Auf der Jagd nach den Geisterflotten

Diskutiere Auf der Jagd nach den Geisterflotten im Sea Shepherd Deutschland e.V. Forum im Bereich Tierschutzvereine und ihre Arbeit; Kommentar von Sea Shepherd-Gründer Captain Paul Watson Seit Mitte Dezember 2014 ist Sea Shepherd im Einsatz, um die illegalen Fischereioperationen...
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Kommentar von Sea Shepherd-Gründer Captain Paul Watson
Seit Mitte Dezember 2014 ist Sea Shepherd im Einsatz, um die illegalen Fischereioperationen von vier Wildererschiffen, die es auf Antarktisdorsche abgesehen haben, zu beenden.

Das Sea Shepherd-Schiff Bob Barker lokalisierte das unter nigerianischer Flagge fahrende Wildererschiff Thunder am 16. Dezember bei der Banzare Bank vor der antarktischen Küste. Die Wilderer entledigten sich sofort ihrer Netze und flohen, als die Bob Barker die Verfolgung aufnahm. Fast 50 Tage später – nach einer Jagd über mehr als 3000 Meilen – ist Sea Shepherd der Thunder weiterhin auf den Fersen. Das ist die bislang längste Verfolgungsjagd eines Wildererschiffes auf hoher See. Die Jagd geht nun etwa 700 Meilen vor der Küste Südafrikas weiter.

Als sie floh, entledigte sich die Thunder all ihrer Grundstellnetze. Die Crew des Sea Shepherd-Schiffes Sam Simon brauchte über 200 Stunden, um 72 km dieses tödlichen Netzes einzuholen. Illegal gefangene Antarktisdorsche mit einem Wert von über drei Millionen Dollar wurden dem Meer wieder übergeben.

Mitte Januar fing die neuseeländische Marine-Fregatte Wellington drei Schiffe ab, die illegal Antarktisdorsche fischten. Alle dieser Schiffe fuhren unter der Flagge von Äquatorialguinea, obwohl dieses Land verneint, dass sie dort legal registriert sind. Zunächst wurde der neuseeländischen Marine erlaubt, an Bord zu gehen, aber als sie dies versuchte, verwehrten ihr die Wilderer den Zutritt. Mit der Behauptung, nicht genügend Treibstoff zu haben, fuhr die Wellington nach Neuseeland zurück und ließ die Wilderer ihre illegalen Aktionen fortsetzen.

Am 2. Februar 2015 fing die Sam Simon zwei dieser Wildererschiffe ab: die Kunlun und die Yongding. Sie fischten nur 50 Meilen vor der Küste, an der sich die australische Antarktis-Forschungsstation befindet, mitten in den Gewässern des Südpolarmeers, die zum australischen Antarktisterritorium gehören.

Als sich die Sam Simon näherte, flohen beide Wildererschiffe. Sid Chakravarty, Kapitän der Sam Simon, entschied sich, die Yongding zu verfolgen, während die Kunlun Richtung Norden floh.

Die Yongding versuchte Captain Chakravarty einzuschüchtern und ging auf Kollisionskurs mit der Sam Simon. Das Sea Shepherd-Schiff wich nicht zur Seite, deshalb drehten die Wilderer ab und flohen nordwärts. Die Verfolgung geht weiter.

Diese Schiffe sind schon seit Jahren in den entlegenen Gewässern des Südpolarmeeres unterwegs, um „Weißes Gold“ zu plündern. Diese Bezeichnung gaben die Wilderer dem Riesenantarktisdorsch, der dem Kabeljau ähnelt. Dieser Fisch wird in Restaurants unter der Bezeichnung Chilenischer Wolfsbarsch verkauft.

Bei diesen Schiffen handelt es sich um Piratenschiffe, die unter falschen Flaggen fahren. Die Crew besteht aus schlecht bezahlten Männern, die aus der Dritten Welt stammen, und führt Aktionen aus, die sowohl gefährlich als auch illegal sind....

© Sea Shepherd Deutschland e.V.

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