Chrysemys picta dorsalis

Diskutiere Chrysemys picta dorsalis im Verhalten und Pflege Forum im Bereich Wasser- und Sumpfschildkröten; Hallo liebe Schildkrötenfreunde, ich habe Anfang der Woche eine Chrysemys picta dorsalis bekommen . Sie/Er ist ca 7 Wochen alt . Da das Becken...
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SC1006

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Hallo liebe Schildkrötenfreunde,

ich habe Anfang der Woche eine Chrysemys picta dorsalis bekommen . Sie/Er ist ca 7 Wochen alt . Da das Becken erst 3 Tage zu spät ankam und wir ein vorübergehendes Becken nehmen konnten wo ich die Lampe und Filter angebracht habe , gab es schon das Problem das sie/er nicht fressen wollte. Gestern kam endlich das Becken und ich habe alles soweit fertig gemacht und auch heute schläft unsere Schildkröte viel und frisst nur hin und wieder mal wasserlinsen. War das ein bisschen Zuviel für die/ der Kleine? Technik etc stimmt alles .

Ich bitte um kurze Rückmeldung
 
09.08.2019
#1
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Gast

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Lerad

Lerad

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AW: Chrysemys picta dorsalis

Hallo und willkommen im Forum,

Schildkröten sind in der Regel sehr Standortbezogene Tiere. Das heißt sie sind in einer neuen Umgebung erst mal sehr vorsichtig. Das gilt ganz besonders für Jungtiere.
Das die sich noch sehr viel verstecken ist völlig normal. Ihr Instinkt sagt ihnen sich möglichst gut zu verstecken, da sie eine sehr leichte Beute sind.

Lass dem Tierchen etwas Zeit sich ein zu gewöhnen. Und wenn er/sie bereits frisst ist alles im grünen Bereich :daumen:

Grüße
Der Lerad
 
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SC1006

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AW: Chrysemys picta dorsalis

Hallo Lerad,

Danke für deine Antwort. Dann bin ich erstmal etwas beruhigt.

Liebe Grüße
 
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Gast103468

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AW: Chrysemys picta dorsalis

Hallo ich hätte da auch mal eine frage speziell zu der Art Chrysemys picta dorsalis wie ich gelesen habe halten die keinen Winterschlaf sondern nur eine verminderte Aktivitätsphase bedeutet dass man an unterschiedlichen Monaten die Temperaturen beim Heizstab einfach nur umstellen muss oder gibt es da noch mehr zu beachten zur verminderten Aktivitätsphase?

Habe bis jetzt nur Wasserschildkröten gehalten die keinen Winterschlaf und auch keine vermindere Aktivitätsphase halten daher würde es mich sehr interessieren. Wie ich auch gelesen habe ist diese Art Anhang B bedeutet dass die nur Anmeldepflichtig ist mehr nicht?

Haltet man diese Art generell alleine oder ist eine Vergesellschaftung mit der gleichen oder einer anderen Art auch möglich?

Was muss die Mindestgröße für ein Aquarium sein dieser Art?
 
Lerad

Lerad

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AW: Chrysemys picta dorsalis

Chrysemys dorsalis halten in ihrem gesamten Verbreitungsgebiet eine Winterstarre von 1-3 Monaten. Egal wer was anderes schreibt. In der Natur halten sie eine Starre.

Folgende nordamerikanische Arten halten eine Starre von mindestens einem Monat in der Natur:
-Chrysemys (jede Art)
-Trachemys scripta (jede Unterart)
-Pseudemys (jede Art mit der Ausnahme von Pseudemys peninsularis, Pseudemys nelsoni und Pseudemys gorzugi)
-Deirochelys reticularia (jede Unterart mit der Ausnahme von Deirochelys reticularia chrysea)
-Graptemys (jede Art)
-Apalone mutica (jede Unterart)
-Apalone spinifera (mit der Ausnahme von Apalone spinifera atra und emoryi)
-Kinosternon subrubrum (alle Unterarten mit der Ausnahme von Kinosternon subrubrum steindachneri)
-Sternotherus (jede Art mit Ausnahme von einer kleinen Population Sternotherus minor minor)
-Terrapene (jede Art mit der Ausnahme Terrapene carolina bauri)
-Clemmys guttata
-Glyptemys (jede Art)

Die hier als Ausnahme genannten Arten brauchen dann eine verminderte Aktivitätsphase.

Im Anhang B bedeutet hier genau das. Die Tiere sind Meldepflichtig, mehr nicht.

