Sinn und Unsinn von Ausstellungen

Diskutiere Sinn und Unsinn von Ausstellungen im Termine, Veranstaltungen, TV und Bücher Forum im Bereich Pinnwand; Liebe Foris, Züchter sind sich der Bedeutung von Ausstellungen für ihre Zucht bewußt. Richterurteile und der Austausch mit anderen Züchtern im...
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Fee

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Liebe Foris,
Züchter sind sich der Bedeutung von Ausstellungen für ihre Zucht bewußt. Richterurteile und der Austausch mit anderen Züchtern im Vergleich, schienen notwendig und teils sinnvoll. Angesichts der gesundheitlichen Gefahren, die sich nach Ausstellungen inzwischen vermehrt ergeben, stellt sich die Frage, ob Züchter ihre geliebten Samtpfoten wirklich enormen Risiken aussetzen möchten. Dass der auch hier im Forum erwähnte Seuchefall, kein Einzelfall ist (einmal abgesehen von der Verbreitung von Pilz, Flöhen etc.), wird immer deutlicher.
In dem Zusammenhang stellt sich die Frage, wie wichtig sind Pokale und welche Alternativen könnte es geben, dennoch mit Katzen innerhalb eines Vereins züchten zu können, ohne Ausstellungen zu besuchen.
Gruß
Fee
 
06.04.2008
#1
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miramäuschen

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Super Fee,
du bist di erste die dieses wichtige thema mal nennt
und dabei nicht liebevoll umschreibt und untertreibt sondern ganz genau den nagel auf den Kopf trifft.
Ein sehr guter, wichtiger, interessanter Text.
Danke und ich hoffe du schreibst noch viele weitere texte ins forum für "nicht-so-gut-katzenkenner" wie ich...
:)
 
Nicole

Nicole

Sibi-Lady
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Ich habe heute gehört, wie es z.B. die "Amis" machen.
Sie haben sogenannte"closed" Catteries. Das heisst sie haben eine Katzengruppe separiert in einem Raum Kätzinnen und Kater.
Mit denen wird nicht ausgestellt. Sie gehen mit 2 Kastraten, die auch in der Wohnung mit ihnen leben "dürfen" zum ausstellen, und wenn die mal was heim schleppen, bekommen es die anderen nicht, weil sie keinen Kontakt zueinander haben. Die Kastraten waren natürlich vorher im Zuchteinsatz. Meist sind es ihre nachkommen, mit denen diese Closed Cattery fortgeführt wird. Und es ist wohl so das sie stolz sind wenn sie closed züchten.

Was man davon nun halten soll, kann ich euch auch nicht sagen.
 
Lanthan1

Lanthan1

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HI,
Ich bin mit meinen Findelkindern natürlich kein Katzen-Ausstellungsgänger, daher weiß ich über diese Ausstellungen nicht so Bescheid.

Ich gehe aber zu Hundeausstellungen und da gibt es kein erhöhte Infektionsrisiko.
Könnte mich jemand bitte aufklären, warum das Infektionsrisiko bei Katzenausstellungen so hoch ist. Das wäre nett.

Ich nehme mal an, dass auch bei Katzen die Impfausweise kontrolliert werden. Bei den Hunden wird immer der Impfschutz kontrolliert, damit nichts passiert. Es wird auch schnell mal ein Hund nicht zur Ausstellung zugelassen, wenn er Erkrankungen hat, bei denen das Infektionsrisiko nicht abzuschätzen ist.
 
V

Vermilion

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Ich denke mal einfach dadurch dass viele Katzen aufeinander treffen ist das Infektionsrisiko erhöht. Gegen viele Krankheiten kann man einfach nicht impfen und viele kann man auch gar nicht auf einen Blick erkennen. Daher kann man einfach nie 100% ausschliessen, dass sich dort Tiere mit ansteckenden Krankheiten befinden.
Das ist ja beim Menschen nicht anders, wenn als Beispiel Kinder in den Kindergarten kommen werden sie dort auch mit allen möglichen Kinderkrankheiten angesteckt.
 
