Trauben und Hund - alles ein Gerücht?

Diskutiere Trauben und Hund - alles ein Gerücht? im Krankheiten und Gesundheit Forum im Bereich Hunde; Man wird auf vielen Seiten im Netz ja immmer gewarnt, das die Trauben giftig für unsere Hunde sind. Ich kann das nicht bestätigen. Wir sind oft...
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Mischling

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Man wird auf vielen Seiten im Netz ja immmer gewarnt, das die Trauben giftig für unsere Hunde sind.
Ich kann das nicht bestätigen.

Wir sind oft in Spanien.
Die Reben dort wachsen nicht in die Höhe, sondern sehen eher wie Büsche aus.
Die Hunde bedienen sich einfach bei den Spaziergängen an den Trauben, eigentlich kann man noch nicht mal die aufgenommene Menge "erahnen"

Dort, wo wir immer in Spanien sind, werden die Trauben terassenförmig angebaut.
Damit ihr euch das besser vorstellen könnnt:






Und hier kommen sogar die kleinsten Hunde heran


In den südlichen Ländern wachsen fast überall die Trauben so oder in ähnlicher Art.
Ich denke, wenn die Trauben nun wirklich so giftig wären, wäre das Streunerproblem schon lange gelöst.

Es kann auch keiner wirklich sagen, was an den Trauben giftig wäre, beim Barfen gibt man teilweise sogar Traubenkernöl ins Futter.

Sind es dann nur die "deutschen" Trauben, die giftig wirken?
Keine Ahnung.
In den südlichen Ländern sind andere Dünge- wie auch Spritzmittel zugelassen (einige davon wurden in Deutschland verboten), der Boden hat eine andere Beschaffenheit, die Pflanzen brauchen andere Bedingungen als bei uns...

Wenn wir dort mit den Hunden laufen holen sie sich die Trauben "unkontrolliert", wir haben keine Übersicht, wieviel sie zu sich nehmen.

An manchen Stellen ist regelrecht eine Gassi-Strecke, auch diese Hunde holen sich Trauben, wie sie wollen. Die Einheimischen oder Zugewanderten (auch Deutsche) kümmern sich nicht darum. Wenn man sie auf die Giftigkeit anspricht, bekommt man nur ein müdes Lächeln.
Es ist üblich dort, dass die Hunde unterwegs "naschen"

Wir konnten bei unseren eigenen Hunden keine Vergiftungserscheinungen feststellen
 
Zuletzt bearbeitet:
06.09.2014
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Harlekin

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AW: Trauben und Hund - alles ein Gerücht?

So viel ich mich erinnere, ist es der Traubentrester der besonders giftig für Hunde ist. Der Trester wird bei uns manchmal von Bauern auf die Felder als Dünger gebracht. Letztes Jahr sind hier 3 Hunde daran nachweislich vergiftet worden, einer ist gestorben. Ich müsste jetzt recherchieren, was im Trester so giftig ist. Googel weiss es sicher.
 
MaYuFlo

MaYuFlo

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AW: Trauben und Hund - alles ein Gerücht?

Es ist nicht bekannt, warum Weintrauben für Hunde in grösseren Mengen ein Nierenversagen bewirken. Es wird eine nephrotoxische oder idiosynkratische Reaktion (Anaphylaxie) vermutet, die zu hypovolämischem Schock und renaler Ischaemie führt.

Auch reagieren nicht alle Hunde gleich auf Weintrauben und Trester. Es sind allerdings viele Fälle bekannt, in denen Hunde an einer Weintraubenvergiftung verendet sind.

Die vergiftende/evtl. tödliche Dosis liegt bei 10-30g Trauben pro kg. Körpergewicht des Hundes.

Ich denke, dasss es hier wie bei vielen anderen Lebensmitteln ist: Der eine reagiert allergisch, der andere verträgt's. Allerdings würde ich bei dieser möglichen Wirkung nicht ausprobieren, zu welcher Kategorie meine Hunde gehören ;)
Es gibt so viele Futtermittel, die völlig unbedenklich sind - warum also das Schicksal herausfordern ?
 
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Mischling

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AW: Trauben und Hund - alles ein Gerücht?

