Wie gut ist Tierproduktkonsum für die Tiere?

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Rewana

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AW: Wie gut ist Tierproduktkonsum für die Tiere?

Landwirte die in der xten Generation einen Hof bewirtschaften können aber nicht so einfach umstruckturieren. Es kommt auf den Boden an, auf das was angebaut werden darf, wofür man Kontigente hat usw.

Als Laie sollte man da vorsichtig sein solche Aussagen zu tätigen. Es ist für Landwirte heute sehr sehr schwer zu überleben. Es sind soviele Risikos die da beachtet werden müssen. Wetter, es kann die ganze Ernte vernichten, Krankheiten die den kpl. Bestand gefärden usw.

Dazu kommt das Landwirte gut 14 Stunden täglich 7 Tage die Woche arbeiten damit es Essen und Trinken gibt. Dafür werden sie beschimpft und als Umweltverschmutzer abgestempelt.

Ich fände es gut wenn alle Landwirte ihre Tiere abschaffen würden, die Felder mit Bäumen fürs Klima bepflanzen würden, dann brauchen sie auch keine großen Landmaschinen mit Diesel mehr, und nur noch ein Feld mit dem Pferd bestellen für den Eigenbedarf und einige Hühner, ein Schwein und eine Kuh. Der Landwirt könnte damit gut, sehr gut, leben. Was er über hat kann er dann Handwerkern geben die bei ihm ggf. Reparaturarbeiten machen. Oder er bezahlt mit einem Huhn und einigen Kartoffeln eine neue Hose.

Der Rest der Bevölkerung???????????????

Dann hätte mein Mann auch endlich mal etwas Zeit.



Damit wäre aber sowohl der Umwelt als auch dem Tierschutz gedient und die Übervölkerung würde sich dann auch erledigen.
 
d_watson

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AW: Wie gut ist Tierproduktkonsum für die Tiere?

Landwirte die in der xten Generation einen Hof bewirtschaften können aber nicht so einfach umstruckturieren. Es kommt auf den Boden an, auf das was angebaut werden darf, wofür man Kontigente hat usw.
Volle Zustimmung!

Mein Beispiel bezog sich darauf, dass die konsumseitige Reduktion von Tierprodukte eine Menge Tierleben retten kann. Und dass es mittlerweile einige Beispiele gibt, wo Landwirte ihre Produktion umgestellt haben, weil sie für sich entschieden haben, dass sie gesunde Tiere nicht mehr für den bloßen Genuss ihrer Kunden töten wollen. Im Sinne von: "wo ein Wille, da auch ein Weg".

(Ich weiß aber auch, dass das aus wirtschaftlichen Gründen nicht immer sofort möglich ist. Selbst heute investieren Menschen tragischerweise noch z. B. in den Bau von Schweineställen. Diese müssen dann aber über Jahre hinweg abbezahlt werden. Dazu muss der Absatz von Schweinefleisch künstlich aufrechterhalten werden (durch Werbung oder Diffamierung pflanzlicher Alternativen etc.). Es geht auch anders: In den Niederlanden wurden einmal staatliche Prämien für Schweinehalter bezahlt, die aussteigen wollten.)
 
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Schweinchen's Omi

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AW: Wie gut ist Tierproduktkonsum für die Tiere?

Das mit dem Eigenbedarf ist man so eine Sache - wie immer bei den "einfachen Lösungen".
Hier in der Heide ist es nicht möglich, irgendetwas auf dem mageren Boden zu erwirtschaften, wenn man ihn nicht düngt. Freiwillig wächst hier Heidekraut, Birke, Haselnuss und Rhododendron. Damit Kartoffeln oder Spargel gedeihen, muss man düngen. Das funktioniert am besten mit Tiermist, hier in der Ecke von Heidschnucken. Man hielt also zu diesen Zeiten Heidschnucken in einem Stall auf recht engem Raum (das war NICHT artgerecht) und streute mit einem Mix aus abgemähtem Heidekraut und Torf (das war nicht gut für die Natur) ein. Diesen Mix samt den Hinterlassenschaften der Schafe aus mehreren Monaten im Winter brachte man auf das Land und dann konnte man ein wenig was ernten. Heidebauern waren immer arme Leute. Ein wenig Zuverdienst hatten sie aus Honig -> Nutztierhaltung. Für ein eigenes Pferd reichte es oft nicht.
Dies " ...dann brauchen sie auch keine großen Landmaschinen mit Diesel mehr, und nur noch ein Feld mit dem Pferd bestellen für den Eigenbedarf und einige Hühner, ein Schwein und eine Kuh. Der Landwirt könnte damit gut, sehr gut, leben..." streite ich also strikt ab.
Ich liebe diese Landschaft, aber zu dieser Lebensweise möchte ich nicht zurück. "Selbstversorger" hat immer bedeutet, dass viele Menschen hungern, dass Frauen verheiratet wurden und den Mann nicht verlassen konnten (keine Chance auf eigenes Einkommen) und dass viele Kinder arbeiteten. Wenn jeder als Landwirt sich selbst versorgen muss, kann auch niemand seine individuellen Fähigkeiten ausleben - um seine Familie zu ernähren, muss er Landwirtschaft betreiben. Oder Handel - und schon geht es wieder los mit Arbeitsteilung und Bezahlung für landwirtschaftliche Produkte. Schweine z.B.
Nein, Selbstversorger ist nicht die Lösung. Faire Preise sind die Lösung. Wir Verbraucher müssen aufhören, billige Milch zu kaufen und billiges Grillfleisch. Einfach nicht mehr kaufen.
 
