wenn die Euthanasie ansteht. Das ist frustrierend. Die merkst Monate vorher dass etwas nicht stimmt, rennst von Pontius nach Pilatus und erntet überall Ratlosigkeit, und erst wenn es zu spät ist weiss man was das Tier hatte. Dann ist ihm aber nicht mehr zu helfen. Das macht mich auch irre...
 
A

Angelika

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AW: Krankes Meerschweinchen + Palliativmedizin

Ich schließe mich hier der Mehrheit an: Wenn Therapien nur noch dazu dienen sollen, ein Leben zu verlängern, das gamz überwiegend aus Schmerzen und Stress bestehen würde, dass muss sich m. E. jede*r Halter*in fragen, ob diese Lebensverlängerung im Sinne des Tieres ist oder den eigenen Wünsche auf möglichst langes "Dasein" des Tieres entspringt.
Meine Tiere dürfen gehen, wenn die Prognose infaust ist und das Dasein für das Tier eine Belastung ist. Allerdings lege ich Wert auf eine Diagnose (wie z. B. bei einem Tier mit Atemproblemen und verschatteter Lunge - die Bauchorgane-Sono ergab Zystennieren beidseitig, da war die Lunge gar nicht das Problem ... und das Tier durfte gehen), und muss da wohl mehr nachhaken. Beim letzten Mal wurde mir das Ergebbnis des Schädel-CTs nicht vollständig übermittelt (Wir wurden quasi eingeschoben und ich habe die auswertenden TÄin selbst nicht gesehen). Hätte ich gewusst, dass es um 2 Elefantenzähne (Molaren im Unterkiefer rechts verändert) gegangen wäre und wie groß (7mm) diese waren, hätte ich, obwohl das Tier erst 18 Monate alt war, weder dem Tier noch der Ärztin die Extraktion zugemutet. So wurde mir aber nur gesagt, ein Zahn sei verändert, aber man könne wohl noch etwas machen. Sie kämpften 2 Stunden, aber der Kiefer brach. Ich habe auch jetzt, Wochen später, noch ein schlechtes Gewissen - gegenüber dem Tier und der Ärztin.
 
Wassn

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AW: Krankes Meerschweinchen + Palliativmedizin

Eddy war bei mir so ein Fall.....
Er hat über ein Jahr schleichend abgenommen. Es gab keine Antwort darauf. Wir haben ihm alle Medikamente nacheinander gegeben. Als AB und Cortison nix geholfen haben, Kotuntersuchung auch kein Ergebnis gebracht hat, (für eine Blutentnahme unter Narkose war er nicht stabil genug und ohne Narkose hat er kein Blut aus Stress gegeben, bzw die Menge hat für eine Diagnostik nicht ausgereicht), habe ich mit meiner Tierärztin abgesprochen, dass ich ihm einmal am Tag Päppelbrei anbiete. Er hat zusätzlich Metacam bekommen. Und als er zu schwach war, im Gehege herum zu laufen und sein Leben zu leben, haben wir ihn gehen lassen.
Auf einem der Röntgenbilder war zu sehen, dass eine Ader, die zur Leber führt, stark verdickt war. Das war der einzige Anhaltspunkt, den wir hatten. Meine Tierärztin meinte damals, dass mit der Leber etwas nicht stimmen würde. Diese dicke Ader würde evtl auf einen Lebertumor hindeuten.
Eddy hat die Zeit angegeben. Nicht meine Tierärztin und auch nicht ich. Hätte ich ihn öfter gepäppelt, hätte er wahrscheinlich etwas länger gelebt. Für Eddy hätte es keinen Unterschied gemacht. Er wusste nicht, dass er unheilbar krank war. Er lebte im heute. Er sollte nur nicht leiden und er sollte bis zum Schluss, so leben können, wie die Natur es für einen Meerschweinchenmann vorgesehen hat. Als er dies nicht mehr konnte, war es für mich an der Zeit, Abschied zu nehmen und nicht noch um ein paar Tage oder Wochen zu feilschen.