D

Die_Wilden

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:kiti:Weiss nicht genau,
warum so viele meinen,die katzen würden sich auf Ausstellungen "gottweisswas holen".
Na ja,ein Floh kann schon mal übersehen werden,aber das ist doch heute kein Beinbruch mehr.
Was die Ansteckungen angeht,meine werden nicht in Watte gepackt u.sie sollten schon ein stabiles Immunsystem haben.
Ich ziehe nie Folie über die Käfige u.wenn einer fragt,dürfen sie auch angefasst u.gestreichelt werden.
War neulich auf einer Ausstellung,da war ein etwa 10-11 jähriges Mädchen,das war den ganzen Tag bei mir,hat mit den Katzen gespielt u.nach Anleitung auch geholfen,bis zum Schluss.
Habe aber darauf bestanden,dass seine Eltern zu mir kamen u.auch damit einverstanden waren,man weiss ja nie.
Was Findlingskatzen angeht,die gehen nach Tests u.Impfung auch mit ,wenn sie sozialsiert sind,möchte für die auch gute Stellen finden u.da kann sie jeder sehen.
Nur manche Vereine denken immer,die müssen gründlicher untersucht werden,was Flöhe,Milben usw.angeht,als ob ich mir selber ein" Kuckusei "ins Nest würde legen.
:kiti: :kiti: :kiti: :kiti: :kiti: :kiti: :kiti: :kiti:
 
chandra1

chandra1

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Ich sehe das auch so wie DIE WILDEN,
bei mir dürfen die Besucher und vorallem die Kinder, die Katzen auch anfassen. Das Leuchten der Augen bei den kleinen wenn sie mal ein Schäfchen streicheln dürfen, zu süß....

Mal ernsthaft, was sollen die Besucher den schlimmes mitbringen an Krankheiten, nichts was mein Besuch zuhause nicht auch mitbringen könnte und eine Katze mit einem stabilem Immunsystem hat da nichts zu befürchten und eine Katze dessen Immunsystem nicht wirklich ok ist hat auf einer Austellung auch nichts verloren.

Aber wenn man sich irgendwoher was eingefangen hat muss ja wer schuld sein.
Das ist wie mit den Müttern die ihre Kinder noch nie im Dreck haben spielen lassen und dann sagen er ist ja immer krank....
ich glaube nicht das meine Katzen auf einer Ausstellung übermässig gefärdet sind.
Ich gehe schon seit 12 Jahren und habe von dort noch nie ein krankes Tier wieder mit nachhause gebracht.
 
H

Hollywood

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Ich sehe das auch so wie Chandra und die Wilden,

aber ich habe eine Folie vor dem Käfig weil mir das reingrabschen dann doch zu viel wird zumal mein Kater sich auch stängig allen Besuchern anbietet. Wenn ich gefragt werde ob man meine Katzen mal Streicheln darf sage ich auch immer ja. Ich bin auch nicht so pingelig mit Besuchern die Katzen müssen ihr Imunsystem ja auch trainieren.

Auf Katzenausstellungen kommen sicher sehr viele Katzen an einem Ort zusammen und sicher gibt es dort auch Viren die umherschwirren deshalb finde ich es wichtiger nur Tiere auszustellen die Topfit sind zum einen um keine anderen Katzen anzustecken und zum anderen damit meine Katzen ein spabiles Imunsystem haben. Wichtig finde ich auch wie die Katzen die Ausstellungsumgebung aufnehmen haben sie zu viel Stress und kommen nicht klar gehe ich mit diesen Tieren halt nicht mehr ausstellen.

Von der letzten Ausstellung habe ich mir doch tatsächlich ein Flöhchen mitgebracht, da ich aber immer sehr genau kontrolliere haben wir mit Frotline ganz schnell Abhilfe geschafft.

