Neue Katze im Haus, alte überfordert, was tun?

Diskutiere Neue Katze im Haus, alte überfordert, was tun? im Erziehung und Verhalten Forum im Bereich Katzen; Hallo liebe Katzenfreunde! Ich habe mich hier gerade angemeldet, da wir hier zu Hause ein Problem haben, dass mich ziemlich traurig macht...
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veve1986

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Hallo liebe Katzenfreunde!
Ich habe mich hier gerade angemeldet, da wir hier zu Hause ein Problem haben, dass mich ziemlich traurig macht. Vielleicht könnt ihr uns ja helfen.
Unsere Situation ist wie folgt:
Wir mussten vor einiger Zeit unseren 20-jährigen Kater einschläfern lassen. Er lebte seit 15 Jahren bei uns, zusammen mit einer nun 18-jährigen Katze. Die beiden waren nie ein Herz und eine Seele, dennoch ist die Katze (Ruschi, hat eine leichte CNI und bekommt im Moment AB wegen einer Entzündung in einem Gesäugekomlex) oft zu unserem Kater gegangen und hat ihn geputzt.
Da wir recht viel Platz, sowie Freigang für die Katzen haben, und gegen Einzelhaltung sind (es sei denn, diese ist notwendig), sind wir am 30.6. ins Tierheim gefahren und haben da unsere Lage geschildert. Uns wurde ein 2-jähriger Kater (Orvil, wurde erst am 20.6. kastriert, können die hormone noch Schuld sein?) vorgestellt. Man sagte uns, dass er sehr ruhig und zurückhaltend gegenüber anderen Katzen ist und überhaupt nicht spielen mag. Er saß im Tierheim mit einem einjährigen Geschwisterpaar (m+w) zusammen. Zuvor war er mit einem Kater in einem Gehege, der ihn aber runtergemacht hat. Orvil sollte nun also zu einer nicht-dominanten Katze/Kater vermittelt werden. Dies passte für uns sehr gut. Wir fragten auch nach einer zweiten passenden Katze, aber die gab es nicht.
Bei uns nun, wo Orvil mittlerweile seit 2 Wochen lebt, zeigt sich, dass er sehr wohl spielen will und das nicht zu knapp. Er benimmt sich typisch für einen 2-jährigen. Er versucht auch unsere alte Dame zum Spielen zu animieren, für die er aber viel zu grob und mit knapp 6 kg auch beinahe doppelt so schwer ist (Ruschi spielt in ihrem Alter auch sehr gerne noch mit der Katzenangel). Er ist hier klar unterfordert und überfordert gleichzeitig Ruschi. Wir würden ihn nur schweren Herzens wieder abgeben wollen, da er zu Menschen ein absoluter Schatz ist und auch mit unseren Frettchen überhaupt keine Probleme hat.
Seit gestern zeigt sich nun aber leider, dass Ruschi wohl sehr gestresst von Orvil ist, da sie 2 Mal auf die Decke auf dem Sofa gekotet hat. Wir konnten auch schon mal beobachten, dass er direkt zu ihr stürmt, wenn sie auf dem Boden ist oder das Klo aufsucht.
Letzte Nacht haben wir die beiden dann getrennt. Ruschi ist im Wohnzimmer plus Wintergarten geblieben und Orvil musste sich leider mit dem Flur plus Kellerflur, wo wir sein Essen, eine Toilette, einen Kratzbaum und Schlafmöglichkeiten hingeräumt hatten, zufrieden geben. Heute morgen ist Ruschi dann raus gegangen, nachdem wir sie hinter der Kommode gefunden hatten, und Orvil konnte wieder ins Wohnzimmer.
Unser Kater damals kam auch ein paar Tage später zu uns, da gab es von Anfang an aber keine großen Probleme. Und auch mit andren Katzen hat sich Ruschi bisher immer recht gut gestellt. Wir hatten vor 1,5 Jahren mal für ein paar Tage einen ca. 6 Monate alten Fundkater bei uns. Mit dem kam sie gut klar. Und auch wenn sie draußen den Nachbarkater trifft, gibt es keine Probleme. Wir haben das bestimmt beim Einzug von Orvil falsch angegangen, da wir keine Erfahrung mit Katzenvergesellschaftungen haben und sie halt immer offen gegenüber anderen war. Zudem kannte er auch andere Katzen und wurde uns ja als zurückhaltend beschrieben. Nun haben wir den Salat und wissen nicht genau, wie wir da wieder raus kommen.
Meint ihr, es würde was bringen für Orvil noch einen gleichaltrigen Kumpel zu besorgen, mit dem er sich dann auspowern kann? Oder würde das unsere alte Dame noch viel mehr stressen? Sollten wir das mit dem Trennen erstmal so durchziehen, auch wenn Orvil dann nachts auf den Flur muss?
Heute waren wir das 2. Mal mit Orvil im Garten an einem Geschirr. Er war vorher nie draußen, daher wollten wir das ganz langsam angehen lassen und ihn nicht sofort ohne Geschirr raus lassen. Unsere Hoffnung ist, dass er sich dann bald da verausgaben kann.
Leider habe ich am Freitag die Nachricht bekommen, dass unsere Frettchen Giardien haben. :-( Da werden die Katzen mit Sicherheit auch betroffen sein und sobald das Spartrix da ist, beginnen wir mit der Bekämpfung.
Momentan läuft also alles aus dem Ruder und wir brauchen dringend umsetzbare Ratschläge. Wir wren sehr dankbar für eure Hilfe.
Liebe Grüße Verena
 
christinem

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Grüß dich Verena,

die Idee einen neuen Kumpel für eure Omi zu nehmen war gut gemeint aber ehrlich gesagt schlecht, einer Katze in dem Alter sollte man wirklich keinen Jungspund, noch dazu Kater die ja immer gröber/wilder spielen als Mädels, vor die Nase setzen. das hätten die im Tierheim auch wissen müssen.
Faustregel: gleiches Alter gleiches Geschlecht und gleiches Temperament.