d_watson

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AW: Wie gut ist Tierproduktkonsum für die Tiere?

Dazu kommt das Landwirte gut 14 Stunden täglich 7 Tage die Woche arbeiten damit es Essen und Trinken gibt. Dafür werden sie beschimpft und als Umweltverschmutzer abgestempelt.
Die Leistung unserer Landwirte muss unbedingt wertgeschätzt werden. Schließlich sorgen sie dafür, dass wir alle etwas zu essen haben! Es gibt allerdings aus meiner Sicht einen Riesen-Unterschied, ob man sachlich feststellt "die Landwirtschaft verursacht bestimmte Umweltprobleme" oder ob Menschen persönlich mit "Die Landwirte sind Umweltverschmutzer" angegriffen und beschimpft werden. Letzteres wird oft durch Spin-Doktoren anderen Organisationen (z. B. Umweltverbänden) in den Mund gelegt und das ist Unfair-Play.
 
Wolke24

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AW: Wie gut ist Tierproduktkonsum für die Tiere?

Das nächste Problem ist der ständige Flächenfraß, wo bekommen die Landwirte noch Ausgleichsflächen für eine evtl. Umstellung?

Die Pachtpreise sind inzwischen für viele unbezahlbar geworden, gerade für die kleineren Betriebe. Überleben und bezahlen können das leider nur die Großen, die industrielle Landwirtschaft betreiben.
 
d_watson

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AW: Wie gut ist Tierproduktkonsum für die Tiere?

Das nächste Problem ist der ständige Flächenfraß, wo bekommen die Landwirte noch Ausgleichsflächen für eine evtl. Umstellung?

Die Pachtpreise sind inzwischen für viele unbezahlbar geworden, gerade für die kleineren Betriebe. Überleben und bezahlen können das leider nur die Großen, die industrielle Landwirtschaft betreiben.
Ein wichtiger Punkt. Angenommen wir als Gesellschaft würden dieses Problem (also dass Großkonzerne unfair gegenüber kleineren Betrieben bevorzugt werden) auf politischer Ebene wirklich lösen wollen. Meinst du, das wäre dann auch gut möglich, wenn sich die Mehrheit der Menschen hierzulande dazu entscheiden würde, zugunsten der Tiere ihren Konsum von Tierprodukten auf das ihnen mögliche Minimum zu reduzieren und stattdessen mehr von den anderen landwirtschaftlichen Produkten nachzufragen?
 
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Rewana

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AW: Wie gut ist Tierproduktkonsum für die Tiere?

Wir Verbraucher müssen aufhören, billige Milch zu kaufen und billiges Grillfleisch. Einfach nicht mehr kaufen
Selbst wenn keiner mehr die billigen Produkte kaufen würde, würden die Landwirte nicht mehr Geld bekommen. Das ist das Problem.

Die Industrie bestimmt den Preis den Landwirte für ihre Produkte bekommen und die sind eben nur auf ihren Gewinn aus. Der Landwirt geht denen am Ars.... vorbei. Erst wenn die Politik/Eu da reagieren würde und dafür sorgen würde dass die Landwirte vernünftig bezahlt würden gäbe es Änderungen. Ein Schritt wäre das wieder mehr direkt vom Erzeuger verkauft wird oder über Genossenschaften.

Beispiele für den EU Wahnsinn:

Ein Landwirt darf z.B. keine Milch direkt am Hof verkaufen weil er könnte ja mehr Milch produzieren wie sein Kontingent ist/war.