Angeblich hat ja noch niemand den Grund herausgefunden, obwohl man ja heute sogar ein (noch) unbekanntes Gift in einem Körper bei einer toxikologischen Untersuchung herausfinden kann. Und ausgerechnet bei den Trauben kann man es nicht? Kommt mir nun persönlich schon seltsam vor....*kopf kratz*.


Viele sagen auch, es wäre der Trester, der für die Hunde gifitg wäre (genau wie du Harlekin), der Trester besteht aus ca. 75 % Schalen und 25 % Traubenkerne, also Frucht und Kerne. Der Trester besteht aber auch aus kleinen Ästchen und kann bereits begonnen haben zu gären, was sicher nicht gut für die Hunde wäre.
Das würde die Symptome von Erbrechen, Blähungen, Durchfall etc. hervorrufen. Was ja auch bei vielen Hunden dann als "Vergiftungserscheinung" genannt wird. Wäre es dann die Gärung?

Da kommt bei mir dann schon eher der Verdacht auf, dass Insektizide/Pestizide, Düngemittel, etc. für die Vergiftungen in Frage kommen, sie werden ja auch teilweise von den Pflanzen mit aufgenommen. Nur möchte man das ja auch nicht zugeben, weil dann der (menschliche) Konsum doch eingeschränkt werden würde? Ich weiß es nicht...

Bei mir ist es ja so, dass wir einen großen und kleinen Hund haben und sich beide an den Trauben bedienen, ohne irgendwelche Erscheinungen. Ein weiterer Hund, der dort wohnt und uns dann begleitet, frißt sie schon ein Leben lang, ist jetzt ca. 8 Jahre alt.

Die dortigen Gassigänger und ihre Hunde, haben scheinbar auch keine Probleme, die Streunerhunde leben und bedienen sich ja auch...

Warum sollten dann die deutschen Hunde davon vegiftet werden?
Aus den südlichen Ländern habe ich noch nichts gehört, dass die Hunde durch Trauben vergiftet wurden.

Ist das nun wieder "ein Spiel" mit der Angst der Hundebesitzer? So wie beim Knoblauch und anderen Dingen?

@MaYuFlo
Es ging mir nicht um Futtermittel - nur um die Erfahrungen die ich mit der Aufnahme der Trauben bei den Hunden gemacht habe. Es gibt ja auch die barfer, die nun extra mal ein Traubenkernöl übers Futter machen, auch da hat man noch nichts von "Vergiftung(serscheinungen)" gehört.

Allergische Reaktionen auf Trauben sind doch nicht gleich zu stellen, wie eine "Vergiftung"? Ich denke, die TA würden hier unterscheiden können? Oder habe ich dich nun nicht richtig verstanden?
 
MaYuFlo

MaYuFlo

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AW: Trauben und Hund - alles ein Gerücht?

@MaYuFlo
Es ging mir nicht um Futtermittel - nur um die Erfahrungen die ich mit der Aufnahme der Trauben bei den Hunden gemacht habe. Es gibt ja auch die barfer, die nun extra mal ein Traubenkernöl übers Futter machen, auch da hat man noch nichts von "Vergiftung(serscheinungen)" gehört.

Allergische Reaktionen auf Trauben sind doch nicht gleich zu stellen, wie eine "Vergiftung"? Ich denke, die TA würden hier unterscheiden können? Oder habe ich dich nun nicht richtig verstanden?
Du hast mich "fast" richtig verstanden ;) Ich wollte damit sagen, dass sicherlich manche Hunde allergisch auf Trauben reagieren und ein anaphylaktischer Schock kann auch zu Nierenversagen etc. führen und damit zu einer Vergiftung. Ob ein Tierarzt da immer so genau zwischen Vergiftung oder Allergie unterscheidet, ist letztendlich egal, tödlich für den Hund kann es in jedem Fall sein.

Es gibt auch Untersuchungen, die feststellten, dass nicht die Trauben an sich schädlich für die Hunde sind, sondern die Giftstoffe, die manche Schimmelpilze produzieren, die vor allem in südlichen Ländern (= feucht-warm) oft auf den Trauben wachsen.

Google mal nach "Aflatoxin" und "Ochratoxin". Ist nicht nur für Hunde und nicht nur in Bezug auf Trauben ein Problem, sondern auch in Bezug auf Mais, Weizen, Gerste, Reis, Nüsse usw.

