Sozialverhalten bei Handaufzucht Kitten

Diskutiere Sozialverhalten bei Handaufzucht Kitten im Trächtigkeit Forum im Bereich Katzenzucht; Hallo zusammen, seit zwei Tagen habe ich ein 3 Wochen altes Findlings Kätzchenlaut TA ist sie rund um fit und sollte uns keine Sorgen machen...
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hope3

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Hallo zusammen, seit zwei Tagen habe ich ein 3 Wochen altes Findlings Kätzchenlaut TA ist sie rund um fit und sollte uns keine Sorgen machen. Soweit ist es auch so. Aber nach Stunden langen Internet lesen wird man im unsicherer ob man alles richtig macht. Mit Fütterung klappt es inzwischen prima. Ich mach mir nur Sorgen wegen dem Sozialverhalten, da ich ihr natürlich nicht das bieten kann wie die Mutter.

Hat jemand Tipps die ich anwenden könnte?
Wie ist es mit Agressivität von Erwachsenen Handaufzuchten?

Bin für jeden Tipp dakbar.
 
21.09.2012
#1
A

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Gast

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K

klunki

Gast
Hallo Hope,

ist das Kätzchen als einziges Kätzchen bei Dir?

Ich frage das deswegen, weil mein Charly auch eine Handaufzucht war - und zwar eine völlig eigenwillige......

Er stammt aus einem Wurf mit 6 Kitten und einer Mama, die wirklich genug Milch gehabt hätte. Aber der gnädige Herr hatte keinen Bock darauf, sich mit den Zitzen abzumühen und hat einfach die Nahrungsaufnahme verweigert. Daraufhin wurde er von der Züchterin mit der Hand gefüttert - aber ansonsten hatte er eine ganz normale Kindheit, mit Geschwistern und anderen großen Katzen.

Mein Charly ist ein Engel an Katze geworden - er LIEBT die menschliche Berührung. Ich habe mir das so zusammengereimt, dass für ihn die menschliche Hand immer was gutes bedeutet - nämlich Futter und Liebkosungen - keine Ahnung ob das stimmt, aber in all den Jahren (und das sind bald 30) in denen wir Katzen haben, hatte ich noch nie einen sooooo extrem anhänglichen und menschenbezogenen Kater wie unseren Charly.

Wenn allerdings Dein Katzi ganz allein sein sollte, dann sieht die Sache schon anders aus - dann fehlt die natürliche Erziehung durch die Mutter und die Spiele und Machtkämpfe mit den Geschwistern. Diese als Mensch zu ersetzen stelle ich mir nicht ganz einfach vor :rolleyes: da brauchst Du sicher sehr viel Zeit und Geduld.

Was Agressivität anbelangt kann ich nur aus meiner (einen) Erfahrung sagen - ganz im Gegenteil - unser Charly ist extrem rücksichtsvoll - ganz im Gegensatz zu seinem Bruder, bei dem schon mal die (Haut-)Fetzen flliegen können, wenn er so richtig ins Spiel vertieft ist.

Liebe Grüße

Juanita
 
Caramel

Caramel

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Hallo Hope,

vielleicht kannst Du aus dem örtlichen Tierschutz ein zweites Baby dazunehmen.

VG Iris
 
Faustina

Faustina

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Ich würde sie eher versuchen in eine Pflegestelle mit Kitten zu geben.
Denn noch ein Baby ohne Mama wäre sicherlich nicht so gut.
Dann lieber irgendwo eine Pflegestellt suchen, die das Kleine aufnehmen kann und wo es noch erwachsene Katzen gibt.
Wenn du die Katze gerne behalten willst, gibt sie dir die Pflegestelle sicherlich wieder und du kannst dort gleich noch ein 2. Kätzchen dazu holen.
 
W

Wawa

Gast
Ich denke auch, dass man eine Babyaufzucht ohne andere Katzen vermeiden sollte - zumindest Geschwisterchen (echt oder adoptiert) sollten da sein... Mein kleiner Babykater hier hat das Glück, von zwei Kätzinnen (Tante Mimi und großer Schwester Meret) betüttelt zu werden, so dass ich mir um seine Sozialisation keine Sorgen mache. Aber hätte ich nur meine Kater, die Babies tolerieren aber nicht sehr begeistert sind (also das Gewusel ignorieren) hätte ich es abgegeben oder nach einem Pflegebaby Nr. 2 geschaut (gern auch schon einige Wochen älter).
 
Martina17

Martina17

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Ich denke auch, dass man eine Babyaufzucht ohne andere Katzen vermeiden sollte - zumindest Geschwisterchen (echt oder adoptiert) sollten da sein...
Ich kann aus meiner Erfahrung heraus sagen, dass es immer besser ist, wenn handaufgezogene Kitten in einem kätzischen Sozialverband aufwachsen ... Geschwisterchen alleine reichen da meiner Meinung nach nicht aus.
Klingt jetzt hart, aber solche Kitten sind reine Egoisten und dieser Egoismus wird im Alter der Katzen noch viel extremer.