Und wenn es Sinn macht, ein Tier alle 2h zu päppeln, dann mache ich das auch. Zur Not über Wochen und Monate. Sally hätte sonst nicht überlebt. Als sie zu mir kam, musste ich sie päppeln, damit sie wächst, weil kein Maulspreizer klein genug für sie war. Und für eine Narkose war sie zu schwach. Sie kam im November zu mir und im Januar konnten wir ihr das erste Mal in den Mund schauen.
Die Natur hätte sie aussortiert.
Sie hat überlebt, weil sie bei jemanden gelandet ist, der für sie kämpft. Zwischendurch gab es auch entspanntere Zeiten. Aber manchmal frage ich mich tatsächlich, ob es klug ist, die "Kümmerlinge" um jeden Preis durchboxen zu müssen....
Sally ist ein tolles Tier. Sie ist herzenslieb zu allen Schweinen. Eigentlich ist sie fast ein Therapieschwein. Aber der Preis, den sie zahlt, mit einmal in der Woche beim Tierarzt die Zähne ohne Narkose gereichtet zu bekommen, ist unglaublich hoch. Sie kann diese Prozedur nicht leiden.... Und mir blutet jede Woche das Herz, während dieser 3-5 Minuten. Doch noch ist der Abstand nicht so kurz, dass man sie gehen lässt.
Schauen wir mal.
 
Traudl

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AW: Krankes Meerschweinchen + Palliativmedizin

Das Partnertier vom Fleckle war auch so ein Fall. Ist ein Jahr lang immer weniger geworden trotz Päppeln. Die Tierärzte haben nichts gefunden. Für mich spricht im Nachhinein einiges für Mykoplasmen bei einem schwachen Immunsystem. Aber es gibt immer noch viele Tierärzte, die sich einen Antibiotikawechsel zu Doxycyclin nicht trauen- auch nicht einen Behandlungsversuch- wenn der Verdacht besteht, daß eine generalisierte Infektion vorliegt.
 
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Tasha_01

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AW: Krankes Meerschweinchen + Palliativmedizin

Nur mal meine persönliche Meinung, und ohne das ich jetzt jeden Beitrag genau gelesen habe:

Wir hatten schon viele alte bzw. schwerstkranke Schweinchen im Laufe der letzten 2 Jahrzehnte bei uns. Bei allen haben wir unser Bestes gegeben um eine Diagnose + tragbarer Behandlung zu bekommen. Leider gab es hin und wieder Fälle bei denen wir nach der Diagnose wussten es wird ein Spiel auf Zeit, in Absprache mit dem jeweiligen TA gab es denn Schmerzmittel / Cortison für die Schweinchen mit. Das wir damit keinen Blödsinn betreiben und uns streng an die Absprachen bzw. Vorgaben des TA halten, haben wir immer klar gesagt. Auch das es mir lieber ist wenn der TA mir klar sagt wie die Chancen stehen, ich bin jemand der mit klaren Ansagen besser zur Recht kommt wie mit schwammigen BlaBla.

Manches Schweinchen hat mir, zum Glück, die Entscheidung fürs Gehen lassen abgenommen. Ich war darum nie undankbar, denn egal wie oft ich eine solche Entscheidung habe treffen müssen und egal wie sehr ich wusste ich tue dem Schweinchen einen Gefalle damit ... ich kam und komme mir vor wie ein Mörder :(

Aktuell habe ich immer ein wachsames Auge auf Pinky, ihre Mittelohrentzündung ist weg. Aber hat sie ihr altes Gewicht noch nicht wieder, auch hält sie den Kopf immer wieder mal schief wenn sie sich arg gestreßt fühlt. Das passiert leider recht schnell, weil sie auch so ein Grundnervöses Geschöpf ist. Ständig Hummeln im Hintern hat sie auch noch, Durchfall o.ä. hatte sie aber auch während dem AB nicht. Frisst auch gefühlt für zehn, es bleibt nur nicht alles hängen.

Mit dem Rest haben wir aktuell *toitoitoi* keine Schwierigkeiten, und ich hoffe es bleibt so noch eine ganze Weile. Wobei seit ca. 2017 wir keine heftigeren Krankheiten mehr hatten, kleinere Sachen wie Heu im Auge oder so stressen mich schon länger nicht mehr ;) Die Entzündung bei Pinky war jetzt mal seit längerem die erste heftigere Erkrankung.

Manchmal wollte ich die Haltung tatsächlich beenden, weil ich einfach keine Kraft mehr hatte für alles. Mein Mann ist bei dem Thema noch näher am Wasser gebaut wie ich. Auch einer der Gründe weshalb er keine Chamäleons mehr halten möchte, es waren seine Herzenstiere deren Tod er nie wirklich verkraftet hat. Dann kamen aber wieder die Momente in denen ich vor dem EB sass, die Bande beobachtete und mich gefragt habe ob das ich ernsthaft aufgeben will ... Antwort: Nein, will und kann ich nicht. Jedenfalls Stand jetzt nicht.
 
