Türksich Angora - Erbkrankheiten

Diskutiere Türksich Angora - Erbkrankheiten im Krankheiten und Gesundheit Forum im Bereich Katzen; Hallo an alle Experten. ::uhu:: Meine Freundin möchte sich eine Türkisch Angora-Zuchtkatze kaufen. Ich bin zwar selber Züchterin (Selkirk Rex)...
Claudia*1

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Hallo an alle Experten. ::uhu::
Meine Freundin möchte sich eine Türkisch Angora-Zuchtkatze kaufen. Ich bin zwar selber Züchterin (Selkirk Rex), habe aber von Türkisch Angora keine Ahnung.
Beim Recherechieren bin ich auf diese doch recht schlimme Erbkrankheit "Hereditäre Ataxie" gestoßen, konnte aber nicht rausfinden, ob es inzwischen möglich ist, die Erbkrankheit anhand von Gen-Tests völlig auszuschließen, was ja bei einem Zuchttier von größer Wichtigkeit wäre.

Kann mir jemand sagen, wie sich das verhält? Bleibt evtl. immer ein Restrisiko das diese Erbkrankheit trotz getesteter Elterntiere doch hin und wieder auftaucht?
 
20.02.2010
#1
A

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Claudia*1

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Schade, dass niemand hier mir helfen kann. :-(
Meine Freundin fährt nachher zu einer Züchterin um sich die Türk. Ang. anzuschauen. Es wurde ihr versichert, dass in ihren Linien noch nie ein Kätzchen an Ataxie gestorben ist.

Aber wie ist es denn nun? Gibt es einen sicheren Test mittlerweile???
 
SandraD.

SandraD.

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Hallo Claudia,
ich habe von Türkisch Angora und was da für Erbkrankheiten vorhanden sind auch keine ahnung.
Als Tip könnte ich sagen,eventuell mit sämtlichen Türk. Angorazüchtern wie geht in Verbindung setzten und mit denen mal reden. Um mal einen überblick zu bekommen,was die selber zu diesem Thema sagen.


LG Sandra
 
lollys susi

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Da kann ich Dir leider auch nicht weiterhelfen, ich kenne nicht mal einen TUA Züchter... ich würde auch einfach
mal so viele wie nur möglich anschreiben und fragen, so weit die Züchter denn ehrlich sind und Auskunft
darüber geben...

Hm, ich hab gerade mal ein wenig gegoogelt, da scheints wohl nichts zu geben was man testen kann. Scheint
so als müsse man sich auf das Wort der jeweiligen Züchter verlassen, dass es in der Linie noch nicht vorkam.
Moment, hier steht was: http://www.hosca-kal.de/gesundheit_ataxie.htm
(habs selber noch nicht durchgelesen, aber vielleicht hilft das weiter)
 
Claudia*1

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Danke für Eure Antworten.
Den Link hatte ich schon gefunden und meiner Freundin geschickt. Dort steht dass ausnahmslos ALLE Linien der Türkisch Angora von dieser tückischen (und tödlichen) Erbkrankheit betroffen sind.
Die Züchterin zu der meine Freundin heute gefahren ist, sagt, dass das völlig überzogen wäre und nur die amerikanischen Linien betroffen sind. Die Züchterin die man über den Link http://www.hosca-kal.de/gesundheit_ataxie.htm findet, ist selbst Kanadierin, züchtet auch in Kanada und würde das Ganze extrem hochpuschen.
Deutsche Züchter hätten diese Probleme nicht....

Na ja, mir kann´s im Prinzip egal sein. Ich hab ja keine Türkisch Angora. Ich fände es halt nur schade, wenn sich meine Freundin ein Kätzchen kauft und dann evtl. später die Kitten sterben könnten. Sowas sollte niemand erleben müssen. :-(

Ich hoffe inständig, dass wenn sie sich jetzt tatsächlich für eine TUA entscheidet, die Züchterin ehrlich ist und meiner Freundin solche Erfahrungen erspart bleiben.
Aber ich denke doch schon. Einem Züchter liegt ja auch daran, dass sein Ruf nciht geschädigt wird. Meine Freundin wird ihr schon glauben und vertrauen können. :katze3:
 
lollys susi

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Hm, das ist wirklich schwer zu sagen ob das alle Linien betrifft. So weit ich da informiert bin, stammen ja die
Linien alle aus diesem Ankara Zoo Projekt, und naja, so wirklich auf Gesundheit hat da ja keiner Wert gelegt...
möglich wäre es daher natürlich schon, dass wirklich alle Linien betroffen sind, wobei man ja auch immer das
Glück haben kann keine Trägertiere zu erwischen und so unbemerkt die entsprechende Krankheit "ausgemerzt"
hat. Aber das weiß man ja nicht wenn man ein Zuchttier kauft...

