Welpe schnappt nach mir und bellt

Diskutiere Welpe schnappt nach mir und bellt im Allgemeines Forum im Bereich Hunde; Hallo! Unser bordercollie Welpe ist jetzt 13 Wochen alt und seit kurzen schnappt er nach meiner 15jährigen Tochter. Wir gehen in die Welpen Schule...
I

irwshjv

Beiträge
1
Reaktionen
0
Hallo!
Unser bordercollie Welpe ist jetzt 13 Wochen alt und seit kurzen schnappt er nach meiner 15jährigen Tochter. Wir gehen in die Welpen Schule und sie war sogar schon einmal dort mit ihr aber das hat auch nichts geholfen! Mein Verdacht ist, dass die beiden in der Welpen Schule ein schlechtes Erlebnis hatten. Die Zwei kuscheln normalerweise miteinander aber wenn unserem Welpen etwas nicht passt bellt er sie an und schnappt.
Weiß jemand was ich dagegen tun kann oder wie man das verhindert?
Liebe Grüße Irena
 
29.06.2020
#1
A

Anzeige

Gast

Schau mal hier: Welpe schnappt nach mir und bellt . Dort wird jeder fündig!
Quano

Quano

Meersäulioldie
Beiträge
4.087
Reaktionen
3.567
Sofort unterbinden und zwar von euch Eltern. Das Welpi nimmt deine Tochter nicht für „voll“.
Wenn er schnappt sofort nein sagen, wenn er es dennoch tut, Schnauze weg vom Kind und nein oder lass das sagen. Falls es schon ritualisiert ist, er frech tut, auch mal mit dem Finger kurz, aber ernst, auf die Schnauze klopfen.
Seid ihr unsicher, unbedingt zu professionellen, erfahrenen Hundeschultrainern, die euch unterstützen.
Jedes noch so kleine Schnappen ist ein „Biss“, denn er tut es mit den Zähnen und muss jetzt korrigiert werden, sonst kann es bald ausarten.
Vllt reicht es bei ihm aber auch, wenn er begreift, hey, die lassen das nicht zu und akzeptiert sofort eure Korrekturen. Kommt sehr auf den Charakter, z.T. auf die Rasse an. Collies allgemein neigen zu Schnapp-Korrekturen ihrerseits, wenn ihnen was nicht passt. Kenne ich, mein KHC, war mit 8 Wochen schon so frech. Hat aber schnell begriffen, dass es viel schöner ist mit uns, wenn er die Regeln beherzigt und wir haben uns gegenseitig sehr lieb und es läuft harmonisch ab.
Wichtig ist noch: Das Timing!!! Genau in dem Moment korrigieren, wenn er es tut. Lässt er sich korrigieren, sofort wieder normal mit ihm umgehen. Auch bei der Korrektur ruhig bleiben, aber sehr bestimmt und es wirklich aus dem Bauch raus ernst meinen. Guten Erfolg!
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Uromastix
D

Domingo

Beiträge
157
Reaktionen
48
Euer Welpe ist 13 Wochen alt, also noch ein Baby.
Man muss ihm viele erst noch beibringen.

In euerem Fall wäre das die Beisshemmung

Beim "beissen" einfach laut "aua" sagen und sich wegdrehen.
Damit wird das "Spiel" unterbrochen und der Welpe merkt, dass sein Verhalten nicht angesagt ist. Es dauert einige Zeit, bis er es gelernt hat.

Das ist ein ganz normales Verhalten eines Welpens.

Ein "nein" oder ein "aus" muss er ebenfalls erst lernen
 
Mausilla

Mausilla

die auf den Sommer wartet
Beiträge
4.511
Reaktionen
146
Sofort unterbinden und zwar von euch Eltern. Das Welpi nimmt deine Tochter nicht für „voll“.
Wenn er schnappt sofort nein sagen, wenn er es dennoch tut, Schnauze weg vom Kind und nein oder lass das sagen. Falls es schon ritualisiert ist, er frech tut, auch mal mit dem Finger kurz, aber ernst, auf die Schnauze klopfen.
Nicht gleich den "Holzhammer" rausholen und die Dominanzschiene (nimmt die Tochter nicht für voll) braucht es auch nicht.