Hier meine Geschichte:
Mein Bärchen wurde zusammen mit seinem Bruder im Wald gefunden und (nicht von mir) von Hand aufgezogen. Beide Kater haben sich prächtig entwickelt, sind sehr auf den Menschen bezogen und haben sich untereinander relativ gut verstanden. Das änderte sich wohl schlagartig, als das menschlich Paar sich damals trennte und somit nur noch ein "Erzieher" übrig blieb. Bärchen mutierte da schon zu einem Dominanzprotz und hat den Menschen für sich allein beansprucht, er begann seinen Bruder zu mobben ... das wurde MIR aber NICHT so mitgeteilt. Ich habe Bärchen vor fünf Jahren übernommen, weil sein Bruder erkrankte und die junge Frau sich finanziell am Rande ihrer Möglichkeiten befand ... sie hat den Bruder behalten und Bärchen durfte zu mir ziehen.

Als ich Bärchen vor fünf Jahren übernahm, war von Anfang an klar, dass er keineswegs allein bleiben soll und das wurde auch so von mir der Vorbesitzerin mitgeteilt. Zu seiner Gesellschaft zogen anfangs zwei weitere Kater mit ein, inzwischen wuseln hier neben Bärchen vier Kater und ein Katzenmädchen rum. Während die anderen fünf Tiere sich untereinander sehr sozial verhalten, will Bärchen hauptsächlich mit mir leben ... er beansprucht meine Person für sich allein. In alltäglichen Situationen, beim Füttern, beim Spielen, beim kätzischen Kuscheln und Sozialverhalten ... alles bestens. Nur wenn es dann um körperliches Kuscheln mit mir geht, da wird Bärchen sichtlich eifersüchtig und möchte am liebsten alle anderen Katzen ERMORDEN!!! Sowie sich ein anderes Tier zum Kuscheln an mich "ranwirft" oder ich die "Konkurrenz" auf dem Schoß habe, sitzt Bärchen tief beleidigt da und wenn die Kuschelzeit mit mir beendet ist, das andere Tier weggeht, attackiert Bärchen die betreffende Katze!

Ich liebe meinen Querkopp und bei dem Gedanke daran, dass er sich nicht wohl fühlt, krampft sich mein Herz zusammen. Mein Bär akzeptiert die anderen Miezen hier, lässt sie auch weitgehend in Ruhe hier mitleben ... aber letztendlich möchte er mich für sich ganz allein haben.

Ich habe inzwischen auch einen Platz gefunden, an dem er später in Ruhe alt werden darf. Noch leben da zwei ältere Katzendamen, die ganz sicher nicht mehr mit Bärchen konfrontiert werden ... die Mädels sind in einem Alter, wo ihre Dosine ganz langsam an einen Abschied denken muss. Und wenn die Katzenmädchen nicht mehr leben, darf Bärchen diesen "Altersruhesitz" ganz für sich allein beanspruchen. Die Dosine kennt mein Bärchen, die beiden mögen sich sehr (kein Wunder, Bärchen liebt alle Zweibeiner ;)) ... er wird bei ihr den Rest seines hoffentlich noch gaaaaaanz langen Lebens als Einzeltier verbringen. Und zu meiner großen Freude handelt es sich bei seiner künftigen Dosine um meine Nachbarin ... mein Kuschelmonster bleibt mir also ganz nahe und ich darf jederzeit zu ihm gehen und ganz doll mit ihm kuscheln.


Deshalb meine dringende Bitte ... das Kitten sollte unbedingt in einem "funktionierenden" Sozialverband mit anderen Kitten UND erwachsenen Katzen aufwachsen. Mit den Kitten kann es toben, raufen und spielen ... die erwachsenen Katzen betüddeln den Zwerg hoffentlich so, dass es lernt, wie eine "normale" Katze zu leben. Denn das '"normale" Sozialverhalten lernen Kitten nur von älteren Katzen.

LG
Martina
 
B

baerchen08

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Hallo Hope,
kann mich da den Ausführungen von Martina nur anschließen! Mein Bärchen konnte zunächst nach der Geburt nicht trinken, also alle 2 Stunden füttern und betüddeln. Nach ca. 1 Woche
hat sie es dann doch geschafft bei der Mama zu trinken. Meine Befürchtungen, dass sie bei all den weiteren großen und kleinen Bärchen möglicherweise untergehen könnte, denn sie ist nunmal kleiner als alle anderen, hat sich gsd nicht bestätigt. Im Gegenteil sie rauf genauso wie die anderen und lässt sich nix gefallen, aber sie ist natürlich eine "Oberschmuserin" wenn sie Lust dazu hat, aber die anderen Fellnasen kommen deshalb nicht zu kurz und die Minnimaus ist deshalb auch nicht beleidigt!
LG Beatrice

Anhang 71147 betrachten
 

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