Unser Bärengehege

Diskutiere Unser Bärengehege im Stall und Gehege Forum im Bereich Kaninchen; Hallo, nachdem es hier leider noch keine Abteilung für "andere Tierarten" gibt, zeige ich Euch jetzt mal an dieser Stelle unser Bärengehege...
Struppi1

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Hallo,

nachdem es hier leider noch keine Abteilung für "andere Tierarten" gibt, zeige ich Euch jetzt mal an dieser Stelle unser Bärengehege. Vielleicht kann sich ja auch da der eine oder andere was abschauen.

Unsere Bären sind ja teilweise nicht völlig winterhart, deshalb haben sie ein Schutzhaus mit ca. 20m², in dem im Winter Rotlicht und Heizmatte laufen, das reicht auch für die Nasenbären aus, da sie eigentlich bloß keine Temperaturen unter null Grad verkraften (bzw. dann die Schwänze abfrieren können). Die Nasenbären sind aber auch recht intelligente Tiere und bauen sich aus Decken schön kuschelige Nester, wenn es ihnen wirklich mal zu kalt wird.

Außerdem haben wir zwei Außengehege, die beide von allen Bären gleichzeitig genutzt werden, zur Zusammenführung oder in Kranklheitsfällen oder wenn Bauarbeiten notwendig sind aber auch einzeln gesperrt werden können.
Der Zaun ist ca. 40cm tief eingegraben und zum Überklettern mit Stromlitzen gesichert. Wir haben lange über ein nach oben geschlossenes Gehege nachgedacht, uns aber dagegen entschieden, weil man das bei einer größe von knapp 200m² erstens schlecht realisieren kann und zweitens die Bären ja vor allem in die Höhe klettern wollen...
Die Vorschriften für so ein Gehege sind äußerst dürftig, grundsätzlich wären 25m² für ein Paar (egal ob Wasch- oder Nasenbär) und weitere 5m² für jedes zusätzliche Tier erforderlich. Diese Werte sind atürlich bloß lächerlich, aber grundsätzlich interessen sich maximal die Jäger für Gehege dieser Art, weil sie immer Angst haben, dass die Waschbären ausbrechen können.

Unsere Bären haben viele verschiedene Beschäftigungsmöglichkeiten, z.B. eine Reihe von Futterautomaten, an denen sie sich ihr Futter erarbeiten müssen. Da Wildtiere in Gefangenschaft gerne fett werden, muss man sie ser dezent füttern und so, dass sie sich auf der Nahrungssuche immer bewegen müssen.

Wenn ihr mehr von unseren Bären sehen wollt, schaut mal da rein: https://www.youtube.com/results?search_query=Uhrenteddy
 

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12.08.2014
#1
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Gast

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K

Katzundfisch

Gast
Hallo Struppi
wow, ich beneide Dich, wollte ich doch immer schon so kleine Bärchen haben. wie klappt das denn, du hast ja auch Katzen?
Erzähl ein wenig mehr über diese herzigen Tierchen , das interessiert mich total.

nachdem es hier leider noch keine Abteilung für "andere Tierarten"
Wenn unser Admin wieder da ist werde ich in bitten, eine Kategorie für deine Bären zu erstellen.
 
Struppi1

Struppi1

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Die Bären und die Katzen begegnen sich eigentlich nicht, unsere Katzen sind ja alle im Haus, gesicherten Freigang und die Bären müssen in ihrem Gehege bleiben, die kann man nicht so einfach handeln. Grundsätzlich finden die Bärchen aber alle streunenden Katzen sehr spannend und unser früherer Freigänger hat sich auch oft ums Gehege herumgetrieben.

Die Bärchen sind zwar ziemlich niedlich, man muss mit ihnen aber auch höllisch aufpassen. Vor allem unser Rüde, der Herbert, ist ziemlich unberechenbar. Er ist ja leider aller Wahrscheinlichkeit nach eine Handaufzucht (wird bei Wildtieren aus Blödheit und Geldgier leider öfters gemacht, für handaufgezogene Tiere gibts mehr Geld), die in der Geschlechtsreife ausgesetzt wurde (ist letztes Jahr bei Deggendorf aufgegriffen worden), entsprechend fehlt ihm die Distanz zum Menschen und er will einerseits ständig schmusen und Kuscheln, was bei 8kg Raubtier schon ein bißchen unheimlich ist, beißt aber auch urplötzlich zu (deshalb ist er wohl ausgesetzt worden). Böse sein kann man ihm dafür nicht, höchstens dem sogenannten Züchter, der das Verbrechen mit der Handaufzucht begangen hat... der verhaltensauffällige Herbert hat meinen Mann schon zweimal und mich gestern aus heiterem Himmel ohne Vorwarnung gebissen....jetzt futtere ich mal wieder AB und kann kaum sitzen, weil er ausgerechnet den Oberschenkel perforiert hat...
 