Welpen sind kneifende und zwickende kleine Monster. Das machen die auch untereinander so. Und ja, die setzen auch schon mal ihre Zähne ein, wenn ihnen was nicht paßt.

Einmal "Welpenschule", was soll das bringen?
In einer gut geführten Welpenstunde sollte der Hund hündische Kommunikation mit anderen Hunden lernen, das ist im Prinzip die Weiterführung der Sozialisation, die optimalerweise schon vorher mit Mutter und Geschwistern stattgefunden hat.
Und der Besitzer sollte lernen, wie so ein Welpe "tickt". Was er braucht, seine Verhaltensweisen erkennen und wie man richtig darauf reagiert.

In Eurem Fall wäre erstmal wichtig, in welchen Situationen genau zwickt der Welpe. Pauschale Ratschläge sind da eher fehl am Platz.
Ist es Übermut, Spiel, fühlt er sich bedrängt usw.

Vllt. ist Deine Tochter auch zu hektisch oder fordernd? Zu albern, sie ist ja auch fast noch ein Kind.

Es gibt soviele Möglichkeiten, woran es liegen kann. Und je nachdem auch sehr unterschiedliche Vorgehensweisen.

Auf jeden Fall hilfreich ist ein ruhiger, liebevoller Umgang mit dem Welpen. Ohne Streß, ohne zuviel Druck oder Anforderungen.
 
M

Maria 2

Beiträge
1.415
Reaktionen
171
Hallo,
bei uns war es vor nicht langer Zeit ähnlich, Golden Retriever Welpe und 15 jährige Tochter.
Auch unser Welpe benutzte meine Tochter als gleichwertigen Spielgefährten und wie spielen Hunde, natürlich mit den Zähnen.

So machen wie Domingo oben beschrieben, aua rufen und wenn das nicht hilft auch mal kreischen und weggehen, Spiel beenden.
Würde ein anderer Welpe auch so machen. Er muss lernen wo Schluss ist. Wichtig ist das der Welpe genug schläft. Es klingt viel,
20 Stunden, aber Welpen brauchen es. Besonders Border Collies müssen es lernen zu entspannen, sonst bekommt ihr ein Power
Bündel das immer mehr Action sucht. Eine Hundeschule die sich mit Hütehunden auskennt, wäre von Vorteil. Wichtig, regelmässig das üben was man dort lernt.
 
cichy

cichy

Beiträge
5.314
Reaktionen
95
Huhu,

es ist zwar wirklich ein ganz normales Hundeverhalten aber ich sehe es auch so, dass Kinder nicht zu Opfern werden sollen. (Hunde gegenüber den Kindern natürlich auch nicht)...
Ein Hund sollte so früh wie möglich lernen, dass Kinder absolut heilig sind.
Kinder, die jetzt nicht gerade mit gut erzogenen Hunden aufgewachsen sind, verhalten sich oft nicht richtig und animieren den Hund unbewusst zu Fehlverhalten in dem sie rumzappeln oder hektisch sind. Sie sagen dann hundert mal nein oder aus und der Hund hört darauf gar nicht.
Manche Hunde hören generell nicht auf Kinder oder nehmen sie nicht ernst. Manchen kann man das auch niemals antrainieren - ich hatte so einen.

Von der Hundemutter würde der Kleine einen auf den Deckel bekommen, ebenso von anderen Mitgliedern. Wir sind zwar keine Hunde aber wir sollten auch so handeln und unerwünschtes Verhalten sofort unterbinden durch Abbruch oder An- oder Wegstupsen (natürlich nicht mit Schmerzen!)
Weil Kinder dazu oft vom Timing her nicht in der Lage sind, sind die Eltern verantwortlich!

Ihr habt eine Rasse gewählt die extreme Power hat - geistig und körperlich.
Welpenspielstunde ist für manche Rassen ganz gut um sich auszupowern, für eure Rasse sehe ich da keinen Sinn drin.
Ihr könnt auf jeden Fall schon langsam anfangen mit einer Beschäftigung wie Agility oder sogar noch besser angepassten "Sportarten". Es gibt Hundeschulen wo diese Hunde auch ihre Fähigkeiten ausleben können und zb. mal etwas hüten können.
Das ist etwas, was dann auch die Tochter später mit ausüben und trainieren kann.

