Nach Gewichtscheck wieder mit Erde bedecken oder selbst graben lassen?

Diskutiere Nach Gewichtscheck wieder mit Erde bedecken oder selbst graben lassen? im Landschildkröten Forum im Bereich Schildkröten; Hallo nochmal, unser Kleiner ist seit 3 Wochen „unten“ im Frühbeet. Er soll draussen seine 1. Starre bei uns verbringenWir wollten nach etwa 6...
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Hallo nochmal,

unser Kleiner ist seit 3 Wochen „unten“ im Frühbeet. Er soll draussen seine 1. Starre bei uns verbringenWir wollten nach etwa 6 Wochen einen Gewichtscheck vornehmen-meine Frage: Setzt ihr eure Krötis danach wieder ins Erdloch und bedeckt sie mit der Erde die ihr beseitigt habt oder lasst ihr sie sich wieder selbst eingraben? Kann da was passieren wenn man ihm einfach wieder 10cm Erde drauflegt? Ich denke nur dass die Buddelaktivität knapp über 0 Grad unseres Kleinen nicht mehr der Burner sein wird wenn man ihn das selber machen lassen möchte...;-))

LG
Oli
 
07.11.2019
#1
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Maria 2

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Hallo,
lasst sie bitte in der Erde und macht keinen Gewichtscheck. Für was soll der jetzt gut sein.
Wahrscheinlich ist sie etwas leichter da sie bestimmt noch mal gekotet hat.

Auf keinen Fall dürft ihr sie einfach ins Loch setzten und mit Erde zudecken, den beim selber eingraben bleiben bleiben so Luftkanäle. Wenn dann müsste sie sich wieder selber eingraben, aber das kostet auch wieder Kraft und stört sie in der Starre.
 
freude2016

freude2016

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Hallöchen Oli,

was sollte denn ein "Ausgraben + Wiegen" bringen ??
Ich hab mal bei Gundas Seite nachgelesen (Naturnahe Überwinterung), und erlaube mir mal, sie zu zitieren (kann ja eh jeder nachlesen):

Regelmäßiges Wiegen ist nicht notwendig. Während die Tiere in der Vorbereitungsphase deutlich abnehmen, bleibt das Gewicht während der eigentlichen "Winterstarre" nahezu konstant. So ist es übrigens auch bei kranken Schildkröten. Sollte doch ein Gewichtsverlust eintreten, deutet dies nicht unbedingt auf eine Krankheit hin, ebenso wenig zeigt ein gleichbleibendes Gewicht an, dass das Tier gesund ist. Für ein aussagekräftiges Wiegeergebnis müsste die Schildkröte ohnehin von anhaftender Erde befreit werden, was nicht ohne eine nachhaltige Störung der Ruhephase möglich ist.

Irgendwie logisch, daß das sinnlos ist, oder..... :zwink:
Laßt sie in Ruhe starren. :schildkroete:

Alles Gute für euch und euren Schützling ! :winken:
 
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Danke für eure Auskunft. Mir widerstrebt das auch irgendwie. Hatte für die Winterstarre nochmals die Auffangstation kontaktiert wo wir unseren Kleinen her haben. Die meinten nur etwa 1 mal im Monat Gewichtscheck. Aber an das mit Erde hab ich auch noch gar nicht gedacht.
Ich denke ich werd ihn in Ruhe lassen-er ist halt nur schon 3 Wochen unten und die Erdtemperatur ist momentan immer noch bei gut 9 Grad-bei den „hohen“ Temperaturen findet ja noch Fettverbrennung statt und deshalb hätte es mich interessiert ob er da noch exzessiv abgenommen hat.
Aber er ist ja auch schon etwa 20-30 Jahre alt-dann müsste er ja auch mittlerweile wissen was er tut. Feuchtigkeit Erde etc. wird schon passen. Und falls er aufwachen sollte sehen wir‘s ja auf dem Bewegungssensor. Danke euch nochmal!

LG
Oli
 
Pumuckel13

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Sowas lese ich unheimlich gerne! Ein Tier hat ein schönes Zuhause bekommen, jemand kümmert sich, macht sich Gedanken, fragt um Rat und richtet sich dann nach den erfahrenen Tipps. Ganz dicker Daumen nach oben!
 
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Maria 2

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Hallo,
wegen den Temperaturen von 9 Grad in der Erde kannst du ganz beruhigt sein.
Bei mir sind es noch 10 Grad und das dauert noch bis es da die richtige Temperatur erreicht wird.
Erst wenn es regelmäßig Frost gibt, geht es abwärts. Bei mir war das in den letzten Jahren erst so auf Ende Dez/Anfang Januar. Hat den Schildkröten aber nichts gemacht, denn ich denke, dass es in den Herkunftsländern unserer Schildkröten auch nicht anders ist.
 
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Na dann mal Danke für die Blumen. Wenn man sich schon so viel Arbeit mit dem Anlegen des Frühbeets gemacht hat möchte man zumindest auch alles andere annähernd richtig machen für den Kleinen. Wir haben auch schon 3 Bücher gelesen aber so ein Forum ist manchmal schon sehr praktisch.
Danke nochmal! Frohes starren...;-))

LG
Oli
 
IVG

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Hallo Gunda, z.B. bei Landschildkröten.de:
„Bereits bei 8 °C Grad beginnt der Fettabbau in Gang zu kommen. Da jedoch alle Ab-, Um- und Aufbauprozesse eines Organismus über Enzymwirkungen ablaufen, Enzyme jedoch temperaturabhängig wirken, läuft der Fettabbau zur Energiegewinnung nur unvollständig ab. Die dabei vermehrt anfallenden Zwischenabbauprodukte sind z.T. giftig bzw. leberschädigend und führen zu zum Teil tödlichen Leberstoffwechselstörungen. Im Prinzip ist eine nicht optimale Überwinterungstemperatur, in Kellern, Lichtschächten, auf Dachböden oder ungeheizten Räumen (z.B. Schlafzimmern) durchaus vergleichbar mit `Nahrungsentzug während der Aktivitätszeiten."