Ich habe ein sehr schönes Beispiel aus meiner ersten beruflichen Tätigkeit. Ich habe als Pferdewirtin auf einem damals sehr großen Pferdezuchtbetrieb gearbeitet. Das Gestüt hatte damals bis zu 10 Hengste, dementsprechend sehr viele Gaststuten die auch im Gestüt untergebracht wurden. Zum Höhepunkt der Decksaison kann man sagen es kamen täglich ca 5 Stuten und 5 Stuten wurden wieder abgeholt. Natürlich hat das eine oder andere Pferd auch mal einen Infekt eingschleppt. Was sehr schön zu beobachten war, ist dass die Betriebseigenen Pferde, insbesondere die älteren Stuten meist nie krank wurden, die Bestandspferde im allegemeinen nur schwächer erkrankten und viel schneller wieder gesund wurden. Da sie sie also seit Jahren sehr oft mit fremden Pferden in Kontakt kamen hatten sie ein sehr gutes Imunsystem. Hatten wir mal eine Stute aus einem sehr kleinen Bestand die so gut wie nie den Heimathof verließ konnte man schon vorher sagen das sie sich mit sicherheit zumindest nen harmlosen Schnupfen einfing.

Daraus habe ich für mich gelernt man sollte nicht zu pingelig sein vorsicht ja aber nicht übertreiben.

Hoffe das war nun nicht zu lange !
 
J

JokerNic

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Super!

Hallo Hollywood,

*BRAVO* ... deinem Beitrag ist nichts hinzuzufügen!

Grüße von :joker: Nic
 
F

Fee

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Hi Lantahn,
mit Hunden geht man immer raus, Hunde haben Kontakt mit fremden Hunden usw und können sich so mit zahlreichen Viren und Bakterien auseinandersetzen. Zuchtkatzen leben in geschlossenen Beständen und sind somit auf Ausstellungen einem erhöhten Risiko ausgesetzt. Daher werden ja auch, neben der sogenannten Tierarztkontolle, die heutzutage leider aus Kostengründen kaum noch von Tierärzten, sondern von Vereinsmitgliedern durchgeführt werden, die Richtertische desinfiziert. Ebenso desinfizieren sich Richte, fassen sie eine nächste Katze an, die sie beurteilen sollen, die Hände. Am Rande gemerkt sind diese Desinfektionen eher nutzlos, weil Desinfektionsmittel erst einmal wirken müssen.

Und nicht umsonst nimmt ein Züchter nur z.B. eine Katze zum decken an, wo er recht sicher sein kann, dass diese aus einer gesunden Zucht kommt und/oderverlangt entsprechende Voruntersuchungen.

Es wurde schon ganz richtig angemerkt, dass man auch nicht zu pingelig sein sollte, weil ein gute Abwehr auch durch minimale Konfrontation mit diversen Keiimen gestärkt wird. Auf Ausstellungen ist der Infektionsdruck aber erhöht. Was gar nicht bedeuten soll, dass übereifrige Züchter auch kranke Tiere mit auf Ausstellungen schleppen, sondern dass latente Infekte einem Züchter auch nicht immer bekannt sind.

Und Impfen schützen, wie ja nun allgemein inzwischen bekannt ist weniger, als wir bislang glaubten.
Folglich gilt es umzudenken und gemeinsam zu überlegen,wie ein besser Schutz gewährleisten werden kann, möchte man denn, wie es immer mehr Züchter tun, nicht gänzlich auf Ausstellungen verzichten.

Liebe Grüße
Fee
 
H

Hollywood

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Hallo Fee,

wenn Impfungen nicht mehr genug Schutz bieten in welche Richtung sollen dann die gemeinsamen Überlegungen bezügliches es Schutzes gehen? Ich verstehe das nicht so ganz. Wenn du meinst das wir nun alle eine dritte Impfung in der 16. Woche machen sollten (darüber habe ich mir auch schon gedanken gemacht) ist es schwierig auf Ausstellungen durchzuführen solange das Impfschema nicht offizell geändert wird.