Bewegung, Ablenkung durch Spiel & Sport sind auch wichtig um zu vermeiden, dass der Kleine mit der Tochter einfach so mit den Händen o.Ä. spielen möchte. Natürlich alles immer im Rahmen des Möglichen und Altersgerecht. In dem Alter reichen mehrere kleine 15 Minuten Spieleinheiten am Tag. Vor allem auch üben wieder runter zu kommen in dem der Hund mal eine Zeit lang auf seinem Platz liegen bleiben und sich entspannen soll.
Das ist bei dieser Rasse auch extrem wichtig.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Mephistopheles
Mausilla

Mausilla

die auf den Sommer wartet
Beiträge
4.511
Reaktionen
146
Mal ehrlich, mit 13 Wochen braucht ein Hund noch keine Vorbereitung aufs Agi oder hüten oder sonstwas.

Der sollte in aller Ruhe die Welt kennenlernen, umweltsicher werden, angepaßtes soziales Verhalten lernen, vllt. 2-3 Grundkommandos und ansonsten einfach Hund sein.

Damit ist er ausgelastet genug, denn das alles muß ja auch in seinen Ruhephasen verarbeitet werden.

Grad bei Hütern zieht man sich bei zuviel Input schnell einen hektischen, nervösen Hund ran.
 
cichy

cichy

Beiträge
5.314
Reaktionen
95
Mal ehrlich, mit 13 Wochen braucht ein Hund noch keine Vorbereitung aufs Agi oder hüten oder sonstwas.

Der sollte in aller Ruhe die Welt kennenlernen, umweltsicher werden, angepaßtes soziales Verhalten lernen, vllt. 2-3 Grundkommandos und ansonsten einfach Hund sein.

Damit ist er ausgelastet genug, denn das alles muß ja auch in seinen Ruhephasen verarbeitet werden.

Grad bei Hütern zieht man sich bei zuviel Input schnell einen hektischen, nervösen Hund ran.
Das sehe ich nicht so. Jeder Hund will eine Aufgabe haben und gefördert werden. Genau das bedeutet "Hund sein" - seinen Fähigkeiten und Bedürfnissen nachgehen zu können und verstanden zu werden. Es gibt Rassen, wie exakt diese, die nicht einfach nur existieren und auf der Couch liegen wollen. Dafür sind ganz andere Rassen da.
Jeder Tag ist ein Tag an dem der Hund was lernt. Er kann nun lernen die Tochter zu scheuchen oder eben über eine Hürde zu hopsen - was wäre einem lieber?

Der Beschreibung nach sucht sich der Kleine gerade eine eigene Aufgabe denn das was aktuell noch wie ein Spiel wirkt, sieht in 2-3 Monaten schon ganz anders aus und der Übergang ist fließend.
Die Besitzer scheinen kaum Hundeerfahrung zu haben also ist jedes Training für beide Seiten sinnvoll anstatt es einfach so laufen zu lassen.

Einen nervösen Hund erzieht man sich nur wenn man keine Ahnung hat. Bei einem Training unter Aufsicht bei einem Profi passiert das wohl eher seltener als zu Hause ohne Begleitung.

Ich sehe doch jeden Tag das Resultat aus "ach lassen wir mal machen"...
 
Zuletzt bearbeitet:
D

Domingo

Beiträge
157
Reaktionen
48
Es klingt viel,
20 Stunden, aber Welpen brauchen es. Besonders Border Collies müssen es lernen zu entspannen, sonst bekommt ihr ein Power
Bündel das immer mehr Action sucht.
Welpen schlafen niemals so viel, sie erkunden ihre Umgebung und Umwelt.
Das passt nur auf einen bereits älteren Hund.

es ist zwar wirklich ein ganz normales Hundeverhalten aber ich sehe es auch so, dass Kinder nicht zu Opfern werden sollen. (Hunde gegenüber den Kindern natürlich auch nicht)...
Ein Hund sollte so früh wie möglich lernen, dass Kinder absolut heilig sind.
Dafür sind doch die Eltern da.
Das ist nicht Aufgabe des Welpens.

