Verbot Rotwange, Gelbwange, Cumberland

Diskutiere Verbot Rotwange, Gelbwange, Cumberland im Wasser- und Sumpfschildkröten Forum im Bereich Schildkröten; Hallo, aufgrund einer ner neuen EU Verordnung werden ab August alle 3 Trachemys Scripta Arten verboten. http://terrarianer.blogspot.de Die...
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TinaKn

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Hallo,

aufgrund einer ner neuen EU Verordnung werden ab August alle 3 Trachemys Scripta Arten verboten.
http://terrarianer.blogspot.de

Die Haltung von Tieren, die vor August erworben wurden, ist weiterhin möglich, allerdings sollte man jetzt schnell reagieren, wenn man keine Meldebescheinigung, Kaufbeleg hat.

Meine Tiere habe ich daher bei der Unteren Naturschutzbehörde im Landkreis gemeldet.
Eine Erklärung vom Tierarzt, dass die Tiere vor August in eurem Besitz sind, geht wohl auch.

Ab 3. August ist der Handel/Weitergabe/Vermehrung + Haltung von Tieren ohne Herkunftsnachweis strafbar.

Was macht ihr? Welche Erfahrungen habt ihr mit Eurer Behörde?

Liebe Grüsse
Tina
 
15.07.2016
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Schau mal hier: Verbot Rotwange, Gelbwange, Cumberland . Dort wird jeder fündig!
cichy

cichy

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Hey,

ich hatte es auch schon gelesen aber konnte mit dem Besagten nicht wirklich was anfangen.

Die Weitergabe ist ja wohl generell untersagt, verstehe ich das richtig? Wie macht man das wenn man privat ein Tier abgeben muss?
 
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TinaKn

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Hallo Cichy,

da kein Privatmann oder private Auffangstation Trachemys scripta ab 3. August aufnehmen darf, muss man sie an eine gesetzliche Auffangstation abgeben.
Wird halt wahrscheinlich auf die örtliche Untere Naturschutzbehörde ankommen, ob sie eine Weitergabe genehmigt oder nicht.
In Niedersachsen und Sachsen scheinen sie durchgreifen zu wollen.

LG Tina
 
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Cena90

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Also ist ab August wenn ich das richtig verstanden habe überhaupt keine Haltung mehr möglich falls sich jemand diese Art anschaffen möchte auch nicht mit Sondergenehmigung? Und was soll das bezwecken?

Andere Schildkröten darf man doch auch halten :roll2::fluchen:
 
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theiss1979

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:roll2:
Wieso?
Weil es in der Vergangenheit genug Deppen gegeben hat, die ihre zu groß gewordenen Rot/Gelbwangen in der Natur entsorgt haben, diese sich dort mittlerweile wie die Pest verbreiten und anderen (einheimischen) Arten das Leben schwer machen.

Ok, hier nochmal für dich zum Mitschreiben:

Im Oktober 2014 beschloss die Europäische Union die Verordnung (EU) Nr. 1143/2014 über die Prävention und das Management der Einbringung und Ausbreitung invasiver gebietsfremder Arten, welche bereits am 1. Januar 2015 in Kraft trat. Diese Verordnung soll dafür sorgen, dass als invasiv eingestufte Spezies nicht mehr im Raum der Europäischen Union verbreitet werden und keinen Schaden mehr anrichten können. Zu diesem Zweck enthält die Verordnung diverse Verbote.

So besagt Artikel 7 der Verordnung:
(1) Invasive gebietsfremde Arten von unionsweiter Bedeutung dürfen nicht vorsätzlich
a) in das Gebiet der Union verbracht werden, auch nicht zur Durchfuhr unter zollamtlicher Überwachung;
b) gehalten werden, auch nicht in Haltung unter Verschluss;
c) gezüchtet werden, auch nicht in Haltung unter Verschluss;
d) in die, aus der und innerhalb der Union befördert werden, es sei denn, sie werden im Zusammenhang mit der Beseitigung zu entsprechenden Einrichtungen befördert;
e) in Verkehr gebracht werden;
f) verwendet oder getauscht werden;
g) zur Fortpflanzung, Aufzucht oder Veredelung gebracht werden, auch nicht in Haltung unter Verschluss, oder
h) in die Umwelt freigesetzt werden.
Ab dem 3. August 2016 ist die Verordnung für die auf der Unionsliste aufgeführten Tier- und Pflanzenarten innerhalb der Europäischen Union bindend! Folgende für die Terraristik relevanten Tierarten sind auf der Unionsliste aufgeführt:

Amphibien:
Amerikanischer Ochsenfrosch (Lithobates catesbeianus)

Reptilien:
Buchstaben-Schmuckschildkröte (Trachemys scripta)

Des Weiteren auch noch diverse Pflanzenarten, die für die Aqua-Terraristik eine Rolle spielen wie z.B. die Karolina-Haarnixe (Cabomba caroliniana) oder die Krause Afrikanische Wasserpest (Lagarosiphon major).
 
