Die richtige Schildkrötenart für mich

Diskutiere Die richtige Schildkrötenart für mich im Wasser- und Sumpfschildkröten Forum im Bereich Schildkröten; Hallo Gemeinde, ich möchte wieder in die Aquaristik einsteigen und mir eine Wasserschildkröte zulegen (Ja ich weiß, Threads die so beginnen gibts...
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XccesS

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Hallo Gemeinde,

ich möchte wieder in die Aquaristik einsteigen und mir eine Wasserschildkröte zulegen (Ja ich weiß, Threads die so beginnen gibts unzählige ;).
Ich hatte vor ein paar Jahren mal zwei Wasserschildkröten die ich aber jetzt zurückblickend leider auch überstürzt aus einer Zoohandlung gekauft habe (da war ich noch jung und naiv :Turtle Panzer:)und irgendwann auch abgeben musste aufgrund von Umzug un dem einhergehenden Platzproblem.
Nun, jetzt habe ich wieder genug und dauerhaft wieder genug Platz und habe mein altes Aquarium wieder vom Dachboden geholt. Es hat die Maße 100*40*40cm. Jetzt möchte ich mit dem Wiedereinstieg aber auch alles richtig machen und mir sehr viel Zeit lassen alles richtig einzurichten und mit der Anschaffung an sich, da gehört ja viel dazu. Nebenbei habe ich nun Stunden mit der Recherche verbracht welche Schilkrötenart am besten geeignet wäre und mir Tabellarisch die verschiedenen Arten aufgelistet unter der Bedingung, dass die Schildkröte möglichst klein bleibt.

Hier mal meine Sammlung dazu:
Name Wissenschaftlich Größe
Rückenstreifen/Südliche Zierschildkröten Chrysemys picta dorsalis 10-15cm
Tropfenschildkröte Clemmys guttata 12cm
Chinesische Zacken-Erdschildkröte Geoemyda spengleri
Gelbflecken-Höckerschildkröte Graptemys flavimaculata 9-16cm
Schwarzknopf-Höckerschildkröte Graptemys nigrinoda nigrinoda 12-16cm
Dreistreifen-Klappschildkröte Kinosternon baurii 13cm
Rotwangen Klappschildkröte Kinosternon cruentatum 15cm
Weißmaulklappschildkröte Kinosternon leucostomum leucostomum 12cm
Rotwangen-Klappschildkröte Kinosternon scorpioides 12-15cm
PENNSYLVANIA KLAPPSCHILDKRÖTE Kinosternon subrubrum 13cm
Zwergmoschusschildkröte Sternotherus minor minor 14cm
Moschusschildkröte Sternotherus odoratus 14cm


Das ist erstmal die Liste der kleinbleibenden Arten die ich so finden konnte. Ich persönlich möchte aber eine Gruppenhaltung nicht ausschließen und am besten 1 Männchen und 1 Weibchen zusammen halten. Ebenso gestaltet es sich wahrscheinlich schwierig eine Sumpf/Tümpel Landschaft in dem schmalen Aquarium einzurichten. Der Landteil ist erstmal im AQ, ich möchte mir aber später noch einen eigenen Schrank bauen mit externen, größeren Landteil. Bei den Anforderungen an die Beleuchtung bin ich flexibel.

Für mich interessant sind denke ich:
Chrysemys picta dorsalis und Graptemys flavimaculata
Diese sind aber sehr schwer in meiner Gegend (Raum Oldenburg/Ammerland) zu bekommen und auch teuer.

Bei anderen Arten müsste ich auf Gruppenhaltung verzichten, daher meine Frage, kennt ihr noch alternative Arten oder habe ich soweit schon alle möglichen kleinbleibenden Arten aufgelistet?