Sag doch bitte noch mal genau was du meinst. :)
 
Nicole

Nicole

Sibi-Lady
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Ich habe die Tage auch so eine Diskussion gehabt, wo eine Züchterin meinte, Ausstellungen sind Stress für Katzen, und wie wir wissen kann Stress Krankheiten auslösen, z.B. FIP.
Deswegen würde sie nicht ausstellen.
Andere wiederum meinten, das wir ja Wesenstarke und Gesunde Katzen züchten, und eine Katze die man nicht ausstellen kann ist nicht wesensstark, wenn sie durch Ausstellungen auch noch ständig krank wird, das ist ihr Immunsystem nicht stark genug, somit würde diese Katze eigentlich für die Zucht nix taugen, ergo eine Katze die sich nicht ausstellen lässt taugt nicht zur Zucht, weil sie nicht wesensstark und Gesund genug ist.

So zu diesen Äusserungen, die ich zu hören bekam, möchte ich mal eure Meinungen hören....bin schon gespannt.....
 
H

Hollywood

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Hi Nicole,

ganz ehrlich ein bisschen was ist schon drann aber die Aussage ist schon ziemlich krass finde ich. Wenn eine Katze ständig krank ist taugt sie vielleicht wirklich nicht unbedingt zur Zucht. Aber es gibt nun mal Katzen die Ausstellungen nicht mögen deshalb müssen sie ja nicht gleich wesensschwach sein. Meine Holly mag Ausstellungen nicht sie hat Angst, mag nicht getragen werden und präsentiert sich nicht aber bei mir zu Haus ist sie ganz eindeutig der Boss sie freut sich über jeden Besucher zieht ihre Kitten suverrän gross und alle Kittenbesucher sind immer von Ihrem offenen und schmusigem Wesen begeistert. Ich würde nicht sagen das sie wesensschwach ist oder?

Wenn eine Katze sich nicht Ausstellen lässt zuhause auch ängstlich ist heisst da ja noch lange nicht das Ihre Kitten auch so sind oder? was habt Ihr da für Erfahrungen .... also wenn eine Katze das an Ihre Kitten weitergibt dann taugt sie nun wirklich nicht zur Zucht.
 
F

Fee

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Machen wir uns nichts vor. Ausstellungen sind Stress. Es gibt jedoch für Menschen wie für Tiere unterschiedliche Möglichkeiten mit Stress umzugehen. Die Reaktion darauf hat bei einer Katze viel mit ihrem individuellen Charaktereigenschaften zu tun und ebenso mit einem gewissen Training. Positive Erfahrungen nehmen Ängste, negative fördern sie. Gleichzeitig sind die Wesenseigenschaften einer Katze geprägt durch die Aufzucht sowie teils auch genetisch festgelegt.
Meine unmaßgelbliche persönliche Meinung ist:
- Richter sollten strenger sein, bemerken sie, dass ein Tier ausstellungsunwillig ist.
- Es ist ein Unding, dass Katzen, die auf einer Ausstellung derart ausflippen, so dass sie ihre Besitzer blutig kratzen und beißen, nicht sofort disqualifiziert werden und der Besitzer nicht mit dem armen Tier die Halle verlassen muss.
- In solchen Fällen hat ein Züchter die Pflicht, das Wohlbefinden des Tieres über seine eigenen Interessen zu stellen und gut zu durchdenken, ob das Tier an diesem Tag einfach nur keine Lust hatte oder sich immer wieder so verhält.
- Durchgängig ängstliche und aggressive Katzen gehören generell nicht auf Aufstellungen.
- Zur Zucht sind sie nur bedingt einsetzbar, weil sie 1. dieses Verhalten vererben könnten, meist nicht an alle Nachkommen, 2. das Verhalten ihren Kitten vorleben können, wobei ich unterscheide zwischen ängstlich und eher zurückhaltend.
- Zucht bedeutet Selektion. Zu beobachtende vererbbare Charaktermängel, sollten eine Kastration zur Folge haben. Arme Miezen mit Macken, mit denen die Halter nicht zu recht kamen, gibt es in Tierheimen genug.