Ein Landwirt der z.B. Gurken produziert darf die krummen Gurken nicht an den Handel verkaufen, die wollen nur grade Gurken. Er darf die krummen Gurken aber auch nicht verkaufen oder verschenken weil er ja sonst den Einzelhandel schädigt.

Das läßt sich auf alle Bereiche ausweiten.

Die Hürden für Hofschlachtereien die ihre Tiere direkt geschlachtet, verarbeitet und verkauft haben wurden so hoch gelegt das kaum ein Landwirt die noch erfüllen können.

Ich liebe diese Landschaft, aber zu dieser Lebensweise möchte ich nicht zurück. "Selbstversorger" hat immer bedeutet, dass viele Menschen hungern, dass Frauen verheiratet wurden und den Mann nicht verlassen konnten (keine Chance auf eigenes Einkommen) und dass viele Kinder arbeiteten.
Das ist die Kehrseite. Alles hat eben zwei Seiten.

Früher, meine Mutter z.B. mußte noch mit der Schule regelmäßig auf die Felder und dort Kartoffelkäfer und Raupen von den Kartoffeln und Pflanzen absammeln. In den Herbstferien mußten die Kinder auf den Feldern die Kartoffeln aufsammeln.

Alle möchten das keine Insektiziede eingesetzt werden, aber die FFF-Kids aufs Feld schicken zum Ungeziefer sammeln traut sich auch keiner. Der Landwirt alleine kann aber nicht die großen Felder ablaufen und die Schädlinge absammeln.

Theoretisch ist immer alles einfach - praktisch hängt aber viel mehr dran wie wir nur erahnen können.
 
Rewana

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AW: Wie gut ist Tierproduktkonsum für die Tiere?

Achja zum Flächenfraß.

Die Landwirte die aufgeben und noch einige große zusammenhängende Fläschen haben bekommen die besten Angebote für ihr Land von großen Industriefirmen und die werden mit Sicherheit nicht auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz achten wenn sie die Grundstücke haben und dort entweder ihre Firmen bauen oder auch das Grundwasser brauchen. Auch werden sie keine Nahrungsmittel für die Menschen anbauen und schon gar nicht Bio.
 
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d_watson

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AW: Wie gut ist Tierproduktkonsum für die Tiere?

Alle möchten das keine Insektiziede eingesetzt werden, aber die FFF-Kids aufs Feld schicken zum Ungeziefer sammeln traut sich auch keiner. Der Landwirt alleine kann aber nicht die großen Felder ablaufen und die Schädlinge absammeln.
In der biologischen Landwirtschaft weiß man seit Jahrzehnten wie man auch gut ohne Insektizide einen Ackerbau betreiben kann. Aber dieses Wissen muss vermittelt werden. Was hauptsächlich fehlt, ist der politische Wille, dies auch so zu fördern, dass alle Landwirte entsprechend geschult und unterstützt werden, um nicht von den Umständen dazu gezwungen zu sein, Insektizide einzusetzen oder Tiere in engen Ställen zu halten. Wenn wir nicht gegen die Missstände auf die Straße gehen (daher bin ich froh, dass die jungen Leute in der Richtung aktiv sind), wie sollen dann die Politiker merken, dass sich etwas ändern muss?
 
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Mr. Ed

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AW: Wie gut ist Tierproduktkonsum für die Tiere?

Hmm, unser hiesiger (deutscher) Tierproduktekonsum ist verantwortlich für jährlich 750 Millionen getötete Landtiere und 10 Milliarden Fische. Wie kommst du darauf, dass sich nicht viel ändern würde, wenn immer mehr Menschen diese Produkte nicht mehr nachfragen würden? Wenn jeder nur die Hälfte von Fleisch/Fisch/Käse/Eier essen würde, dann hätten wir "nur" noch ca. 300 Millionen Landtiere und 5 Milliarden Fische jährlich zu beklagen. Das ist doch besser als nichts, oder?
Weisst Du, was eine Milchmädchenrechnung ist? Offenbar nicht.
50% sind ohne einen Zeitrahmen komplett lächerlich. Selbst wenn, unmöglich, von jetzt auf gleich ein völlig utopischer Anteil von 20% der von Dir genannten Zahlen aus tierischer Produktion aufgrund veränderten Kauf- und Ernährungsverhaltens wegbrechen würde... wie glaubst Du, soll das kompensiert werden? Zaubert sich irgendwer die veganen Ersatzprodukte aus dem Hut? Selbst bei konsequentem Verzicht auf Ersatzprodukte muß doch unweigerlich an anderer Stelle mehr bis deutlich mehr angebaut werden... abgebaut werden... transportiert und vertrieben werden... und so weiter. Mal ganz davon zu schweigen, welcher Dreck in so manchem Ersatzprodukt verarbeitet wird. Einfach mal das Kleingedruckte auf der Rückseite der Verpackung z.B. "veganer Würstchen" und anderer Lächerlichkeiten lesen. Nur weil sich jemand vegan ernährt, darf er sich noch lange keinen Heiligenschein selbst aufsetzen. So wie niemand in die Hölle kommen sollte, nur weil er tierische Produkte isst oder sonstwie konsumiert. Letzteres tun auch nach wie vor Vegetarier und sogar Veganer. Irgendwie dreht sich das hier alles nur noch im Kreis. Ich denke nicht gern in Schubladen, und möchte auch bestenfalls einen User einer "Seite" gezielt damit ansprechen... aber... die vegane Seite erscheint mir deutlich sturer als die andere.

