Tierschutz-Tante... Kastration "fremder" Katzen auch bei Hochträchtigkeit.

Diskutiere Tierschutz-Tante... Kastration "fremder" Katzen auch bei Hochträchtigkeit. im Kittenaufzucht Forum im Bereich Katzenzucht; Nun, Punkt 1 und 2 könnte man aber durchaus mit dem "sozialen" Tierschutz der Tante in Einklang bringen...
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fragehab

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Gast4406

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Ich habe das Gefühl, dass wir hier zu weit vom eigentlichen Thema abschweifen. Inzwischen haben wir alle möglichen Gründe bei der Tante gefunden warum sie so ist, wie sie ist. Wir sind keine Psychologen und werden ihr nicht helfen können, kindliche Traumata zu verarbeiten.

Die Äußerungen dieser Tante sind ein absolutes No Go und schon garnicht im Beisein von Kindern. Es gäbe für mich nur eine Möglichkeit, um dem Ganzen zu entkommen: Breche mit Deiner Tante und versuche Du Deine Grundeinstellung zum Tierschutz an Deine Kinder weiter zu geben.

Wir können hier nun noch wochenlang weiter diskutieren, die Tante wird sich nicht ändern.

Wo hört Tierschutz auf, wo fängt Tierquälerei an, das sollten die Fragen sein, die sich jeder Einzelne hier stellen sollte.

Deshalb sollten wir uns alle berufen fühlen, TAe, die ihren Stand missbrauchen, wenn sie Kitten einschläfern oder dgl. sofort zur Rechenschaft zu ziehen und sie beim Vet-Amt anzuzeigen. Denn sie besudeln ihren ganzen Berufsstand.
 
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fragehab

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Kann man das anzeigen ? Ist es verboten, so zu handeln wie diese Tierärzte ? Das ist doch genau das Problem.
Ich wünsche mir, dass diese Tante aufhört mit diesen Kastrationen fortgeschritten trächtiger Katzen. Und dass auch andere damit aufhören. Ich persönlich stehe da, dass es mir übel aufstößt. Ich weiß aber nicht, wie ich sie davon abhalten soll.
Diese Landestierschutzberufene hat doch gesagt, eine gesetzliche Grundlage gebe es nicht.
Selbst wenn ich deswegen mit ihr breche, wird mich weiter beschäftigen, dass sie es tut, jedenfalls dass sie erzählt hat, dass sie das tut. Und andere wohl auch.
Es wird gemacht, von Tierärzten, und ich finde es persönlich schlimm und falsch.
Dass meine eigene Tante das macht, macht es nur näher, nicht schlimmer.
 
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Gast4406

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Diese Landestierschutzberufene hat doch gesagt, eine gesetzliche Grundlage gebe es nicht.
Auch TAe haben einen Eid geleistet, Leben zu erhalten. Ich glaube nicht, dass Tiere ohne medzinische Begründung euthanasiert werden dürfen.

So etwas nenne ich Selektion nach dem Motto, wir haben genug Katzen. Sterilisation ja, Euthanasie nein.
 
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fragehab

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du meinst, nur weil da so eine "Tierschützerin" ankommt und aus "sozialen Gründen" Spätabtreibungen von Tieren fordert, ist das nicht das, was Tierärzte machen dürfen
ja, da müßte man vielleicht wirklich mal bei einer Berufsvereinigung von Tierärzten o.ä. nachfragen
 
Kittyclaw

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du meinst, nur weil da so eine "Tierschützerin" ankommt und aus "sozialen Gründen" Spätabtreibungen von Tieren fordert, ist das nicht das, was Tierärzte machen dürfen
ja, da müßte man vielleicht wirklich mal bei einer Berufsvereinigung von Tierärzten o.ä. nachfragen
Von "sozialen gründen" habe ich nichts gelesen. Da steht auch: Der Tierarzt ist der berufene Schützer der Tiere. Und das sollte im Vordergrund stehen. Ich frage am Montag nach, da ich sowieso beim TA bin.
 
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fragehab

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ich glaube, sie sieht sich und ihr Handeln als sozial. Darüber kann man streiten, aber egal.
Ich habe ihr kürzlich gesagt, ich würde das nicht machen wollen, da meinte sie, wir machen das für dich
 
Kittyclaw

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Sie macht das für Dich? Das ist aber Hardcore! Eine reichlich perfide Äußerung.
 