Ich habe bis jetzt gedacht dass bei der Starre
A) die Temperatur wegen Fettverbrennung/Stoffwechsel bei optimalen 3-6 Grad liegen sollte und
B) das Substrat/Erde nicht zu trocken sein sollte um Flüssigkeitszufuhr zu sichern

Deshalb leuchtete mir ein dass manche Herrchen zum Gewicht checken ihre Sprösslinge ausgraben und wollte wissen wie ihr das macht. Wie gesagt, ich werde darauf verzichten, bei meinen Temperatursensoren sehe ich jetzt halt wie Praxis und Theorie etwas voneinander abweichen. In der Natur ja auch. Und ich kann ja nicht anfangen draussen die Erde zu kühlen. Darum ist es ja gut hier von länger erfahrenen Besitzern wertvolle Tipps zu bekommen.

LG
Oli
 
freude2016

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Also wer kontrolliert denn in Mutter Natur DAS ALLES (Temperatur im Boden, des Tieres, etc.).......:kopfkratz:


Schon klar, eine "zu warme" Überwinterung ist alles andere als gut -
aber das ist ja dann auch keine Starre ! :???:
Und auch okay, daß man aufpasst, daß der Boden nicht runtergefriert.
Aber mehr ?


Ich halte von dieser Aus-+Einbuddelei, und ständiger Störung und
Rumhantiererei/-fummelei am Tier überhaupt nichts......:sprachlos:
Muß ja purer Streß sein, wenn man grad so schön ruht, und dann
holt einen da jemand quasi "gewaltmässig" (um es mal überspitzt zu formulieren)
wieder raus....so als ob man von einem Freßfeind gefunden worden wäre - oder.... :traurig2:
 
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gunda.m.

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Hallo IVG,
In dem Text wurde ein Artikel von Markus Baur von 1999 zitiert. (Leider fehlt auf der Seite die Quellenangabe, aber ich kenne den Aufsatz)
Ich weiß nicht, ob M.Baur das heute auch noch so behaupten würde.
Es gibtviele Anhänger dieser Theorie, die aufgrund dieser Erklärung eine konstante Überwinterungstemperatur von 4-6°C im Kühlschrank befürworten, wie auch die Verfasser der Seite.
Inzwischen haben Studien ergeben , dass die Todesfälle im Kühlschrank signifikant höher sind als in anderen Winterquartieren. Zudem überlegt man sich heute, wie Schildkröten in der Natur leben. Die Natur kann es nicht so eingerichtet haben, dass die Tiere bei genau den Temperaturen, die in den Habitaten herrschen, Leberschäden bekommen.
 
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IVG

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Hallo Gunda,

danke nochmals für deine Antwort.
Ihr habt mich schon überzeugt. Mein Wissen nach 2 Büchern und Besuchen bei der Auffangstation sind noch begrenzt-und das ungünstigste ist die nicht vorhandene Erfahrung. Auch Thorsten Geier schrieb im Buch“Winterstarre bei ELS“ (2017) dass Temperaturen auch nur kurzfristig über 7-8 Grad den Stoffwechsel steigen lassen und empfiehlt alle 4-6 Wochen eine Kontrolle (Blutvergiftung, sign. Gewichtsabnahme, Schimmelbefall, feuchte Nase etc.). Auch das leuchtet mir ein, da eben auch meine Bedingungen in meinem Garten für unseren Merin eben nicht natürlich sind da alles künstlich angelegt. Und ich habe bezüglich der Feuchte/Erde auch nur theoretisches Wissen. Wir haben uns Monate mit dem Gehegebau beschäftigt, Bücher gelesen, Auffangstation besucht. Jetzt möchte ich bei der 1. Starre keine dilettantischen Fehler machen und mich nicht Ärgern müssen dass der kleine z.B. an einer Blutvergiftung gestorben ist die ich hätte erkennen können.
Dies zu Entscheiden denke ich muss jeder für sich entscheiden.
Unser Kleiner hat sich eben schon Mitte Oktober eingebuddelt (15Grad). Das fanden wir halt etwas früh-gerade wenn er da noch weiterverbrennt und nichts mehr isst. Aber jetzt lassen wir ihn mal ruhen-vielleicht ist er von Hausaus eine kleine Frostbäule und verschwindet relativ Früh.

LG
Oli
 
IVG

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...jetzt seh ich‘s ja erst, tja, dann werd ich mich wohl mal demnächst an dein Buch machen:zwink:...
 
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Maria 2

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Hallo,
Mitte Oktober ist doch nicht früh. Meine eine weibliche verschwindet schon viele Jahre immer Ende September und wacht als letzte auf.
Sie scheint eine Langschläferin zu sein.:mrgreen:
 
gunda.m.

gunda.m.

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Bei der Kühlschranküberwinterung würde ich auch regelmäßig kontrollieren, besonders gegen Ende. Da hat Thorsten schon Recht. Bei einer Überwinterung im Frühbeet treten Sepsis oder Schimmel praktisch nicht auf. Auch die Erde hat normalerweise die passende Feuchtigkeit.
 
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