Und man muss auch bedenken, dass viele Züchter was Krankheiten angeht einfach ziemlich ignorant sind
und das runter spielen... aber da ich ja keine TUA Züchter kenne, weiß ich leider auch nicht wie die so mit den
Krankheiten umgehen...

Da kann Deine Freundin wirklich nur der Meinung der Züchter vertrauen und höchstens vielleicht die Linien selbst
studieren und schauen ob es bei manchen vielleicht vermehrt auftritt oder bei deutschen Linien bisher wirklich
überhaupt nicht aufgetreten ist. Das heißt natürlich trotzdem nicht, dass die Kranheit nicht da ist, aber in
dem Falle ist das anscheinend die einzigsten Möglichkeit...

Nachtrag: oder hatte ich nicht mal irgendwo was gelesen, dass einige Züchter, keine Ahnung welcher
Nationalität, eigenständig in der Türkei nach Tieren gesucht haben weil diese aus dem Zoo eben alle nicht
gesund sind, auch wenn es nur weiße Tiere sind *grübel* naja, ob die wilden gesünder sind, weiß man dann
aber auch nicht...
 
Claudia*1

Claudia*1

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Hm...also ich würde ehrlich gesagt die Finger von so einer doch vielleicht schwierigen Rasse lassen, wenn ich mir eine kleine Hobbyzucht aufbauen wollte und mich lieber für eine andere Semilanghaarrasse entscheiden.
Aber mehr als Ratschläge geben kann man ja nicht. ::away::
 
Claudia*1

Claudia*1

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Wollte nur noch mal den aktuellen Stand mitteilen. ::uhu::

Meine Freudin war mittlerweile bei der Türkisch Angora-Züchterin und hat sich letztendlich gegen die Rasse entschieden. Ihre zweite Rasse, die sie sich ausgesucht hatte, war Birma und sie bekommt jetzt ein wunderschönes Birma-Mädchen in seal-tortie-point. :hurra:
 
F

fast paws-schnelle Pfoten

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Späte Antwort zu: Rasseproblematik (ATAXIE) sonstige Besonderheiten ?

Es gibt derzeit (noch) keinen Gentest. Da wir (als Züchter persönlich) bislang nie beroffen waren, kann ich auch nur aus der angelesenen bzw. erfragten Erfahrung sprechen (soweit man das Erfahrung nennen darf). Es wird rezessiv vererbt. Farbparallelen werden von den betrofenen Züchtern verneint.
An Atakie erkrankte Tiere werden euthanasiert bzw. sterben, so dass der Liebhaberkäufer mit der Krankheit nicht in Berührung kommt. Mir ist kein fall eines überlebenden Ataxiekittens bekannt. Der genaue Erbgang ist unklar, da jedoch rezessiv wird es über beide Eltern vererbt. Leider werden/wurden Trägertiere vonden Züchtern aus Angst oft verschwiegen, so dass es selbst vielen TUA Züchtern nicht klar sein kann, wenn sie einen Träger erwerben.

Tiere aus der Türkei aus den Zoos wie Outcross Freifänge aus der Türkei und auch Edelkätzchen aus den USA wie Franreich und NL Importe sollen angeblich als Träger bereits wie deutsche Zuchttiere aufgefallen sein. Die Krankheit ist jedoch nicht so weit verbreitet, dass regelmäßig überall kranke Tiere fallen, sondern wird von manchen Züchtern beschrieben, während andere nie Kontakt hatten. Unklar ist, ob alle beschriebenen Fälle auf die gleiche Erkrankung zurückzufühern sind oder es sich teilweise um ein Ataxiephänomen handelt, was auch bei anderen Katzenrassen, Hunden etc. auftreten kann.

Das Meiden betroffener Linien / Vorfahren die mit kranken Kitten in Verwandschaftsverhältnis stehen, wird von den meisten Züchtern als Vermeidungsstrategie erfolgreich betrieben. Denkbar ist auch Ausschlussverfahren durch gezieltes Verpaaren von Trägertieren, was meiens Wissens derzeit in D von keiner Zucht betrieben wird.

Im Vergleich zu anderen Erkrankungen, die erst später teiweise nach Genvererbug (Zucht) auftreten ist diese Krankheit also in der Vererbung "gnädig" mit uns Züchtern. Stammbaumstudien und Infosammeln gehört wie in jeder Rasse dazu. HCM und PKS Gentest sollte aufgrund früher Persereinkreuzungen und Outcrosses (Freifänge können alles mögliche sein - in der Türkei gibt es neben TUA und deren Mixe schließlich auch andere Rassen) nicht vergessen werden, wobei es keine Häufungen anderer Erkrankungen wie Beispielsweise HCM, PKD, HD, Zahnfleischprobleme wie in anderen Rassen gibt.