Die Chrysemys Arten sind generell eher friedlich. Aber eine Gruppenhaltung braucht immer sehr sehr viel Platz, Strucktur und vor allem ein erfahrenen Halter der die Zeichen einer Unverträglichkeit schnell erkennt. Außerdem muss bei jeder Gruppenhaltung die Möglichkeit gegeben sein im Ernstfall die Tiere zu trennen. Wenn man also drei Tiere hat muss man auch die Möglichkeit haben im Notfall drei separate und Bedürfnisgerechte Aquarien auf zu stellen.

Das Aquarium sollte für ein einzelnes Weibchen 150cm Kantenlänge betragen und für ein Männchen 120cm. (Die Angaben sind mein persönliches Mindestmaß)

Eine verminderte Aktivitätsphase bedeutet das man die Temperatur auf ca 15°C absenkt und die Beleuchtungszeit stark verringert.

Grüße
Der Lerad
 
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Gast103468

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AW: Chrysemys picta dorsalis

Chrysemys dorsalis halten in ihrem gesamten Verbreitungsgebiet eine Winterstarre von 1-3 Monaten. Egal wer was anderes schreibt. In der Natur halten sie eine Starre.

Folgende nordamerikanische Arten halten eine Starre von mindestens einem Monat in der Natur:
-Chrysemys (jede Art)
-Trachemys scripta (jede Unterart)
-Pseudemys (jede Art mit der Ausnahme von Pseudemys peninsularis, Pseudemys nelsoni und Pseudemys gorzugi)
-Deirochelys reticularia (jede Unterart mit der Ausnahme von Deirochelys reticularia chrysea)
-Graptemys (jede Art)
-Apalone mutica (jede Unterart)
-Apalone spinifera (mit der Ausnahme von Apalone spinifera atra und emoryi)
-Kinosternon subrubrum (alle Unterarten mit der Ausnahme von Kinosternon subrubrum steindachneri)
-Sternotherus (jede Art mit Ausnahme von einer kleinen Population Sternotherus minor minor)
-Terrapene (jede Art mit der Ausnahme Terrapene carolina bauri)
-Clemmys guttata
-Glyptemys (jede Art)

Die hier als Ausnahme genannten Arten brauchen dann eine verminderte Aktivitätsphase.

Im Anhang B bedeutet hier genau das. Die Tiere sind Meldepflichtig, mehr nicht.

Die Chrysemys Arten sind generell eher friedlich. Aber eine Gruppenhaltung braucht immer sehr sehr viel Platz, Strucktur und vor allem ein erfahrenen Halter der die Zeichen einer Unverträglichkeit schnell erkennt. Außerdem muss bei jeder Gruppenhaltung die Möglichkeit gegeben sein im Ernstfall die Tiere zu trennen. Wenn man also drei Tiere hat muss man auch die Möglichkeit haben im Notfall drei separate und Bedürfnisgerechte Aquarien auf zu stellen.

Das Aquarium sollte für ein einzelnes Weibchen 150cm Kantenlänge betragen und für ein Männchen 120cm. (Die Angaben sind mein persönliches Mindestmaß)

Eine verminderte Aktivitätsphase bedeutet das man die Temperatur auf ca 15°C absenkt und die Beleuchtungszeit stark verringert.

Grüße
Der Lerad
Vielen Dank für deine ausführliche Antwort, wie ich gelesen habe können Züchter dass Geschlecht bestimmen aber nicht zu 100% ist dass richtig?

Wie sieht dass denn aus wen der Raum (Zimmertemperatur beträgt) Beispielsweise 22 grad gibt es da Möglichkeiten im Winter die Themperatur im Wasser kälter zu bekommen?

Wasserpflanzen sind generell nicht auf dauer zu empfehlen so wie die Vergesellschaftung von Fischen und Garnellen oder?
 
Lerad

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AW: Chrysemys picta dorsalis

Unter Zimmertemperatur kommt man nur mit einem Durchlaufkühler. Die sind aber teuer und schlucken viel Strom.

Einfacher ist es ein zweites Becken in einem kühleren Zimmer (Keller) auf zu stellen.
 
Lerad

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AW: Chrysemys picta dorsalis

Wasserpflanzen sind eigentlich immer zu empfehlen. Für jede Art.
Weil sie nicht nur von einigen Arten gefressen werden sondern auch die Wasserqualität stark verbessern.
 