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fragehab

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"du mußt das nicht machen, WIR machen das für dich"
ach ich weiß ja auch nicht
 
Kittyclaw

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So ähnliche Gedanken sind mir auch gekommen, Karin. ::feuerspuck::
 
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floeckchen

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@ fragehab
das macht Dich richtig fertig. hör auf damit! beende konsequent den kontakt zu dieser tante, indem Du ihr sagst, dass Du ihr verhalten unerträglich findest und davon NICHTS mehr hören willst.
wende Dich an den örtlichen tierschutzverein und den zuständigen amtsveterinär. es kann gut sein, dass beides nichts bewirkt.
die tante jedenfalls wird durch (hoffentlich mehrere) solche zurückweisungen vielleicht erfahren, dass ihr verhalten nicht toll, sondern absolut inakzeptabel gefunden wird.
wenn auch das nicht mehr zu ihr durchdringt, weiß ich für Dich keinen rat mehr.
da müssen dann die profis ran.
flöckchen
 
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fragehab

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*müde abwink* ob ich wirklich aktiv gegen sie vorgehen kann, weiß ich nicht, und ob ichs versuchen will ohne gesetzliche Grundlage, bin ich mir sehr unsicher
ist sehr traurig, das alles
eigentlich will ich sie nicht verlieren, aber das da, ist heavy
ich denk, ich schreib ihr mal einen Brief, was das mit mir macht

wenn sie schon nicht aufhört, vielleicht kann sie mich damit in Frieden lassen
dank euch
 
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fragehab

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na, ich bin eh nächste Woche bei der Familienberatung wegen meiner beiden mitunter heftig streitenden Kinder, da kann ich das dann ja mal ansprechen
 
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fragehab

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falls es noch jemanden interessiert, ich habe noch eine Stellungnahme bekommen, die ich hier einfach mal reinkopieren werde
nachdem ich das gelesen habe, scheint mir, als hätte Tantchen die Absegnung für ihr Tun, wenn ungeborene Kitten als Teil der Mutterkatze gesehen werden und der Tierarzt im Fall unsozialisierter Katzen abzuwägen hat, was für ein Muttertier gesundheitlich nun die bessere Lösung ist (!)

"... vielen Dank für Ihr Schreiben vom 23.08.2013.

Aus ethischer Sicht haben alle Lebewesen ein Recht auf Leben. Hierzu zählt im Grundsatz auch das ungeborene Leben. Im Einzelfall muss eine Abwägung stattfinden, ob die Kastration durchzuführen ist, oder ob die Welpen zu retten sind. Es ist hierbei wie folgt zu differenzieren: 1.) Tiermedizinische und tierschützerische Betrachtung der Kastration von trächtigen Katzen: Der Deutsche Tierschutzbund vertritt die Meinung, dass Katzen grundsätzlich zur Vermeidung der unkontrollierten Vermehrung kastriert werden sollen. Veterinärmedizinische Gründe, die dagegen sprechen können Trächtigkeit oder gesundheitliche Bedenken sein. Ist die Katze trächtig, so ist zu unterscheiden: Bei einer Katze, die im Privathaushalt lebt, trägt der Halter die Verantwortung für das Leben und Wohlergehen seines Tieres. Hier erwartet der Deutsche Tierschutzbund von einem verantwortungsbewussten Halter, dass er seine Katze frühzeitig kastrierten lässt. Wurde dies versäumt, sollte der Halter bei Feststellung einer Trächtigkeit zunächst auf die Kastration verzichten und sich später um die Aufzucht und Vermittlung der Welpen kümmern. Die Katze sollte dann zu einem späteren Zeitpunkt unbedingt kastriert werden. Frei lebende – nicht sozialisierten Katzen: Bei frei lebenden Katzen, die an Menschen nicht sozialisiert sind und im Tierheim sprichwörtlich "die Wände hoch gehen", kann die Entscheidung anders aussehen, weil hier ein längerer Verbleib im Tierheim ein quälerischer Stress für das Muttertier wäre. Gerade wenn frei lebende Katzen eingefangen werden, kommt es vor, dass ein Tier tragend ist, ohne dass es jemand weiß. Wird die Trächtigkeit erst in der Narkose festgestellt, sollte der Tierarzt die Katze trotz Trächtigkeit kastrieren, damit sie möglichst schnell wieder nach draußen kann. Es gibt natürlich Möglichkeiten, Vorkehrungen zu treffen, z.B. Kastrationsaktionen im Spätsommer oder Winter, so dass eine Trächtigkeit unwahrscheinlich ist. Aber auch hier ist es nicht ausgeschlossen, dass mal ein trächtiges Tier dabei ist. Erkennt der Tierarzt oder der Tierbetreuer vor der Narkose, dass die frei lebende Katze bereits hochträchtig ist und kurz vor der Geburt steht, muss der Tierarzt abwägen, was zu tun ist. In Spätträchtigkeit besteht ein erhöhtes gesundheitliches Risiko für das Muttertier. In den meisten Fällen wird der Tierarzt in einer solchen Situation daher von einer Kastration abraten. Das Tier würde dann wieder frei gelassen werden und zu einem späteren Zeitpunkt (mit den Welpen) erneut vom Betreuer der Futterstelle zur Kastration gebracht werden.
Sozialisierte Katzen, die zur Vermittlung im Tierheim sind:
Auch hier gilt der Grundsatz, dass Katzen nur kastriert an neue Halter abgegeben werden. Wenn eine Trächtigkeit nicht erkannt wurde, weil das Tier in einem frühen Stadium trächtig ist und sie erst in der Narkose diagnostiziert wird, sollte der Tierarzt die Katze trotz Trächtigkeit kastrieren. In der Hochträchtigkeit sollte aus veterinärmedizinischen Gründen von Vorneherein auf eine Kastration verzichtet werden.