Der Infektionsdruck auf Ausstellungen könnte gemindert werden, wenn die Tierarztkontrollen wieder von Tierärzten durchgeführt würden und die hygienischen Bedingungen besser wären (z.B. was das Desinfizieren angeht). Eine weitere denkbare Möglichkeit wäre die doch recht unnütze Tollwutimpfung, die allerdings die Städte vorschreiben… nicht die Vereine, zu ersetzen, durch ein aktuelles Gesundheitszeugnis. Die Vereine werden ein solches Anliegen nicht unterstützen, da sie befürchten müssen, weniger Aussteller zu bekommen. Ein erster Weg wäre vielleicht die freiwillige Vorkontrolluntersuchung des Züchters und jeder der dies tut, wird dementsprechend im Ausstellungskatalog besonders gekennzeichnet.
Im welchem Umfang ein solches Gesundheitszeugnis erstellt werden sollte, damit es Sinn macht, ist eine weitere Frage.
Hierbei stellt sich zudem die Frage der Finanzierbarkeit und der jeweiligen Aktualität.
Holly, ich habe das Alles auch noch nicht vollständig durchdacht, daher ja dieser Diskussionsansatz.
Eine dritte Seucheimpfung empfehle ich meinen Kittenkäufern seit Jahren. Die Tierärzte reagieren darauf entweder begeistert (nicht nur weil sie dadurch verdienen) oder ablehnend, weil die „Erfahrungen“ und wissenschaftlichen Erkenntnisse in dieser Hinsicht scheinbar doch recht unterschiedlich sind.
Liebe Grüße
Fee
 
F

Fee

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"Ein erster Weg wäre vielleicht die freiwillige Vorkontrolluntersuchung des Züchters und jeder der dies tut, wird dementsprechend im Ausstellungskatalog besonders gekennzeichnet."

Ups, nicht des Züchters, sondern natürlich seiner Katzen, die er ausstellen will**ggg
Da fallen mir nun wieder ganz viele lustige Dinge zu ein, die gehören aber nicht hier hin.
Gruß
Fee
 
Lanthan1

Lanthan1

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Auf den Hundeausstellungen sind auch jede Menge Hunde, also nicht nur bei den Katzen. King liebt Ausstellungen, die vielen Hunde und netten Leute. Und im Ring ist er bis auf einmal, immer gut gelaufen.

Stress ist sicherlich bei den Hunden nicht so angesagt, denn man kann mit ihnen spazierengehen und anderes wie Spiele machen. Dadurch wird bei den Hunden der Stress gemindert.

Ich muss mir mal im Internet Bilder von einer Katzenausstellung anschauen. Damit ich mal eine Vorstellung davon habe.
 
F

Fee

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Hundeausstellungenmachen total viel Spaß und ich hatte immer das Gefühl, dass die Hunde, mit denen ich da war, das auch klasse finden. Das Gute daran ist auch, man kann, muss aber nicht bis zum Ende bleiben.
VDH-Austellungen sind super oraganisiert, manchmal stört mich , dass Aussteller Hunde in die Halle machen lassen, ohne das weg zu machen, aber das sind meist Ausnahmen. Total viel Spaß machen Austellungen im Sommer draußen, die "Camp-mäßig" strukturiert sind.
Hunde - und Katzenausstellungen kann man wirklich nur schwer vergleichen und es wie bei einer Hundeausstellung zu organisieren, wäre mit Katzen schwer möglich, wobei in südlichen Ländern oft ein Ausstellungstag mit Katzen nicht so lange ist, wie in unseren Gefilden.
Gruß Fee
 
D

dosis-iz-pri

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Hallo Fori's,

ich finde Ausstellungen müssen sein, damit man mitbekommt, wohin man sich bewegt. Was nützt es eine Rasse zu züchten, bei der die Fellnasen nicht dem Standard nahe kommen. Wobei ich nicht den Focus alleine auf die Richterberichte lege, sondern hier vorwiegend auch mit den Tieren anderer Catteries vergleiche, bzw. mich mit anderen Züchtern der gleichen Rasse austausche. Aus dem gesamten Bild, fällt es mir leichter, die geeigneten Zuchtpartner auszuwählen und dem Rasseerhalt und der Festigung von Anlagen zu dienen.

