Traumjob Katzenzüchter?

Diskutiere Traumjob Katzenzüchter? im Zucht und Genetik Forum im Bereich Katzenzucht; Nachdenkenswertes zum Thema: " Meine Katze soll doch mal Mutter werden"...
18.03.2014
#1
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Gast

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Gast5874

Gast
Hallo Angelika,

ich habe dieses Thema mal in Bereich "Katzen züchten" geschoben.

Sicherlich für angehende Züchter oder auch Menschen, die mit dem Gedanken spielen, züchten zu wollen, lesenswert.


LG Marion
 
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floeckchen

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die ham ja wohl `n rad ab!

hier mal meine bisherige gewinnmarge als "nebenjob"-jung-züchterin: (relativ überschaubar)
große ausgabenposten: aufpreis für eine zuchtkatze, voruntersuchungen (ultraschall, blut, abstriche), deckgebühren, kaiserschnitt: etwa 2.000 €.
große einnahmeposten: hypothetisch maximal 650€, in wahrheit leider null, weil ich das einzige überlebende kitten natürlich nicht verkauft hab.

hat jemand gemerkt, dass da alle "kleinen" ausgabeposten fehlen wie fahrt zum kater, TA fürs kitten, futter und streu, päppel- und kraftnahrung für die werdende mutter, geburtsausstattung, kleine kontrolluntersuchungen und so weiter?

toller nebenverdienst? das muss ich wohl ganz falsch gemacht haben.
irgendwie fehlt da auch noch völlig der stundenlohn für meine arbeitszeit. aber die schlimmsten 48 stunden meines lebens kann ich nicht in euro umrechnen.
ich hab noch eine zweite zuchtkatze.
ob die das große geld bringt?
flöckchen
 
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Gast4406

Gast
Flöckchen, warum so grantig.

Wenn man den Text genau liest, steht da auch, dass man viel Zeit, Geld und Liebe investieren muss, bevor man einen Euro verdient. Also, ich finde den Text sehr verständlich gehalten und mir wird damit übermittelt, dass Züchten nicht nur Geldverdienen heißt, sondern sehr viel mehr.

In dem Text geht es ja um Zucht und nicht um Vermehrung. Da kann ich natürlich einen Bombenumsatz erzielen, wenn ich für Katz nix investiere, sondern nur decken lasse, solange es geht.
 
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floeckchen

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war ich grantig?
sorry!
auf die idee, dass katzenzucht eine gute Verdienstmöglichkeit sein könnte, war ich (ganz ehrlich) bis jetzt noch nicht gekommen.
dafür hatte ich schon zu viele informationen.
deshalb hab ich diese ausführungen unter "heimarbeit" für einen üblen scherz gehalten,
(der hoffentlich niemanden auf der suche nach geldquellen zum katzenzüchter werden lässt.)

und sogar züchter, bei denen alles prima klappt und die nach 12 wochen 5 kitten in hoffentlich gute hände verkaufen, bekommen doch nicht entfernt so etwas wie einen stundenlohn für ihre arbeit.

hoffentlich lesen da wirklich alle genau genug, sonst gibt es bald noch mehr hinterhof- und badezimmer-züchter.

jetzt werd ich grad schon wieder etwas zynisch, obwohl ich es zu vermeiden versuche.
aber ich hab bei der suche nach katzen (auch als mitgenommene beraterin) leider schon reichlich solche zuchten kennengelernt mit kümmerlichen, schlecht versorgten tieren. manchmal sieht man ja schon auf fotos, wie armselig die angebotenen kitten sind.

diesen artikel halte ich für für sehr schädlich.
flöckchen
 
Kittyclaw

Kittyclaw

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Flöckchen, hast Du den Artikel richtig gelesen?
Dann müsste Dir aber auffallen, dass der Titel nur ironisch zu verstehen sein kann.
es wird deutlich darauf hingewiesen, dass ohne Vorkenntnisse Geld und zeit und Platz nichts zu wollen ist.....


