Internationale Tierhilfen.

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Uwe Peter

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Internationale Tierhilfen.
Ich glaube viele kennen Internationale Tierhilfen.
Sei es Tierhilfen in Portugal, Russland oder Griechenland um nur einige zu nennen.
Was haltet ihr von solchen Organisationen?
Ich muss zugeben dass meine Partnerin und ich ein Zwiespältiges dazu haben.
Einerseits finden wir die Arbeit und den Einsatz der Leute vor Ort hervorragend.
Anderseits sehen wir aber auch dass unsere Tierheime hier regelrecht überquellen.
 
P

Panama

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Ich finde es sehr gut das es diese gibt.

ja natürlich sitzen genügend Hunde in deutschen Tierheimen und suchen ein neues Zuhause, aber, und das ist der springende Punkt, diese werden nicht eingeschläfert sollte sich kein neues Zuhause finden.
Das ist leider in vielen anderen Ländern so und daher kann ich durchaus nachvollziehen wenn sich Leute für einen Hund aus dem Ausland entscheiden.

Die Einführung einer Kastrationspflicht würde in meinen Augen in allen Ländern wesentlich dazu beitragen das Tierleid zu mindern!
 
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diese werden nicht eingeschläfert sollte sich kein neues Zuhause finden.
Das ist leider in vielen anderen Ländern so und daher kann ich durchaus nachvollziehen wenn sich Leute für einen Hund aus dem Ausland entscheiden.
Das ist ein Argument hinter dem wir auch stehen!
Denn noch fragen wir uns ob es nicht sinnvoll ist die Menschen vor Ort zu dem Thema Tierschutz zu sensibilisieren. Was nützen Gesetze wie Meldepflicht oder Kastrationspflicht, wenn es in den Menschen vor Ort nicht im Kopf bewusst ist was sie ihren Tieren antun…
Und wollen wir mal ehrlich sein... Tierschutzgesetze sind doch nur so gut wie Menschen bereit sind sich für Tiere ein zu setzen und auf (vermeintliche Vorteile) aus dem Nutzen von Tieren zu verzichten.
 
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Lupa

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ich denke dabei an die galgos die nach der jagdsaison misshandelt irgendwo am baum festgebunden werden weil sie keine guten jäger waren oder weil sie ihr alter von 2 jahren erreicht haben. ihrem schicksal überlassen werden. bilder die einem nicht mehr aus dem kopf gehen.
gäbe es da nicht die menschen die sich um diese geschöpfe kümmern würden...ja was dann.

hier in deutschland können sie wieder aufleben.

was aber vor ort um ein umdenken und aufklärung betrieben wird, kann ich mir kein urteil erlauben das weiss ich nicht.
 
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MaYuFlo

MaYuFlo

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Ich finde Auslandstierschutz wichtig. Ich habe selbst 2 Hunde aus Andalusien und 1 aus Russland. Allerdings gibt es auch da, wie überall, schwarze Schafe, die Hunde zuhauf nach Deutschland holen, um an der Vermittlungsgebühr zu verdienen. Hunde, die sie nicht loswerden, kommen dann halt in deutsche Tierheime, die sowieso schon überquellen.

Schwierig ist es, die Bevölkerung vor Ort für das in ihrem Land herrschende Tierelend zu sensibilisieren. In vielen Ländern ist die Mentalität völlig anders und die Leute haben nie gelernt, ein Tier als Lebewesen mit einem Recht auf ein anständiges Leben zu betrachten und nicht nur als ein Nutztier oder ein Mittel zum Zweck. Wenn man dann noch sieht, unter welchen miserablen, erbärmlichen Umständen Teile der Bevölkerung leben, dann kann schon fast Verständnis dafür aufkommen, dass diese Leute keine Zeit und keine Energie mehr haben, über die Behandlung eines Tieres nachzudenken.

Großangelegte Kastrationsaktionen in den Ursprungsländern sind meiner Meinung nach die einzige Möglichkeit, das Tierelend etwas zu mindern.
 