PS: Dass das Aquarium für viele wohl eher grade das Mindestmaß erreicht ist mir bewusst, das soll jetzt aber vor der Anschaffung erstmal kein Hinderniss sein, da ich in Zukunft und wenn ich ein Raummangel bemerkte auch ein größeres anschaffen könnte)
 
29.09.2017
#1
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Mr. Ed

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Ich hatte vor ein paar Jahren mal zwei Wasserschildkröten
Es wäre für die Fachleute sicher interessant zu wissen, welche Erfahrung Du bisher vorzuweisen hast, also welche Gattung/Art hast Du damals gepflegt?

Chinesische Zacken-Erdschildkröte Geoemyda spengleri
Wasserschildkröten sind nicht meine Baustelle, darum sage ich das mit Überzeugung: Aquarienhaltung dieser Art kannst Du vergessen. Wenn, dann ein Terrarium mit bestenfalls kleiner Wasserstelle. Der Trivalname ERDschildkröte hat schon einen gewissen Sinn, auch wenn ich von Trivialnamen allgemein wenig halte.
 
Lerad

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Hallo und willkommen im Forum,

zu deiner angedachten Gruppenhaltung:

Kinosternon und Sternotherus: diese sind schlicht weg zu aggressiv für eine Gruppenhaltung (bis auf ein paar wenige Ausnahmen die ich leider nicht aus dem Kopf benennen kann).

Graptemys sägezähnen (flavi, nigrinoda, oculifera): hier kann eine gleichgeschlechtliche Gruppenhaltung funktionieren, bei Männchen zumeist besser als bei Weibchen. Gemichtgeschlechtliche Gruppen funktionieren dagegen so gut wie nie!

Clemmys: sind für eine Gruppenhaltung nur bedingt geeignet. Bei einem sehr großen und gut strukturierten Becken kann es gut gehen. Sehe ich aber eher kritisch da die Tiere, entgegen älterer Literatur, revierbildend sind; dieses aber nicht all zu aggressiv verteidigen. Mündet also in Stress für die Tiere.

Chrysemys: hier gilt das selbe wie für die Graptemys sawbacks mit dem Unterschied das hier die Weibchen oft verträglicher sind als die Männchen.

Eine Gruppe mit verschiedenen Gattungen, wie angedacht, halte ich hier für problematisch da die Tiere unterschiedliche Ansprüche an ihre Umwelt haben.
Graptemys sind Flussbewohner und Chrysemys bevorzugen ruhige Gewässer. Es wäre also immer nur ein Kompromiss.

Ich möchte aber dazu erwähnen das Schildkröten an sich immer Einzelgänger sind und jede Gruppenhaltung in Stress, Beißereien und sogar Tod münden kann. Halte dir also immer die Möglichkeit offen die Tiere bei Bedarf trennen zu können.


Grüße
Der Lerad
 
Lerad

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Die Artenliste ist was die Nord-Mittelamerikaner angeht komplett (im Bezug auf klein bleibende Arten die im Hobby vertreten sind), soweit ich das sehen kann, für anderer Länder kann dir eventuell jemand anderes noch etwas interessantes nennen.
Den Teil hab ich irgendwie überlesen :roll2:

Über die Haltungsbedingungen kann man sich dann unterhalten wenn du dich für eine Art entschieden hast :zwinkern:

Grüße
Der Lerad
 
cichy

cichy

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Huhu,

ich halte eine Gruppenhaltung für generell nicht empfehlenswert da es mehr Probleme mit sich bringt als Vorteile hat. Aber wenn man es ausprobieren möchte dann nur in ausreichend großen Becken.

100cm wären für ein Tier gerade mal so ausreichend aber auf keinen Fall für 2 oder mehr die sich aus dem Weg gehen können sollten.

Eine Mischung von Arten ist auch abzulehnen.
 
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XccesS

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Vielen Dank schonmal für die Antworten

Eine Haltung von zwei verschiedenen Arten war auch nicht beabsichtigt, habe ich vielleicht missverständlich formuliert.

@Mr. Ed: Das waren damals 2 Schmuckschildkröten, die beides als Gelbwange verkauft wurden aber eindeutig 2 verschiedene Gattungen waren.