So sollten Züchter bestenfalls nicht berufstätig sein oder von zuhause aus arbeiten. Ideal ist eine Hobbyzucht beispielsweise für Hausfrauen oder nicht Erwerbstätige, die ihre Zeit frei einteilen können.
Außerdem sollten Menschen, die sich für eine eigene Zucht interessieren, ein gewisses medizinisches und anatomischen Grundwissen aufweisen könnten. Sollte während eines Wurfes ein Notfall auftreten, muss der Züchter in der Lage sein, das Tier entsprechend zu versorgen. Neulinge und Anfänger sollten also zu allererst biologische, medizinische und rassenbezogene Fachliteratur wälzen, bevor sie ihre Zucht beginnen.
Darüber hinaus benötigen Züchter ein großes Startkapital und ausreichend finanzielle Sicherheiten. Artgerechte Haltung, hochwertiges Futter, sowie sämtliche Tierarztbesuche inklusive Impfungen, müssen vom Züchter bezahlt werden, noch bevor der erste Euro verdient werden kann.
Zu guter Letzt benötigt eine Zucht ausreichend Platz. Verschiedenen Quellen zufolge, sollten pro Katze ca. 30qm Platz zur Verfügung stehen. Da die Aufzucht der Kitten sehr aufwendig und zeitintensiv ist, benötigt es selbstverständlich auch noch Hingabe und die bedingungslose Liebe für die Tiere selbst.
 
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floeckchen

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OK, vielleicht ist ja das Ganze ein Satire und ich hab `s nur nicht gemerkt.
gleich werde ich mir mal die anderen heimarbeits-vorschläge daraufhin ansehen.
bin dann mal weg!
flöckchen
 
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floeckchen

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bin wieder zurück! und hab viel gelernt,
in der tat, auch mit diesen nebenjobs könnte ich geld verdienen: als rikschafahrer, als sargträger oder aushilfe im tiefkühllager.
nur schade, dass es bei mir mangels eignung nichts mit der heimarbeit als programmierer oder designer wird.
das hätt ich bei der nächsten nachtwache noch so nebenbei machen können.
bleib ich nun bei der katzenzucht?
oder hat zufällig jemand eine gut erhaltene rikscha abzugeben?
:cool:flöckchen
 
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GabrielaP

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der Artikel ist aber nicht satirisch geschrieben, Fakt ist jedoch,
dass kaum was überbleibt von dem "Verdienst".
Es ist lediglich ein kosten und zeitintensives Hobby

lg Gaby
 
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Robinchen

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Viele Züchter behaupten, daß auch nach dem erfolgreichen Verkauf mehrerer Kitten nur wenig Geld übrigbliebe.

Das finde ich "Jammern auf hohem Niveau" - denn immerhin bleibt etwas übrig.

Lobenswert finde ich, daß die meisten den Erlös wieder in die Katzen investieren.



Solche Investitionsmöglichkeiten haben Tierschützer leider nicht: sie machen den gleichen Job (Handaufzucht, nix Schlafen, dauernd zum TA wegen oft kranker Kitten usw.) - und alles, was dabei herauskommt, ist ein finanzieller Verlust. Denn die Schutzgebühren für eine vermittelte Katze bringen nicht annähernd die Kosten wieder rein, die ein TS'ler hatte.

Abgesehen von dem Herzschmerz, den es bringt, wenn die liebevoll aufgezogenen Kitten nach vielen durchwachten Nächten, Sorgen, Pflege und TA-Fahrten dann irgendwann gesund in neue Familien ziehen.



So gesehen sind Züchter eigentlich besser dran. Meist sind die Babies gesund, haben eine sie aufziehende gesunde Mutter mit genügend Milch und können entwurmt, geimpft und gesund abgegeben werden - und zwar zu einer Zeit, in der sie noch den Niedlichkeitsfaktor haben.
Und eine ordentliche Aufwandsentschädigung kriegen sie auch noch dafür. So pi mal Daumen geht ja eine Züchterkarriere meist mit einer schwarzen Null oder einem Plus daher. (anders als bei Flöckchen, die gleich am Anfang richtig Pech hatte).



