Gezüchtete Katzen leben nicht so lange wie "Bauernhofkatzen"?

Diskutiere Gezüchtete Katzen leben nicht so lange wie "Bauernhofkatzen"? im Artgerechte Haltung Forum im Bereich Katzen; aber gerade das tut doch die moderne Zucht. Sie VERÄNDERT die Rasse - frei nach modischen Gegebenheiten. Schau Dir doch mal die Siamesen von vor...
K

klunki

Gast
.....Ein Richter tut nur seine Arbeit. Er hat einen Standard vorgelegt bekommen, nach dem er die Katze bewertet, und inwiefern sie diesem Standard entsspricht, nur die Katzen, die wirklich diesem Standard entsprechen, sollten auch zur Zucht verwendet werden, damit die Rasse an sich erhalten bleibt und nicht stark verändert wird.
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aber gerade das tut doch die moderne Zucht. Sie VERÄNDERT die Rasse - frei nach modischen Gegebenheiten. Schau Dir doch mal die Siamesen von vor rd. 40 Jahren an: alte Siamkatzen und dann schau Dir mal die heutigen "World-Winner" an. Da hat der Mensch ganz eindeutig Gott gespielt. Und wenn eine Katze vor lauter Schlitzaugen den Richter gar nicht mehr anschauen kann, dann HAT der Richter die verd..... Pflicht, dies als "Negativ-Punkt" zu vermerken. Allerhöchstes Gut eines jeden Rassestandards ist nämlich die Gesundheit der Tiere. Im übrigen wissen wir doch alle, dass die Richter diese "Standards" extrem unterschiedlich auslegen - enfach nach Gutdünken (oder nach "Bakschisch" bzw. "Vitamin B").

Neee - nach meinem Dafürhalten wird da geklüngelt ohne Ende. Die - mir am meisten im Magen liegende - Tierärztin/Züchterin, klüngelt mit allen Richtern, die irgendwie Rang und Namen haben. Sie ist mit allen Richtern per Du - trinkt mit Ihnen während der Ausstellung legga Sekt, sediert Ihre Tiere und die Richter merken davon nichts????? Bitte - ich mag zwar doof sein - aber sooooo doof auch wieder nicht.

Obwohl ich dies natürlich nicht beweisen kann, bin ich ziemlich sicher, dass dieses schändliche Verhalten Rasseübergreifend zu finden ist. Würde mich seeeehr wundern, wenn es sich nur auf Siamesen/Orientalen beziehen würde.

Ich will um himmels willen nicht den Schwarzzüchtern helfen - aber das, was derzeit in der Katzenzucht abläuft ist auch alles andere als gut für die Tiere (ich erinnere nur an mein Desaster mit einem offiziellen Katzenzuchtverein, als ich diesen anschrieb, weil eine Züchterin die max. Zahl der Würfe überschritten hatte: eine "Geldstrafe" und das war's - da krieg ich echt das k...... Man kann also gegen Geld auch in einem OFFIZIELLEN Katzenzuchtverein die Ausbeutung von Kätzinnen "erkaufen". Aber das ist hier off Topic..............

Jedenfalls bin auch ich überzeugt davon, dass überzüchtete Tiere (insbesondere solche, die von Eltern schlechterer Konstitution abstammen oder einseitig auf irgendwelche äußeren Merkmale hin gezüchtet wurden (extrem schlank, plattnasig, großohrig, schlitzäugig etc.) oder die - die ach so hochgelobte - Linienzucht in IHren Stammbäumen haben, ein größeres Risiko von körperlichen Schwächen in sich tragen, als Hauskatzen (so sie nicht auch Inzüchtig sind und überhaupt das Kittenalter überleben).

Ich muss aber auch sagen, dass ich - nach elendig langem Suchen - eine Siamesenzüchterin gefunden habe, die Inzucht jeglicher Art rundherum ablehnt und die nur wirklich starke, gesunde Tiere weiterverpaart. Sie nimmt die gesundheitliche Vor- und Nachsorge so extrem ernst, dass ich es schon manchmal etwas lächelnd als "overdone" betrachte. Aber sie ist einfach klasse. Von ihr würde ich jederzeit blindlings ein Kitten kaufen - leider ist sie in der Siamesenwelt sowas wie eine Stecknadel im Heuhaufen. Wie es sich mit den anderen Rassen verhält kann ich nicht beurteilen - würde mich aber wundern, wenn es dort gravierend anders wäre.

Liebe Grüße

Juanita
 
S

siamesis

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@ antworte im namen von dr. XXX



Sehr geehrte " Juanita",


in einem Beitrag im Katzen Forum Kitticat vom 3.9.2010 um 20 Uhr 26 machen Sie öffentlich folgende Aussage über mich:

"Neee - nach meinem Dafürhalten wird da geklüngelt ohne Ende. Die - mir am meisten im Magen liegende - Tierärztin/Züchterin, klüngelt mit allen Richtern, die irgendwie Rang und Namen haben. Sie ist mit allen Richtern per Du - trinkt mit Ihnen während der Ausstellung legga Sekt, sediert Ihre Tiere und die Richter merken davon nichts????? Bitte - ich mag zwar doof sein - aber sooooo doof auch wieder nicht."