Wird eine Trächtigkeit in einem früheren Stadium diagnostiziert, sind mehrere Abwägungen zu treffen:
  • Wie lange verlängert sich der Aufenthalt der Katze im Tierheim bis zur Vermittlung?
  • Kann während des gesamten Aufenthaltes eine tiergerechte Unterbringung gewährleistet werden?
  • Wie weit ist das individuelle Tier durch die Tierheimsituation belastet oder kann es sich an die Situation anpassen.
Insbesondere der letzte Punkt entscheidet darüber, ob es gerechtfertigt erscheint, die Priorität auf die Vermittlungsgeschwindigkeit – und damit die Kastration trotz Trächtigkeit – oder auf den Erhalt des ungeborenen Lebens zu legen. 2.) Tierschutzrechtliche Einstufung Geschützt wird durch das TierSchG nur das Muttertier, die Embryonen im Mutterleib werden als Teil des Muttertieres vom Schutz umfasst (Hirt/Maisack/Moritz Tierschutzgesetz § 1 Rn. 11).Rechtlich ist diese Form der „Abtreibung“ bei Tieren keine strafbare Tierquälerei nach § 17 TierSchG, wenn nicht eine Gefährdung des Muttertiers vorliegt.
Es kommt also tierschutzrechtlich darauf an, ob hier eine Leidenszufügung am Muttertier nach §17 TierSchG vorliegt. Kann der Eingriff für das Tier (nach Prognose des Tierarztes!) ohne schädigende Folgen durchgeführt werden, dann liegt weder eine verbotene Tierquälerei noch ein verbotener Eingriff vor, da § 6 I 2 Nr. 5 TierSchG bei Katzen die Kastration zur Verhinderung der unkontrollierten Vermehrung erlaubt. Achtung: Bei Fundtieren und sonstigen Tieren im fremden Eigentum ist das auch sachenrechtlich nicht erlaubt, weil der Nachwuchs in das Eigentum übergeht und somit Bestandteil des zu verwahrenden Gegenstandes ist und damit eine strafbare Sachbeschädigung, jedenfalls aber eine vorsätzliche Wertminderung vorliegen dürfte.
3.) Ethische Abwägung Das Töten von Tieren bzw. Verhinderung des Lebens ist in ethischer Hinsicht stets problematisch. Daher ist abzuwägen, ob der Eingriff im Einzelfall ethisch vertretbar erscheint. Grundsätzlich ist es nicht die Aufgabe eines Tierheimes, Tiere zu töten, wenn das nicht ausnahmsweise unausweichlich erscheint, wie bei der Euthanasie schwer kranker und leidender Tiere. Daher entspricht es der Grundsatzposition des Deutschen Tierschutzbundes, dass die bewusste Kastration von trächtigen Hunden und Katzen aus ethischen Gründen überwiegend abzulehnen ist. Angesichts der Komplexität dieser Frage sollte sie im Tierschutzverein kontrovers diskutiert werden. Dem Tierheimpersonal oder ehrenamtlichen Helfern sollte die Entscheidung jeweils erläutert werden. Das Für und Wider sollte − wie bei einer Euthanasie − sachlich besprochen werden, da sonst die Fronten hinsichtlich der Personen die generell für und diejenigen die generell gegen die Kastration von trächtigen Katzen sind, schnell emotional verhärten.
Mit freundlichen Grüßen Im Auftrag
..."
 
Kittyclaw

Kittyclaw

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Die Antwort ist schlüssig, schon weil es keine Gesetze zum Schutz der Katze gibt (Katzenschutzverordnung). Eine generelle Absegnung erkenne ich jedoch nicht. Die Kastration hochträchtiger Katzen findet durch dieses Schreiben keine Zustimmung.
 
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GabrielaP

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so habe ich es auch gelesen Angelika, aber vl. lesen wir über was drüber
lg
 
CzaCza

CzaCza

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Danke für das Einstellen der Nachricht. Sehr interessant. Auch wenn es nicht das ist, was Du hören wolltest, hoffe ich für Dich, dass Du einen Weg findest, mit Deiner Tante weiterhin in Kontakt zu bleiben, ohne mit dem was sie tut, noch mehr belastet zu werden. Vielleicht solltest Du ihr wirklich mal einen lieben Brief schreiben, was das Thema in Dir für Gefühle auslöst.
 
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Tierschutz-Tante... Kastration "fremder" Katzen auch bei Hochträchtigkeit.

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