Wie gesagt, dass das Becken aktuell eher die Mindestgröße erreicht ist mir bewusst. Ich wollte erstmal wissen ob ihr generell noch Arten kennt (<15cm) dich ich in meiner Liste vergessen habe die für eine Aquariumhaltung geeignet sind. Dann möchte ich mich nochmal dort weiter einlesen.
 
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TinaKn

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Hallo,

bei der Aquariengrösse macht meines erachtens nur 1 Moschusschildkröte Sinn.
Da gibt es auch viele in Auffangstationen.

Graptemys und Chrysemys schwimmen viel und Weibchen werden größer. Da finde ich das Becken zu klein.
Geoemyda pflegt man im Terrarium.

An Wasserschildkröten bleiben Glyptemys muhlenbergii am kleinsten (7 cm)

An Erdschildkröten bleiben noch Platemys und Rhinoclemmys um 15 cm. Die beiden Arten sind auch gut verträglich.
Ein Terra in 1,20 x 0,60 sollte es aber schon sein.LG Tina
 
Lerad

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An Wasserschildkröten bleiben Glyptemys muhlenbergii am kleinsten (7 cm)
Stimmt (das die inzwischen auch gezüchtet werden hab ich vergessen). Die sind aber noch seltener zu bekommen als die Graptemys flavi. Ich glaub der einzige der die momentan nach zieht ist Robert Hentschel. Wie es da preislich aussieht und ob überhaupt noch Tiere verfügbar sind weiß ich nicht.

Grüße
Der Lerad
 
Pe-pe

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Ich würde selbst ein Sternotherus odoratus Männchen nicht da drinn halten wollen, es ist einfach in der Praxis nicht wirklich möglich die Mikrohabitate in dieser Aquariengröße zu realisieren die bei dieser Art zur vollständigen Entfaltung des Verhaltens führen würden. 120x60x60cm sollte es schon mind. sein und wenn du sowieso bereit bist zu erweitern, warum nicht gleich Geld sparen und ein 150x60x60cm AQ kaufen und das 100er zur Zucht von Wasserflanzen und Futtertieren verwenden? Du kannst das 100er ja jetzt schon aufsetzen und ein paar Monate lang erproben ob du dich für die Aquaristik wirklich immer noch interessierst...

In diesem Thread gibt es ein paar Gedanken von mir zur Art: https://www.schildkroetenforum.com/...n/ploetzlich-schildkroetenbabies-t140148.html
 
stock

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Warum nicht direkt ein 3m Becken anschaffen? Die Größen Anforderungen sind einfach übertrieben und doch absoluter Blödsinn, in dem 1 m Becken kann man/frau wirklich problemlos einzeln Kinosterniden halten. Sei es Moschusschildkröten oder Klappschildkröten. Ich möchte nicht unbedingt die Berühmt/berüchtigten Haltungrichtlinien heranziehen, die für die Gattung die 4 Fache Panzerlänge vorsieht und bei Schwimmfreudigen Wasserschildkröten das 6 fache. Sicher mehr ist immer möglich, aber nicht unbedingt nötig.
 
wullerle

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Huhu,

PS: Dass das Aquarium für viele wohl eher grade das Mindestmaß erreicht ist mir bewusst, das soll jetzt aber vor der Anschaffung erstmal kein Hinderniss sein, da ich in Zukunft und wenn ich ein Raummangel bemerkte auch ein größeres anschaffen könnte)
vor allem schrieb er ja, dass er später ein größeres Becken anschaffen würde. Und für ein Chrysemys- oder Graptemys-Jungtier sollte ein 1m-Becken normalerweise auch für die ersten 3 Jahre ausreichen. :zwink:
Ich würde allerdings auch bei diesen Gattungen zu einem einzelnen Tier raten.