Wie " sooooo doof " Sie sind kann ich nicht beurteilen.....
Soweit ich jedoch weiß , kennen wir uns nicht persönlich ... Doch weiß ich , daß Sie weder je bei mir zu Hause waren , noch haben Sie mich auf einer Show angesprochen oder anderweitig mit mir gesprochen oder Kontakt aufgenommen...Sie haben weder meine Katzen live gesehen , noch eine selbst in der Hand gehabt...Wie also kommen Sie dazu , solche Unwahrheiten über mich in aller Öffentlichkeit zu verbreiten???

Haben Sie hellseherische Kräfte ?? Sind Sie Opfer Ihrer eigenen , blühenden, depressiven Phantasie???? Oder plappern Sie einfach nur üble Gerüchte nach , ohne Ihren Verstand oder Ihre Vernunft einzusetzen???

Mir ist natürlich klar , daß ich , einfach da meine Tiere erfolgreich sind , immer böse Neider haben werde...aber Ihre Aussagen toppen doch einiges!

Im übrigen hat die von Ihnen gelobte Züchterin selbst schon Interesse an einem Kitten von mir geäußert..ist doch eigenartig , oder ????

Ich würde Sie gerne einladen , meine " sedierten" Katzen bei einer Show selbst in die Hand zu nehmen oder mich fürchterliche Züchterin und meine nur durch " Sedation und Beziehungen und Sekt-Trinken" erfolgreichen Tiere zu besuchen....

Lernen Sie kritisch die Meinungen anderer zu hinterfragen , bevor Sie öffentlich Ihre Überzeugung kund tun und Unwahrheiten verbreiten....


Der nächste betroffene Züchter könnte vielleicht nicht so tolerant wie ich sein und Ihnen eine satte Zivilklage an den Hals hängen .

Ich gehe selbstverständlich davon aus , daß Sie öffentlich , speziell in diesem Forum , Ihre Aussagen über mich revidieren und klar stellen!

Ich behalte mir solange weitere Maßnahmen vor !

Dr. XXX
 
Nicole

Nicole

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Hm, ich sehe in Klunkis Beitrag niergends einen Namen, dort steht nur eine Tierärztin/Züchterin...mehr nicht...muss ja irgendwie schon was dran sein, wenn sich dann hier eine bestimmte Tierärztin/Züchterin meint sich rechtfertigen zu müssen. Gibt sicher mehrere Tierärztinnen, die Siamesen züchten.
 
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die Alex

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Hallo siamesis,

wir befinden uns hier in einem öffentlichen Forum, wo "gerne" auch mal kontrovers diskutiert werden und somit jeder seine Erfahrung und Meinung kund tun darf !

Selbstverständlich sind die Seitenbetreiber, sowie das nebenverantwortliche Moderatorenteam sehr darauf bedacht, dass es hier nicht zu (personenspezifischen-) Verleumdungen
kommt und auch niemand namentlich und /oder öffentlich denunziert wird.

Ich stelle fest, dass dies in diesem thread auch in keinster Weise stattgefunden hat.
Fühlt sich ein Leser / User an dieser Stelle persönlich angesprochen, so greift hier wohl eine "zufällige Übereinstimmung".

Juanita steht somit in absolut keiner entschuldigenden oder gar Richtig stellenden Verpflichtung !

Insgesamt möchte ich noch darauf hinweisen, dass wir auch an Meinungen (bezgl. dieses Themas) interessiert sind, die aus anderer Sichtweise geschildert werden.
Von daher : Nur zu !


P.S. Unsere Boardregeln sind hier zu lesen : klick
 
Stefan

Stefan

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Wir achten in diesem Forum sehr darauf, das keine Namen genannt werden und es wird im ganzen Forum auch keine, vielerorts übliche Hetz-Ecke zu finden sein.
Weil es ganz einfach nicht erwünscht ist!
Selbst hetzende Postings ohne Namen sind nicht erwünscht!

Klunkis Posting entspricht den Regeln!
Es ist ihre Meinung zum Thema und sie hat ein Beispiel herangezogen um es zu verdeutlichen.
Es bezieht sich noch nichtmal auf eine Rasse , sondern auf die allgemeine Situation.
Da ist nichts schlimmes bei und seine Meinung darf man in diesem Forum sehr wohl sagen.
Die Regeln dazu sind eigentlich allen klar!

Bedenklich ist in diesem Sinne aber das gepostete Antwortschreiben im Namen von Dr.X
Sind Sie Opfer Ihrer eigenen , blühenden, depressiven Phantasie????
Tut mir leid, das entspricht absolut nicht unseren Forenregeln und das ist auch nicht schönzureden, mit einem: " War doch nur ne Frage !"
Und von angepriesener Toleranz und Glück, ist da meiner Meinung nach nicht die Spur zu lesen!
Das hätte man auch anders klären können und wir hoffen mal alle das dies auch noch freundlich geregelt wird.
Und wenn Dr.X was zu sagen hat, dann ist Dr.X sicher auch selber in der Lage zu reden.
Am besten friedlich und es muss auch nicht öffentlich sein (jedenfalls nicht so).
 
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Nessi

Nessi

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Persönliche Dispute sind hier doch bitte per PN zu klären.

Es wurde hier keiner namentlich genannt, noch jemand spezifisch öffentlich angeprangert, somit kann ich die Aufregung nicht ganz nachvollziehen.
Ich denke es eine rein persönliche Meinung genannt worden, die aus der eigenen, persönlichen Beobachtung entstanden ist.