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Gast103468

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AW: Chrysemys picta dorsalis

Wasserpflanzen sind eigentlich immer zu empfehlen. Für jede Art.
Weil sie nicht nur von einigen Arten gefressen werden sondern auch die Wasserqualität stark verbessern.
Also ich habe mal gelesen dass es bei Gelbwangen Schmuckschildkröten abzuraten ist da die Wasserpflanzen ständig raus gerissen werden ist dass denn bei dieser Art nicht so? Vergesellschaftung mit Garnellen und Fischen wird nicht möglich sein?

Vielen Dank für deine Antwort.
 
Lerad

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AW: Chrysemys picta dorsalis

Es macht keinen Sinn bei Trachemys scripta scripta (Gelbwange) Pflanzen rein zu tun. Da sie sich bis zu 80% von Wasserpflanzen ernähren, futtern sie alles weg.
Aber Wasserpflanzen sind gerade für die extrem wichtig. Ich züchte extra welche für meine Tiere.

Also, es macht in jedem Fall Sinn Pflanzen rein zu tun.

Von der Vergesellschaftung mit Fischen und Garnelen würde ich am Anfang abraten.
Das kann man später, wenn man mehr Erfahrung hat angehen.

Grüße
Der Lerad
 
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Gast103468

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AW: Chrysemys picta dorsalis

Bei der Chrysemys picta dorsalis werden die Wasserpflanzen aber auch herausgerissen?
 
Lerad

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AW: Chrysemys picta dorsalis

Nicht immer. Kommt immer auf den Charakter von Tier selbst an.
 
Nr.5

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AW: Chrysemys picta dorsalis

Ich halte meine 3 C. picta Dorsalis weibchen in einem Zimmerteich der in einer Ecke ohne Heizung und Heizunsrohre in der Nähe, auf dem Boden und an der Aussenwand. Da wirds im Winter schonmal locker 15° . Im Winter ist die Heizung komplett aus 3 Monate, über das Jahr die Temperatur Langsam senken bzw. anheben. Im Winer kommen massig Pflanzen rein, da können sie sich gut verkriechen und haben, im Frühling wenn sie wieder Hunger kriegen gleich was zu Fressen. Nach meinen Quellen von damals kann man das so machen... Jedenfalls geht das bei mir sehr gut, und ich werd es auch nicht mehr ändern. Über so eine Kühlung hab ich aber auch schon nachgedacht, bei den immer milderen Wintern.
 
cichy

cichy

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AW: Chrysemys picta dorsalis

Huhu,

viele Schildkrötenarten gehen mit Pflanzen nicht gerade sorgsam um aber trotzdem ist es immer empfehlenswert passend zu "bepflanzen". Gerade Jungtiere nutzen diese auch als Verstecke und Ruheplätze. Wenn sie später dann Pflanzen rausreißen dann nimmt man eben Schwimmpflanzen oder Aufsitzerpflanzen. Wenn sie gefressen werden dann züchtet man eben extern nach und gibt immer wieder welche nach. Pflanzen sollten auch zur Ernährung stets zur Verfügung stehen genau wie in der Natur.

Zur Verbesserung der Wasserqualität eignen sich sogenannte Blumenkastenfilter bei Pflanzenfressern ausgezeichnet.
 
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mmstigma

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AW: Chrysemys picta dorsalis

Hallo,

wir haben zwar keine CPD, aber eine C.P. Marginata, also recht verwandt, von daher hier meine Erfahrungen:

Hugo ist Jahrgang 2016, wir haben ihn im März 2018 bekommen (nach seiner Winterpause). Da wir explizit ein Männchen wollten, hat unser Züchter sich alle Mühe gegeben, ein Tier rauszusuchen, bei dem er sich in diesem Alter einigermaßen sicher sein konnte. Heute wissen wir: er hatte Recht, es ist ein Männchen. Alle "Brüder und Schwestern" aus dem selben "Wurf" waren nicht so eindeutig zu bestimmen. Glück gehabt.

Hugo hat damals ca. 2 Wochen gebraucht, danach war er nicht mehr schreckhaft und hat auch gut gefressen. Den Sonnenplatz hatte er seit dem ersten Tag angenommen.

Wir haben ihn bei dem in unserer Stadt dafür zuständigen Amt angemeldet und eine entsprechende Bestätigung erhalten. Das Formular dazu gab es online. Eine Bestätigung vom Züchter haben wir natürlich auch.