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Cena90

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Okay Dankeschön für die super Erklärung, ich hatte es zwar schon auf der Seite die dort oben erwähnt wurden ist nachgelesen aber nicht so ganz verstanden, jetzt kann ich es auch nachvollziehen aber was unterscheidet diese Art zur Florida-Rotbauch-Schmuckschildkröte und denn anderen arten die ich im anderen Thread aufgezählt hatte?

Da diese ja auch ziemlich gleich aussehen und die sind nicht verboten wurden.
 
Zuletzt bearbeitet:
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theiss1979

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Dann les bitte in meinem letzten Beitrag nochmal den Satz hinter "Wieso?"

Für die anderen von dir genannten Arten trifft dies laut Einschätzung der Gremien noch nicht zu.
Es kann gut sein, daß irgendwann noch mehr Schildkrötenarten auf diese Liste mit aufgenommen werden.

Für Trachemys scripta elegans besteht ein Einfuhrverbot bereits seit 1997.

Das ab 03.08.16 geltende Verbot betrifft nun alle drei Arten von Trachemys scripta.
 
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TinaKn

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Hallo,

es es kann gut sein, dass Pseudemys Concinna und Chrysemys noch folgen.

Pseudemys Nelsoni und Penisularis kommen weiter südlich vor.
Daher sind sie nur ganz im Süden Europas auf längere Sicht invasiv.

LG Tina
 
Michas_Hilde

Michas_Hilde

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:roll2:
Wieso?
Weil es in der Vergangenheit genug Deppen gegeben hat, die ihre zu groß gewordenen Rot/Gelbwangen in der Natur entsorgt haben, diese sich dort mittlerweile wie die Pest verbreiten und anderen (einheimischen) Arten das Leben schwer machen.

Ok, hier nochmal für dich zum Mitschreiben:

Im Oktober 2014 beschloss die Europäische Union die Verordnung (EU) Nr. 1143/2014 über die Prävention und das Management der Einbringung und Ausbreitung invasiver gebietsfremder Arten, welche bereits am 1. Januar 2015 in Kraft trat. Diese Verordnung soll dafür sorgen, dass als invasiv eingestufte Spezies nicht mehr im Raum der Europäischen Union verbreitet werden und keinen Schaden mehr anrichten können. Zu diesem Zweck enthält die Verordnung diverse Verbote.

So besagt Artikel 7 der Verordnung:
(1) Invasive gebietsfremde Arten von unionsweiter Bedeutung dürfen nicht vorsätzlich
a) in das Gebiet der Union verbracht werden, auch nicht zur Durchfuhr unter zollamtlicher Überwachung;
b) gehalten werden, auch nicht in Haltung unter Verschluss;
c) gezüchtet werden, auch nicht in Haltung unter Verschluss;
d) in die, aus der und innerhalb der Union befördert werden, es sei denn, sie werden im Zusammenhang mit der Beseitigung zu entsprechenden Einrichtungen befördert;
e) in Verkehr gebracht werden;
f) verwendet oder getauscht werden;
g) zur Fortpflanzung, Aufzucht oder Veredelung gebracht werden, auch nicht in Haltung unter Verschluss, oder
h) in die Umwelt freigesetzt werden.
Ab dem 3. August 2016 ist die Verordnung für die auf der Unionsliste aufgeführten Tier- und Pflanzenarten innerhalb der Europäischen Union bindend! Folgende für die Terraristik relevanten Tierarten sind auf der Unionsliste aufgeführt:

Amphibien:
Amerikanischer Ochsenfrosch (Lithobates catesbeianus)

Reptilien:
Buchstaben-Schmuckschildkröte (Trachemys scripta)

Des Weiteren auch noch diverse Pflanzenarten, die für die Aqua-Terraristik eine Rolle spielen wie z.B. die Karolina-Haarnixe (Cabomba caroliniana) oder die Krause Afrikanische Wasserpest (Lagarosiphon major).

es sind eben nicht nur diese zwei von dir zitierten arten aufgeführt.
zitat aus der neuen EU-verordnung:

"Einige invasive gebietsfremde Arten sind Gegenstand des Anhangs B der Verordnung (EG) Nr. 338/97 des Rates (14) und dürfen nicht in die Union eingeführt werden, da ihre Invasivität erkannt wurde und ihre Einbringung in die Union nachteilige Auswirkungen auf heimische Arten hat. Es handelt sich um die Arten Callosciurus erythraeus, Sciurus carolinensis, Oxyura jamaicensis, Lithobates (Rana) catesbeianus, Sciurus niger, Chrysemys picta und Trachemys scripta elegans. Um einen kohärenten Rechtsrahmen und einheitliche Bestimmungen über invasive gebietsfremde Arten auf Unionsebene zu gewährleisten, sollte die Aufnahme dieser invasiven gebietsfremden Arten in die Unionsliste als invasive gebietsfremde Arten von unionsweiter Bedeutung Priorität erhalten."

link zur verordnung

es geht also nur noch um die neueinfuhr bestimmter arten, was den schluss zulässt, dass bestandstiere von der verordnung nicht betroffen sein werden.
außerdem wird noch zwischen kommerzieller und nicht-kommerzieller haltung unterschieden in der verordnung.

siehe:

Artikel 31Übergangsbestimmungen für nichtgewerbliche Besitzer
(1) Abweichend von Artikel 7 Absatz 1 Buchstaben b und d dürfen Besitzer von zu nichtgewerblichen Zwecken gehaltenen Heimtieren, die zu den in der Unionsliste aufgeführten invasiven gebietsfremden Arten gehören, diese Tiere bis zum Ende ihrer natürlichen Lebensdauer behalten, sofern die folgenden Bedingungen erfüllt sind:
a)die Tiere wurden bereits vor ihrer Aufnahme in die Unionsliste gehalten;
b)die Tiere werden unter Verschluss gehalten, und es werden alle geeigneten Maßnahmen getroffen, um eine Fortpflanzung oder ein Entkommen auszuschließen.
(2) Die zuständigen Behörden unternehmen alle angemessenen Schritte, um nichtgewerbliche Besitzer über von den Mitgliedstaaten organisierte Sensibilisierungs- und Aufklärungsprogramme in Bezug auf die mit der Haltung von Tieren gemäß Absatz 1 verbundenen Risiken und über die zur Minimierung des Risikos der Fortpflanzung und des Entkommens zu treffenden Maßnahmen zu informieren.(3) Nichtgewerblichen Besitzern, die die Einhaltung der Bedingungen gemäß Absatz 1 nicht gewährleisten können, darf nicht erlaubt werden, die betreffenden Tiere in ihrem Besitz zu behalten. Die Mitgliedstaaten können diesen Besitzern die Möglichkeit anbieten, ihre Tiere zu übernehmen. In diesem Fall ist dem Tierschutz gebührend Rechnung zu tragen.(4) Die in Absatz 3 genannten Tiere können von den Einrichtungen gemäß Artikel 8 oder in Einrichtungen, die von den Mitgliedstaaten zu diesem Zweck errichtet wurden, gehalten werden.

jeder also, der solch ein tier der oben genannten betroffenen arten VOR INKRAFTTRETENS der verordnung bereits sein eigen nannte, kann sich entspannt zurücklehnen.
einzig die zukünftige weitergabe, abgabe oder der verkauf o.ä. fällt für alle, die betroffene arten halten, zukünftig flach.
man sollte sich darüber im klaren sein, bis ans natürliche lebensende des tieres jetzt verantwortung für die haltung, die unterhaltung und die sicherung vor entweichung aus der privaten haltung zu haben.

an sich ist diese verordnung nicht mal "schlecht" - weil:
wieviele halter sind durch unsachgemäße und fehlerhafte / falsche information schon irgendwann überfordert gewesen und haben dann entsprechend tiere illegal ausgesetzt, weil es weder genügend unterbringungsmöglichkeiten wie auffangstationen gibt, noch bestimmte tierarten sich großer nachfrage "erfreuen" und nur ein bestimmtes interessen-klientel in frage kommt, was meist bereits genügend dieser tiere in besitz hat.

verschiedene zb. schildkrötenarten können beträchtliche körpermaße entwickeln und dementsprechend steigen dann die ansprüche an unterhaltskosten und unterbringung.
nicht jeder ist in der lage, halbwegs artgerechte habitate in seinem persönlichen umfeld zu schaffen.
was dann folgt, kennen viele von euch, haben davon gehört und wissen, wo solche tiere dann oftmals enden ...

eine einfuhr / spätere private haltung solcher arten zu verbieten und zu reglemetieren, halte ich deshalb durchaus für sinnvoll, egal ob nachzucht statt wildfang.

man sollte vielleicht nicht sofort vorverurteilend über diese verordnung herfallen, auch wenn bekannt ist, dass aus brüssel meist nix gutes kommt. ...

just my 2 cents
micha
 
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TinaKn

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Hallo Micha,

du du zitierst die ALTE Verordnung aus 97.