Die Aussage "eine Tierärztin/Züchterin" ist gleichzustellen mit der Aussage "Dr. XXX" - also unterm Strich alles pauschal und nichtssagend.

Wie Alex schon schrieb, ist es durchaus interessant eine andere Meinung aus einer anderen Sichtweise zu sehen/hören, wozu wir gerne herzlich einladen.
Jedoch weiße ich hierzu gleich im Vorfeld auf einen angemessenen Ton hin (siehe Boardregeln).
 
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Raupenmama

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Hm, ich sehe in Klunkis Beitrag niergends einen Namen, dort steht nur eine Tierärztin/Züchterin...mehr nicht...muss ja irgendwie schon was dran sein, wenn sich dann hier eine bestimmte Tierärztin/Züchterin meint sich rechtfertigen zu müssen. Gibt sicher mehrere Tierärztinnen, die Siamesen züchten.

Dem schliesse ich mich an... getroffene Hunde bellen im Allgemeinen ;)

ansonsten @ Siamesis: ich glaube, du solltest deinen Ton überdenken!

Das auf Ausstellungen geklüngelt wird, was das Zeug hält, ist ein unausgesprochenes Geheimnis-in ettlichen Vereinen weiß man schon wenn man die Aussteller sieht,welches Tier auf der Bühne stehen wird... und nicht selten sind großzügige "Spenden" für die Tombola oder persönliche Beziehungen der Hintergrund.

Es gibt eine Menge Vereine, bei denen ich aus genau DIESEM Grund nicht mehr ausstelle.
 
R

Raupenmama

Gast
Hauskatzenmixe - so sie das Kittenalter überhaupt überleben - sind nach meinem Dafürhalten, insbesondere wenn sie raus dürfen und damit ihr Immunsystem stärken, tatsächlich sehr robust. Sie neigen nicht zu Futtermittelallergien und haben kaum mit "kleinen Nickeligkeiten" zu kämpfen.

Für mich ist das auch völlig plausibel - in der freien Natur überleben eben nur die Starken, die Widerstandsfähigen. Dass auch eine Hauskatze irgendwelche Krankheiten bekommen kann, tut dieser These - aus meiner Sicht - keinen Abbruch.
und eben darin liegt der Hintergrund deiner These:

Hauskatzen(mixe) werden auf "natürliche Weise" viel stärker ausselektiert, als Rassekatzen (bei einem verantwortungsvollen Züchter, der seine Katzen bei der Kittenaufzucht eben nicht " der Natur" überlässt)

Wenn du die Durchschnittslebenserwartung aller lebend geborenen Kitten berechnest, glaube ich nicht, dass Hauskatzen älter werden oder gesünder sind, als Rassekatzen

Zuchtkatzen dagegen (und hier kann ich ausschließlich über Siamesen und Orientalen reden) - werden "auf Schönheit" gezüchtet. Jaaaaa - ich weiß, dass jetzt gerade die versammelte Züchterwelt hier mit den Keulen gegen mich ausholt - aber von dieser Meinung bringt mich keiner ab. WARUM?????

Weil ich viele Orientalen/Siamesen Züchter kenne, die "Rückverpaarung" oder "Linienzucht" - oder wie immer sie das schmutzige Geschäft nennen wollen - betreiben, nur um OPTISCHE Merkmale Ihrer Tiere zu verstärken.
soso, und du glaubst wirklich, dass der Inzuchtkoeffizient bei den Katzen eines Bauernhofes oder eines Dorfes geringer ist, als bei Rassekatzen? :happy:

Mach dich von dem Gedanken frei! der einzige Unterschied ist, dass Züchter ( in der Regelö) WISSEN, welcher Kater der Vater und wie hoch der Verwandtschaftsgrad ist.
Katzen kennen kein moralisches Verständnis,und wenn Katzen rollig sind, verpaaren sie sich mit jedem, der dazu bereit ist. Dabei ist es ihnen herzlich egal, ob es sich dabei um den Vater, Wurfbruder oder den Cousin,der eigentlich auch der Vater und der Neffe ist handelt....


Ich kenne Züchter, die Ihre Tiere mit Sedativum ruhig stellen, damit die Richter keine "Negativpunkte" für Unruhe oder "Fremdeln" verpassen.
und ich kenne Richter, die unwilligen Tieren mit sehr viel Respekt gegenübertreten und auf die Entschuldigung dafür, dass sie voin der zu beurteilenden Miez eine getachtelt bekommen, nur erwiedern "Türken sind immer ungnädig bei Ausstellungen" um demselben Tier dann einen Sonderpreis zu verleihen ;)
(Türken = Katzenrasse Türkisch Van)

Eine Katze, die für eine Ausstellung sediert werden muss , gehört dort nicht hin- wobei ich hier nciht von irgendwelchen Antistress- oder Rescue- Sprays spreche, denn eine Ausstellung bedeutet IMMER Stress für eine Katze.
Nicht immer negativen ( ich habe auch Katzen, die Ausstellungen total klasse finden), aber es ist eben immer mit Aufregung und Veränderung verbunden,wenn man zu einer Ausstellung fährt.
 
K

klunki

Gast
Hallo zusammen,

ich habe die letzten Beiträge gerade erst gelesen und nehme diese (fast ein bisschen schmunzelnd) zur Kenntnis.