Auch die Kinder haben zu lernen, dass sie den Hund nicht bedrängen oder, je nach Größe,des Hundes grob mit ihm umgehen.
Lernen bedeutet auch, dass der Hund/Kind die Zeit haben sollen, die sie brauchen.

Dieser Welpe ist aber noch nicht lange genug dafúr im Hause und die Tochter ist bereits 15 Jahre alt. Da sollte man doch davon ausgehen könen, dass sie verständig genug mit dem Hund umgehen kann.
Sie ist ja kein Kleinkind mehr.

Wir sind zwar keine Hunde aber wir sollten auch so handeln und unerwünschtes Verhalten sofort unterbinden durch Abbruch oder An- oder Wegstupsen (natürlich nicht mit Schmerzen!)
Weil Kinder dazu oft vom Timing her nicht in der Lage sind, sind die Eltern verantwortlich!
Hier schreibst du es ja selbst: Die Eltern sind nicht aussen vor und haben die Kinder anzuleiten und zu erklären, was eigentlich passiert zwischen Hund und Kind./Teenager
Das nennt man Erziehung.

Ein Mensch kann sich niemals wie ein Hund verhalten!
Er hat seine eigene "Form" entwickelt, wie man ein Hundekind/-Baby von vielen Dingen abhalten kann, u.a. z.B. die Ablenkung, die funktionert in solchen Fällen auch sehr schnell. Da braucht man nicht unbedingt körperliche Reaktionen, wie wegstupsen usw. anwenden.

Welpenspielstunde ist für manche Rassen ganz gut um sich auszupowern, für eure Rasse sehe ich da keinen Sinn drin.
Natürlich macht ein gute Welpenspielstunde Sinn, egal welche Rasse man selbst hat.

Die Welpen sehen versch. aussehende Hunde (z.B Ringelschwanz, Hängeohren, langes Fell, große/kleine Hunde erkennen und mit den eigenen Kräften haushalten usw. Sie lernen die versch. Hundemerkmale zu deuten und zu verstehen.
Das nennt man auch "mit anderen Hunden/Rassen sozialisieren".

Das sehe ich nicht so. Jeder Hund will eine Aufgabe haben und gefördert werden. Genau das bedeutet "Hund sein" - seinen Fähigkeiten und Bedürfnissen nachgehen zu können und verstanden zu werden. Es gibt Rassen, wie exakt diese, die nicht einfach nur existieren und auf der Couch liegen wollen. Dafür sind ganz andere Rassen da.
Jeder Tag ist ein Tag an dem der Hund was lernt. Er kann nun lernen die Tochter zu scheuchen oder eben über eine Hürde zu hopsen - was wäre einem lieber?
Ein Welpe brauch noch keine Aufgabe, der hat wirklich noch genug zu tun mit dem neuen Zuhause kennen lernen, alle Personen im Haushalt einschätzen zu können, neue Gerüche und Geräusche zu bekunden, den Abschiedsschmerz von Geschwister und Mutter zu verdauen, neues Futter kennen zu lernen und dieses auch zu verdauen und und und.
Eine Aufgabenstellung kann hier getrost noch nach hinten verschoben werden.

Wenn er jetzt, mit 13 Wochen noch eine Aufgaben haben soll, ist er total überfordert und niemand braucht sich wundern, wenn er dann im Spiel so richtig richtig aufdreht.

Das reicht doch, wenn man nun schon versucht, dem Welpen Sitz, Platz Fuß beizubringen, die Stubenreinheit zu fördern versucht, die Leinenführigkeit in Angriff nimmt , die Hausregeln vermitteln möchte usw.
Ein überforderter Welpe wird ein nervöser Welpe und findet in seinem Halter kein Vertrauen, Bindung und hat auch keinen Respekt vor ihm .
Ein überforderter Welpe wird ein nervöser Hund.

