Ausbrüten von Eiern von Landschildkröten

Diskutiere Ausbrüten von Eiern von Landschildkröten im Landschildkröten Forum im Bereich Schildkröten; Hallo zusammen Ich bin ganz neu hier. Mittels Inkubator bebrüte ich momentan 5 Landschildkröteneier. Ich habe mir das Dokument von Ursula...
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Neem

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Hallo zusammen

Ich bin ganz neu hier. Mittels Inkubator bebrüte ich momentan 5 Landschildkröteneier. Ich habe mir das Dokument von Ursula Eggenschwiler bezüglich "Ausbrüten" und "Aufzucht" gut durchgelesen und zusätzlich noch ein Telefonat geführt mit jemandem, der seid Jahren erfolgreich Eier ausbrütet.

Ich habe mich noch nicht mit der Aufzucht beschäftigt, da ich ja auch nicht wirklich weiss, ob alles klappt und da es für mich das "erste mal" ist, frage ich lieber hier nach bei Menschen, die Erfahrung haben. Es bringt mir ja nichts, wenn ich jetzt alles einkaufe gehe, was es dann schlussendlich benötigt, wenn die kleinen schlüpfen, denn wenn sie nicht schlüpfen, hätte ich dann alles um sonst gekauft.

Ich habe diesbezüglich ein paar Fragen bezüglich "Ausbrüten" und "Aufzucht":

Ausbrüten:
Ich habe meine Eier in einem Gemisch aus Sand und Erde ca. 5 cm eingegraben und halte das Gemisch etwas feucht. Macht ihr das auch so? Ich habe Bilder von Eiern gesehen, die man nicht eingegraben hat. Während dem Tag, von 07.00 - 22.00 Uhr habe ich 34 Grad und von 22.00 - 07.00 Uhr stecke die Heizung aus. Macht ihr das auch so?
Ich habe gelesen, dass man vom 20 Tag bis 35 Tag mindestens 38 Grad benötigt, ist das wirklich notwendig, damit es Weibchen gibt? Dann müsste ich nämlich noch etwas kaufen gehen, damit ich diese 38 Grad erreiche, da ich nur 34 Grad erreiche in meinem Inkubator. Meine Luftfeuchtigkeit ist ca. 93 Prozent. Ist das zu viel? Bei 34 Grad kriege ich nicht weniger hin.

Aufzucht:
Wie geht es weiter, wenn die kleinen geschlüpft sind? Was muss ich dann umgehend alles einkaufen gehen und wie rasch müssen die kleinen diese "Sachen" haben oder sich im Terrarium befinden?

Ich bin wirklich sehr, sehr dankbar darüber, wenn mir jemand helfen könnte.

Vielen, vielen Dank.
 
05.08.2010
#1
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Jutta

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Hallo!
Ich halte 38°C für zu hoch. Der Scheitelpunkt über dem weibliche Tiere entstehen liegt deutlich drunter, das Risiko würde ich nicht eingehen.

Ich brüte bei 31,5°C am ei gemessen, die eer sind in Sand oder Erde vergraben, ich feuchte nicht nach. Auch herrscht im Inkubator nie eine Luftfeuchtigkeit, die so hoch ist. Jedenfalls nicht bei meinen Landschildkröteneiern.

Wenn die KLeinen geschlüpft sind, graben sie sich durch die Erde nach oben, ich bringe sie gleich ins Freiland in ein vorbereitetes Becken mit Erde, Versteckmöglichkeiten, , zerbröselte Eierschale oder Sepiaschale, Wasserteller und Pflanzen, wie Wegerich, Löwenzah, Grasbüschel. Das Becken steht bei mir regengeschützt, gelegetlich giesse ich.

Viele Grüße
Jutta
 
austriacarp

austriacarp

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Ich grabe meine Eier schon lange nicht mehr ein zum ersten kann ich die Eier ohne rausnehmen nach einigen Tagen durchleuchten und zum zweiten kommen sie kurz vor dem Schlupf in eine Heimchendose mit Küchenkrepp und Wasser da kommt kein schmutz an den Dottersack falls er nnoch nicht ganz eingezogen ist und die kleinen können gleich trinken außerdem ist die Luftfeuchtigkeit rund um das Ei sehr hoch was besonders beim schlupf sehr wichtig ist. Brüten tu ich bei 32 bis 33 ° ohne Nachtabsenkung Luftfeuchtigkeit ca 70%. Das mit den 38° vergiss schnell wieder bei diesen Temperaturen brütet man Hühner aber sicherlich keine Europäischen Landschildkröten.
 