Ich möchte hier ganz eindeutig und klar feststellen, dass weder den User Siamesis noch einen Dr. XXX persönlich kenne, nach meiner Erinnerung, noch NIEMALS auf einer Austellung begegnet bin und daher auch den "Erfolg" dieser Cattery auf Ausstellungen weder Qualitativ noch Quantitativ beurteilen kann.

ICH hatte den User Siamesis mit meinem Erfahrungen nicht gemeint - alles weitere mag sich jeder selber denken.

@Raupenmama: mir ist durchaus bewusst, dass auf Bauernhöfen - insbesondere wenn sie sehr weit abgelegen liegen - der Inzuchtkoeffizient sehr hoch sein kann. "Kann" und nicht "muß", da bei nah beieinander liegenden Gehöften die Kater ja auch wandern und es immer wieder zu schlimmen Revierkämpfen kommt und der "Herrscher" durchaus auch von zugewanderten Katern vertrieben wird.

Aber ich will das gar nicht abschwächen - JA, das gibt es auch bei Katzen auf den Bauernhöfen! Aber ist das ein Grund für uns Menschen, wenn wir doch um die ganz erheblichen gesundheitlichen Risiken der Kitten wissen, dies auch noch gezielt zu machen? Ich denke nein - ich erwarte von einem verantwortungsvollen Züchter, dass er anders agiert als von Trieben gesteuerte frei lebende Tiere und bei all seinen Handlungen die Gesundheit über das Aussehen der Tiere stellt. Und wenn man diese Maxime annimmt, dann gibt es keinen einzigen Grund für Inzucht (oder Linienzucht, wie das gern verharmlosend genannt wird). Übrigens, denk doch mal an wild lebende Löwenrudel - dort werden die männlichen Löwen von den Königen vertrieben, sobald sie geschlechtsreif werden - ich lege das auch als eine Sicherheitsmaßnahme der Natur aus, um Deckungen z.B. zwischen Geschwistern oder Sohn/Mutter zu verhindern.

Wie auch immer - ich weiß, dass sich hier die Geister scheiden. Aber ich beobachte einfach aus der Entfernung die Entwicklung meiner Lieblingsrasse. Bei den Würfen werden Mortalitätsraten als normal hingenommen, bei denen mir das Herz schwer wird. Wie viele Siamesen bringst Du noch zusammen, die das gesegnete Alter von 18 (oder wenigstens 15) Jahren zusammen bringen. Der Siamese war früher der Inbegriff einer Rasse mit einer irre hohen Lebenserwartung. 20 bis 25 jährige Tiere waren keine Seltenheit. 15-18 Jahre war praktisch normal. Und heute?

Trotz der Weiterentwicklung in der Tiermedizin und trotz der erhöhten Sensibilität, was die Qualität und Zusammensetzung guten Futters anbelangt, kenne ich aktuell keinen einzigen modernen Siamesen (die Veränderung der Rasse hin zu den extrem schlanken, großohrigen Tieren mit Schlitzaugen begann irgendwann in den 70er Jahren), der heute 15 oder 18 Jahre alt wäre - auf der anderen Seite kenne ich ganz viele traurige Herrchen und Frauchen, die von Ihren Tieren vor dem Erreichen des 12 Lebensjahres Abschied nehmen mussten.

Klar, bin ich kein Statistisches Bundesamt und meine Erfahrungen mögen nicht repräsentativ sein - aber ich kenn ja nun wirklich ein ganz paar Züchter und/oder Liebhaber und dort habe ich leider diese schlimmen Erfahrungen machen müssen.

Ich finde die Diskussionen in diesem Thread übrigens sehr gut und an der einen oder anderen Stelle kann man sogar noch was lernen, was man sonst gar nicht gewusst hätte :D

Liebe Grüße

Juanita
 
D

Dinah

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(extrem schlank, plattnasig, großohrig, schlitzäugig etc.)
Da sich zumindest eines der angesprochenen Attribute mit Sicherheit nicht auf Siamesen bezieht, wundere ich mich sehr, dass sich "Siamesis " (ich denke, der Name ist Programm) so sehr erregt und annimmt dass auschließlich Siamzüchter kritisiert werden.
Man sollte sich nicht zu wichtig nehmen.
Noch mehr erstaunt mich, wenn sich jemand zum Sprachrohr für eine/n Dr. XXX macht.
Darf man fragen was das soll??

Auch ich liebe alle Katzen, egal welcher Rasse sie angehören und möchte Schaden von ihnen allen abwenden. Egal ob sie durch Hunger, Krankheit oder Überzüchtung bedroht sind.
Deshalb halte ich den Diskussionsbeitrag von Juanita für wertvoll, die sich nicht hinter einem XXX versteckt, sondern ihre Meinung offen und mutig sagt.
 
W

Whitesnake

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So lange bin ich hier angemeldet und habe eigentlich nie wirklichen Grund zu schreiben.. und nun gleich 2 x in einer Woche *peinlich ist mir das*

1. Die Aussage wurde sehr wohl rassespezifisch gemacht.. nämlich auf Siam/OKH. Und so leid es mir tut: es gibt nicht jede Menge sehr erfolgreich OKH/Siam-züchtende-Tierärzte.. und somit ist jedem, der innerhalb der OKH/Siam-Catfancy ein klein wenig Ahnung hat, klar, wer gemeint ist. Gut, wenn es in diesem Forum Usus ist, ohne Nennung des Namens aber mit spezifischen Details auf einen Züchter einzuhacken, dann spricht das für sich. (und nein es handelt sich ganz sicher nicht um Siamesis).