Der Beschreibung nach sucht sich der Kleine gerade eine eigene Aufgabe denn das was aktuell noch wie ein Spiel wirkt, sieht in 2-3 Monaten schon ganz anders aus und der Übergang ist fließend.
Die Besitzer scheinen kaum Hundeerfahrung zu haben also ist jedes Training für beide Seiten sinnvoll anstatt es einfach so laufen zu lassen.
Seine Aufgaben sind momentan:
seine Welt zu erkunden, alle Familienmitgleider kennen zu lernen, sich auf gewisse Zeiten (Fütterung, Gassi usw.) einzustellen, Hausregeln kennen zu lernen.

Im Moment spielt er nur mit der Tochter, lernt sie kennen und weil er keine Hände, wie wir Menschen hat, macht er alles mit den Zähnen - doch das hat nichts mit" Aufgabe suchen" zu tun.

Einen nervösen Hund erzieht man sich nur wenn man keine Ahnung hat. Bei einem Training unter Aufsicht bei einem Profi passiert das wohl eher seltener als zu Hause ohne Begleitung.
Viele Menschen haben ein untrügliches Bauchgefühl, das kann am Ende viel mehr Wert sein als ein Trainer. So einen Trainer, wie du oben schreibst, der muss auch erst mal gefunden werden. Das erfordert natürlich Zeit - der Hund ist aber erst 13 Wochen alt und erst wenige Tage im Haushalt der Halters.

Ich sehe doch jeden Tag das Resultat aus "ach lassen wir mal machen"...
Du weisst das alles nicht. Auch nicht, ob man sagt "lass doch mal machen"
Was du siehst, wird nur eine Momentaufnahmen einer Situation.

Was dazu geführt hat, was der Auslöser ist, weiß ein Aussenstehender meist nicht.
 
Mausilla

Mausilla

die auf den Sommer wartet
Beiträge
4.511
Reaktionen
146
Das sehe ich nicht so. Jeder Hund will eine Aufgabe haben und gefördert werden. Genau das bedeutet "Hund sein" - seinen Fähigkeiten und Bedürfnissen nachgehen zu können und verstanden zu werden.

Der Beschreibung nach sucht sich der Kleine gerade eine eigene Aufgabe denn das was aktuell noch wie ein Spiel wirkt, sieht in 2-3 Monaten schon ganz anders aus und der Übergang ist fließend.


Einen nervösen Hund erzieht man sich nur wenn man keine Ahnung hat. Bei einem Training unter Aufsicht bei einem Profi passiert das wohl eher seltener als zu Hause ohne Begleitung.

Ich sehe doch jeden Tag das Resultat aus "ach lassen wir mal machen"...
Ein Welpe in dem Alter braucht keine "Aufgabe". Der lernt die Welt kennen, das ist Aufgabe genug. Schrieb ich ja schon.

Ich schrieb aber nicht "lass ihn mal machen". Sondern von liebevoller, geduldiger und auch konsequenter Führung und Erziehung.

Ein Welpe im Rudel lernt in diesem Alter vor allem soziale Fähigkeiten, der geht noch nicht jagen, was ja dann später eine Aufgabe wäre.

Die wenigsten Welpen wachsen ja heute noch in einem Rudel auf. Deswegen müssen seine Menschen ihn bei seinem Lernprozeß unterstützen und führen.
Was aber eben nicht bedeutet, das er schon zig Kommandos lernen muß oder die Grundlagen irgendwelchen Hundesports. Sondern eben soziale Fähigkeiten und Vertrauen. Ganz wichtig.

Alles andere kommt später.

Mit einem Hund, der sozial sicher ist und Grundvertrauen in seine Menschen hat, kann ich später alles mögliche machen.

Der wird sich auch ohne viele Kommandos sozial angepaßt benehmen und sich allen Herausforderungen und Aufgaben mit seinem Menschen zusammen stellen.

Meine Erfahrung.

Ich sehe im übrigen sehr oft die Folgen von zu früher Überforderung und nicht nur die Folgen von "lass mal machen".
Nervöse, hektische Hunde. Die zu Überreaktionen neigen, nie genug Beschäftigung bekommen, viel bellen und auch sonst eher unausgeglichen sind.
 
