Herdenschutzhunde

Diskutiere Herdenschutzhunde im Tierschutz Forum im Bereich Community; Zunehmend sieht man in den Regionen, durch die ich fast täglich fahre, Herdenschutzhunde zum Schutz. In Schafherden sehe ich sie schon länger...
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M.Maas

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Zunehmend sieht man in den Regionen, durch die ich fast täglich fahre, Herdenschutzhunde zum Schutz.
In Schafherden sehe ich sie schon länger. Nun gibt es immer mehr mobile Hühnerställe auf großen Wiesen. Auch dort sehe ich seit neustem inmitten der Hühnerschar Herdenschutzhunde.
Finde ich prinzipiell gut.
Was ich mich frage oder besser, was mich stört ist, wo bleiben die Hunde bei widrigem Wetter?
Der NABU schreibt dazu, daß Herdenschutzhunde angebotene Schutzhütten nicht nutzen würden. Es sollten dafür Möglichkeiten zur Verfügung stehen, daß den Hunde Schutz unter Bäumen und Büschen zur Verfügung steht.
Reicht das?
Und öfter sehe ich, daß die Hunde auf einer „platten“ Weide ohne höheren Pflanzenbewuchs in den Herden sind. Gerade letztens bei strömendem Regen.:(
Ist das überall so?
 
20.07.2021
#1
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Gast

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Rewana

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AW: Herdenschutzhunde

Also von unserem Mastin Espanol kann ich nur sagen das man mit der stundenlang durch den Regen laufen kann ohne dass die richtig naß wird. Das längere Deckhaar wird zwar feucht, aber durch die dicke Unterwolle kommt das Wasser nicht.

Allerdings fände ich es gut wenn den Hunden zumindest ein Unterstand oder ähnliches angeboten würde, weil sie wie geschrieben wirklich gerne unter Sträuchern, Büschen oder Bäumen liegen, sowohl bei Regen als auch bei Sonne.

Das Fell schützt sie wirklich gut, ist aber natürlich auch sehr warm, vor allem in der Sonne wenn es heiß ist.
 
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M.Maas

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AW: Herdenschutzhunde

Ja, @Rewana, so denke ich mir das auch.
Bei uns gibt es häufig so wandernde Schafherden. Die sind 2-3 Tage auf einem Stück, eingezäunt mit einem mobilen Stromzaun. Dann wandern sie weiter auf das nächste Stück. Und einige Weidenabschnitte sind dann eben gut mit Bäumen oder Sträuchern, andere Abschnitte sind aber dann ohne alles. :( Da tun mir dann die Hunde und natürlich auch die Schafe leid. Ob nun pralle Sonne oder Dauerregen, beides nicht schön.:(
 
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M.Maas

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AW: Herdenschutzhunde

Geht jetzt nicht nur um Herdenschutzhunde, sondern um Hunde allgemein.
Hab gerade einen Text gefunden, der so wahr ist, daß es einem weh tut!


Ich bin ein Hund.
Ich habe eine Aufgabe.
Ich bin ein Malinois:
Ich glänze in allen Disziplinen und habe einen hohen Arbeitswillen. Heute soll ich mich den ganzen Tag auf dem Sofa entspannen.
Ich bin ein Akita:
Meine Vorfahren wurden ausgewählt, um mit anderen Hunden zu kämpfen. Heute erwartet man von mir, dass ich tolerant gegenüber sämtlichen Artgenossen soll. Wenn mir das nicht behagt und ich aggressiv werde, bin ich schuld.
Ich bin ein Beagle :
Ich jage mit meiner Meute und ich gebe Laut, damit die Jäger dem Verlauf der Jagd folgen konnten.
Heute werde ich an der Flexileine spazieren geführt und man hat mir ein "Impulshalsband" angelegt, um mir das Bellen abzugewöhnen.
Ich bin ein Jack Russell Terrier:
Ich war ein Rattenfänger, arbeitete in den englischen Minen.
Heute denkt man wohl, dass ich meine Beine nicht mehr benutzen kann, denn man trägt mich herum wie ein Menschenkind.
Ich bin ein Labrador Retriever:
Mein größtes Glück ist, in einen See zu springen, um meinem Herrn die Enten herauszuholen. Heute vergisst man, dass ich ein Sporthund bin. Ich bin fett und soll die Kinder bespaßen.
Ich bin ein Dackel:
Ich bin in der Lage, einem Fuchs oder Dachs , die viel größer sind als ich, alleine in ihrem Bau zu begegnen. Heute belächelt man mich für meinen "sturen" Charakter, gibt meine Erziehung oft schon im Welpenalter auf und zieht mir lächerliche Kostüme an.
Ich bin ein Husky
Ich stamme aus den Weiten Sibiriens. Dort zog ich Schlitten, mit unfassbarer Ausdauer. Heute ist mein Horizont der Gartenzaun und meine einzige Beschäftigung ist es, den Garten umzugraben.
Ich bin ein Border Collie:
Ich arbeite viele Stunden am Tag und treibe grosse Schafherden. Heute bestraft man mich, weil ich versuche, Fahrräder, Autos, Kinder und alles, was sich bewegt, zu hüten.
Ich bin...
Ich bin ein Hund des 20 Jahrhunderts
Ich bin schön , ich bin wachsam und gehorsam, ich ertrage es sogar, in einer Handtasche herum getragen zu werden ... aber ich bin ein Individuum, das seinen Instinkt und seine Anlagen hat.
Solltest Du mich nur wegen meiner hübschen blauen Augen, meines athletischen Körperbaus und meiner besonderen Fellfarbe wollen, solltest Du mir jedoch kein Leben bieten können, in dem ich meine Anlagen einsetzen kann, kaufe mich nicht.
Wenn Du meine Eigenschaften, die aus strenger genetischer Auswahl selektiert wurden, nicht akzeptieren kannst und Du denkst Du könntest das alles mit etwas Liebe umerziehen oder löschen, dann nimm mich nicht.
Ich bin ein Hund aus dem 20 Jahrhundert.
Aber in mir steckt derjenige, der gekämpft, derjenige, der gejagt, derjenige, der Schlitten gezogen und derjenige, der Herden hütete. Über Jahrhunderte oder gar Jahrtausende.
Früher oder später wirst du das bemerken!
Quelle: Elsa Weiss Éducation Canine /// Cynopolis ///
Translation ediited by /leistungsstarke Arbeitsrassen.///
 