Struppi1

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Die vier Damen haben wir seit ungefähr fünf Jahren, Herbert ist letztes Jahr dazu gekommen.
Normalerweise beißen die Nasenbären nicht, aber Herbert ist eben ein armer Wicht, den blöde Menscxhen falsch behandelt haben und er hat seeeehr große Zähne.
 
catfish1

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wow!! Mir fällt jetzt eigentlich nicht viel dazu ein, nur die Frage: wie kommt man zu diesen Tieren? Muß gestehen dass ich mich mit den Bären noch nie so beschäftigt habe. Würde auch gerne mehr erfahren und mehr Bilder sehen.
Wie seit ihr auf die tollen Ideen mit den, ich sag mal "Fummelbrettern" gekommen? Ich hab mir ein paar der Videos angeschaut ;), beneidenswert, die Gehege sind toll!
 
Struppi1

Struppi1

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Die Beschäftigungssachen hat sich mein Mann ausgedacht, bzw. in vielen, vielen Tierparks geschaut, was es so gibt (Heidelberg ist in der Beziehung zum Beispiel klasse) und das Ganze modifiziert. Wir haben ganz einfach vor allem bei den Waschbären am Anfang beobachtte, dass sie zu wenig rausgehen, wenn sie keinen Anreiz haben... wenn sie aber hoffen, irgendwo noch was zum Fressen zu finden, dann durchforsten sie das ganze Gehege, jedes Versteck und jeden Automaten, bis sie sicher sind, dass nichts da ist. Waschbären sind dafür bekannt, dass sie sich zum Beispiel Verschlussmechanismen über Jahre hinweg merken können und auch schwierigste Verschlüsse knacken können. Auch unser Herbert, der ja vorher wohl im Zwinger oder im Wohnzimmer saß, hat in dem einen Jahr schon wahnsinnig viel dazu gelernt, er konnte ja am Anfang nicht richtig klettern, hat bloß Essensreste gemocht und hatte übelste Stereotypien... das alles hat sich bei uns gelegt...

Zu den Tieren sind wir über unsere Arbeit in einer Wildkatzenauffangstation gekommen - ursprünglich hätten wir ein Wildkatzenpaar bekommen, mit dem wir zur späteren Wiederansiedlung züchten sollten, aber da das Wiederansiedlungsprojekt momentan auf Eis liegt, haben wir das dann gelassen. Naja, und mein Mann hat sich dann ein Waschbärenbuch gekauft ...
 
catfish1

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Zu den Tieren sind wir über unsere Arbeit in einer Wildkatzenauffangstation gekommen - ursprünglich hätten wir ein Wildkatzenpaar bekommen, mit dem wir zur späteren Wiederansiedlung züchten sollten, aber da das Wiederansiedlungsprojekt momentan auf Eis liegt, haben wir das dann gelassen. Naja, und mein Mann hat sich dann ein Waschbärenbuch gekauft ...
Wildkatzenauffangstation ?!!!!!!!!!!!!!! Ich glaube du hast irgendeinen Traumjob! und einen Traumpartner ;) und viel Platz. Ich finde es einfach total interessant.
 
Struppi1

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Naja, Traumjob nicht, bin bloß Lehrerin und habe einen verrückten Mann. In der Auffangstation arbeiten wir nicht mehr mit, weil uns die Haltungsbedingungen dort nicht gepasst haben und wir, wenn wir daran etwas ändern wollten, gegen Wildmühlen gerannt sind. Zu dem Thema sage ich aber nichts mehr, es ist in diesem ganz besonderen Fall jedes Wort verschenkt, weil der Besitzer dieser Station so viele Connections hat, dass er machen kann, was er will, man kann da nur verschwinden und sein eigenes Ding machen, ansonsten dreht man durch.
 