btw: bei wildgefangenen Fischen stellt sich die Frage natürlich nicht, bei Fischen aus Zuchtanlagen jedoch schon. Bei Rind, Schwein und Geflügel noch um so mehr... was würde in der oben zitierten Phantasie ohne jeglichen Zeitrahmen eigentlich aus all den Tieren werden, die nun plötzlich nicht mehr für die Fleisch-, Ei-, oder sonstwelche Produktion benötigt werden? Nimmt jeder neue Veganer einfach mal ein Schwein zu Hause auf? Oder ein paar Legehennen? Eine Kuh? Oder verbrennen die Landwirte und Erzeuger neben den nicht mehr benötigten Investitionen in Millionenhöhe (pro Hof) einfach noch ein paar weitere Millionen (pro Hof) zusätzlich, um allen Tieren bis zu derem natürlichen Ende in hohem Alter ein schönes, möglichst veganes Leben zu ermöglichen? Wäre es für Dich ok, wenn alle Insolvenz anmelden müssen, weil Fleischproduktion ja eh voll doll böse ist, und die Erzeuger es nicht besser verdienen? Bist Du sicher, jede vegane Alternative ist im großen Stil besser, nur weil dafür Tiere auf den ersten (Verbraucher)Blick nicht direkt leiden und sterben müssen?

Theorie und Praxis sind zwei verschiedene Paar Schuhe, Du scheinst nur eins davon tragen zu wollen. Also erzähl doch mal wie Du Dir all das vorstellst.
 
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AW: Wie gut ist Tierproduktkonsum für die Tiere?

Hallo Mr.Ed. Ich bin gerade in den Keller zu unserem Zweitkühlschrank und habe einen Teil unserer "albernen Fleischersatzprodukte", die wir seit ca. 30 Jahren im Rahmen unserer lacto-vegetarischen Ernährung als "Gutmenschen" konsumieren, fotografiert. Ich habe in der Kürze nicht Bedenkliches daran gefunden. Daß du das lächerlich findest, hast du nun schon mindestens dreimal mitgeteilt, das hat jetzt jeder verstanden. Was willst du erreichen?


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AW: Wie gut ist Tierproduktkonsum für die Tiere?

Was bedeutet "Gutmensch"?
 
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Mr. Ed

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AW: Wie gut ist Tierproduktkonsum für die Tiere?

Einsicht?!

Vegan ist nicht pauschal gut, Fleisch ist nicht pauschal schlecht. Schaut man sich das Kleingedruckte aus beiden Bereichen genauer an, ist das meiste aus dem Chemiebaukasten und industrieller Produktion. Die dazu passenden Teile meines vorigen Beitrages möchte ich nicht wiederholen, die können dort nachgelesen werden.

Zum nachdenken: Wurst (also klassisch aus Fleisch) kann jeder mit simpelsten Mitteln, ohne extra teuer zu erwerbende Geräte etc., selbst herstellen. Gleiches gilt für vergleichbare vegane Produkte, wobei ich da bei meinem Empfinden bleibe und nicht versuchen wollen würde Fleisch zu imitieren, sondern eigenständig zu bleiben. Um so einfacher ist es dann. Man kann selbst bestimmen was reinkommt und auf den industriellen Chemiebaukasten verzichten. Haltbar machen geht auch anders, egal ob Fleisch drin ist oder nicht.
 