Traubenkernöl wird ja nicht in großen Mengen verspeist, also besteht da auch nicht die Gefahr, dass die in den Kernen enthaltene Blausäure sich schädlich auswirken könnte. Kernöl ist sicherlich gesünder als die ganze Frucht, weil die evtl. vorhandenen Schimmelpilze nicht auf den Kernen sitzen.

Als "Futtermittel" meinte ich allgemein alles, was Hunde so fressen können/dürfen/wollen.

Da man den Pilz mit bloßem Auge nicht erkennen kann, würde ich Trauben nicht gezielt füttern, würde aber auch keinen Nervenzusammenbruch kriegen, wenn meine Hunde sich im Weinberg selbst bedienen, vorausgesetzt, ich wüsste, dass dort nicht gespritzt und gedüngt wird.
 
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Mischling

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AW: Trauben und Hund - alles ein Gerücht?

Doro, vielen Dank für deinen Beitrag, hast es jetzt wirklich gut erklärt.

Und das hier
Du hast mich "fast" richtig verstanden.....
Hast du ganz toll und sehr diplomatisch geschrieben. Ich musste lächeln, als ich es las ^^

So, dann geh ich mal googlen, was mir die Pilze sagen und habe herzlichen Dank für deine Hinweise
 
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Mischling

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AW: Trauben und Hund - alles ein Gerücht?

Du könntest durchaus richtig liegen, nachdem ich jetzt so einiges gelesen habe.
 
MaYuFlo

MaYuFlo

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AW: Trauben und Hund - alles ein Gerücht?

Ist schon interessant, wie unsere Hunde auf Dinge reagieren, an die wir Menschen uns gewöhnt haben.

Ich finde es deshalb wichtig, dass diesbezüglich aufgeklärt wird und dazu tragen Beiträge, wie der eingangs von Dir bei. Es wird leider meistens viel zu sehr pauschaliert. Da heißt es, Trauben sind giftig, Knoblauch ist giftig, Avocados sind giftig, ohne darüber nachzudenken, woraus diese Giftigkeit besteht. Ist es die Menge (wie bei Knoblauch), sind es nur bestimmte Sorten (wie bei Avocados) oder eben Pilze (wie bei den Trauben). Gut, dass sowas in Foren angesprochen wird. Nur so können solche Allgemeinirrtümer aus der Welt geschafft werden.
 
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Panama

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AW: Trauben und Hund - alles ein Gerücht?

Dem kann ich nur zustimmen.
Vor allem da leider noch immer viele gar nicht Wissen das bestimmte Sachen, wie eben die Trauben, giftig sind für Hunde.

Manches vertausche ich auch unter den Tierarten.

Sind grüne Paprika und allgemein Nachtschattengewächse auch bei Hunden giftig?
Muss ich auch mal nachsehen.
 
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Mischling

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AW: Trauben und Hund - alles ein Gerücht?

Vor allem da leider noch immer viele gar nicht Wissen das bestimmte Sachen, wie eben die Trauben, giftig sind für Hunde.
Ähmm.. nicht die Trauben selbst scheinen giftig zu sein, das haben wir hier, so glaube ich, doch feststellen können.

Kartoffeln sind auch Nachtschattengewächse, in gekochter Form und unter Entfernen evtl. grüner Stellen, macht es keine Probleme, sie zu geben, wenn keine Unverträglichkeit vorliegt.

Bin gespannt, was du deswegen findest.
Würde mich freuen, wenn du uns dann informierst und einen neuen Thread über Nachtschattengewächse aufmachst
 
MaYuFlo

MaYuFlo

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AW: Trauben und Hund - alles ein Gerücht?

Nachtschattengewächse enthalten sehr viele gesunde Inhaltsstoffe, vor allem Paprika und Tomaten. Tomaten enthalten außerdem eine große Menge an Antioxidantien.
Sofern Paprika und Tomaten reif sind, sehe ich da gar keine Probleme, auch gekocht oder getrocknet ist kein Thema
Die grünen Früchte sind unreif und enthalten Solanin, das nicht gefüttert werden sollte.
Die reifen roten Paprika enthalten viel Vitamin C und sind ganz unbedenklich.

Kartoffel muß allerdings immer gekocht werden, da die Stärke sonst für Hunde unverdaulich ist. Verkeimte und grüne Kartoffeln bekommen weder Mensch noch Hund. .
 
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