Zu der Hygiene, auch da habe ich ab und an was auszusetzen, fängt bei der TA-Kontrolle an, geht weiter über die Käfige, wo manchmal noch Katzenstreu vom Vorgänger drin liegt, bis hin zum Richten. Aus eigener schlechter Erfahrung weiß ich allerdings auch, dass es manche Aussteller mit der Gesundheit der Mitgebrachten Fellnasen nicht so genau nehmen. Flöhe hab ich auch schon von einer Ausstellung mit nach hause genommen, die kann man relativ schnell bekämpfen; aber bei meiner ersten Ausstellung 1989 haben sich meine Fellnasen Ohrmilben bei der TA-Kontrolle eingefangen und einmal stand zur Debatte, dass wir uns bei den Fellnasen im Nebenkäfig einen Pilz eingefangen haben. Gottseidank hatten wir, meine Fellnasen und ich Glück. Aber die Muffe geht dann schon, wenn man nach der Ausstellung erfahren muss, dass die Tiere nebenan teilweise Pilzbefall hatten und dass ein Kater, der bei der Ausstellung zuhause geblieben war, derartig verpilzt war, dass er einige Zeit später deswegen über die Regenbogenbrücke geschickt wurde. Erst durch den Tod des Katers kam alles ans Tageslicht, bzw. wurden die anderen Tiere überhaupt erst behandelt.

Aber auch andere infektiöse Krankheiten, die nicht so einfach wie Flöhe zu erkennen sind, können sich auf einer Ausstellung tummeln, ohne das der Aussteller selber davon weiss und die TA-Kontrolle dieses auch nicht erkennen kann. Wie sieht es denn aus mit einigen Viren, dazu gehört auch die Parvo, wobei ein Tier nur Ausscheider sein kann?

Was mich auch nervt, ist, wenn jeder Besucher einfach ungefragt in den Käfig grabbelt, weil die Katzen ja sooooo niedlich sind. Hallo, ich streichele doch auch nicht ungefragt jedes Baby, Kleinkind oder andere Personen, bloss weil ich sie supiii finde. Es geht ja soweit, dass sogar versucht wird, in das Netz ein Loch mit dem Finger reinzuboren, damit man besser an die Katzen herankommt. Das ist vorsätzliche Sachbeschädigung, hat schließlich mein Geld gekostet. Und wenn wirklich mal eine Katze eine ansteckende Erkrankung hat, wird dieie ganz toll verteilt; wer trägt dann die Kosten für TA und Medis??? Ach der Aussteller, der Besucher ist ja schon längst wieder zuhause und hat was zu erzählen. Ganz klasse.

Aber der Hammer war, bei der letzten Ausstellung war ich vormittags draussen, um eine zu rauchen. Da kamen zwei Frauen und ein Junge an. Eine Frau hatte eine BKH black-silver-tabby auf dem Arm, Katze hatte Geschirr um und Leine war dran. Es waren Besucher, die mal eben die Ausstellung besuchen wollten. Der Verein hat versucht denen klar zu machen, dass sie zusammen mit der Fellnasen nicht in die Halle dürfen und dass alle Fellnasen der Ausstellung eine TA-Kontrolle durchlaufen mussten. Beide Damen zeigten nicht unbedingt Verständnis und zogen mit böser Miene und ein bisserl schimpfen davon.

Ich lege meine Fellpopos auch nicht in Watte, aber bei Ausstellungen bin ich durch Erfahrung vorsichtig geworden.
 
Lanthan1

Lanthan1

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Ich streichle nicht ungefragt fremde Tiere. Gerade in einer Box fühlen sich Katzen wehrlos. Das ist für die Kleinen nicht schön. Und wer sagt mir, dass meine Katzen jetzt gerne gestreichelt werden wollen. Gerade Katzen sind da sehr eigen. Sie kommen, wenn sie Streicheleinheiten wollen und nicht umgekehrt.

Vielleicht hilft irgend ein böser Spruch auf der Box gegen Kampf-Streichler.
 
Thema:

Sinn und Unsinn von Ausstellungen