Seit dieser Zeit dürfen Rotwangen, Zierschildkröten und andere nicht mehr importiert werden.

Ab 3. August 2016 wird es eine neue Verordnung geben 😉

Liebe Grüße
Tina
 
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bougaloo

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hallo zusammen,

ich hoffe nur, dass die neuen bestimmungen nicht kontraproduktiv sind und wieder zu einer neuen "aussetzungswelle" führt, weil die leute zu blöd oder zu faul sind rechtzeitig ihre tiere zu melden. oder die kosten dafür nicht tragen wollen...

wir hatten das bereits mit den schnappschildkröten.

in der schweiz wurden viele pelos ausgesetzt als diese bewilligunspflichtig wurden (gut, diese verfälschen die flora und fauna nicht, aber sie erfrieren erbärmlich...)

die liste ist spannend: einige beliebte aquarienpflanzen drunter... wasserpest... ich glaube nicht dass man die noch los werden kann. die schweiz betrifft das ganze nicht... ob die ausgesetzte schweizer gelbwange an der grenze umkehrt :)

grüsse,
samuel
 
Michas_Hilde

Michas_Hilde

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hallo tina,

als ichs "gegoogled" habe, fand ich nur die "alte" liste.
danke für den hiweis!

die neue liste für 2016 beinhaltet jetzt "NUR" (?) die Trachemys scripta, wenn ich nichts überlesen habe.
andere schildkrötenarten habe ich in der auflistung nicht finden können.

seis drum ...

ich finde trotzdem, dass die information zwar durchaus wichtig ist dazu, allerdings panikverbreitung unangebracht ist und jeder verantwortungsbewusste halter von uns / bei uns hier mit dieser information (hoffentlich) umzugehen weiß.

radikal (für eine naturschutzorganisation) finde ich die hier unter

Beseitigungs-/Kontrollmaßnahmen:Lebendfang mit Fallen, Reusen oder Netzen, Ablassen des Gewässers,Nestzerstörung.

erwähnten "maßnahmen".

(bei anderen eingewanderten / eingeschleppten arten ist man noch weniger zimperlich!)

reussen- oder netzfang birgt die gefahr, dass wildlebende schildkröten mit genannter fangmethode einfach qualvoll ertrinken können.
ablassen von gewässern schadet anderen in diesen habitaten lebenden tierarten ebenso, ist in meinen augen ebenfalls ne zweifelhafte "maßnahme".
einzig die "nestzerstörung" (für mich allerdings nur im frühstadium "human") wäre für mich eine halbwegs legitime und humane methode, einer weiterverbreitung / bestandsvermehrung langfristig entgegen zu wirken.

bewegen mich dabei die fragen:
was passiert mit lebend gefangenen tieren?
werden die später getötet?
in welchen abständen werden ausgelegte netze und reussen kontrolliert?
nimmt man billigend in kauf, dass gefangene tiere bei größeren kontrollintervallen zwischenzeitlich qualvoll ertinken?
was ist mit "mitgefangenen" europäischen sumpfschildkröten - kann die überhaupt einer, der da "fängt", unterscheiden?
kann man die gelege unterscheiden, die zerstört werden sollen?

wenn sich die scriptas doch so sehr ähnlich sind mit der ebenfalls vom aussterben bedrohten europäischen sumpfschildkröte?

für mich eine definitiv unausgegorene sache, würde fast sagen, wie üblich ein "brüssler schnellschuss", wie man es von "europäischen kommissionen" gewohnt ist.
ob SOWAS wiklich dem artenschutz dient, weckt zweifel in mir.

als verantwortungsvollen halter sollten einen solche "listen" trotzdem nicht beunruhigen. unsere tiere sind sicher - hoffe ich.

in zeiten von eh schon massiv spürbaren globalen veränderungen wie klimawandel (der nicht wegzudiskutieren ist), "völkerwanderungen", sollten auch tiere die möglichkeit haben, sich neue lebensräume erschliessen zu dürfen.
der mensch greift eh schon viel zu massiv in die natur ein.

unter strafe stellen würde ich allerdings, wenn der "mensch" verbreitungen habitatsfremder arten aus fahrlässigkeit, mutwillen, vorsatz (dazu gehört das aussetzen zb.) begünstigt.
solchen leuten muss man richtig spürbar auf die finger und den geldbeutel klopfen.
 