Liebe Grüße
Maike
 
Lerad

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Also bevor man hier anfängt die Größe vom ersten Becken zu kritisieren, was dem/der Thread Ersteller/in ja ohnehin bewusst ist, sollte man lieber dabei helfen eine Art zu finden die er/sie gerne halten möchte.
Danach kann man eine individuelle Beratung zu der Art geben. Es wurde ja nicht gefragt "was passt in dieses Aquarium?" sondern "Ich will eine klein bleibende Art, welche gibt es?"

Und ein 1m Becken ist für ein erstes Aquarium weit mehr als viele Andere vorweisen können.
Zudem würde dieses auch problemlos für z.B. ein ausgewachsenes Graptemys flavi Männchen reichen. Wer behauptet das 10 fache maximale Panzerlänge Tierquälerei ist hat etwas zu hohe Ansprüche.
Natürlich ist größer besser, besonders bei den guten Schwimmern und Tauchern, aber nicht für jede aufgezählte Art zwingend erforderlich.

Grüße
Der Lerad
 
Ma Bu

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Hallo,

also ich beschäftige mich nun auch schon eine ganze Weile mit dem Thema, weil auch ich ein Einsteiger bin und mir viele Gedanken darüber gemacht habe (Anfang nächstes Jahr wird es dann wohl soweit sein...). Ich habe mich letzendlich für die Art Kinosternon cruentatum entschieden, u.a. aus dem Grund, dass sie nicht so groß wird und dass sie ganzjährig aktiv ist und somit die Überwinterung wegfällt :-D
Bei der Größe des Aquariums habe ich auch lange recherchiert und überlegt und bin nun bei 120*60*60 cm gelandet.
Diese Art soll ja -wenn man der Literatur vertrauen darf- auch für Einsteiger ganz gut geeignet sein.
Gerade wenn Du kein Problem mit einer Überwinterung hast, sind die anderen Arten allerdings gut geeignet (da sind mir einige auch immer wieder über den Weg gelaufen ^^).
Ich denke dass Dein vorhandenes Aquarium erst mal reichen wird, je nachdem wie deine Filterung und Dein Landteil aussehen könntest Du dich später vielleicht noch für ein größeres entscheiden. Für ein Jungtier sollte es aber auf alle Fälle erst mal reichen.
Und wie die anderen schon geschrieben haben, vom Gedanken einer Gruppenhaltung solltest Du Dich vlt erst mal trennen, da das häufig nicht möglich ist. Wenn Du es doch versuchen solltest, musst Du die Tiere genau beobachten und jederzeit auseinandersetzen können -was ein zweites Aquarium voraussetzt.

Viele Grüße,

Malte
 
Pe-pe

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Lieber Malte,

schon allein die Unterscheidung zwischen Sternotherus und schwimmfreudigen Wasserschildkröten und die Implikation das Sternotherus nicht schwimmfreudig sein sollen zeigt dass diese Poster die Tiere niemals halbwegs artgerecht gehalten haben können. Sternotherus schwimmen, gehen, klettern, tauchen, pflügen den Sand um, vergraben sich im Mulm/Schlamm/Sand/Moos am Bodengrund, sonnen sich im Flachwasser, im krautigen Uferschlamm, auf Ästen, wandern durchs kniehohe Gras. Sie sind jedes Bisschen genauso aktiv wie die schwimmfreudigen Wasserschildkröten (Trachemys, Pseudemys, Garaptemys werden wohl gemeint sein?) - nur sind sie mehr auf ihre artspezifischen Mikrohabitate/Reizmittel angewiesen. Ohne stumpfen sie schneller und stärker ab. Das interpretieren dann Laien als "nicht-schwimmfreudig". Was soll so ein Tier auch in einem 50cm "Zuchtbecken" machen? Die Lebensweise dieser Tiere macht sie mehr von ihrer Umgebung abhängig als es Schmuckschildkröten sind, dem ist in Gefangenschaft Rechnung zu tragen will man dass die Tiere ihr volles Verhaltensspektrum entfalten können. Wenn nicht, wenn das Ziel nur das Sammeln oder am Leben erhalten ist, warum nicht einfach ein Poster einer Schildkröten aufhängen oder eine Plüschschildkröte kaufen (Original von GerhardW)?

