Antibiotikaverbot bei Tieren

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Pauli

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AW: Antibiotikaverbot bei Tieren

Ich habe heute im Radio gehört, dass eigentliche Problem ist der Antibiotikaeinsatz in der Massentierhaltung, weniger bei Haustieren.

Wird es dann für die Massentierhaltung eingeschränkt?

Hauptsache, unsere Meerschweinchen (und andere Heimtiere) erhalten noch ihr Antibiotikum im Krankheitsfall. Sonst wären sehr viele unserer Schweinchen dem Tode geweiht :heulen:
 
Maria 2

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AW: Antibiotikaverbot bei Tieren

Das habe ich auch schon gehört. Das es nicht um die Haustiere, wie z.B. Meerschweinchen, Hasen, Katzen, Hunde geht, sondern eigentlich um die Massentierhaltung wie Schweine, Masthühnchen ect. die ja auch Antibiotika vorbeugend bekommen.
Das ganze ist ein bisschen undurchsichtig. Weil in diesen Fällen wäre es vielleicht schon gut, wenn man da nicht auch noch die letzten Medikamente vorsichtshalber gibt.
 
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Wassn

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AW: Antibiotikaverbot bei Tieren

Ich denke, dass bei den "Nutztieren" es auch nicht so einfach ist. Wenn in einem Stall, wo Gott weiss wie viele Tiere zusammen leben (10000 Hühner) kann man ein einzelnes Tier, wenn es "schief guckt" nicht separieren. Dann werden alle Tiere, die Kontakt haben behandelt, um so auch Tierleid vorzubeugen. Ich denke, dass es auch bei der AB Gabe oder bei der Gabe allgemein oft nur einseitig in den Medien berichtet wird. Man sucht eine Erklärung, weil viele ABs bei Menschen nicht mehr wirken. Aber ich denke, das kann man so leicht nicht erklären. Da braucht es mehr. Das wäre aber vielleicht nicht so medienwirksam. (nur so ein persönlicher Verdacht)

Ein krankes Tier sollte Medikamente bekommen. Und im Schlachthof wird doch auch das Fleisch überprüft. AB wird auch wieder ausgeschieden.
Ich kenne auch Leute, die immer mehr vom Biofleisch wegkommen, weil sie die Tiere gescheit behandelt haben wollen, wenn sie krank sind.... Zusammengepfercht werden sie trotzdem, ob Bio oder nicht. z.B. bei den Hühnern: Bis zu 9 Tiere pro Quadratmeter kommerzielle Bodenhaltung, 6 Tiere pro Quadratmeter ist Biohaltung. Da sind dann immer noch zigtausend Hühner im Stall. Und viele Erreger liegen auch in der Luft, im Streu, im Kot der ausgeschieden wird. Dass weiss jeder Tierhalter......

Dass wir Menschen gegen viele ABs resistent sind, liegt vielleicht hauptsächlich daran, dass Hausärzte früher bei allem Pups AB verschrieben haben.... Und wer weiss, wieviel AB bei uns im Trinkwasser ist.
Auf jeden Fall finde ich es super, dass die Tiere weiterhin gut medizinisch versorgt werden können. Das haben sie verdient. Krank vor sich hinsiechen sollte niemand.
 
Schweinchen's Omi

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AW: Antibiotikaverbot bei Tieren

Die Schwierigkeit war, dass in der ganzen Situation nicht ausreichend zw. Tierhaltung und Massentierhaltung unterschieden wurde. Jedoch hat die Massentierhaltung eine starke Lobby, sodass in einem Aufwasch unsere Tierchen ihr Antibiotikum weiterhin bekommen dürfen, allerdings die vorbeugende Behandlung in der Massentierhaltung auch erlaubt bleibt. Das wiederum ist sehr schlecht. Ich hoffe, das Ganze kommt noch mal aufs Tapet.
Aber im Grunde kommen wir immer wieder auf dieselbe Schwierigkeit: so lange wir Tiere aus Massentierhaltung essen, gibt es diese Probleme.
 
Wassn

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Ist ein Tier krank, werden alle behandelt. Sie bekommen, glaube ich, nicht von vorneherein das AB.
Und und Schlachtvieh wird zum Schlachten nicht zugelassen, wenn es von AB leuchtet.
Da muss man genauer hinsehen. Die Medien geben einiges anders heraus......
 
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Traudl

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Trotzdem finde ich es wichtig, das man mal genauer hinsieht, welches Antibiotikum man gibt. In vielen Fällen müssen es keine Reseveantibiotika der Humanmedizin sein. -oft auch nicht in der Humanmedizin
 
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Trotzdem finde ich es wichtig, das man mal genauer hinsieht, welches Antibiotikum man gibt. In vielen Fällen müssen es keine Reseveantibiotika der Humanmedizin sein. -oft auch nicht in der Humanmedizin
Das eine schließt das andere ja nicht aus. Generell, egal ob Mensch oder Tier sollte man schauen, dass man Medikamente wie AB nur dann gibt, wenn es auch wirken kann. Manch einer haut AB evtl auch bei Viren raus.
Ich weiss es nicht, in bin kein Mediziner. Ich kenne nur 1-2 Tiermediziner und deren Haltung + Erfahrung zu der AB Gabe bei Tieren, die wir essen.
 