T

TinaKn

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Hallo,

im September setzt sich in Deutschland eine Expertenkommission zusammen, wie die Europ. Verordnung umzusetzen ist.
Danach wird man mehr erfahren.

LG Tina
 
Michas_Hilde

Michas_Hilde

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darf man hoffen, dass es sich um wirkliche "experten" handeln wird!
wer sich so alles als "experte" bezeichnen darf, weiß man ja mittlerweile.

was ich noch vergessen hatte - in der nun aktuellen liste wurden alle "sichtungen" der trachemys scripta als "U" für unsicher in ALLEN bundesländern deutschlands aufgeführt.
bedeutet wohl, es "könnten" welche da sein, "müssen" aber nicht.
käme ja quasi dann jeder tümpel, teich, bach, see, fluss in deutschland in betracht - wo sich eine scripta befinden KÖNNTE.
bedeutet für mich, dass hier wohl wieder der vorauseilende gehorsam oder sowas in der art mutter dieses kommissions-pamphlets ist.

erwacht bei mir dann doch der argwohn zum thema "experten". :laugh:
 
S

Sabrinchen

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Hallo,

mit Schrecken habe ich als Neuling in der Schildkrötenhaltung gerade anhand dieses Threads hier festgestellt, dass ich eine verbotene Rotwangenschildkröte bei mir aufgenommen habe. Es ist ein Fundtier. Ich habe mir diese EU-Verordnung im Original angesehen. Daraus entnehme ich, dass ich das Tier streng genommen halten darf, da ich sie seit Anfang Juni habe und die Liste der beschränkten Arten erst seit 13.7.16 in Kraft ist. Das steht in Artikel 31.
Ich habe es jetzt aber dennoch mit der Angst zu tun bekommen. Muß ich das Tier irgendwo melden? Kann ich es dann weggenommen bekommen? Ich kann schließlich weder beweisen, dass ich sie gefunden habe, noch dass ich sie vor dem Inkrafttreten der Artenliste schon hatte. Und noch wichtiger - vor allem für das Tier-:

Wenn sie mal zum Tierarzt muß, wird der uns dann bei irgendeiner Behörde melden ? Oder kann ich bedenkenlos hingehen?

Hilfe ! :sad::betruebt:

Sabrinchen
 
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a.backes

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Ich kann nur für Hessen sprechen...
Uns geht es genauso, nur wurden wir von der Schildkrötenhilfe Unterfranken, die wir deshalb kontaktiert hatten, angeschrieben,dass wir das Tier melden sollen.
In Hessen sind die Regierungspräsidien zuständig z.B. in Darmstadt ein Herr Conrad.
Wir haben nach ewigen Telefonaten mit Tierheim, Ordnungsamt,Fundbüro etc. herausgefunden, dass eigentlich niemand sich zuständig fühlt oder adäquat weiterhelfen kann.
Letztendlich haben wir dem Regierungspräsidium in Darmstadt ein Schreiben geschickt, in dem erklärt wird, wer,wann,wo dieses Tier (auch eine ziemlich große,weibliche Rotwange) gefunden hat, wo es sich aktuell befindet und dass wir uns bereit erklären das Tier aufzunehmen usw.
Daraufhin bekamen wir Post von besagtem Herrn Conrad: jede Menge Paragraphen und blabla und der Hinweis, dass die "Fundsache" formell vom Land Hessen eingezogen ist und verfügt wird, dass sie bei uns gehalten werden darf.
Wir haben jetzt bis Ende August Zeit uns dazu zu äußern. Wenn er nichts von uns hört würde er alles dafür in die Wege leiten.
So schnell wird man ungeplant zum Tierhalter:zwink:
Unsere saß am 1. Juli im Gartenteich zwischen den Goldfischen, nachdem der Vater meines Lebensgefährten sie an der Straße aufgegriffen und auf Rat der Polizeistation des Fundortes mit heimgenommen hatte...
 
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TinaKn

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Hallo,

das Europäische Gesetz ist in Deutschland aktuell noch nicht in Kraft.
Diesen Monat setzen sich Experten zusammen und diskutieren, wie es umgesetzt werden soll.
Ich habe auch nur mit der Naturschutzbehörde telefoniert, sie sehen das locker, da eh keine Meldepflicht besteht.
Tiere die man schon hat, bleiben im eigenen Eigentum. Neue Tiere gehören dem Land, man darf sie aber halten.

Liebe Grüße
Tina
 
S

Sabrinchen

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Hallo,

danke für die Erfahrungswerte. Scheint ja doch nicht so dramatisch zu sein, die ganze Sache.:zwink:

Gruß, Sabrinchen
 
Thema:

Verbot Rotwange, Gelbwange, Cumberland

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