Wenn ich überlege was alles als nicht unbedingt nötig/nicht zwingend erforderlich oder gar gefährlich im Laufe der Jahre bezeichnet wurde... z.B.: wurde behauptet HQI Strahler würden die Tiere grillen. Zumindest ein Gutes hat die LRBS Entwicklung mMn, es sieht nämlich so aus als hätte sie dazu geführt dass auch mehr und mehr Schlammschildkröten halbwegs artgerechte Beleuchtung bekommen. Wenn du Schlammschildkröten halten willst brauchst du unter Anderem auch Schlamm: eine schlammige, verkrautete, dicht mit emers wachsenden Pflanzen besetzte Uferzone in der es warm und feucht ist. Im Terrarium ist dazu eine Abdeckung über diesem Bereich nötig, ohne lässt sich dieses Mikroklima nicht wirklich bewerkstelligen. Die Tiere sind nämlich, Kraft erhöhter Haut- und Schlundatmung (pdf Datei), sogar bessere Taucher als Schmuckschildkröten, trocknen daher aber auch schneller aus. Eine feuchtwarme, schlammige, krautige Uferzone (Pflanzen geben Deckung) gehört zu den wichtigen Mikrohabitaten für die Gruppe. Dazu kommt ein heißer, heller, trockener, Kork-Sonnenplatz über tiefem Wasser; ein warmer, krautiger Flachwassersonnenplatz; eine Schlamm/Totholz/Moos/Laub Schicht im Wasser; eine panzer-dicke Sandschicht in zumindest einem Bereich; ein adäquater Eiablagesubstratlandteil; eine sichere "Schlafhöhle" nahe der Wasseroberfläche. Das Ganze gepaart mit einer natürlichen Fotoperiode, natürlicher Lichtintensität und Temperaturmanagement (Tag-Nacht Absenkung), minimaler "Handfütterung" und biologisch gesundem Wasser ergibt verhaltensgesunde, aktive Tiere die ein vielfältiges Verhalten zeigen.

Ich kann dir nur empfehlen dir Habitataufnahmen auf YT zu suchen, anzusehen und deine eigenen Schlüsse daraus zu ziehen. Größe des Tieres ist nicht der einzige relevante Faktor. Ich denke durch obige Ausführungen wird klar dass in der Praxis die Haltung von Sternotherus durchaus platzaufwändiger ist als man auf den ersten Blick anhand der Größe der Tiere vermuten würde. Es ist leichter eine männliche 13cm Graptemys pseudogeographica zu halten. Diesen wird man mit einem großen, hellen Sonnenplatz und Strömungspumpen und Lebendfütterung von Schnecken, Fischen, Krebsen und Pflanzen eher gerecht ohne aufwändige Strukturen im Aquaterrarium bauen zu müssen oder großflächig beleuchten und heizen (der Pflanzen wegen) zu müssen. Und von denen gibt es in Tierheimen auch genug die man "retten" kann.

Viel Erfolg mit deinem zukünftigen Tier!
 
T

theiss1979

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Mal so in den Raum gefragt:

@Pe-pe

Ich gehe davon aus, dass auch du aktiv Schildkröten hälst, eventuell sogar Schlammschildkröten?
Dann wird es dir sicher nicht schwerfallen, dem TE eines deiner mehrere Quadratmeter großen Becken, in welchen du ein Habitat mit sämtlichen Reizmitteln nachzubilden im Stande bist, bildlich zu zeigen. Oder etwa nicht?
Dann hätte der TE das beste Anschauungsmaterial.

Ansonsten bin ich der Meinung, dass man sowohl Kinosternidae, als auch Emydidae sowohl verhaltens- als auch tierschutzgerecht mit weit weniger Aufwand halten kann.
 
stock

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Auch hier stimme ich Sebastian wieder einmal zu. Man kann viel verlangen ukomplizieren, aber wenn man/frau die Praxis hat wird es sich zeigen, daß manches nicht nötig ist und das es auch so klappt und die Tiere Verhaltensweisen zeigen, die mit denen in freier Natur in ihrem Habitat übereinstimmen.
 
