Rent a dog

Diskutiere Rent a dog im Allgemeines Forum im Bereich Hunde; Es gibt ein neues Geschäftsmodell: Rent a dog...
MaYuFlo

MaYuFlo

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Es gibt ein neues Geschäftsmodell: Rent a dog.

https://www.greenpeace-magazin.de/rent-dog-der-hund-auf-zeit-wird-zum-geschaeftsmodell-von-ralf-e-krueger-dpa

Was für uns ein Familienmitglied ist, wird dort zum Verleihobjekt, wie ein Buch oder ein Auto. Ich möchte mir nicht vorstellen, wie das für die Hunde ist. Wer fühlt sich da für evtl. auftretende Verhaltensstörungen dann verantwortlich ? Aber ist ja wahrscheinlich eh egal, der Hund wird halt dann zurück gegeben und sitzt irgendwann als unvermittelbarer Dauerinsasse im Tierheim.

Ich bin der Meinung, dass sich jemand, der keinen Hund halten kann, aber trotzdem Zeit mit einem verbringen möchte, am besten als Gassigänger im Tierheim meldet.
 
P

Panama

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Prinzipiell denke ich ja auch, besser als im Tierheim.
Aber da ich nicht wirklich herauslesen konnte wie oft ein Hund den Besitzer wechseln muss, sehe ich das wieder sehr negativ.

So wie ich es verstanden habe wöchentlich, monatlich? Nee dann lieber Tierheim. Viele Hunde sind Gewohnheitstiere, sie binden sich ja nicht nur an einen Menschen, sie gewöhnen sich auch an das Umfeld und den Rhythmus.
Und dann gerade eingewöhnt plötzlich wieder ausziehen, wieder zu fremden Menschen, diese ersteinmal kennenlernen, deren Gewohnheiten kennenlernen, ggf eine Futterumstellung, neue Hundefreunde kennenlernen usw.
Nein das finde ich nicht gut.

Aber wieder typisch für die Welt, es wird versucht mit ALLEM Geld zu machen und ich wette, wenn es legal wäre, würde es auch ein "Rent a child" geben...
 
M

Mischling

Gast
Scheinbar ist es monatlich

Der "Hund auf Zeit" wird zum Geschäftsmodell - Hamburger Abendblatt

und hier sind dann auch die Preise:
Rund 150 Euro kostet ihr Komplettangebot pro Monat für den Leihhund. Hinzu kommt eine einmalige Gebühr von mindestens 500 Euro, die abhängig ist vom Ausbildungsstand des Hundes. Die Hundesteuer ist dabei allerdings nicht inbegriffen.
Finde ich nun recht teuer. So kann man dann auch die Hundesteuer noch umgehen, sollte der Hund alle 4 Wochen wechseln

Wie es wohl dabei den Hunden geht?
Dauernd wechselnde Bezugspersonen und jeder erzieht an ihnen rum?
Wie fähig sind sie dann noch, nach mehreren Plätzen, eine Beziehung einzugehen? ?(
Oder erlernte "Gewohnheiten" abzulegen?
Wer kümmert sich, wenn Probleme auftauchen?

Die psychologische Kehrseite des Ganzen ist die Austauschbarkeit.
Sollte eigentlich nicht so sein, aber das ist bereits in der menschlichen Partnerschaft und bei Freunden auch schon so.

Ein Stück Lebensqualität gegen die Einsamkeit im Alter sollen ihre Vierbeiner sein - aber ohne die bange Sorge, was mit Fifi im Falle eines längeren Krankenhausaufenthalts passiert.
Dagegen kann man ja auch vorsorgen....man kann z.B nach einer Privatperson (am besten jemanden, der beide gut kennt) schauen, nach einer Pension oder mit dem TH etwas vereinbaren

Die älteren Menschen haben viel Zeit für sie und stimmen sogar ihr Leben auf sie ab.
Dann können sie sich ja auch selbst einen Hund halten....

Ich konnte jetzt keine wirklichen Argumente für diese "Dienstlesitung" finden, empfehlen würde ich es schon gleich gar nicht, wegen der Hunde.
So werden wohl auch viele TH-Hunde Gassigänger verlieren

Und hier hat noch jemand etwas dazu gesagt
Kommentar zu dem Verleihen von Hunden: Ganz oder gar nicht

Solch ein "Geschäftsmodell" gibt es bereits in vielen TH, das nennt sich Pflege- oder Sterbeplatz und ist weitaus nicht so kostenintensiv für die Betreuer, die Hunde bleiben eine längere Zeit auf diesen Plätzen, man arbeitet mit ihnen, falls notwendig und sie haben die Möglichkeit sich dort einzuleben, beide Seiten können sich im Laufe der Zeit aufeinander einstellen....
Sollte der Pflege-/Sterbeplatz ins Krankenhaus müssen oder sogar versterben, ist das TH wieder zuständig, d.h. der Hund kommt in eine gewohnte Umgebung, mit gewohnter Betreuung, zurück. Was ich persönlich nun, für viel besser halte.

Wer sagt denn, dass so ein "Mieter" weiß, wie oft er mit dem Hund raus muss, was und wieviel er füttern soll und ob er erkennt, wann es nötig ist zu einem TA zu gehen? Wie kommt er mit kleinen Problemen, wie einer Leinenpöpelei oder einer Unverträglichkeit mit Artgenossen zurecht? Macht er sich hier dann überhaupt die Mühe, etwas zu ändern?

Ein wirklicher Hundefreund wird das niemals in Anspruch nehmen
 
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