Einschläfern oder nicht? Ein Hund fürs Leben

Diskutiere Einschläfern oder nicht? Ein Hund fürs Leben im Allgemeines Forum im Bereich Hunde; Habe das nun wieder im Netz gefunden. Es geht um einen 17-jährigen Hund, dessen Halterin vom Amt gezwungen werden soll, den Hund einschläfern zu...
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Mischling

Gast
Habe das nun wieder im Netz gefunden.

Es geht um einen 17-jährigen Hund, dessen Halterin vom Amt gezwungen werden soll, den Hund einschläfern zu lassen.
Die Halterin muss ihn zeitweise tragen und er hat "Alterszipperlein". Der Hund ist aber in Behandlung bei einem TA
Es sind leider 4 Seiten zum Lesen, trotzdem würde ich mich gerne mit euch darüber austauschen und eure Meinung dazu wissen.


Dazu sagen möchte ich, dass ich bis zum Frühjahr einen fast 16-jährigen Boxer-Schäfermix hatte, der dement war, keine Treppen mehr laufen konnte und man ihn ins Auto heben musste.

Da ich aber fast immer Seniorenhunde aufnehme, die zum Teil ja auch nicht mehr so toll aussehen, ihre Krankheiten haben, komme ich beim lesen jetzt wirklich ins "Schwitzen"

Hier der Artikel
http://www.tagesspiegel.de/themen/reportage/einschlaefern-oder-nicht-ein-hund-fuers-leben/10632158.html

Ich selbst bin auch der Meinung, dass man Tiere nicht immer einschläfern muss, sondern sie auch "natürlich" gehen lassen kann, wenn alles noch im "Rahmen" ist.
 
W

wa-hya

Gast
Wenn der Hund so wie beschrieben noch Interesse an seiner
Umwelt zeigt, darf er nicht eingeschläfert werden.
Es geht darum dass es keine Qual für den Hund ist.
Wenn das Amt es angeordnet hat muss es sich jedoch
auch an die Absätze des Tierschutzgesetzes halten.

Was da wirklich ist und wie es dem Hund geht ist
nicht zu beurteilen von dem Zeitungsartikel aus.
Hier ist einfach nicht klar da man nicht darauf sieht.

Ich würde ihn nicht einschläfern, seine letzte Zeit
so angenehm wie möglich machen und in gehen lassen
wie die Natur es vorgesehen hat.
Interessant ist, die Tiere zeigen ihrem Menschen wenn
sie Hilfe brauchen, aber er will leben, ein solcher
Methusalem stirbt wenn er nicht mehr kann oder will.

Es ist die Ignoranz des Menschen, die die Natur behindert
oder zerstört.
 
J

Jens_SNeV

Gast
großartig, was die Frau dort macht. Auch ich habe mehrere Sterbebegleitungen miterlebt und kann das nur befürworten, wenn es mit Sinn und Verstand gemacht wird. Ich lehne Euthanasien in der Regel ab, wenn sie wegen des Leidenszustands des Betroffenen nicht erforderlich sind. Aber: das ist nur in wenigen Fällen tatsächlich der Fall. Nicht beherrscht die Natur so gut wie die Geburt und das Sterben. Wenn man in einen Sterbeprozess nur behutsam eingreift und ihn möglichst nicht verlängert, ggf. mit schmerzstillenden Maßnahmen erleichtert, dann lässt sich ein sehr würdevolles Lebensende ermöglichen. Vorausgesetzt natürlich, es ist jemand da, der sich liebevoll um den Betroffenen kümmert und ewiß, was er da tut. In dem beschriebenen Fall deutet jedoch alles darauf hin. Ich hebe den Artikel heute beim Frühstück gelesen. Bewegend...

Die Argumentation des zitierten Vorgesetzten, ist völlig krank: Unter Verweis auf das TSchG schlusszufolgern, dass grundsätzlich jeder Sterbeprozess mit Leid verbunden ist und eine Euthanasie quasi erzwingt ist nicht nur medizinischer Unsinn sondern zeugt auch nicht von der notwenidgen Geistesleistung. "Dumm" wäre noch ein zurückhaltendes Fazit für den Herrn.

Aber das Thema zerreißt mit Sicherheit auch die Gemeinde hier ... also vorsicht.

LG, Jens
 
J

Jens_SNeV

Gast
etwas OT, deshalb in einer separaten Antwort:

Wenn sich die Amtsärzte mal mit dem selben Enthusiasmus auf das TSchG berufen würden, wenn es um die Tiere geht, die nicht in den privaten Haushalten leben sondern in den Ställen der Nutztierindustrie ... DAS ist natürlich keine Tierquälerei.

Das Tierschutzgesetz schützt keine Tiere, es legalisiert die schlimmsten Formen der Ausbeutung, Folter und Tötungsgründe, die man sich vorstellen kann. Ich persönlich (ist aber eine persönliche Haltung) lehne es daher auch grundsätzlich ab, mich auf das TSchG zu berufen, auch wenn es ausnahmsweise mal positiv ausgelegt werden kann. Ein Gesetz, das so pervers Name und Inhalt missbraucht gehört abgeschafft. Wir brauchen kein Tierschutzgesetz sondern die Erweiterung des Würdeprinzips auf die Tiere. Wenn Tiere eine vernünftige Rechtsposition einnehmen würden, lebten wir in einer anderen Welt...

Liebe Grüße
Jens
 
W

wa-hya

Gast
Helft der Frau, dem Hund. Prangert das Bezirksamt an, die Amtstierärzte.
Wenn die Frau in Berlin lebt, muss man dort eingreifen, nicht in den
anderen Bundesländern.
 
M

Mischling

Gast
Sehr schade, dass hier nicht noch mehr Meinungen gepostet wurden
 
Thema:

Einschläfern oder nicht? Ein Hund fürs Leben