Der Artikel ist gut geschrieben und verständlich. Leider fehlen einige wichtige Hintergrundinformationen (Kosten für Voruntersuchungen, Vorstellung der Katze usw., Kaiserschnitt-Risiko und dessen Kosten usw.)
Wenn jemand das ganz unbedarft liest, kommen diese Risiken m. E. nicht stark genug durch.
Ihr wißt schon, was ich meine: wer mit der rosaroten Brille drangehen will, kann sich da einiges "schönreden"... ;)




Das waren so meine spontanen Gedanken zu dem Thema.

Viele liebe Grüße
Eure Robinchen
 
CzaCza

CzaCza

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Robinchen, woher beziehst Du Deine Informationen, dass eine Züchterkarriere oftmals mit 0 oder + einhergeht? Hast Du jemals seriös und verantwortlich selber gezüchtet, wahrscheinlich nicht.

Klar gibt es Catterys, die "Gewinn" abwerfen, dass will ich nicht bestreiten, aber das sind in der Regel nicht viele, sondern eher die Ausnahmen, da fehlt es dann aber meist an gründlichen Vorsorgeuntersuchungen und vieles mehr.

Die meisten Züchter haben doch nur 2 bis 4 potente Kätzinnen, die nicht jedes Jahr Kitten bekommen, sondern nur alle 1,5 oder 2 Jahre. In den Zeiten dazwischen müssen die Kätzinnen aber auch mit allem drum und dran versorgt werden, incl. Futter und Tierarzt. Treten ansteckende Krankheiten auf, sind nicht nur ein oder zwei potente Tiere betroffen, sondern schnell mal 5 bis 10, weil jeder Züchter halt neben den potenten Tieren, auch Kastraten hegt und pflegt. Es wird zusätzlich schlicht und einfach vergessen, dass die Züchter KEINE Spenden bekommen. Im Gegenteil, unterstützen diese selber oftmals noch TH oder den TS durch Sach- oder finanzielle Spenden. Die meisten Züchter, zu denen auch ich gehöre, legen sehr viel Wert auf die Auswahl der Interessenten, was dazu führt, dass eben nicht alle Kitten noch den Niedlichkeitsfaktor aufwarten. Ich kenne einige, die übrigens auch hier im Forum unterwegs sind, die noch Kitten aus dem Vorjahr haben. Auch diese müssen versorgt werden und werden dann unter "Wert" abgegeben, was musste ich mir schon anhören, wie "ist ja 2-wahl, weil älter wie 4 Monate, die gibt es doch zum halben Preis!".

Ich züchte schon viele Jahre, früher Perser und jetzt seit ein paar Jahren Sibis und ich bin dadurch nicht reicher geworden, im Gegenteil. Ich führe Buch und allein letztes Jahr haben die Ausgaben (manche spontane Ausgaben oft nicht berücksichtigt) die Einnahmen um ein mehrfaches überschritten; wenn ich die Zahlen nennen würde, ständen Manchem Tränen in den Augen, weil sie soviel noch nicht mal für sich im Jahr zum Leben haben.

Nur mal so zum drauf rumdenken:

2013: 3 Würfe Wurfstärken 2/1/2.
2 Würfe mussten mit Kaiserschnitt geholt werden, bei dem die Mama's gleich mit kastriert wurden; für die 1. war es der zweite Wurf, bei der 2. der erste. 1 Kitten habe ich selber behalten, eins ist verunfallt und das Erlösen war auch nicht kostenlos, drei habe ich vermittelt, wobei es riesiges Glück war, dass die Neu-Kastratinnen für eine Schutzgebühr von 100 Euro pro Katze zusammen mit einem Kitten ein neues Zuhause gefunden haben. Bei der Gelegenheit wurden die Damen vor der Abgabe natürlich noch frisch geimpft. Klar, dass da die 3 abgegebenen Kitten bei den Kosten alles raus reissen, ja-nee is klar.