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Nachtrag: Cruentatum bleibt nicht unbedingt klein. Sie können schon gut 15 cm lang werden. Sollten sie noch mit der Skorpionsklappschildkröte (ähnliches Aussehen ; cruentatum wurde lange Zeit als Unterart angesehen) verwechselt werden, hat man Tiere von z.T. über 20 cm.
 
Lerad

Lerad

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Eine Graptemys braucht weit mehr offenen Schwimmraum als eine Kinosternon. Davon bin ich fest überzeugt.
Und Flussbewohner wie Graptemys sind weit aus bessere Schwimmer und Taucher als die Schlammschildkröten. Nur weil Kinosternon und Sternotherus länger unter Wasser bleiben können macht sie das nicht zu besseren Schimmern oder Tauchern. Das bedeutet nur das sie länger unter Wasser bleiben können, nicht wie sie sich dort bewegen können.

Setz eine der Schlammschildkröten in einen Fluss mit guter Strömung und schau dir an wie gut die damit klar kommt.
Sie können in den ruhigen bis stehenden Gewässern in denen sie leben auch gut und problemlos schwimmen, was sie auch tun, obwohl sie sich mehr durch ihre Umwelt bulldozern als fleißig die ganze Zeit zu paddeln (zumindest nach der Aussage von Haltern/Züchtern die die Tiere in freier Wildbahn beobachtet haben und auch laut der Fachliteratur), aber sobald sie gegen eine Strömung anschwimmen müssen oder es darum geht in einem stark bewegten Gewässer zu "schweben" und Algenteppiche oder Schwämme ab zu grasen, Molusken vom Gewässergrund zu pflücken ist vorbei. Das ist auf dauer viel zu anstrengend für die Tiere. Aber es ist das täglich Brot und kein großes Problem für gute Schwimmer und Taucher wie eine Graptemys. Durch den daraus resultierenden erhöhten Energiebedarf müssen diese dann auch wesentlich öfter auftauchen um frischen Sauerstoff zu tanken. Das macht sie aber nicht zu schlechten Tauchern.

Nur um mal meine Meinung zum Thema Schwimmfreudigkeit und gute/schlechte Taucher kund zu tun.

Grüße
Der Lerad
 
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XccesS

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Danke Lerad, du hast mich wenigstens verstanden.
Ich wollte im ersten Schritt wissen ob es noch weitere kleinbleibende Arten gibt und mir dann tabellarisch Informationen zusammen zu suchen und zu vergleichen welche Schildkröte letzendlich Ideal ist. Eine Belehrung über die richtige Haltung wollte ich erst im zweiten Schritt angehen wenn ich eine engere Auswahl getroffen welche mir gefallen. Schließlich ist ein Aquarium immerhin ein Dekorationsobjekt und man geht erst danach was einem gefällt, und dann ob es auch artgerecht umsetzbar ist.

Was mich jetzt aber irritiert ist die Meinung von Pe-Pe. Man hört überall, dass Moschusschildkröten ideal für Einsteiger sind. Das klingt jetzt aber anscheinend nach einem großen AAABER. Generell ja, aber dann ist es lt. Pe-Pe nicht Artgerecht und viele wissen anscheinend nicht wie lebhaft Moschusschildkröten sein können wenn man es richtig macht wenn ich das jetzt richtig interpretiere? Grade mit dieser Art habe ich geliebäugelt falls das mit anderen Arten nicht klappt, da Sie immerhin letzendlich auch überall zu bekommen ist.
 
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Laß Dich durch die Aussage eines Einzelnen nicht verwirren, gehe ruhig nach der Literatur von erfahrenen Haltern und Züchter. Dazu empfehle ich unter anderem die Büchlein über Moschusschildkröten aus der Serie Art für Art des NTV-Verlages.
 
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