W

wa-hya

Gast
Sehr schön gestaltetes Gehege für eure Bären.
Man sieht darin dass ihr euch Gedanken gemacht habt
und den besten Weg gefunden habt.
Bedauerlicherweise gibt es irgendwann immer Probleme
mit den Organisationen die sich den Schutz oder der
Hilfe für bestimmte Tierarten verschrieben haben.
Viel Spass und Erfolg für eure Arbeit.
 
Struppi1

Struppi1

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Wir haben in dem Gehege unsere Erfahrungen aus dem Wildkatzenprojekt verarbeitet - ein paar gute Sachen verfeinert und viele unmögliche Konstruktionne, die einen auf die Dauer nur nerven, verbessert. Von den Wildkatzengehegen konnte man zum Beispiel sehr viel über Gehegestrukturen lernen (zum Beispiel möglichst ohne rechte Winkel bauen, Flächen zur Strukturierung nutzen, Elektroabsicherung effektiv und zuverlässig gestalten, ohne Gefahr, ständig selber eine gewischt zu bekommen...). Nachdem aber unsere Verbesserungsvorschläge für die Wildkatzen permanent abgelehnt wurden (da ging es zum Beispiel um Neubau völlig maroder, durch herausstehende Nägel und herabhängenede Balken gefährliche Gehege, die man nicht vernünftig sauber halten konnte), haben wir uns dort zurückgezogen. Immerhin haben wir es noch geschafft, dass die beiden Jungluchse, die jetzt dort leben, anständige, trockene, zugluftfreie Schlafboxen haben...aber das war schon ein Problem, weil sehr reiche und berühmte Leute nicht gern Geld für Material und ein paar Schrauben rausrücken...
 
W

wa-hya

Gast
Ich bin fasziniert, habe mir inzwischen auf you tube die filme angesehen.
Das die Wasch- und Nasenbären mit einander klar kommen hat mich
überrascht da man sie in Gehegen meistens getrennt hält.
Wenn man sie da sieht und ihr Umfeld bei euch macht man sich Gedanken
wie man die Tiere in Wildgehegen dagegen spartanisch hält.
 
Struppi1

Struppi1

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Ja, leider werden gerade die Waschbären oft in irgendein Restgehege gesetzt, so als Lückenfüller... Meistens haben sie zu wenig Platz und vor allem zu wenig Beschäftigungsmöglichkeiten, was zur Folge hat, dass sie sich nicht viel zeigen und damit unattraktiv werden. Außerdem wind sie so "wertlos", dass sie sich wild vermehren dürfen und die überzähligen Jungtiere dann wohl einfach entsorgt werden. Auch Wildkatzen und Luchse fristen im Übrigen oft ein ganz armseliges Dasein, wobei ich bei denen der Meinung bin, dass sie für die Haltung in Zoos schon völlig ungeeignet sind. Wir schauen uns ja, wenn wir unterwegs sind, viele Zoos und Wildparks an, nur selten sieht man wirklich schöne Gehege für diese Arten.

Allerdings gibt es auch tolle Gehege: Da musst du mal nach Bad Mergentheim schauen, oder in den Heidelberger Zoo, der hat ein paar sehr schöne Anlagen. Das Schlimmste, was wir bisher gesehen haben, war Bratislava, da waren in einer Art Vogelvoliere rechts die Wildkatzen auf 5m² und links die Nasenbären auf noch mal 5m². Die Waschbären lagen im alten Bärenzwinger auf Betonboden rum... Dagegen hat der Zoo Pilsen zum Beispiel ein riesiges Nasenbärengehege, in dem sie mit irgendwelchen südamerikanischen Schweinen zusammen leben... toll.
München hat die Wildkatzen zum Glück aufgegeben, die Luchse fristen da ein Horrordasein in einem Schlauch, der kaum Versteckmöglichkeiten bietet... für einheimische Tiere wird einfach viel zu wenig gemacht.
Wasch- und Nasenbären ergänzen sich eigentlich ganz gut, da ja die einen tag- und anderen nachtaktiv sind, können sie eigentlich immer das ganze Gehege voll nutzen. Wenn man genug Platz hat, fühlt sich auch keiner in seiner Ruhe gestört. Normalerweise werden sie natürlich eher nicht zusammengesetzt, da sie aus verschiedenen Lebensräumen stammen, das würde ein Zoo jetzt wahrscheinlich nicht mischen, bei Privathaltern wird das aber schon ab und zu gemacht.
 
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