Dann geht man eine Zusammenführung auch langsam an, zuerst in getrennten Räumen halten, an der Verbindungstüre beidseits füttern, dass sie sich hören/riechen aber nicht sehen, und es mit etwas angenehmen verbinden. Dann Tür ersetzen durch ein netz oder Gitter, gleiches Spiel aber plus sehen. Erst wenn das nach Wochen stressfrei abläuft kann man sie zusammen lassen.

ich würd vorerst mal weiter trennen und dann überlegen wie ihr das löst.
Eine Möglichkeit wäre ein zweiter junger Kater als Spielgefährte für den neuen, und damit die Omi entlasten, kann aber auch nach hinten los gehen wenn dann beide die alte Dame überfordern.
ich würde ihr einen Rückzugsort mit chipgesteuerter Katzenklappe machen, einen "Panik-Raum" wo nur sie rein und raus kann, der Kater aber nicht hinterher.
Andere Möglichkeit wäre den Kater ein anderes zu Hause suchen und erst an neue Katzen denken wenn eure alte einmal nicht mehr ist. Ins Tierheim würde ich ihn aber nicht wieder geben.

feliway-friends zerstäuber können helfen (Apotheke/Zooplus), für die alte Dame Zylkene ins Futter (Tierarzt/Amazon), wenn du dran glaubst Bachblüten.

ich drück die Daumen dass sich alles einspielt, wie auch immer ihr euch entscheidet!
 
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Gast488

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Ich kann mich Christina nur anschließen.
Allerdings würde ich auch nach einem Spielfreund für den Kleinen Ausschau halten. Der sollte vom Charakter ähnlich wie der Kleine sein. So hätte die Omi ihre Ruhe und könnte, wenn sie wollte, mitspielen oder den Jungspunden zusehen.
Von Trennen halte ich nicht viel, denn dann gibt es täglich eine neue Zusammenführung.
Evtl. nur zum Spielen trennen, damit beide ihrem Alter entsprechend gefordert werden.
Wünsche Euch alles Gute.

Liebe Grüße Uschi
 
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veve1986

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Danke euch für eure Antworten!
Ja, es war vermutlich ein Fehler. :-( Da sie immer so gut mit anderen Katzen, bzw Katern eher, klar kam, dachten wir, dass es gut für sie wäre, wenn sie nicht die letzten Jahre alleine sein müsste. Ich habe ihr gegenüber auch ein schlechtes Gewissen. :.-(
Wir haben bereits Kontakt mit einem Verein aufgenommen, der wohl was passendes hätte. Wäre ein einjähriger Kater, der mit anderen Katzen zusammenlebt, sehr sozial, kuschelig, aber auch verspielt ist. Damit werden wir es wohl probieren.
Orvil wieder abzugeben wäre natürlich die allerletzte Option, die ich dann in Erwägung ziehen würde, wenn gar nix anderes geht, aber ausgeschlossen ist es nicht, auch wenn es weg tun würde.
Das mit dem separaten Raum ist nicht so einfach, da wir alles recht offen haben (großes Wohnzimmer mit Wintergarten zusammen 60qm, ein Schlafzimmer, Küche, Bad und einen Keller, der aber recht dunkel ist). Ich hoffe ganz stark, dass ein weiterer Kater die Sache entspannt.
LG
 
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Gast488

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Also ich glaube schon, dass dann Ruhe einkehren wird.
Vielleicht solltest Du Dir den Feliway Stecker holen. Die Pheromone bewirken, dass die Tiere gelassener werden. Ich würde den Stecker auch schon 1 Woche, bevor das andere Katerchen einzieht, einstecken.
Und wenn Ihr das Katerchen holt, alle vorher mit Babypuder einreiben. Dann riechen alle gleich und die Zusammenführung wird einfacher.
 
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veve1986

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Okay, danke für die Tipps.
Wirklich Babypuder? Habe ich noch nie gehört, aber wenn es hilft, dann machen wir das.
Würde es wohl einen Unterscheid machen, ob ein oder zwei Kater dazukommen? Der, der uns interessiert, hat noch einen Kumpel, der wohl vom Charakter genauso sein soll. Oder würde das dann zu viel Unruhe bringen?
 
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Gast488

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Es wäre natürlich sehr schön, wenn die zwei Kumel zusammenbleiben könnten.
Es kann gut gehen, aber es könnte auch passieren, dass sich nur noch die zwei miteinander beschäftigen, oder einer schließt sich dem bereits vorhandenen Kater an und ein Tier wird Mobbingopfer.
Wie gesagt kann, muß aber nicht, es kann genauso gut sein, dass alle drei ein Dreamteam sind.
Wenn die alte Dame ihre Ruhe hat und den Jungspunden zusehen kann, wird sie auch aufleben, und wer weiß, wenn sie nicht mehr bedrängt wird, vielleicht spielt sie dann ja irgendwann sogar mit.
 
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