2. Man kann den Begriff "Hauskatze" schwer definieren. Darunter versteht man sowohl Gruppen auf Bauernhöfen, als auch freilebende Gruppen in Grossstädten, als auch den Katzenhalter der eben eine auch ab und zu als "EKH" bezeichnete Katze in irgendeiner Weise verpaart (rauslassen bis Kater aus der Bekanntschaft).

3. hmm.. ja.. es tut mir sehr leid, aber wenn ich Klunkis Meinung hier lese, dazu die Äusserungen in ihrem Fotopost (erst hab ich die Ohren gehasst.. und jetzt finde ich alles perfekt) und dazu sehe, dass auf einer anderen Plattform diverse Katzen von ihr gelobt werden, die z.B. sehr deutlichen und starken Nickhautvorfall aufweisen, dann muss ich die anderen Äusserungen bezüglich Linienzucht/Verpaarung für mich nicht mehr wirklich ernst nehmen. Sorry! Ich stelle nicht in Frage, dass sie ihre Tiere liebt und für sie ist es vielleicht auch gut, ihrer Züchterin zu vertrauen, aber da brauch ich nicht mit Erläuterungen der Vererbungslehre oder eines vorhandenen Genpools anfangen oder dergleichen. (woher kommen bitte die Tiere der Züchterin - richtig aus Linien.)

Für mich ist es nach wie vor Fakt:

- wer der Fan einer Rassekatze (welcher auch immer) ist, der wird sich kaum ein Notfellchen aus dem Tierheim holen. (schade eigentlich... ich habe hier bei mir mittlerweilen beides)

- Die Natur ist in manchen Sachen zwar die härteste Auslese.. aber wenn es um später auftretende Erbkrankheiten geht (Beispiel PKD) leider nicht zuverlässig. PKD ist auch bei sogenannten Hauskatzen ein Thema.. und die Natur interessiert es herzlich wenig, wenn ein Tier mit 4 - 9 Jahren an den Nierenzysten stirbt.. und vorher etliche Würfe ins Leben gesetzt hat. Ebensowenig interessiert die Natur ein gewisser Inzestfaktor.. klar, manche kommen nicht ins fortpflanzungsfähige Alter - andere aber schon. Und niemand, der sich ein Tier von einem Bauernhof oder aus einem Tierheim holt, weiss um den Grad. Bei einer Zuchtkatze kann man diesen über die Papiere nachvollziehen (über das Hilfsmittel Internet sogar noch über einige Generationen weiter).

- Eine nicht zu vernachlässigende Rolle spielt auch der Lebenswandel der Katze.. egal ob Rassetier oder Zuchttier. Es ist eine Tatsache, dass das Immunsystem einer rein in der Wohnung gehaltenen Katze mit einer die an "frische Luft" kommt, nicht mithalten kann. Ob das nun Freilauf (der ja wieder alle anderen Risikofaktoren wie z.B. Verkehr, Kontakt mit infizierten Katzen oder anderen Unfällen beherbergt) oder gesicherter Freilauf oder auch nur ein gesicherter Balkon ist.. Das muss keinen Ausschlag geben, aber es kann doch immer auch etwas von "draussen" reingeschleppt werden.. von anderen Relevantien wie Ernährung ganz zu schweigen.

- Zivilisationskrankheiten wie Krebs, Übergewicht etc. betreffen auch beide "Sorten".

Ich werde immer wieder hinzugezogen, wenn es in meiner Umgebung einer Katze schlecht geht.. oder sie verstirbt. "Highlightauszüge" aus meiner Statistik der letzen Jahre:

Sissi - Hauskatze - Sterbealter 21 Jahre (Ursache ungeklärt)
Putzi - Hauskatze - Sterbealter 17 Jahre (Ursache Krebs - eingeschläfert)
Woodstock - Perser - Sterbealter 17 Jahre (Ursache Krebs - allein eingeschlafen)
Cloudy - US-Perser CP mit Vorerkrankung - Sterbealter 12 Jahre
Delilah - Siamkatze neuerer Typ - Sterbealter 24 Jahre (Ursache Organversagen - eingeschläfert) <--- der neuere Typ begründet sich subjektiv, denn vor 24 Jahren gab es noch keine Trennung der Rassen
Heavenly Action - Perser Colourpoint - Sterbealter 5 Jahre (Ursache Antibiotikumunverträglichkeit - allein plötzlich verstorben)
Katzi - Hauskatze - Sterbealter 7 Jahre (Ursache Infektion - eingeschläfert)
Sebastian - Perser - Sterbealter 12 Jahre (Ursache Altersschwäche, nach mangelhaftem Aufwachsen in Tschechien < Prognose mit 1 Jahr vom TA: maximale Lebenserwartung 5 - 6 Jahre wegen weichen Knochen etc.> eingeschläfert)
Charly - Hauskater - Sterbealter 4 Jahre (Ursache: überfahren)
Chico - Siammix aus Spanien - Sterbealter 6 Jahre (Ursache: Nierenversagen) eingeschläfert
Miaui - Hauskatze - Sterbealter 6 Jahre (Ursache: trotz Obduktion unklar, eingeschlafen)

Das ist nur ein Auszug und soll klar machen, dass es schier unmöglich ist, ein Urteil über Rassekatze versus Hauskatze zu führen.. denn was ist Hauskatze (siehe oben) und auch bei Rassekatzen ist der Unterschied gewaltig..