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AW: Wie gut ist Tierproduktkonsum für die Tiere?

btw: bei wildgefangenen Fischen stellt sich die Frage natürlich nicht, bei Fischen aus Zuchtanlagen jedoch schon. Bei Rind, Schwein und Geflügel noch um so mehr... was würde in der oben zitierten Phantasie ohne jeglichen Zeitrahmen eigentlich aus all den Tieren werden, die nun plötzlich nicht mehr für die Fleisch-, Ei-, oder sonstwelche Produktion benötigt werden? Nimmt jeder neue Veganer einfach mal ein Schwein zu Hause auf? Oder ein paar Legehennen? Eine Kuh?
Wir bezahlen seit ungefähr zehn Jahren den Unterhalt für eine Fleckvieh-Limousin Kuh namens Mathilda und werden es tun, bis sie ihren letzten Atemzug am Ende ihrer natürlichen Lebenszeit tut. Da sie kleiner als ihre Altersgenossen war und zudem nicht trächtig wurde, sollte sie mit etwa drei Jahren sterben. Wir sind uns darüber bewusst, daß wir mit dem Retten dieses Tierlebens absolut nichts am Lauf der Welt ändern. Aber für dieses Individuum war es von entscheidender Bedeutung. Ich habe sie seit Jahren nicht besucht (braucht Mathilda auch nicht), weil der Landwirt Grünen-Basher, Greta Thunberg-Basher, Vegetarier/Veganer-Basher, Pazifisten-Basher und Militärfreak der übelsten Sorte ist und ich keinen Kontakt suche. Aber seine Tiere haben es traumhaft schön und werden 1 A versorgt. Und ja, wir überlegen ein paar Legehennen vor dem Tod zu bewahren.
 
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AW: Wie gut ist Tierproduktkonsum für die Tiere?

Dann bist Du eine Ausnahme von wie vielen zehntausend? Egal wie löblich, mehr als das Gewissen beruhigt man so nicht. Immerhin ein ganz persönlicher und individueller Schritt in die ebenso individuell gewählte Richtung. Massentauglich ist die Idee nicht, besonders dann nicht, wenn man damit im Grunde neben dem Tier auch einen Menschen unterstützt, der nicht unterstützendwert ist.
 
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AW: Wie gut ist Tierproduktkonsum für die Tiere?

Genau, der Begriff wird, auch von dir, verachtend verwendet. Während der Corona-Pandemie auch gerne von Verschwörungstheoretikern und anderen Schwurblern benutzt.
Beachte bitte, in welchem Zusammenhang ich den Begriff in Beitrag 16 erstmals nutzte. Mit Corona hatte das jedenfalls nichts zu tun. In dem Beitrag erkenne ich keinerlei verachtente Wortwahl meinerseits. Ich bin aber gern bereit, alle anderen meiner Beiträge nochmal daraufhin zu kontrollieren. Oder Du sagst einfach, was Du mir sagen willst?
 
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AW: Wie gut ist Tierproduktkonsum für die Tiere?

Eigentlich müsste müsste für den Tierschutzbereich eine andere M
Dann bist Du eine Ausnahme von wie vielen zehntausend? Egal wie löblich, mehr als das Gewissen beruhigt man so nicht. Immerhin ein ganz persönlicher und individueller Schritt in die ebenso individuell gewählte Richtung. Massentauglich ist die Idee nicht, besonders dann nicht, wenn man damit im Grunde neben dem Tier auch einen Menschen unterstützt, der nicht unterstützendwert ist.
Das Geld geht komplett für die entstehenden Kosten drauf, der Landwirt verdient nichts daran. Vielleicht zahlt er sogar drauf... Ich bin dankbar, so einen paradiesischen Platz gefunden zu haben. Das war nicht leicht damals...
 
Wassn

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AW: Wie gut ist Tierproduktkonsum für die Tiere?

Dann bist Du eine Ausnahme von wie vielen zehntausend? Egal wie löblich, mehr als das Gewissen beruhigt man so nicht. Immerhin ein ganz persönlicher und individueller Schritt in die ebenso individuell gewählte Richtung. Massentauglich ist die Idee nicht, besonders dann nicht, wenn man damit im Grunde neben dem Tier auch einen Menschen unterstützt, der nicht unterstützendwert ist.
Nutzt so ein Mensch das Tierleid.. um sich eine weiße Weste zu schaffen? Hat so einen "Beigeschmack" für mich. Wenn ich jemanden Geld für etwas gebe, dann würde ich sehr gründlich darauf schauen, was für ein Mensch das ist und ob ich auch richtig hinter ihm stehen kann. Einem "Bösewicht" würde ich kein Geld zahlen, auch wenn er damit Gutes tun möchte..... :oops:
Da gibt es weiss Gott andere Möglichkeiten.
 
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