Bei Import von Freifängen wurde wiederholt von Giardien und Durchfallproblemen und auch hartnäckigen Milben berichtet.

Für weiße Tiere gilt, was für alle anderen Rassen auch gilt.

Zusätzlich kommen generell nicht anerkannte Farben (die durch Gentest festgestellt werden können) und deren Anerkennung sich einzelne Züchter in Programen widmen wollen. Derzeit nicht anerkannt sind alle Pointvarianten, schoko, lilac, cinnamon, fawn.

unser persönliches Fazit: Wir sind bislang immer noch begeistert ....
 
R

Raupenmama

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Danke für Eure Antworten.
Den Link hatte ich schon gefunden und meiner Freundin geschickt. Dort steht dass ausnahmslos ALLE Linien der Türkisch Angora von dieser tückischen (und tödlichen) Erbkrankheit betroffen sind.
Die Züchterin zu der meine Freundin heute gefahren ist, sagt, dass das völlig überzogen wäre und nur die amerikanischen Linien betroffen sind. Die Züchterin die man über den Link http://www.hosca-kal.de/gesundheit_ataxie.htm findet, ist selbst Kanadierin, züchtet auch in Kanada und würde das Ganze extrem hochpuschen.
Deutsche Züchter hätten diese Probleme nicht....
Diese Aussage ist schlichtweg gelogen!
die Züchterin, die hinter Hosca-kal steht, beziehungsweise stand heisst Ute Kunze und hat fast 20 Jahre Türkisch Angora in Deutschland gezüchtet!

Aufgrund einiger Fälle in ihrer eigenen Catery hat sie selber sehr viel recherchiert und Zusammenhänge zusammengetragen. Udn zumindest vor einigen Jahren gab es in Zusammenarbeit mit Amerikanischen Züchtern und Forschern ein Bestreben,einen Entsprechenden Gentest zu entwickeln, an dem sie massgeblich beteiligt war. Das letze, was ich zu dem Thema gehört habe, war, daß die Forschungsgelder nicht ausreichend waren- wie der aktuelle Stand ist kann ich nciht sagen.

Auch meine Catery hat noch nie ein ATAXIE-Kitten hervorgebracht, aber ich weiß eben auch, dass potenzielle Trägertiere in jeder Linie vorhanden sind.
Da die hereditäre Ataxie rezessiv vererbt wird und mitunter über viele Generationen schlummert, kann man sie leider nicht "rausmendeln", wie ein unerwünschtes dominantes Merkmal.
Sie ist das Damoklesschwert,das über jeden TUA-Züchter schwebt und jederzeit fallen kann.

Die Gute Nachricht ist; Kitten erkranken nur dann, wenn sie das Merkmal von BEIDEN Elterntieren bekommen und - bitte nicht falsch verstehen- da die hereditäre Ataxie ein Letalfaktor ist, werden erkrankte Tiere diese Krankheit niemals weitervererben.
 
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Anita

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Ataxien werden sowohl dominant als auch rezessiv vererbt.
 
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Raupenmama

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Im Vergleich zu anderen Erkrankungen, die erst später teiweise nach Genvererbug (Zucht) auftreten ist diese Krankheit also in der Vererbung "gnädig" mit uns Züchtern. Stammbaumstudien und Infosammeln gehört wie in jeder Rasse dazu. HCM und PKS Gentest sollte aufgrund früher Persereinkreuzungen und Outcrosses (Freifänge können alles mögliche sein - in der Türkei gibt es neben TUA und deren Mixe schließlich auch andere Rassen) nicht vergessen werden, wobei es keine Häufungen anderer Erkrankungen wie Beispielsweise HCM, PKD, HD, Zahnfleischprobleme wie in anderen Rassen gibt.

Bei Import von Freifängen wurde wiederholt von Giardien und Durchfallproblemen und auch hartnäckigen Milben berichtet.

Für weiße Tiere gilt, was für alle anderen Rassen auch gilt.

Zusätzlich kommen generell nicht anerkannte Farben (die durch Gentest festgestellt werden können) und deren Anerkennung sich einzelne Züchter in Programen widmen wollen. Derzeit nicht anerkannt sind alle Pointvarianten, schoko, lilac, cinnamon, fawn.

unser persönliches Fazit: Wir sind bislang immer noch begeistert ....
HCM Gentests sind im Allegemeinen witzlos, weil sie nur 2 von rund 100 für HCM verantwortliche Gene nachweisen können und im Besonderen für die TUA ebenso bedeutungslos,wie der PKD Gentest, da beide Tests Rassespezifisch sind und bei der TUA keinen Nachweis erbringen. Besser, weil aussagekräftiger, ist es, die Zuchttiere ab etwa 1-1 1/2 Jahren regelmässig zu schallen
 
Thema:

Türksich Angora - Erbkrankheiten

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