Ich persönlich (und ich war 10 Jahre Züchterin) finde es immer noch schade, dass sich Züchter untereinander besser bekriegen, als zusammen zu arbeiten. Umso mehr, als es für einen Liebhaber wirklich schwer ist, an eine seriöse Zucht zu geraten. Wenn ein Liebhaber etwas Vertrauen zu einer Züchterin (oder einem Züchter) gefasst hat, dann werden Meinungen und Aussagen leider sehr gerne übernommen. Ob das nun persönliche Querelen oder schlicht Marketingdenken ist, wer weiss. Hauskatzen sind - je nach Gegebenheit - ohnehin immer eine Wundertüte. Zu erweitern um Zuchttiere oder Mischlinge aus dem Tierheim oder Ausland - wo man letztendlich auch keine aussagekräftigen Unterlagen dazu erhält.

Danke an alle, die bis hierher gelesen haben. Vielleicht nutzt es dem einen oder anderen.
 
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Vom Aprather

Vom Aprather

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Liebe Whitesnake,

danke für Deine auführliche Meinung. In vielen Punkten bin ich derselben Meinung, besonders in dem Punkt, warum die Züchter nicht miteinander arbeiten, sondern es als Gefahr oder Neid ansehen, wenn andere auch züchten.

Aber ich stelle diese Frage nochmal in den Raum: Wie kann ein Tierarzt einfach sagen: Rassekatzen leben nicht so lange? Wie kommt er auf diese Aussage? Hat er es nur deshalb gesagt, weil er das Elend in den Tierheimen kennt? Kennen wir das nicht alle? Aber geht es im Tierschutz nicht darum, freilaufende Katzen einzufangen, diese zu kastrieren und wieder frei zu lassen? Oder ggf. ein neues Zuhause zu finden? Einfach halt diese massenweise vermehren verhindern?

Ich finde persönlich, Tierärzte haben auch eine Vorbildfunktion, dh. für mich, dass sie eigentlich keine Stellung beziehen sollten.

Da fällt mir ein, vor Jahren, als ich wegen der Kinder im Krankenhaus war, war es dergleiche Arzt, der in der einen Stunde ein Baby auf die Welt geholt hat und in einer anderren Operation eine Abtreibung vorgenommen hat. Eine Medaille hat immer zwei Seiten, es ist nicht im Leben alles schwarz und weiß sondern bunt.

LG
Simone
 
D

Dinah

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Dass Juanita jemanden persönlich angegriffen hat, kann ich immer noch nicht glauben, ich fand ihr Beitrag eher neutral. Dass sie sich besonders um Siamesen sorgt und darauf bezog, liegt m.E. wohl daran, dass Siam ihre bevorzugte Rasse sind.
Bin ich besonders naiv?
Vielleicht sollte man nicht Hauskatzen mit Zuchtkatzen vergleichen, weil die Lebensumstände der EKH oft übel sind.

Wie wäre es festzustellen, dass Katzen die in einem (Züchter)haushalt unter besten Bedingungen, behütet, gut ernährt, tierärztlich versorgt, leben, oft erstaunlich jung versterben und immer wieder erbliche Krankheiten in Linien zu finden sind, die doch eliminiert werden könnten.
Unter optimalen Bedingungen sollten Katzen egal welcher Rasse, steinalt werden können, ebliche Krankheiten sollte so gut wie überhaupt nicht mehr vorkommen.
Es sei denn, die Zucht um der Optik willen begünstigt selbst bestimmte Defekte.
Woher kommt die hohe Sterblichkeitsrate bei Kitten, manche Züchter finden 10% völlig normal:eek:
Man sollte doch annehmen, dass wenn Verpaarungen geplant werden und die Vermehrung nicht willkürlich passiert, immer weniger Erkrankungen auftreten.
Das alles betrifft natürlich nicht nur eine bestimmte Rasse, sondern viele unterschiedliche Zuchten.

Dass es auch bei Ausstellungen zu Bestechlichkeit kommt, sollte niemanden wundern. Richter sind keine Heiligen. Mir sind solche Aktionen durchaus bekannt, übrigens nicht von Siamzüchtern, sondern von Züchtern einer anderen Rasse.
 
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klunki

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Und niemand, der sich ein Tier von einem Bauernhof oder aus einem Tierheim holt, weiss um den Grad. Bei einer Zuchtkatze kann man diesen über die Papiere nachvollziehen (über das Hilfsmittel Internet sogar noch über einige Generationen weiter).
Abr genau das ist es doch, was mir einfach nicht in den Kopf will. Weshalb wird in der Zucht VORSÄTZLICH Inzucht betrieben. Doch nur, um äußere Merkmale wie Farbe, Körperbau, Felllänge, Fellstruktur und was weiß ich nicht noch alles, zu verändern/verstärken. Bitte belehrt mich eines Besseren, wenn ich falsch liege, aber soweit mir bekannt ist, gibt es keine ernstzunehmenden gesundheitlichen Vorteile, die man über Inzucht erreichen kann. Mir ist nur das Gegenteil bekannt, nämlich potentielle Risiken. Sollte die Zucht nicht der gesunderhaltung der Tiere einer Rasse dienen? Statt dessen, ist man sogar bereit, zusätzliche, vermeidbare Risiken durch Inzucht einzugehen - und warum?