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M.Maas

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AW: Herdenschutzhunde

Jemand aus meiner weiteren Verwandtschaft hat sich letztens einen Hund aus dem Tierheim geholt.
10-jährige Tochter wünschte sich dringend einen Hund.
wohnen in der 4. Etage, mitten in einer Großstadt.
Kind ist in der Schule, Mutter berufstätig mit einer 2/3 Stelle.

Einen Yorkshire Terrier wünschte sich das Kind. Züchterin ausgemacht und kontaktiert. MIst!! Die „blöde K**“ gibt ihnen keinen Welpen. Und waaas? So teuer ist so ein Hund?
Dann ins Tierheim. Ich weiß nicht, ob sie da ihre Wohnverhältnisse verschwiegen haben, verschwiegen haben, wieviel Stunden niemand zu Hause ist. Oder ob das Tierheim so voll ist, daß alles egal ist. Jedenfalls wurde es ein 4-jähriger Jack Russel-Münsterländermix. Jagdhund x Jagdhund.:oops:
Nach 4 Wochen wurde der Hund zurückgegeben. Grund: der ist verhaltensgestört. Unruhig, kann nicht still auf seiner Decke liegen, zerstört alles mögliche, wenn er alleine ist ….

🤮🤮🤮
 
Traudl

Traudl

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AW: Herdenschutzhunde

Ich habe schon viele Diskussionen geführt- weil ich Hunde liebe, grosse Hunde: Neufundländer, deutsche Dogge, Bernhardiner....
Und immer sage, daß ich keinen Hund halten kann, denn ein kleiner ist nichts für mich und ein richtiger großer Hund geht nicht in einer 3Zimmerwohnung. Alleine, nur einen, daß will ich ausserdem nicht. Eigendlich sollte jeder froh sein, daß ich das selbst einsehe.
 
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Maria 2

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AW: Herdenschutzhunde

Hallo,
dass ist sehr traurig. Ich denke das sie ihre Wohnungsverhältnisse und auch die Stunden verschwiegen haben.
Sonst hätten sie keinen Hund bekommen.

Habe es hier bei uns von einer Freundin mitbekommen. Deren Tochter mit 21 Jahren wollte sich zusammen mit ihren Freund einen Hund aus den Tierheim holten. Da beide zu unterschiedlichen Zeiten arbeiten, wäre der Hund höchstens 4 Stunden allein gewesen, bzw. wohnt noch die Großmutter mit im Haus, die den Hund auch jederzeit mal in den Garten hätte lassen können. Sie haben vom Tierheim keinen Hund bekommen und haben jetzt einen Welpen von einer Tierschutzorganisation aus Rumänien genommen.
 
Traudl

Traudl

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AW: Herdenschutzhunde

Eine Kollegin hat auch keinen Hund bekommen, weil sie und ihre Schwester im Schichtdienst arbeiten und damit der Hund eventuell mal eine Nacht mit dem schon vorhandenen Hund im Garten alleine gewesen wäre. Sie hat sich dann einen Hund vom Züchter geholt
 
Maria 2

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AW: Herdenschutzhunde

Traudl ich finde deine Einstellung sehr vernünftig. Es müsste nur mehr von deiner Sorte geben.👍

Sehe es auch an meiner Nichte. Hat sich, wie wir auch wir, vor knapp 3 Jahren einen Islandhund gekauft. Diese Rasse stellt schon einige Ansprüche(ist ein Hütehund), wie sinnvolle Beschäftigung, viel draußen ect. Wurde alles ignoriert, bzw. ist es natürlich so das die Nichte ja den ganzen Tag arbeitet. Der Hund ist fast nur im Haus, beim spazieren gehen darf er nicht von der Leine, nur daheim darf er frei laufen.
Tagsüber kümmert sich meine Schwägerin. Jetzt will die Nichte mit ihren Freund in eine eigene Wohnung ziehen und da ja da tagsüber niemand ist und diese Rasse zum bellen neigt, bleibt er bei meiner Schwägerin und meinen Bruder zurück. Ist ja auch vernünftig, aber warum holt man sich dann einen Hund?

Das schlimmste fand ich aber damals auf meine Hinweise, dass dieser Hund ja ein Hütehund, gerne bellt und viel beschäftigt werden will, die Aussage meiner Schwägerin: Wenn es nicht klappt kommt er halt ins Tierheim, es wäre nicht der erste Hund der deswegen ins Tierheim kommt.:boese:
 
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