Ich beklage mich deswegen aber nicht, denn für mich ist es ein Hobby, welches ich mir durch meinen Beruf leisten kann. Ich finde nur diese pauschalen Aussagen, dass bei den Züchtern ja doch immer irgendwo Geld hängen bleibt und die ach so armen TS dagegen ja nur Verluste fahren, immer wieder zum :kotzgirl3: .

Sorry, musste jetzt einfach mal sein.
 
Kittyclaw

Kittyclaw

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Die einzigen Zuchten die wirklich Geld verdienen sind die, die viel in die Zucht verkaufen, und dann vor allem ins Ausland. Es gibt da Leute die vor nichts zurück schrecken.

Alle anderen zahlen drauf. Und zwar kräftig. Ohne gutes Einkommen kann man nicht züchten.
 
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floeckchen

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da sitzen katzenzüchter und tierschützer übrigens im gleichen boot (auch wenn sie in verschiedene richtungen rudern): von ahnungslosen außenstehenden werden ihnen gern satte gewinne unterstellt.

paar beispiele?
neulich hatte ich kontakt zu einer frau, die sehr empört war, weil das tierheim für eine katze 130€ verlangte. ("auf dem bauernhof bekommt man sie schließlich auch geschenkt.") ich konnte ihr nicht begreiflich machen, dass sie selbst für tierärztliche versorgung, impfungen, chip und kastration eine erheblich höhere summe hätte bezahlen müssen. vielleicht hielt sie das alles auch für entbehrlich.

hier in der entfernten nachbarschaft betrieb eine frau mit viel aufwand eine pflegestelle für hunde und katzen. das übliche genörgel der direkten nachbarn trug sie mit fassung. aber hässliches gerede darüber, welche summen sie angeblich mit ihrem "tierhandel" verdiente, trieben sie schließlich zum hausverkauf und zum umzug in die wildnis.

kann es vielleicht auch sein, dass tierschützer wiederum nicht wissen, welch enormen aufwand seriöse katzenzucht verlangt, bevor das erste kitten verkauft ist? (übrigens schon, bevor die erste katze zum ersten mal trächtig ist.)
dass die gewinne auch später nicht sprudeln müssen, hat CzaCza vielleicht deutlich genug gemacht.

übrigens gibt es auch teure zuchtkatzen, die keine oder zu wenig milch haben, oder die ihre jungen nicht annehmen, kitten, die schlecht gedeihen und gepäppelt werden müssen, infektionen, die bei aller vorsicht dann doch jemand eingeschleppt hat.

von außen sieht vieles anders aus als von innen. Murphy sagt dazu. "nichts ist so leicht, wie es aussieht."
flöckchen
 
steffyy

steffyy

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Also ich zähle mich noch nicht zu einer "alten" Züchterin, aber ich habe bisher auch definitiv draufgelegt. Auch weil ich bisher das "Glück" hatte immer mehrere und große Würfe auf einmal zu haben (11 Kitten pro Jahr und genau im Sommer). Das ist dann noch die Zeit in der eh schon wenig sich ein Kitten anschaffen und ich gebe meine kastriert ab. Ich sag immer, sie verdienen sich ihr Futter aber mehr ist das nicht und selbst dafür reicht es bei vernünftiger Fütterung nicht. Klar kann es Züchter geben, die etwas verdienen. Die ihre Katzen regelmäßig am besten immer wieder vom eigenen Kater decken lassen, nicht schallen lassen, denen es egal ist, ob die Kitten als Einzelkatze und mit Freigang später leben. Aber all das wünsche ich mir eben nicht für meine Tiere. Und daher ist und bleibt es ein teures Hobby.
 
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