Beim Menschen steht Inzucht unter Strafe - und ich meine, aus gutem Grund. Klar kann man jetzt sagen, dass irgendwann alle Tiere einer Rasse die gleichen Vorfahren haben, man müsste nur weit genug zurück gehen, aber das ist aus meiner Sicht ein eher magerer Versuch vom Zentrum des Problems abzulenken. Wenn man bei den Tieren in den letzten 5 - 6 Generationen keine Übereinstimmungen findet, dann denke ich, ist das völlig ausreichend - aber wenn ich auf einem Stammbaum in den ersten 3 oder 4 Generationen schon Mehrfachnennungen finde, dann finde ich (ganz persönlich) das moralisch nicht vertretbar und je enger die Verwandschaftsverhältnisse sind, um so riskanter ist es - ein Risiko, welches der Züchter eingeht und das Tierchen ggf. austragen muss.

Ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass meine Befürchtungen unnötig sind. Schließlich habe ich selbst zwei Buben der (wenn auch gemäßigten) modernen Linien zuhause - allerdings ohne Inzuchtkoeffizienten im Stammbaum - und ich wünsche mir von Herzen, dass sie auch so alt werden, wie meine Smokie und meine Jenny, die beide über 17 Jahre alt werden durften.

Viele Grüße

Juanita
 
Nicole

Nicole

Sibi-Lady
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Also so wie ich das gelernt habe, wird beispielsweise bei einer Rückverpaarung(Vater-Tochter/Mutter-Sohn) alles positive wie negative "verstärkt".
Mann sollte sich also darüber vorher genauestens im klaren sein, was man da verpaart.
Durch solche Verpaarungen kann man aber auch die Herkunft gewisser Erbdefekte aufdecken, um dann ggflls, das entsprechende Tier aus der Zucht zu nehmen.
Ja ist ein heikles Thema....mit dem sich wirklich nur erfahrene Züchter auseinander setzen sollten.

Bei Rassen, wo es leider nicht viele Bestandstiere gibt, muss man ja leider diesen Weg gehen oder fremdeinkreuzen.
 
D

Die_Wilden

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@Nicole,
da gebe ich dir vollkommen recht!

Auch ,dass man das bei einigen Rassen machen muss,wegen der ERHALTUNGS-ZUCHT,wie bei den German-Rex.
Aber da gehe ich einen anderen Weg u.kreuze die EKH ein.
Nun ja,wie jeder weiss,bekomme ich da beide Rassen raus,aber sie sind dafür alle für die Weiterzucht zu gebrauchen,weil sie die passenden Gene tragen u.auch weitergegen,wenn auch nicht bei allen das typische Lockenfell zur Schau gestellt wird.
Aber Stammbäume bekommen alle,wenn auch als EXP- Zucht.Wird noch eine Weile dauern,bis man genügend rassereine Tiere zur Verfügung hat.
Aber das hat nichts mit dem hier angegeben Thema,wegen dem nicht so langem Leben der Rassekatzen zu tun,weil man von Anfang an !!! stark selektieren muss.
:kiti::kiti::kiti:
 
Edain

Edain

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Beim Menschen steht Inzucht unter Strafe - und ich meine, aus gutem Grund. Klar kann man jetzt sagen, dass irgendwann alle Tiere einer Rasse die gleichen Vorfahren haben, man müsste nur weit genug zurück gehen, aber das ist aus meiner Sicht ein eher magerer Versuch vom Zentrum des Problems abzulenken. Wenn man bei den Tieren in den letzten 5 - 6 Generationen keine Übereinstimmungen findet, dann denke ich, ist das völlig ausreichend - aber wenn ich auf einem Stammbaum in den ersten 3 oder 4 Generationen schon Mehrfachnennungen finde, dann finde ich (ganz persönlich) das moralisch nicht vertretbar und je enger die Verwandschaftsverhältnisse sind, um so riskanter ist es - ein Risiko, welches der Züchter eingeht und das Tierchen ggf. austragen muss.
Juanita,

Inzucht ist beim Menschen nicht verboten, da darunter ja auch Cousin x Cousine fallen würde und das ist (in Deutschland) absolut legal. Verboten ist der Inzest!
Und Linienzucht ist nicht nur schlecht (auch wenn ich mich damit unbeliebt mache und sicher gleich gesteinigt werde). Wenn man die Linien mit denen man schon eine Weile arbeitet ganz gut kennt, weiß man um die Stärken und Schwächen und kann entsprechend auch mal liniengezogen verpaaren um Stärken jeder Art (egal ob nun optisch oder charakterlich oder gesundheitlich) zu verstärken. Natürlich muss man auch um die Schwächen wissen und abschätzen können, inwieweit es vertretbar ist, wenn diese auch verstärkt werden. Aber dafür muss man "seine" Linien schon kennen. Der (linienbezogene) Outcross kann viel Unheil anrichten und ist auch nicht das non-plus-ultra. Manche Linien vertragen sich nicht miteinander, was keiner vorher wissen kann. Defekte, die womöglich bisher nie aufgetreten sind (da rezessiv) treffen auf einmal aufeinander und man hat den Horror in der Wurfkiste....Wer weiß schon, wenn er sich ein neues (linien)fremdes Tier anschafft wirklich darüber Bescheid? Wie ehrlich ist der Verkäufer, die Züchter der vorangegangenen Generationen wirklich?