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Angelika

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Am Dienstag in der TK sprach ich mit der TÄin über das drohende Verbot. Sie meinte, sie hätten den AB Verbrauch in der Klinik evaluiert und festgestellt, dass sie insgesamt relativ wenig AB verordnen. Allerdings wolle man künftig z. B. bei Katzen doch verstärkt auf oral zu verabreichende Medis zurückgreifen, die der Halter dann selbst geben muss, statt ein Reserve-AB, das nur gespritzt werden kann.
 
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Wutzenmami

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AW: Antibiotikaverbot bei Tieren

Ich finde es auch richtig und wichtig, und zwar egal ob Mensch oder Tier, dass zukünftig genauer geschaut wird, wann ein AB gegeben wird. Weder ist ein AB nötig bei einem grippalen Infekt eines menschl. Patienten noch prophylaktisch für einen ganzen Geflügelbestand, und zwar unabhängig ob das AB bei den Tieren vor der Schlachtung wieder ausgeschieden ist. Es geht ja darum, die Resistenzen nicht unnötig zu fördern. Ich glaube, da ist einiges Umdenken nötig, und zwar bei denen, die diese Medikamente für Tier und Mensch verordnen können. Das Problem sind meiner Ansicht nicht die Haustierhalter und ihre Schützlinge...
Meine TÄ hat auch mit mir über dieses Thema gesprochen. Sie sagte, dass es für Hund und Katze eigentlich heute schon Pflicht ist, ein Antibiogramm(heißt das so?) zu erstellen, bevor ein Medikament verordnet wird. Bei Meeris z.B. noch nicht, aber wenn es so wäre fände ich das auch nicht verkehrt.
Dann könnte in Zukunft auch jeder Patient, egal ob Mensch oder Tier, im Krankheitsfall wirkungsvoll und angemessen behandelt werden. Das hoffe ich zumindest...
 
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Angelika

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AW: Antibiotikaverbot bei Tieren

Bei Meerschweinchen ist das Antibiogramm insofern ein Problem, als es Zeit braucht, die Erreger
anzuzüchten. Diese Zeit hat ein MS, das ein AB braucht, leider häufig nicht. Ich habe gelegentlich durchaus an Antibiogramm machen lassen - das Tier hat aber dann bis zur Auswertung jedenfalls schon ein AB bekommen, weil es einfach notwendig war.
 
Wutzenmami

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AW: Antibiotikaverbot bei Tieren

Du hast recht, @Angelika , bei der Behandlung der Augenentzündung bei Winona wurde es genau so gemacht, da das erste AB nicht geholfen hatte.. es gab ein 2. AB und das Antibiogramm wurde parallel gemacht..
 
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AW: Antibiotikaverbot bei Tieren

Auch in der Humanmedizin hat man oft nicht die Zeit ein Antibiotikagram zu machen.das läuft dann auch parallel zum angefangen Antibiotikum. Auch ist ja schon bekannt, welche Bakterien bei welchen Infekten wahrscheinlich sind. Korrekturen sind manchmal nötig, aber nicht sehr oft.
 
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ulrike

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AW: Antibiotikaverbot bei Tieren

Ich meine schon, dass in der Massentierhaltung teilweise Antibiotika auch zur Prophylaxe gegeben werden. Und das gehört auch gesetzlich geregelt.
Dass das gesamte Verbot nun erst einmal wieder vom Tisch ist, finde ich nun auch nicht optimal. Ein differenzierendes Gesetz, wie von den Tierärzten vorgeschlagen, wäre der richtige Weg gewesen.

Ich bezog Eier früher von einem Direkterzeuger. Der war damals ganz unglücklich über die Abschaffung der Käfighaltung. Gruppenhaltung fördere seuchenartige Krankheiten und benötige wesentlich mehr Medikamente, war sein Einwand.

Natürlich wünscht man keinem Huhn einen winzigen Einzelkäfig, aber alles hat 2 Seiten.

Die wünschenswerte Bio-Freilandhaltung in Kleingruppen kann die Nachfrage nach Eiern in Deutschland nicht befriedigen. Auch hier sind wir wieder bei den Essensgewohnheiten der Menschen angelangt.

Zur AB-Gabe beim Menschen: Ich habe schon häufiger berichtet, dass wir damals aus unserer ersten Kinderarztpraxis rausgeworfen wurden, weil ich meinem Sohn nicht bei jedem Infekt AB geben wollte, sondern auf Erregerbestimmung bestand. Es waren immer Viren gewesen. 😬 Die nächste Praxis sah das zum Glück wie ich.
 
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