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Neem

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Vielen Dank für Eure Antworten.

Bin irgendwie etwas "enttäuscht". 73 Personen haben meine Anfrage gelesen aber anscheinend möchte niemand auf mein Anliegen eingehen bezüglich "was ist zu tun, wenn die kleinen schlüpfen". Ging davon aus, dass das hier ein Forum ist aber bin wohl im falschen gelandet.

Daher danke an jene, die sich wenigstens die Mühe gemacht haben und geantwortet haben obwohl mir ehrlich gesagt so nicht wirklich geholfen wurde.

Gruss
 
J

Jutta

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aber anscheinend möchte niemand auf mein Anliegen eingehen bezüglich "was ist zu tun, wenn die kleinen schlüpfen".
Hallo!?
Was habe ich denn da geschrieben???

Wenn die KLeinen geschlüpft sind, graben sie sich durch die Erde nach oben, ich bringe sie gleich ins Freiland in ein vorbereitetes Becken mit Erde, Versteckmöglichkeiten, ,zerbröselte Eierschale oder Sepiaschale, Wasserteller und Pflanzen, wie Wegerich, Löwenzah, Grasbüschel. Das Becken steht bei mir regengeschützt, gelegetlich giesse ich.
Oder was sonst möchtest Du da wissen?
Jutta
 
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Spooky

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Hallo,

bei uns hat sich auch eine konstante Bebrütung um die 33 Grad bewährt. Vor allem für eine hohe Weibchenrate. Schilderanomalien waren zwar auch mal, aber in 13 Jahren kam es recht selten vor. Wir haben auch immer offen bebrütet, es spricht meiner Meinung nach aber auch nichts gegen eine vergrabene Bebrütung. Ich würde allerdings wenigstens nach den ersten paar Tagen mal gucken, ob die Eier befruchtet sind und dann erst zu buddeln, bevor einem so ein Fiasko wie Babara passiert und man enttäuscht nach 67 Tagen feststellt, dass man 11 unbefruchtete oder nicht entwickelte (wie auch immer) Eier bebrütet.

Ehrlich gesagt, kann ich nichts zu der Bruttemperatur von Eggenschwiler sagen. Ich halte 38 Grad auch für ziemlich hoch. Allerdings vertritt sie wohl die Methode der Durchschnittlichen Bruttemperatur. Also tagsüber hoch und nachts dafür aber runter. Wie sich das bewährt, auch auf die Geschlechtsentwickelung, sieht man ja dann erst wieder in ein paar Jahren.

Aufzucht:
Wie geht es weiter, wenn die kleinen geschlüpft sind? Was muss ich dann umgehend alles einkaufen gehen und wie rasch müssen die kleinen diese "Sachen" haben oder sich im Terrarium befinden?
Eigentlich brauchst du am Anfang nur irgendeine Wanne (Ikea, Baumarkt), die du mit Erde befüllst und mit einer Grasnarbe und paar Futterpflanzen bepflanzt, Sepia oder Schale mit Kalkpulver und eine Trinkschale. Guck dass bei heißem Wetter wenigstens ein Teil überschattet ist, sonst ist Überhitzungsgefahr und immer für feuchte Stellen sorgen. Entweder unten Löcher reinmachen oder aufpassen, dass bei Regen die Wanne nicht vollläuft, sonst saufen die Kleinen da ab.

Wenn wirklich was schlüpft, dann sind die Kleinen so für fast kein Geld erst mal gut untergebracht und das Teil ist mobil. Kann ggf. also als zweite Ebene bei den Großen ins Frühbeet, Gewächshaus oder zur Not auch rein als Zimmerterrarium.

Unbedingt im Freiland einen Rahmen mit Draht auf das Ding als Schutz gegen Fressfeinde, vor allem Vögel. Ansonsten ist Fütterung, Haltung, etc. wie bei den Großen. Direkt raus mit der Bande. :zwinkern: Ich würde keine große Sonderbehandlung machen. Man tut den Kleinen keinen gefallen.

Die Kleinen leben sehr versteckt. Also nicht wundern, dass man die meist kaum zu Gesicht bekommt.

Ob du dann ein Schlüpflingsgehege mit eigenem Frühbeet oder Abteilung bei deinen Großen machst, kannst du dir ja dann im Frühjahr überlegen bzw. im Winter und im Frühjahr ausführen. :laugh:

Auch bei einer eventuellen zeitweise Innenhaltung kannst du dir Gedanken über die Beleuchtung machen, wenn sie da sind. (Wer Innenhaltung macht, halte ich eine gute Beleuchtung für wichtig!!!)