Wie gesund oder krank hat mit vielen Faktoren zu tun, das wurde geschrieben, das unterschreibe ich, aber ich sehe auch Outcross bzw. Linienzucht nicht nur schwarz oder weiß. Auch hier ist viel grau im Spiel und ob es näher am Schwarz oder Weiß ist, hängt vom Wissen des Züchters ab und von seiner Verantwortlichkeit.
Inzucht zeigt sich häufig auch in der Wurfstärke...um bei Juanitas Lieblingsrasse zu bleiben: Siamesen und Orientalen waren früher für große Würfe sehr bekannt - findet man heute auch eher seltener. Gleiches übrigens auch für die Thaikatzen, die ja Siamesen im alten Typ sind - warum bekommen sie nur noch "so wenige" Babys, warum sind Würfe mit 7 oder 8 Babys nicht mehr der Standard, der er durchaus mal war???

Just my two pence als Ergänzung zu vielen guten Sachen, die hier schon geschrieben wurden...
 
SandraD.

SandraD.

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Huhu Edain,
nein,dich wird keiner steinigen.
Ich sehe es genau so wie du. Gerade wenn man ständig nur mit fremden Linien verpaart,wird vieles nicht erkannt und dann auf einmal kommt es durch eine Verpaarung zum vorschein und das Geschrei ist groß und keiner weiß,wo es her kommt. Gerade durch die Linienzucht kann man vieles ausmerzen.
Aber wie Edain schreibt,dafür muss man seine Linien sehr gut kennen und Linienzucht gehört nur in erfahrene Züchterhände,der genau weiß,was er tut.

LG Sandra
 
K

klunki

Gast
vielleicht habt Ihr ja wirklich recht - ach menno, ich weiß es einfach nicht............

nur wenn ich in den letzten Jahren bei Bekannten auf richtig schlimme gesundheitliche Probleme ihrer Katzen gestoßen bin, war es halt fast immer so, dass ich in den Stammbäumen Doppelnennungen gefunden habe und wenn man sich dann - leider wie oft zu spät - über die Eltern- oder Großelterntiere oder Geschwister informiert hat, hat man immer wieder erfahren müssen, dass sie auch stark unter gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu leiden haben

Es ist sooooo schwer zu erkennen, wer seine Linien wirklich kennt und auch rigoros potentielle Gefahren ausmerzt und wer aus optischen Gründen Risiken eingeht, die einfach unverantwortlich sind.

Ich will nicht abstreiten - dazu fehlen mir auch echt die nötigen Detailkenntnisse - dass es tatsächlich Gründe geben mag, Rückverpaarungen durchzuführen. Und ja - ich kann mir auch vorstellen, dass es Züchter gibt, die ihre Tiere lieben und ihre Verantwortung ernst nehmen und trotzuem dieses Mittel - sehr sorgfältig abgewogen - wählen. Aber mal ehrlich - was wissen wir denn am Ende wirklich von den Auswirkungen? Wie oft musste ich - bei Fragen nach der Lebenserwartung moderner Siamesen - hören, dass die Züchter früher oder später den Kontakt zu den Käufern verlieren und mir nicht sagen konnten, ob ihre Kitten noch leben oder woran sie - ggf. - gestorben sind. Woher wollen wir denn unter diesen Umständen wirklich wissen, wie sich Rückverpaarung oder Linienzucht auf die Gesundheit und die Lebenserwartung auswirkt?

Außerdem gibt es leider halt auch die viele Züchter (?), die - um einen bestimmten Typ zu verstärken - Risiken nicht wahr haben wollen und es, trotz unguter Indikationen, einfach riskieren.

Wenn man doch nur in die Köpfe der Züchter reinschauen könnte..................

Ich persönlich hätte jedenfalls bei Tieren mit Inzuchtkoeffizienten zuviel Angst vor gesundheitlichen (spät?)Schäden als dass ich mich trauen würde, ein solches zu kaufen.

@Gesine: ich weiß ja nicht, ob es die Möglichkeiten eines Forumsbeitrages sprengt - aber könntest Du mal ein wenig näher beschreiben, wie Du das mit der Risikoäbwägung in Deiner Zucht machst? Wie kommt man zum "kennen der eigenen Linien"? Wie viele Jahre (oder Würfe?) braucht man dazu - wie eng muß der Kontakt zu den Kitten-Käufern über Jahre sein?

Eine wirklich sehr hilfreiche und interessante Diskussion - ich find das toll und unheimlich lehrreich

Liebe Grüße

Juanita
 
Edain

Edain

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Juanita, ich denke wirklich, dass es das Volumen eines Forumbeitrages sprengen würde.
Da können wir uns gerne mal so drüber unterhalten telefonisch z.B.

Grundsätzlich denke ich, dass vieles seine Zeit braucht und leider die Wenigsten die nötige Geduld haben, um auf etwas hin zu arbeiten. Ich weiß von mir selber, wie schwer das fällt, aber es lohnt sich - egal welches Ziel man verfolgt. Schneller Erfolg wird meist teuer bezahlt, langsame Wege werden zudem oft noch belächelt.

Es dauert seine Zeit und klar im Vorteil ist, wer ZüchterFREUNDE hat, die einen unterstützen und wirklich offen und ehrlich über alles reden - da kommt dann gleich mehr Erfahrung zusammen, als man alleine zusammentragen kann. Das hilft ungemein...
 
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