Wir stellen die Beleuchtungsdauer (sowohl Wärmelampe als auch zusätzliches Aquariumlicht) monatlich (im Herbst und Frühling 14-tägig) um, so dass wir einen einigermaßen natürlichen Wärme- und Lichtrhythmus hinbekommen. Soweit das eben in menschlicher Umgebung geht. Wir haben auch einen Heizstab, der ebenfalls monatlich in Temperatur und Dauer angepasst wird. Dennoch ist es auf normalen Wege aussichtslos, das Wasser im Herbst unter 20 Grad zu bekommen. Dafür haben wir einen Keller, der im Frühherbst ca. 15 Grad hat und danach unter 10 Grad fällt. Hugo wird dann also im November / Dezember (November 2018 war bei uns furchtbar warm, das ging gar nicht) zunächst noch für 14 Tage im Kellervorraum "geparkt" (dann schon in seiner Winterübernachtungskiste), danach geht es in den Keller. Damit bekommen wir einen einigermaßen schonenden Temperaturübergang hin. Unsere Erfahrungen damit (ok, waren nur zwei Winter bisher) sind sehr gut. Man merkt deutlich, dass er Richtung Winter deutlich langsamer wird, er frisst weniger und macht einen recht müden Eindruck (so wie ich auch).

Wir schauen dann gelegentlich nach ihm, auch um mal bissel frischere Luft reinzulassen. Aber wirklich nur selten und sehr vorsichtig, ohne ihn zu stören (der Deckel hat ansonsten natürlich Löcher). Meistens bekommt er es nicht mit.

Im Februar / März dann umgekehrtes Spiel. 14 Tage im Kellervorraum, danach geht es wieder ins Zuhause. Nach kurzer Zeit fährt er sich sichtbar wieder hoch und paddelt fröhlich durch die Gegend.

Bzgl. Wasserpflanzen haben wir unendlich viel ausprobiert, auch weil wir die Wasserqualität im Auge behalten und gut halten wollen. Neben zwei großen Anubias (oder Anubien?) funktioniert der Indische Wasserfreund sehr gut. Das Zeug wächst wie Unkraut und muss regelmäßig verschnitten werden. Damit haben wir in kurzer Zeit auch gut "in die Breite" gehen können. Ansonsten treibt immer etwas Wasserpest und Hornkraut durch das Becken. Das versuchen wir gelegentlich mal, mit einem Stein unten festzuhalten, aber Hugo beisst es immer exakt 1 cm oberhalb des Steines ab. Gut, dann soll es halt treiben, er frisst es eh auf. Wir entfernen dann nur die kleineren rumtreibenden Reste, das gammelt sonst irgendwann irgendwo vor sich hin. Wir hatten auch mal eine etwas ölige Wasserpflanze (Name ist mir entfallen), die wuchs auch sehr gut und Hugo fand ihren Geschmack offenbar widerlich. Hähähä.

Hier bleibt nur ausprobieren und rantasten und nicht verzweifeln. Wir haben noch etwas kurioses festgestellt: Hugo hat oftmals gar nicht so ein Problem damit, WELCHE Pflanzen wir reinbringen, sondern WO diese gepflanzt werden. In einer Ecke des Beckens darf nichts hin, sobald wir dort was einpflanzen (egal welche Sorte), wird die Pflanze sofort entfernt. Und das ist vorsichtig formuliert, denn er killt die Pflanze und zerfetzt sie in 5mm-Stücken und sieht dabei unheimlich wütend aus. Als ob es sein "Feng Shui" stören würde.

Mit im Becken sind 5 Stahlhelmschnecken, die sich um die Algen auf Scheiben und Wand kümmern. Die ist er am Anfang böse angegangen, hat dann aber schnell gemerkt, dass die nicht umsonst "Stahlhelmschnecken" heißen und lässt sie seit dem in Ruhe. Außerdem haben wir noch ein paar Zebrabärblinge. Die sind recht schnell und werden von Hugo als Mitbewohner akzeptiert. Gelegentlich versucht er statt nur nebenher zu schwimmen mal einen Angriff, aber keine Chance, die sind viel zu schnell. Es haben auch bisher alle überlebt und sind ordentlich gewachsen. Ein größerers Rudel Algengarnelen wohnen auch noch mit. Die vermehren sich sogar ordentlich. Die unvorsichtigen von ihnen erwischt Hugo dann aber ab und zu, so dass die Population gut in Grenzen gehalten wird. Wobei so eine Garnele für ihn vermutlich so ist, als würde ich ne Erdnuss kauen. Kurze Freude für zwischendurch.

Soweit meine noch recht frischen Erfahrungen.
 
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