Hexle

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AW: Krankes Meerschweinchen + Palliativmedizin

Ich bin froh über dieses Thema.Oft und lange habe ich in den vergangenen Monaten Beiträge gelesen von unendlichen Diagnoseversuchen und noch ne TA-Meinung , egal wo er wohnt. Ich habe mich immer zurückgehalten mit meiner Meinung.Einerseits mit Hochachtung für soviel Einsatz in Zeit, Wille und Geld, andererseits wollte ich mir mit einem "kritischen Hinterfragen" hier auch keine Ohrfeigen abholen. Aber ich teile nach mehr als 20 J.Meerschweinchenhaltung , die Kinderjahre nicht mitgezählt, die Meinung der meisten. Es muss eine Grenze geben. Was nützt mir die Diagnose, wenn das Ergebnis der unvermeidbare Tod bedeutet. Oder die Heilungschancen gering.Ich lasse kein Tier mehr leiden durch unendliche Behandlungen u. THerapieversuche, vor allem, wenn es schon älter ist.Gerade bei Ops deute
ich aus verschiedensten Erzählungen, dass es oft nur eine Lebensverlängerung auf wenige Wochen ist. Ich habe ein Tier hier mit Zahnextraktion vor 1 J. Jetzt 4 wöchige Zahnschleiferei, die er brav und geduldig hinnimmt. Alles ok für mich.Aber wie sage ich immer zur Urlaubsbetreuung:"im Notfall bitte keine Op am offenen Herzen." In diesem Sinne würde ich inzwischen immer handeln.
 
Wassn

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AW: Krankes Meerschweinchen + Palliativmedizin

Meine Urlaubsbetreuung hat auch eine gesunde Einstellung zu diesem Thema. Als wir weggefahren sind, habe ich mit ihr abgesprochen, dass wenn etwas kritisches sein sollte, sie von mir die Befugnis hat, meinen Tieren über die Regenbogenbrücke zu helfen. Und ich weiss, dass sie dies auch tun würde. Ich weiss auch, dass sie meine Tiere sehr gerne hat und jedes mal wild mit den Armen fuchtelt und mit dem Schnappsack droht. Sie würde nie leichtsinnig irgendetwas entscheiden. Aber sie würde auch nie gegen Tierwohl entscheiden, um ein paar Tage oder Wochen herauszuschlagen.
 
Joe63

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AW: Krankes Meerschweinchen + Palliativmedizin

Ich hab das mit meiner Urlaubsbetreuung auch so ausgemacht. Die ist noch dazu ne Freundin meiner TÄ.

Man tut ja eh was man kann mit Medis und TÄ.
Ich bin in meinem Umfeld ohnehin ein "Exot" was die Schweinchen betrifft, weil bei "uns" lange nicht so viele "Geschichten" gemacht werden.
Da helfen mir diverse Foren schon mal um Krankheitsbilder leichter zu erkennen oder Behandlungen mit der TÄ absprechen zu können. So TÄ Profis haben wir hier nicht für Schweinchen. Da ist's besser wenn man schon mal sagen kann was angeschaut werden soll......

Bei meinen Tieren hab ich eigentlich immer gemerkt wann's dann genug war......
 
Geisterreiter

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AW: Krankes Meerschweinchen + Palliativmedizin

Ich habe seit 1967 Meerschweinchen. Anfangs waren die Tiere sehr gesund, die ersten sind 12 und 14 Jahre alt geworden, ohne je einem Tierarzt zu begegnen. Mit den Jahren waren die Tiere anfälliger, den Ideen der Züchter sei Dank.
Irgend wann hab ich mich im Meerischutz engagiert. Da gab es viele, arme Kinderzimmervermehrungsopfer mit Inzuchtschäden und hohen Tierarztkosten, aber auch gesundheitlich stabile Tiere. Mir zur Seite steht meine Freundin, Tierärztin spezialisiert auf Pferde, Meerschweinchen, Hamstis, hasenartige und Co. Ich werde in der Zeit mehrere Tausend Euro bei ihr gelassen haben, sie hat den meisten ein gutes Leben ermöglicht. Wir haben zusammen auch nicht so schöne Entscheidungen treffen müssen, die aber im Einvernehmen. Es ist gut, bei solchen Entscheidungen eine Freundin an der Seite zu haben.
Die Söhne Mannheims sind Notfellchen, aber ursprünglich von einer mehrfach prämierten Zucht aus Mannheim. Seit 3 Jahren leisten sie mir neben dem Herren Pferd Gesellschaft. Außer der Kastration der Herren keine größeren Tierarztkosten bisher.
Ich bin kritischer geworden und schaue mir die ursprüngliche Haltung an, bevor ich Tiere auch nur zur Kurzzeitpflege in meine Wohnung lasse. Auch bei der Urlaubsbetreuung wurde ich von Schweinebesitzern mächtig angelogen. Die letzten beiden Jahre war dank Corona kein Fremdschwein bei mir, auch mal schön.
 