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Mischling

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Für mich persönlich ist es sehr wichtig, dass man hier eine Unterscheidung zwischen dem seriösen Tierschutzgedanken und den TierschutzOrgas macht und dem reinen "Verbringen von Tieren" und nicht alles in einen Topf wirft.

Die meisten seriösen "Auslandsvereine" arbeiten mit Pflegeplätzen (also nehmen diese Tiere auch den "deutschen" Tieren keinen Platz weg) und nur wenn ein deutsches TH/TSchV als Partnerverein mit ihnen zusammen arbeiten, können (müssen nicht) Auslandstiere in ein deutsches TH verbracht werden. Das entscheiden die TH/TSchV nach ihren jeweiligen Kriterien

Die TH sind nicht verpflichtet diese Tiere aus dem Ausland dann zu übernehmen, sie haben ein Einzugsgebiet und sind noch nicht mal hier verpflichtet, Abgabetiere aufzunehmen. Verpflichtet sind sie nur bei konfiszierten Tieren und dazu, Fundtiere aufzunehmen und auch nur von den Gemeinden, mit denen ein interner Vertrag besteht.

Das eigentliche Dilemma aber ist, dass die "deutschen" TH, den Wünschen der Interessenten nicht mehr gerecht werden können z.B. bei kleinen Hunden oder bestimmten Rassen oder ihre Mixe (ein gutes Beispiel sind hier die Windhunde, Pointer etc.). Viele von ihnen hätten aber im Ausland gar keine Vermittlungschancen, warum dann nicht nach Deutschland holen, bevor sie euthanasiert werden und hier die Interessenten davon laufen, weil sie keine entsprechende Tiere bekommen können?

Aber es hat für unsere "einheimischen" Hunde/Katzen (auch andere Tiere) im TH auch einen Vorteil, wenn Auslandtiere aufgenommen und schnell weitervermittelt werden können: Es kommt wieder Geld in die Kasse und dieses sichert wiederum die Kosten (Medikamente, spezielles Futter, TA-Kosten etc.) für ältere, kranke oder auch nicht mehr vermittelbare Tiere (fast alle TH stehen kurz vo der Pleite)

Durch die Einfuhrbestimmungen, kann man davon ausgehen, dass diese Tiere vor dem Verbringen tierärztlich untersucht wurden und man schon eher weiß, ob und welche gesundheitlichen Belange vorliegen.

Unseriöse Orgas umgehen oft diese Bestimmungen, sie "übergeben" die Tiere und damit ist für sie dann alles erledigt. Sie helfen weder bei späteren Problemen und nehmen keine Tiere zurück, wenn sich das Zusammenleben als schwierig zeigt oder nicht klappt

Auch im Ausland tut sich sehr viel, wenn es sich um seriöse Orgas handelt: z.B. werden die Hunde nicht mehr auf den Wochen- oder Flohmärkten verkauft. Hunde z.B. sieht man immer weniger in den Schaufenster der Tierhandlungen. Diese Orgas sorgen teilweise auch dafür, das die Tierschutzgesetze (die gibt es natürlich auch im Ausland) eingehalten bzw. auch umgesetzt werden und der "Wert der Tiere" erhöht werden, sie vermitteln auch vor Ort und setzen auf die Gegebenheiten/Änderungen/Sensibilisierung der Bevölkerung etc. ihren Schwerpunkt.

Etwas schwierig sehe ich allerdings die Aktionen, in denen Tiere eingefangen, kastriert und dann wieder an den aufgefundenen Plätzen ausgesetzt werden,. Da diese Tiere dort evtl bekannt und lästig sind, werden sie der Gefahr des Erschlagens, Vergiftungen etc. weiter ausgesetzt.

Ein weiteres Problem im "Auslandstierschutz" ist allerdings auch die Korruption. Gelder die fließen (Unterstützungen), kommen nicht an der Stelle an, für die sie vorgesehen waren
 
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