M

Maria 2

Beiträge
1.415
Reaktionen
171
Hi,
warum findet man dann so viele Beiträge, dass ein Welpe 20 Std schlafen sollte?
Auch unsere Hundetrainerin ist der Meinung je mehr Schlaf, desto ausgeglichener wird der Welpe.

Bei unseren Welpen schrieben wir es eine Zeit lang auf, es geht ja auch nicht darum das er tief und fest schläft, sondern nicht dauernd herumspringt. Je weniger unser Welpe schlief, desto aufgedrehter war sie.

Als wir darauf achteten das sie mindestens 18 Std schlief und ruhte wurde sie viel ruhiger. Jetzt ist sie 21 Monate und wir werden viel darauf angesprochen, wie ruhig sie sich in vielen Situationen verhält und zur Ruhe kommt. Wie habt ihr das hinbekommen?
In der Stadt, in Geschäften wurden wir schon angesprochen wie alt unser Hund denn sei, weil sie sich so super benimmt.
Sie konnten es eigentlich gar nicht glauben, wenn wir sagten das sie erst 15 , 16 Monate alt ist.
 
Wolke24

Wolke24

Moderatorin
Beiträge
4.625
Reaktionen
1.260
@ Maria wir habt ihr das geschaft dass ein Welpe 20 Stunden schläft? Unsere war damals 12 Wochen alt und hat ihre Ruhepausen und Schlaf selbst gefordert. Sie hatte ihr Körbchen und ihren Platz und wurde sicher nicht gestört in dieser Zeit.

Sie hat dann von abends 23 Uhr - 7 Uhr morgens durchgeschlafen. Wir haben öfters am Tag kleinere Spaziergänge unternommen, um auch den Sozialkontakt zu anderen Hunden zu halten und den Alltag mit Geräuschen und Gerüchen weiter kennenzulernen.

Sie hatte eine sehr enge Bindung zu uns und war sozial zu allen Hunden und Menschen.

Kommandos hat sie eigentlich nicht eingetrichtert bekommen, sondern die wurden mit zunehmendem Alter mit eingeflochten. Sie war übrigens ein Zwergdackel die meistens einen schlechten Ruf haben, dabei liegt es auch hier an den Haltern.
 
D

Domingo

Beiträge
157
Reaktionen
48
warum findet man dann so viele Beiträge, dass ein Welpe 20 Std schlafen sollte?
Das kann ich dir nicht sagen.
Wahrscheinlich hat das mal jemand geschrieben und das wurde unreflektiert von anderen übernommen.
Vll ähnlich wie frúher mal das "Leinenruckeln" um die Leinenführigkeit zu vermitteln oder ein Sprühalsband, welches gegen Bellen eingesezt wurde oder das Dominanzverhlaten eines Hundes? Keine Ahnung, ich kann es dir nicht sagen.
Aber heute sollte man solche Dinge doch schon besser wissen.

Auch unsere Hundetrainerin ist der Meinung je mehr Schlaf, desto ausgeglichener wird der Welpe.
Warum fragst du nicht die Trainerin, wie sie darauf kommt?

Aber was ich dir sagen kann:
Wie sich Welpen verhalten, kurz bevor sie vermittelt werden. Also zwischen der ca. 6. und ca. 12. Woche, wenn sie sich noch in ihrer vertrauten Umgebung befinden und noch die Geschwister und die Mutter haben um zu spielen und sie sich versuchen in ihrem kurzen Leben zurecht zu finden.

Das ist keinesfalls so, dass sie 20 Stunden am Tag "ruhen" oder Schlafen.
Sie lernen in dieser Zeit überwiegend ihre nächste Umgebung kennen, was überhaupt "Gefahren" für sie sind, lernen die (Fein)Koordination ihres Körpers kennen und beherrschen, bauen Muskeln auf und das Sozialverhalten.
Das alles ist sehr wichtig für die Welpen.

Du kannst deswegen auch sehr gerne mal mit einem guten Züchter darüber sprechen.
Viele Züchter atmen ja auch etwas auf, wenn die Welpenbande gut vermittelt ist und endlich das Haus verlassen.