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Ich habe seit 1967 Meerschweinchen. Anfangs waren die Tiere sehr gesund, die ersten sind 12 und 14 Jahre alt geworden, ohne je einem Tierarzt zu begegnen. Mit den Jahren waren die Tiere anfälliger, den Ideen der Züchter sei Dank.
Irgend wann hab ich mich im Meerischutz engagiert. Da gab es viele, arme Kinderzimmervermehrungsopfer mit Inzuchtschäden und hohen Tierarztkosten, aber auch gesundheitlich stabile Tiere. Mir zur Seite steht meine Freundin, Tierärztin spezialisiert auf Pferde, Meerschweinchen, Hamstis, hasenartige und Co. Ich werde in der Zeit mehrere Tausend Euro bei ihr gelassen haben, sie hat den meisten ein gutes Leben ermöglicht. Wir haben zusammen auch nicht so schöne Entscheidungen treffen müssen, die aber im Einvernehmen. Es ist gut, bei solchen Entscheidungen eine Freundin an der Seite zu haben.
Die Söhne Mannheims sind Notfellchen, aber ursprünglich von einer mehrfach prämierten Zucht aus Mannheim. Seit 3 Jahren leisten sie mir neben dem Herren Pferd Gesellschaft. Außer der Kastration der Herren keine größeren Tierarztkosten bisher.
Ich bin kritischer geworden und schaue mir die ursprüngliche Haltung an, bevor ich Tiere auch nur zur Kurzzeitpflege in meine Wohnung lasse. Auch bei der Urlaubsbetreuung wurde ich von Schweinebesitzern mächtig angelogen. Die letzten beiden Jahre war dank Corona kein Fremdschwein bei mir, auch mal schön.
Kaum jemand, ob Urlaubstiere oder Abgabe von Nottieren, sagt etwas über den wirklichen Gesundheitszustand seiner Tiere, wenn er oder sie sie abgibt.
Daher: alle Not- oder Urlaubstiere, die bei mir landen, werden mit "Vorsicht" genommen, ausser es sind Vereinstiere. Alle anderen, die von außerhalb sind immer mal Überraschungspakete.
 
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Es ist grenzwertig, ein Tier abzugeben und nicht darauf hinzuweisen, dass dieses Tier bissig ist.
 
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Ich habe für das seit 3 Monaten bei mir lebende Nottier schon 500€ Tierarztkosten. Das erstenmal seit langem, wo ich nicht mit der Vorbesitzerin die Tierarztkostenübernahme für 2 Monate ausgemacht habe. Ich acceptiere das nur deshalb für mich ohne Groll, weil sie kein Geld hat
 
ulrike

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Ich habe für das seit 3 Monaten bei mir lebende Nottier schon 500€ Tierarztkosten. Das erstenmal seit langem, wo ich nicht mit der Vorbesitzerin die Tierarztkostenübernahme für 2 Monate ausgemacht habe. Ich acceptiere das nur deshalb für mich ohne Groll, weil sie kein Geld hat
Ohja, das kenne ich mehrfach. Viele aufgenommenen Schweine kosteten kurz darauf richtig viel Geld.

An solch einen Kostenübernahmevertrag hatte ich noch nie gedacht.🤔

Allerdings wäre nur in einem Fall das Geld dafür vom Vorbesitzer leicht aufzutreiben gewesen. Ich hatte noch von aufwendigen kardiologischen Untersuchungen vor der Euthanasie berichtet, aber es kam kein Angebot zur Kostenbeteiligung. Ich habe mich nicht getraut, danach zu fragen...

Tier wie besehen übernommen, dachte ich mir halt seufzend...
 
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