Wir haben schon seit Jahren eigentlich kein Zweit- und Drittgelege mehr ausgebrütet, weil wie man sieht, die Tiere dann erst sehr spät schlüpfen und vom Sommer eigentlich nichts mehr haben. Doch auch ich hab dieses Jahr wegen des bescheidenen Frühjahrs :bla: ein Gelege im Brüter, was jetzt erst für Mitte-Ende August ausgezählt ist.

Ich werde (auch wenn ich überzeugt bin, dass die auch so die Starre ganz normal packen) die Kleinen bis November ziehen, d.h. wenn sie wollen bis November wach halten und auf die Starre vorbereiten, so dass sie erst im Dezember eingekellert werden. Sie werden eine Starre von 10-12 Wochen halten.

Letztes Jahr hatten wir allerdings auch Schlüpflinge, die durch den Kälteeinbruch Anfang Oktober weg waren und trotz reinholens und aller Bemühungen nicht mehr wollten, sondern Richtung Starre gingen. Die haben wir entsprechend schon im Oktober in dem Kühlschrank gesteckt und dafür dann im Januar nach 3 Monaten wieder vorgekramt. Da gehört einfach bissl Feeling dazu. Ich würde jetzt nie auf Biegen und Brechen irgendwelche Tiere unbedingt eine gewisse Zeit wach halten müssen, nur damit mein menschliches Gefühl beruhigt, dass die armen armen Kleinen doch noch nicht so klein in die Starre gehen können. ;-)

Alle kleinen waren übrigens putz munter im Januar. Selbst die Kleinste mit kaum 10 g. :D

Viel Spass mit der kleinen Bande und dass auch was schlüpft. :Daumendrueck:
 
N

Neem

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Vielen Dank nochmals für Antworten.

Meinen "kleinen" würden erst Ende September schlüpfen und dann kaum noch was von der tollen Sonne abkriegen und somit müsste ich die wohl bereits drinnen haben. Somit müsste ich wohl eben diese "Lampe" kaufen gehen.

Habe mich jetzt entschlossen, ein Buch zu kaufen bezüglich Aufzucht und vielleicht mal bei einer Züchterin vorbeizuschauen und mir dort noch Infos zu holen.

Danke Euch allen für die Hilfe.

Gruss
 
J

jilipeppa

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Hallo Neem,
ich brüte auch nach der Methode von Dr. Eggenschwiler. Die Sache mit den 38 Grad ist in Ordnung so. Die hohen Temperaturen sind kein Problem, weil die Eier ja nachts eine Erholungsphase haben. Hier ist es wichtig, dass sie richtig abgesenkt werden und nicht nur ein paar Grad.
Eine Bekannte hatte in ihrem Naturbrutversuch Maximaltemperaturen von 41 bis 45 Grad. Diese aber nur kurz. Es gab einen 100 % igen Bruterfolg und wunderschöne Tiere.

Ich denke mal dein Weg ist ein wenig anders wie bei vielen Anderen, aber man muss ja nicht immer mit dem Strom schwimmen.... :Turtle Meer:

Viel Glück!
Anja
 
J

jilipeppa

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Am Donnerstag sind bei mir nach der Eggenschwiler Methode bebrütete THBs geschlüpft.
Beide Tiere sind einfach nur vollkommen. Ihr Bauch war völlig verschlossen, also nichts mehr von einem Nabel zu sehen, keine Ansätze von Faltung usw mehr. Sie wiegen beide 16g bei einem Eigewicht von 18g. Ich konnte es nicht fassen, sie haben wohl alles rausgeholt, was ging....

LG Anja
 
M

Momolino

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Hallo Neem

Meine Variante: Nach dem Schlupf die Kleinen in eine flache Trinkschale setzen, sie trinken sehr gerne!!! Allfällige Schalenreste vom Panzer entfernen. Bei eingezogenem Dottersack kannst Du sie direkt ins Jungtiergehege setzen, sollten sie noch einen kleinen Dottersack haben bleiben sie auf einem nassen Haushaltpapier über Nacht im Inkubator. Wenn Du Interesse hast, kann ich Dir gerne ein paar ganz aktuelle Fotos von unserem Schlupf, "Babygehege" etc. schicken. Schick doch einfach eine PN!
Herzlich Momolino :schildkroete:

PS: Ich werde meine Eier nächstes Jahr vergraben inkubieren (besserer Schutz vor äusseren Einflüssen aller Art) und natürlicherer Schlupfvorgang.
 
Thema:

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