Wenn sich Welpen ausgetobt haben und dann müde sind, legen sie sich von allein zum Schlafen/Ruhen hin oder sie fallen einfach nur um und sind dann schon fast eingeschlafen. Das ist ein ganz natürliches Verhalten.

Auch bei Straßenhunden oder bei der hunde-ähnlichen Verwandtschaft (Wölfen/Füchsen/Marder usw.) ist das nicht anders.
Da sind nur keine Menschen, die meinen, das Tier muss jetzt "ruhen", damit er auch in ihren Alltag oder zeitlichen Ablauf passt" oder sie selbst mal entspannen können.
Ein Welpe braucht eigentlich eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung die ersten Wochen.

Zwingt man einen Welpen zum "Ruhen", z.B. in einer Box, ist das gar kein wirkliches und entspanntes Ruhen, weil das Köpfchen ja noch tausend Dinge verarbeitet (auch das ist sehr wichtig, die Zeit dafür wird aber von der Natur automatisch eingeräumt) und machen möchte.
Der Kleine wird versuchen sich aus der Box zu befreien (zumindest so lange, bis er sich daran gewöhnt hat) um zu seinem einzigsten momentanen "Beschützer" (dem Halter) zu kommen. Der Welpe weiss , dass er alleine dem Tode geweiht wäre.

Und zweitens liegt man da schon sehr nahe an "erlernter Hilflosigkeit", meiner Meinung nach. Ein Welpe kann sich ja nicht wehren.
 
Thema:

Welpe schnappt nach mir und bellt

Welpe schnappt nach mir und bellt - Ähnliche Themen

  • Welpe schnappt !

    Welpe schnappt !: Mein Golden Retriever welpe schnappt ab und zu ! Gestern hab ich ihn einen kauschuh gegeben und als ich ihn den wegnehmen wollte hat er...
  • Unser Welpe knurrt und schnappt

    Unser Welpe knurrt und schnappt: Hallo, wir haben seit einer Woche einen Golden Retriever Welpen (11 Wo) und seit gestern haben wir unser erstes Problem. Wir waren bei Freunden...
  • Traurig nach Züchterbesuch

    Traurig nach Züchterbesuch: Hallo zusammen, Ich war gerade meinen Australian Shepherd Rüden Ben besuchen. Er ist gestern 6 Wochen alt gewesen. Aber heute hat mich einiges...
  • Welpe trotz Job?

    Welpe trotz Job?: Hallo miteinander, Ich habe seit einigen Tagen eine echte Kriese in mir. ?( Kurz vor Weihnachten verlor mein 9-jähriger, treuer Begleiter seinen...
  • Welpen

    Welpen: Hallo, ich habe einen Französische Bulldog gekauft, der ist 3 Monate und 2 Woche Alt, weiß mit schwarzen Schatten im Gesicht, Nase und Ohr ...
  • Ähnliche Themen
  • Welpe schnappt !

    Welpe schnappt !: Mein Golden Retriever welpe schnappt ab und zu ! Gestern hab ich ihn einen kauschuh gegeben und als ich ihn den wegnehmen wollte hat er...
  • Unser Welpe knurrt und schnappt

    Unser Welpe knurrt und schnappt: Hallo, wir haben seit einer Woche einen Golden Retriever Welpen (11 Wo) und seit gestern haben wir unser erstes Problem. Wir waren bei Freunden...
  • Traurig nach Züchterbesuch

    Traurig nach Züchterbesuch: Hallo zusammen, Ich war gerade meinen Australian Shepherd Rüden Ben besuchen. Er ist gestern 6 Wochen alt gewesen. Aber heute hat mich einiges...
  • Welpe trotz Job?

    Welpe trotz Job?: Hallo miteinander, Ich habe seit einigen Tagen eine echte Kriese in mir. ?( Kurz vor Weihnachten verlor mein 9-jähriger, treuer Begleiter seinen...
  • Welpen

    Welpen: Hallo, ich habe einen Französische Bulldog gekauft, der ist 3 Monate und 2 Woche Alt, weiß mit schwarzen Schatten im Gesicht, Nase und Ohr ...